Bildungsministerin ist wegen Plagiat der Doktortitel entzogen worden

Genau, mit der heutigen Technik. Damals war das nicht möglich oder die Prüfungsmethoden haben das nicht hergegeben. Punkt aus fertig.
Damals gab es auch keine DNA Tests und dennoch werden heute Vergehen aus der Vergangenheit damit nachgewiesen. Und so lange solch eine Tat nicht verjähren kann ist das auch vollkommen legitim!

MfG
 
Dann hätte man Ihnen Beeinflussung durch die Politik vorgeworfen. Die Uni Düsseldorf hatte keine Andere Wahl als diese Entscheidung zu treffen. Egal wie gerechtfertigt diese ist.
Die Uni Düsseldorf hatte tatsächlich keine Wahl, aber nicht, weil sie von irgendjemanden unter druck gesetzt wurde, sondern weil Sie sich eben an die Fakten zu halten hat, und nicht einer "Wahl" nachzugehen hat.

Um auf den Punkt zu kommen. Natürlich hätten Sie auch anders entscheiden können. Sie müssten es nur eben dementsprechend begründen. Und genau hier wird eben ein Schuh draus. Es gibt die Verstöße, und deswegen müssen Sie ihr auch den Titel entziehen, ganz gleich was irgendjemand meint.

Der Ankläger ist Richter zugleich und prüft die Fakten, das ist weit entfernt von Rechtsstaat. Das Ganze Verfahren hätte durch eine fremde Uni erfolgen müssen.
Woho, jetzt aber bitte nicht anfangen die Sachen zu verdrehen...

Die Uni Düsseldorf hat überhaupt keine "Anklage" erhohen... Sie hat Hinweise/Anschuldigungen bekommen, die nicht völlig aus der Luft gegriffen waren, und war daher auch dazu verpflichtet, die Sachen zu prüfen! Von der Uni ging aber rein gar nichts aus. Die haben nur entsprechend der Vorgaben REAGIERT, aber nicht AGIERT.

Genau, mit der heutigen Technik. Damals war das nicht möglich oder die Prüfungsmethoden haben das nicht hergegeben. Punkt aus fertig.
Ach so, weil Sie damals gut genugt Belogen und Betrogen hat, darf Sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden oder wie? :dumm:

Es wurde ja schon das Beispiel mit den Gentests genannt. Das ist absolut zutreffend.

Welche Regeln? Damals oder heute? Wenn man die Doktorarbeit unter den damals vorherrschenden Bedingungen geprüft hat ist Frau Schavan vermutlich erledigt, wobei ich da noch meine Bedenken bezüglich der Uni Düsseldorf und deren Verhalten habe.
Steht doch in der Erklärung der Uni Düsseldorf. Auch zu den damaligen Bedingungen war es ein Plagiat! Heute sowieso.

Lies dir den Abschnitt bitte nochmal durch

Sie ist aber direkt erwischt worden und man hat das nicht Jahrzehnte später ausgegraben.
Und? Es ist ein popeliges Praktika, was 0 Relevant hat, und wo man sich nur selbst bescheist. Dennoch wäre Sie fast geflogen. Das andere ist ein ganz anderes Kaliber, und da soll man die ungestraft davon kommen lassen, weil es schon ne Zeitspanne X her ist? :ugly:

Du musst da mal die Verhältnismäßigkeit in Betracht ziehen...

Und es ist auch bei einem Studenten scheis egal, wie lange das her ist. Wenn das 5 Jahre später erst in der Dipl-Arbeit rausgekommen wäre, wären die Konsequenzen genau die Gleichen gewesen. Wahrscheinlich wäre Sie sogar direkt Exmatrikuliert worden, da der Täuschungsversuch ja auch noch erfolgreich war...

Ich glaub du verstehst echt nicht, welchen Stellenwert die Integrität der Person in der Forschung hat! Du musst IMMER! dem anderen vertrauen können, das er HAARGENAU! arbeitet. Ansonsten kannst du nämlich gar nichts mehr glauben, weil sich die Sachen auch nicht immer 100% nachprüfen lassen, oder wenn dann mit mehreren Jahren verzögerung, wo dann eventuell Milliarden an Kosten verursacht werden, um das zu überprüfen!

Jetzt denk mal dran, beim CERN würde jemand faken.... Das wäre wenns dumm läuft erst in 20 oder 30 Jahren überprüfbar, und mit Kosten von zich Milliarden verbunden...

Führe dir bitte die Tragheite wirklich mal vor Augen!

Die meisten Studenten die bisher kennengelernt habe haben sich am meisten aufgeregt wenn Sie mal wirklich was für Ihr Studium arbeiten mussten.
Dann kennst du eben nur "die Falschen"...

Kommt aber auch immer auf den Studiengang drauf an. Es gibt welche, die sind lockerer, und andere die sind knüppelhart...

Und genau die regen sich eben zu Recht darüber auf. In allen Natur und Ingenieurwissenschaften gibt es nämlich genug, die es einfach nicht packen, weil die Anforderungen so hoch sind, und du halt echt gut fertig gemacht wirst... Und dann siehste da ne XY die NIE nen Abschluss hatte, und dann ihren Doktor ergaunert hat... Da geht einem das Messer in der Tasche auf, weil man weiß, das man sicherlich mehr als derjenige drauf hat, aber eben nicht so gut belügen und betrügen kann....

Und halt noch ein Mindestmaß an Anstand im Ranzen hat...

Wurden hier Konsequenzen gezogen? Nein. Hier werden dann noch der Täter geschützt. Wenn ich so etwas in meinem Job veranstalten würde könnte ich noch am gleichen Tag in Begleitung des Werkschutzes meine Sachen aus dem Spinnt holen und ich bin auch nur ein kleines Licht.
Das ging meines Wissens nach von einem Externen aus, oder von einem Beamten, und in beiden Fällen kannst du nicht wirklich viel machen. Es ist halt echt dumm gelaufen. Wie gesagt, ne Universität ist aber auch nicht auf die in diesem Fall nötigen Vorkehrungen vorbereitet. Es ist halt noch immer eine Universität und kein Geheimdienst...

Wenn man nicht in der Lage ist ein dermaßen wichtiges Verfahren angemessen durchzuführen sollte man es lassen und es einer anderen Uni übergeben.
Definiere "angemessen" und "dermaßen wichtiges Verfahren".

Es war ein Verfahren wie jedes andere, und das ist auch wichtig, um sich eben unabhängig vom Vorwurf der Extrawurst zu machen, den du ja direkt wieder anbringst. "Sie konnten ja gar nicht anders"...


Richtig, aber eine Neubewertung einer (Doktor)Arbeit muss unter den gleichen Bedingungen erfolgen die zur Entstehungszeit waren. Auch muss so ein Verfahren geregelt ablaufen wovon das hier diskutierte weit entfernt ist.

Genau DAS ist es doch...
 
Ich habe da jetzt nicht so den Durchblick aber wer bescheißt gehört bestraft.
Wenn sie jetzt an ihren Ämtern kleben will dann soll sie das machen. Sie darf sich dann aber nicht wundern dass sie und ihre Partei für das Verhalten durch Stimmenentzug abgestraft wird.
Immerhin sind bald Bundestagswahlen und die CDU will schließlich wieder ganz oben sein.
 
In den Geistes"wissenschaften" wundert mich eigentlich gar nichts mehr. Es ist erstaunlich, was man sich da alles als wissenschaftliche Leistung zusammenschwurbeln kann. Ich mache selber im Moment meine Bachelorarbeit (was natürlich ne ganze Nummer kleiner ist) und hab mir in dem Zusammenhang auch mal angesehen, was meine Vorgänger sich so zusammengereimt haben. Da wundert man sich dann schon, mit welchem Kitsch gar nicht mal wenige durchkommen. Kaum Umfang und nur ein paar tausendfach bekannte Gemeinplätze zitiert. Wenn da noch Untersuchungen drin vorkommen, stinken die förmlich nach unter Freunden und Tanten gemacht. Allerdings kann man in solchen Fächern auch unheimlich leicht davonkommen. Bei Seminararbeiten habe ich selbst schon mal drauflos untersucht und mir dann im Nachhinein die eigentliche Vorarbeit so zurechtgebogen, als wäre ich durch intensive Recherche zu meiner Untersuchung gekommen. Man muss nur genug Quellen finden, die in die richtige Richtung gehen. Und das ist eigentlich immer möglich. Selbst wenn man genau das Gegenteil sucht. Nicht existente Trennschärfe in nichttechnischen Wissenschaften und die hohe Zahl Steuerzahler alimentierter Lehrstühle für jeden noch so unwichtigen Zweig machen es möglich. Man sollte nur klug genug sein, daraus auch eine glaubwürdige Argumentationkette aufzubauen. Ob man da tatsächlich hinter steht, ist zweiranging.

Ich würde gerne mal wissen, wer abseits prominenter Politiker noch so in seiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit geschwindelt und geschlampt hat. Das dürften insbesondere in den Geisteswissenschaften gar nicht mal wenige sein. Das betrifft sicher nicht nur Doktorarbeiten. Es ja durchaus bekannt, dass Professoren sich insbesondere Bachelor- und Diplomarbeiten eher oberflächlich angucken, weil da immer sehr viele auf einmal von anstehen. Die lesen sich vielleicht die Einleitung und das Fazit durch, schauen ins Quellenverzeichnis und hören anonsten nur genau zu, was man im Kolloquium zu sagen hat. Nicht umsonst wurde gegen Universitäten und sonstige Hochschulen wiederholt der Vorwurf laut, dass Abschlussnoten heutzutage viel zu großzügig vergeben werden.
 
Was sich manche hier über Rechtschreibung bzw. Rechtschreibfehler aufregen und dabei selbst unzählige Fehler machen ist extrem lustig. Ich hoffe alle hier, die eine Bachelor-Arbeit oder vergleichbares geschrieben haben, können von sich behaupten alles 100% richtig gemacht zu haben. Soll nicht heißen dass ich das gut finde oder toleriere, aber immer dran denken - es sind alles nur Menschen und die machen halt Fehler (Ob bewusst oder unbewusst spielt da keine Geige!)!
Trotzdem - "Der Kopf muss rollen!", oder "Zu den Löwen mit ihr!". :ugly:
 
Also ein wenig sollte man schon differenzieren...

Aber das scheint ja allgemein nicht mehr üblich zu sein. Da herrscht ja eher die Meinung vor: "Scheis drauf, betrogen wird eh überall, also wayne?..."

Da fragt man sich echt, warum man noch ehrlich ist, und wie es in diesem Lange noch weiter gehen soll...
 
Das kommt daher, dass diejenigen, die am allerwenigsten Ahnung von Wissenschaft und wissenschaftlichem Arbeiten haben, am vehementesten gegen die Befürworter der Aberkennung des Doktortitels schimpfen; die typischen Allgemeinplätze á la Hexenverbrennung, Rufmörder etc. und die netten "Abschreiben-ist-doch-nicht-so-schlimm"-Sager hatten wir ja schon. ;)
Denen ist das alles egal, diese Leute erkennen die Tragweite dahinter gar nicht und die Ausnutzung und Degradierung von Bildungszertifikaten zum Schmücken des eigenen Egos ohne wisenschaftlichen Bezug sowie die reine Degradierung derselben zu Freifahrtscheinen für den Berufsweg (was imho bes. bei Frau Schavan der Fall war/ist) sagt denen sowieso gar nichts. Daher wird zumeist relativ argumentlos auf Stammtischniveau gepoltert.:schief:
 
Werden andere (normale) Studenten die jetzt den Dr. haben auch noch mal überprüft oder beleibt das nur bei den Politiker?

Unis überprüfen alles und jeden, wenn ein Verdacht vorliegt.


Ehrlich. Gab es schon mal eine Koalition wie die jetzige, mit einem solchen Verschleiß an Ministerposten? Ich gehe davon aus das sie jetzt zurücktreten wird.

Merkel1 hatte auch recht viele Stühlerücker, aber z.T. sind die ja auf nem anderen Posten wieder aufgetaucht...


Aber Frau Shavan muss das wissen?

Beim lesen vielleicht. Aber beim tippen sollte sie wohl wissen, ob sie schreibt oder ob sie abschreibt...


Viel schlimmer finde ich diese "Plagiatsjäger" die sich hinter Ihrer Anonymität verstecken und hier einen auf Moral und Anstand machen, aber selbst zu Feige sind eben diesen Anstand und diese Moral zu haben öffentlich aufzutreten. Warum wohl? Weil es sich eben einfacher ist anonym jemanden zu Beschuldigen weil man keinen Regress fürchten muss wenn falsch liegt. Man macht also auf Dicke Hose, hat aber nicht den Mut dafür einzustehen, auch wenn man falsch liegen sollte?

Für mich sind das nur bemitleidenswerte armselige Würstchen die in Ihrem Leben wohl nie über einen Aushilfsjob im Supermark hinaus gekommen sind und sich jetzt profilieren müssen. Alleine das man diese Kasper ernst nimmt ist schon erschreckend genug und zeigt wie armselig eigentlich unsere Gesellschaft schon ist.

Stell deine Flamerei und Beleidigungen bitte ein.
Es gibt mehr als genug Plagiatsjäger, die öffentlich und unter vollem Namen interviewt wurden. Mag sein, dass ein paar dabei sind, die aus amoralischen Gründen ihre Identität verschleiern, aber die meisten hat schlichtweg niemand gefragt.

Im übrigen ist es ziemlich schwer mit Dingen auf "Dicke Hose" machen, von denen niemand wissen soll, dass man was damit zu hat :klatsch:
 
Ist das nicht die, die das Bildungssystem in Bawü so mehr oder weniger verkackt hat?
Geschieht ihr recht^^ (jaja ich weiß schadenfreude und so...)


Klasse Vorbild die Frau, ich klag dann auch, wenn ich beim Abschreiben erwischt werde.
 
Um einige Sachen nochmal klarzustellen:

* Frau S. hat einen Studienabschluss und zwar einen Magister. Ist DER klassische Abschluss, gab es lange vor Diplom, Examen, Bachelor und Master sowieso. Hat einen entscheidenden Nachteil: Es handelt sich um keinen staatlich anerkannten Abschluss, es gibt keine übergreifenden Standards, Magister werden z.B. beim Arbeitsamt als "ungelernte" geführt. War aber lange Zeit der Anfang einer universitären Laufbahn.

* Jeder Doktorand erklärt, dass er seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen unter Einhaltung der formalen und inhaltlichen Kriterien erstellt hat. Jedem Doktoranden ist klar, dass er seinen Titel auch nach 100 Jahren noch verlieren kann, wenn Pfusch herauskommt. Der Doktorvater ist nicht dafür zuständig, die Arbeit unter diesen Aspekten zu prüfen. Die Verantwortung liegt beim Doktoranden. Nach den ganzen Skandalen fordern die meisten Unis sogar eidesstattliche Erklärungen der Doktoranden, damit wäre ein Täuschungsversuch direkt strafrechtlich relevant (Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherung, bis zu 3 Jahre Knast, §156 StGB).

* Es gibt Bereiche, in denen Doktortitel inflationär verteilt werden. Beispiel Medizin, Doktorarbeit in einem Semester "nebenbei" machen. Jeder Dr.-Ing. fängt an zu weinen, wenn er so was hört. Oder zu lachen. KTGs Doktorarbeit war neben dem Pfusch auch inhaltlich ein Skandal. Ein lächerliches Stück ohne jeden Erkenntnisgewinn. Ich habe schon Bachelorarbeiten gesehen, die einen deutlich höheren Anspruch hatten. Natürlich nicht aus den Geisteswissenschaft, der Juristerei oder von einem BWLer, ich bin eher im MINT-Bereich unterwegs.
 
Magister? Wo steht das? Nach meinem Kenntnisstand hat sie ihr Studium direkt ohne Staatsexamen/Magister etc. beendet - direkt mit der Promotion (heute nicht mehr möglich). Außerdem ist ein Magister Artium sehr wohl ein staatlich anerkannter Abschluss (ein echter akademischer Bildungsabschluss, keine Pseudo-(Aus)Bildung für die Wirtschaft; jedoch kein staatlicher Abschluss wie das Staatsexamen), der heute leider fast vollständig durch Masterstudiengänge ersetzt wurde.
Doktortitel werden inflationär verteilt? Beim Medizinstudium ist das obligatorisch, daher kann hiervon nicht die Rede sein. Ausgerechnet im Bereich der Naturwissenschaften sind die Fälschungsquoten insgesamt übrigens am höchsten, nur so nebenbei.;) Dort, wo Prestige im Vordergrund steht, wird zumeist betrogen. Daher sind auch sehr viele Politiker betroffen, die den Doktorgrad nur fürs Namensschildchen und das Ansehen bei den Nichtdoktoren erwerben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Magister? Wo steht das? Nach meinem Kenntnisstand hat sie ihr Studium direkt ohne Staatsexamen/Magister etc. beendet - direkt mit der Promotion (heute nicht mehr möglich). Außerdem ist ein Magister Artium sehr wohl ein staatlich anerkannter Abschluss (ein echter akademischer Bildungsabschluss, keine Pseudo-(Aus)Bildung für die Wirtschaft; jedoch kein staatlicher Abschluss wie das Staatsexamen), der heute leider fast vollständig durch Masterstudiengänge ersetzt wurde.
Doktortitel werden inflationär verteilt? Beim Medizinstudium ist das obligatorisch, daher kann hiervon nicht die Rede sein. Ausgerechnet im Bereich der Naturwissenschaften sind die Fälschungsquoten insgesamt übrigens am höchsten, nur so nebenbei.;) Dort, wo Prestige im Vordergrund steht, wird zumeist betrogen. Daher sind auch sehr viele Politiker betroffen, die den Doktorgrad nur fürs Namensschildchen und das Ansehen bei den Nichtdoktoren erwerben.

Das ist auch mein Kenntnisstand. Ohne den Doctor hat sie jetzt wohl nur Abi, bzw. irgend einen Ehrendoktor.

MfG
 
* Jeder Doktorand erklärt, dass er seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen unter Einhaltung der formalen und inhaltlichen Kriterien erstellt hat. Jedem Doktoranden ist klar, dass er seinen Titel auch nach 100 Jahren noch verlieren kann, wenn Pfusch herauskommt. Der Doktorvater ist nicht dafür zuständig, die Arbeit unter diesen Aspekten zu prüfen. Die Verantwortung liegt beim Doktoranden. Nach den ganzen Skandalen fordern die meisten Unis sogar eidesstattliche Erklärungen der Doktoranden, damit wäre ein Täuschungsversuch direkt strafrechtlich relevant (Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherung, bis zu 3 Jahre Knast, §156 StGB).

* Es gibt Bereiche, in denen Doktortitel inflationär verteilt werden. Beispiel Medizin, Doktorarbeit in einem Semester "nebenbei" machen. Jeder Dr.-Ing. fängt an zu weinen, wenn er so was hört. Oder zu lachen. KTGs Doktorarbeit war neben dem Pfusch auch inhaltlich ein Skandal. Ein lächerliches Stück ohne jeden Erkenntnisgewinn. Ich habe schon Bachelorarbeiten gesehen, die einen deutlich höheren Anspruch hatten. Natürlich nicht aus den Geisteswissenschaft, der Juristerei oder von einem BWLer, ich bin eher im MINT-Bereich unterwegs.

Wir haben in Deutschland ohnehin ein merkwürdiges Verhältnis zum Doktorgrad - viele sehen sowas als besonderes Aushängeschild an, mit dem man dann öffentlich gleich viel besser dasteht. Dass durch diese - besonders bei Politikern gerne genutzten - Image-Aufbesserungen allerdings einiges in den Schmutz gezogen wird, werd häufig nicht beachtet. Da reißt man dann mal schnell eine popelige Diss von 120 Seiten zu irgendeinem totgeforschten / irrelevanten Thema runter, nur um sich dann neue Visitenkarten drucken zu lassen.
Ich bin definitiv FÜR ein härteres Durchgreifen bei Plagiaten - beispielsweise durch eine generelle Überprüfung. Wer einmal eine umfangreiche Arbeit (und sei es "nur" eine Diplom- oder Magisterarbeit) verfasst hat, wird mir da hoffentlich zustimmen. Ich habe an meinen 135 Seiten knapp 9 Monate gesessen, allein das Erstellen des Literaturverzeichnisses hat mehr als 12 Stunden gedauert. Da habe ich einfach keinen Bock drauf, dass jemand mehr als 50% seiner Arbeit durch Plagiate "erarbeitet" und dann noch damit durchkommt.

MfG Jimini
 
Ist das nicht die, die das Bildungssystem in Bawü so mehr oder weniger verkackt hat?
Geschieht ihr recht^^ (jaja ich weiß schadenfreude und so...)

Und die, die Schleswig-Holsteinische Institute mal eben in eine andere Forschungsgemeinschaft packt (nach einer "Absprache mit allen Betroffenen", von denen der Institutsdirektor ein paar Stunden vorher und alle anderen aus den Medien erfahren), um der Landes-CDU aus der Krise zu helfen?
Genau die.


Um einige Sachen nochmal klarzustellen:

* Frau S. hat einen Studienabschluss und zwar einen Magister.

Egal, wo ich auch gucke: Überall steht, dass sie direkt promoviert hat, ohne vorher eine Abschlussprüfung zu ihrem Studium zu absolvieren.
(bin mir übrigens nicht ganz sicher, aber afaik ist das weiterhin möglich. Es findet sich nur kein Doktorvater für einen Abschlusslosen mehr)

Ist DER klassische Abschluss, gab es lange vor Diplom, Examen, Bachelor und Master sowieso. Hat einen entscheidenden Nachteil: Es handelt sich um keinen staatlich anerkannten Abschluss, es gibt keine übergreifenden Standards, Magister werden z.B. beim Arbeitsamt als "ungelernte" geführt.

Macht(e) das Arbetisamt bei meiner Haus&Hof Magistra definitiv anders und alle von staatlichen Hochschulen vergebenen Abschlüsse werden auch anerkannt.
Selbst international ist der deutsche Magister kein großes Problem.

* Es gibt Bereiche, in denen Doktortitel inflationär verteilt werden. Beispiel Medizin, Doktorarbeit in einem Semester "nebenbei" machen. Jeder Dr.-Ing. fängt an zu weinen, wenn er so was hört. Oder zu lachen.

Würde aber nie durch das Studium vor dem nebenbei-Doktor kommen ;)
 
Da sag ich ja auch gar nichts dagegen. Doktortitel sind bei den Medizinern in der Tat leicht - schon allein weil es in der Medizien eben wirklich eine wichtige Erkenntnis ist, wenn weiß, dass etwas alles andere als hilfreich ist.
Aber: Wenn man sich im Gegenzug das Studium anguckt, dass man packen muss, um diesen Doktor abzugreifen zu dürfen, dann kann man über die Gesamtanforderungen dieses Bildungsweges imho nicht meckern.
 
Da sag ich ja auch gar nichts dagegen. Doktortitel sind bei den Medizinern in der Tat leicht - schon allein weil es in der Medizien eben wirklich eine wichtige Erkenntnis ist, wenn weiß, dass etwas alles andere als hilfreich ist.
Aber: Wenn man sich im Gegenzug das Studium anguckt, dass man packen muss, um diesen Doktor abzugreifen zu dürfen, dann kann man über die Gesamtanforderungen dieses Bildungsweges imho nicht meckern.
Naja, dafür verdienen Mediziner aber in der Regel auch überdurchschnittlich. Das Problem sehe ich hierzulande eher darin, dass "Arzt" mit "Doktor" gleichgesetzt wird. Ein Doktortitel soll kenntlich machen, dass man selbstständig forschen kann und einen wichtigen Beitrag zur Forschung auf einem bestimmten Gebiet geleistet hat. Sowas ist mit "am Ende des Studiums" aber nur selten vereinbar. - sehe ich zumindest so. Da kann das Studium dann noch so hart sein (über "hart" vs. "auswendiglernen" will hier hier jetzt nicht diskutieren *g*).

MfG Jimini
 
Ich habe auch die Ehrendoktorwürde in Pangea :lol:.
Mal im ernst selbst als popeliger Techniker wurde mir beigebracht wie man was zu schreiben hat bezüglich Zitate und Co. Bei Guttenberg war die doch damals an forderster Front als Moralapostel. Weg damit wie den Rest ohne Gnade. War ja aber schon oft in der Geschichte so das wer am lautesten schrie auch den größten Stein in der Tasche hatte.
 
Es sollte erst niemand in ein so bedeutsames Amt kommen können, ohne gründlich geprüft worden zu sein. Was Frau Schavan getan hat bedarf keiner weiteren Erklärungen mehr. Aber jetzt nur sie ins Visier nehmen, obwohl irgend jemand sie so weit hat kommen lassen, das ist fraglich.

Was die Diskussion bezüglich der anonymen Plagiat-Ankläger anbelangt, so bin ich geteilter Meinung. Einerseits ist das ganz gut, da sie in der Lage sind siche und ohne Angst/Druck arbeiten können. Andererseits finde ich es grundsätzlich nicht richtig, aus der Deckung auf jemanden zu zielen. Wenn man nichts falsch gemacht hat, dann sollte man auch zu seinen Vorwürfen/Ergebnissen stehen.
Ich denke es ist leider eine Notwendigkeit um auch nach einem aufgedeckten Fall noch unbelastet weiter forschen zu können.
 
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