Die Uni Düsseldorf hatte tatsächlich keine Wahl, aber nicht, weil sie von irgendjemanden unter druck gesetzt wurde, sondern weil Sie sich eben an die Fakten zu halten hat, und nicht einer "Wahl" nachzugehen hat.
Um auf den Punkt zu kommen. Natürlich hätten Sie auch anders entscheiden können. Sie müssten es nur eben dementsprechend begründen. Und genau hier wird eben ein Schuh draus. Es gibt die Verstöße, und deswegen müssen Sie ihr auch den Titel entziehen, ganz gleich was irgendjemand meint.
Der Ankläger ist Richter zugleich und prüft die Fakten, das ist weit entfernt von Rechtsstaat. Das Ganze Verfahren hätte durch eine fremde Uni erfolgen müssen.
Woho, jetzt aber bitte nicht anfangen die Sachen zu verdrehen...
Die Uni Düsseldorf hat überhaupt keine "Anklage" erhohen... Sie hat Hinweise/Anschuldigungen bekommen, die nicht völlig aus der Luft gegriffen waren, und war daher auch dazu verpflichtet, die Sachen zu prüfen! Von der Uni ging aber rein gar nichts aus. Die haben nur entsprechend der Vorgaben REAGIERT, aber nicht AGIERT.
Genau, mit der heutigen Technik. Damals war das nicht möglich oder die Prüfungsmethoden haben das nicht hergegeben. Punkt aus fertig.
Ach so, weil Sie damals gut genugt Belogen und Betrogen hat, darf Sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden oder wie? :dumm:
Es wurde ja schon das Beispiel mit den Gentests genannt. Das ist absolut zutreffend.
Welche Regeln? Damals oder heute? Wenn man die Doktorarbeit unter den damals vorherrschenden Bedingungen geprüft hat ist Frau Schavan vermutlich erledigt, wobei ich da noch meine Bedenken bezüglich der Uni Düsseldorf und deren Verhalten habe.
Steht doch in der Erklärung der Uni Düsseldorf. Auch zu den damaligen Bedingungen war es ein Plagiat! Heute sowieso.
Lies dir den Abschnitt bitte nochmal durch
Sie ist aber direkt erwischt worden und man hat das nicht Jahrzehnte später ausgegraben.
Und? Es ist ein popeliges Praktika, was 0 Relevant hat, und wo man sich nur selbst bescheist. Dennoch wäre Sie fast geflogen. Das andere ist ein ganz anderes Kaliber, und da soll man die ungestraft davon kommen lassen, weil es schon ne Zeitspanne X her ist?
Du musst da mal die Verhältnismäßigkeit in Betracht ziehen...
Und es ist auch bei einem Studenten scheis egal, wie lange das her ist. Wenn das 5 Jahre später erst in der Dipl-Arbeit rausgekommen wäre, wären die Konsequenzen genau die Gleichen gewesen. Wahrscheinlich wäre Sie sogar direkt Exmatrikuliert worden, da der Täuschungsversuch ja auch noch erfolgreich war...
Ich glaub du verstehst echt nicht, welchen Stellenwert die Integrität der Person in der Forschung hat! Du musst IMMER! dem anderen vertrauen können, das er HAARGENAU! arbeitet. Ansonsten kannst du nämlich gar nichts mehr glauben, weil sich die Sachen auch nicht immer 100% nachprüfen lassen, oder wenn dann mit mehreren Jahren verzögerung, wo dann eventuell Milliarden an Kosten verursacht werden, um das zu überprüfen!
Jetzt denk mal dran, beim CERN würde jemand faken.... Das wäre wenns dumm läuft erst in 20 oder 30 Jahren überprüfbar, und mit Kosten von zich Milliarden verbunden...
Führe dir bitte die Tragheite wirklich mal vor Augen!
Die meisten Studenten die bisher kennengelernt habe haben sich am meisten aufgeregt wenn Sie mal wirklich was für Ihr Studium arbeiten mussten.
Dann kennst du eben nur "die Falschen"...
Kommt aber auch immer auf den Studiengang drauf an. Es gibt welche, die sind lockerer, und andere die sind knüppelhart...
Und genau die regen sich eben zu Recht darüber auf. In allen Natur und Ingenieurwissenschaften gibt es nämlich genug, die es einfach nicht packen, weil die Anforderungen so hoch sind, und du halt echt gut fertig gemacht wirst... Und dann siehste da ne XY die NIE nen Abschluss hatte, und dann ihren Doktor ergaunert hat... Da geht einem das Messer in der Tasche auf, weil man weiß, das man sicherlich mehr als derjenige drauf hat, aber eben nicht so gut belügen und betrügen kann....
Und halt noch ein Mindestmaß an Anstand im Ranzen hat...
Wurden hier Konsequenzen gezogen? Nein. Hier werden dann noch der Täter geschützt. Wenn ich so etwas in meinem Job veranstalten würde könnte ich noch am gleichen Tag in Begleitung des Werkschutzes meine Sachen aus dem Spinnt holen und ich bin auch nur ein kleines Licht.
Das ging meines Wissens nach von einem Externen aus, oder von einem Beamten, und in beiden Fällen kannst du nicht wirklich viel machen. Es ist halt echt dumm gelaufen. Wie gesagt, ne Universität ist aber auch nicht auf die in diesem Fall nötigen Vorkehrungen vorbereitet. Es ist halt noch immer eine Universität und kein Geheimdienst...
Wenn man nicht in der Lage ist ein dermaßen wichtiges Verfahren angemessen durchzuführen sollte man es lassen und es einer anderen Uni übergeben.
Definiere "angemessen" und "dermaßen wichtiges Verfahren".
Es war ein Verfahren wie jedes andere, und das ist auch wichtig, um sich eben unabhängig vom Vorwurf der Extrawurst zu machen, den du ja direkt wieder anbringst. "Sie konnten ja gar nicht anders"...
Richtig, aber eine Neubewertung einer (Doktor)Arbeit muss unter den gleichen Bedingungen erfolgen die zur Entstehungszeit waren. Auch muss so ein Verfahren geregelt ablaufen wovon das hier diskutierte weit entfernt ist.
Genau DAS ist es doch...