Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ihr driftet vom Thema ab. AFD ist eine andere Geschichte, da sind nicht Ex-Verbrecher untergetaucht, sondern ein bestimmender Teil davon besteht aus offen Rechtsradikalen. Ursprünglich hatten sie gute Aussichten auf "die Linke"-Variante von Union zu werden, sie wurden aber von NPD unterwandert. Die Beobachtung durch den Verfassungschutz gibt denen den Rest..
**IRONIE**

Zumal ich die AfD selbst zu ihren Anfangszeiten wohl eher als rechte FDP, denn als linke Union bezeichnen würde.
 
Ich halte nicht viel von Laschet oder Söder oder den ganzen anderen Kanzler Kandidaten aber ich finde es ist schon mutig von der CDU/CSU sich für Laschet zu entscheiden, wenn der in Umfragen weniger Stimmen bekommt als Söder.

Das einzig positive ist das einige langjährige CDU Wähler jetzt ins grübeln kommen und zum ersten mal mit Politik auseinander setzen müssen. Eine Freundin hat bisher immer CDU gewählt, erst weil ihre Eltern immer CDU wählen, dann weil sie es toll fand das man eine Frau als Kanzlerin wählen kann und jetzt ist die komplett planlos. Laschet mag sie nicht und als sie nur mal kurz die anderen Kandidaten angeguckt hat, hat ihr niemand auf den ersten Blick zugesagt. Am ehesten würde sie wahrscheinlich stumpf die Grünen wählen, einfach nur weil es eine Frau ist und das genau der selbe Grund ist warum sie die letzten Jahre Merkel gewählt hat, aber die Kandidatin hat gar keine politische Erfahrung.

Ich bin auf jeden Fall auf die Wahl gespannt und auf die Wahlprogramme der Parteien, auch wenn die letzten Wahlen gezeigt haben, dass Wahlprogramme und Wahlversprechen insbesondere bei der CDU/CSU oder auch der SPD keinen Wert haben.
 
Es liegt ein Missverständnis vor: Die Linke hat sich von der SPD abgespalten, ich meinte, analog hat sich die AFD von der CDU getrennt.
Die Afd hat als eurokritische Partei angefangen. Also eher Neoliberal.
Das Blatt hat sich aber inzwischen gewandelt.
Ich halte nicht viel von Laschet oder Söder oder den ganzen anderen Kanzler Kandidaten aber ich finde es ist schon mutig von der CDU/CSU sich für Laschet zu entscheiden, wenn der in Umfragen weniger Stimmen bekommt als Söder.
Schulz hatte auch mal gute Umfragewerte und die sind dann innerhalb von ein paar Landtagswahlen in den Keller gerauscht.
Ach ja, ich meine Martin Schulz, ehemaliger SPD Kanzlerkandidat. Falls sich keiner mehr erinnern sollte. ;)
 
Die Afd hat als eurokritische Partei angefangen. Also eher Neoliberal.
Das Blatt hat sich aber inzwischen gewandelt.
Zuerst waren es die CDU-Abtrünnigen (die Rest davon heißen "Werte-Union"), was danach mit ihnen geschehen ist, ist Geschichte. Problematisch ist das Vakuum für die Wähler rechts der Mitte. Ich habe die Leute lieber als eine lautstarke Minderheit in der CDU als Extremisten bei den Rattenfängern wie AFD. Langfristig wird sich das zu einem Problem entwickeln. Ich sehe die Extremlinken ebenfalls als nicht harmlos an. Genaugenommen sind für mich alle Gruppen, die den deutschen Staat in Frage stellen problematisch, egal aus welcher Ecke sie kommen (Reichsbürger, Islamisten, Antifa etc.). Die Lösung ist nicht sie zu verteufeln, eher sie als Minderheit in die bestehende Strukturen zu integrieren. Wohin die Intoleranz und die Spaltung der Gesellschaft führt, sieht man deutlich den USA an.
 
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Als ehemaliger Wähler der FDP / CDU muss ich sagen, dass ich das Wahlprogramm der Grünen bis dato schlüssig und zukunftsweisend fand. Leider haben mich die Grünen in genau drei Punkten verloren:

1. Kennzeichnungspflicht für die Polizei / Ausstattung für die Polizei
2. höhere Steuern bei Aktien- und Tradinggewinnen
3. das Sie mich als Sportschützen unter dem Punkt "Terrorismus abwehren" führen .....

"Den privaten Waffenbesitz tödlicher Schusswaffen wollen wir weitestgehend beenden".


1. Die Kennzeichnungspflicht für Polizisten ist einzig und allein gedacht um Polizisten in der Arbeit einzuschränken.

Disziplinare Ermittlungen gegen "angebliche" Polizeigewalt zermürbt die Beamten und werden als profanes Mittel der Demonstranten genutzt um zu denunizieren und an persönliche Daten der Executive zu kommen. Die radikalen Teile der Grünen und auch der Linken sind schon seit Jahren hinterher um diese Kennzeichnung des Einzelnen zu bekommen.

Die Grünen möchten die IT- Ausstattung und den Datenaustausch der Polizei verbessern. Super, von besserer Ausrüstung oder gesetzlichem Schutz wird dort nicht gesprochen. Würde ja auch den ersten Punkt konterkarieren.

2. Betrifft mich persönlich, da ich mit Aktien und ETFs versuche meine Rente zu verbessern. Hier wird versucht noch höhere Besteuerungen der "Reichen" zu ermöglichen. Ich selbst bin per Definition in der oberen MIttelschicht was das Einkommen betrifft ( zwischen 2k -4,9k € ) und werde vorraussichtlich von der staatlichen Rente nicht viel haben. Derzeit besträgt die Steuer auf Gewinne aus Börseneinkünften 25%. Der Plan der Grünen ist es hier den persönlichen Einkommensteuersatz anzusetzen sowie Kranken- und Pflegeversicherungen Beiträge abzuführen. Bedeutet für mich oder jeden der damit seine Rente aufbessern möchte, das knapp 50% Steuern auf den Gewinn fällig werden.

Das ist für mich ein abolutes No-Go

3. Ich bin seit 10 Jahren Sportschütze und dort auch auf regionaler und überegionaler Ebene erfolgreich. Durch die Grünen werde ich in einer Kategorie mit Terroisten aufgeführt. Unbegründet. Wenn man den Zahlen der Anti-Sportschützen Vereinigung glauben darf, sind seit 1990 "nur" 270 Tote durch legale Waffen zu verzeichnen gewesen. Jeder Einzelne ist einer zuviel, jedoch sind auch diese Zahlen nicht ganz zutreffend, da dort auch Jäger und Opfermit einfließen die mit dem Sportschützen an sich nichts zu tun haben. Vergleiche mit Tote durch Messer, Totschlag oder ähnlichem erspare ich mir, da jedem klar sein dürfte dass diese Zahlen für den angegebenen Zeitraum imens höher sein dürften.

Kein Legalwaffenbesitzer ist für eine terroristische Tat angeklagt worden oder hat eine begangen. Mir und den 1,4 Millionen anderen Sportschützen soll nun unter dem Deckmantel der "Terrorsimusabwehr" die Grundlage für den Sport bzw das Hobby entzogen werden.



So wird das leider nichts mit den Grünen. Wobei ich persönlich Armin Laschet als profillosen Kandidaten sehe, der nicht nur durch seinen Fauxpass als "Würfel Armin" sondern auch durch seine nicht stringente Politik viele CDU Wähler verlieren wird.

Eine Alternative sehe ich derzeit nicht. Weder blau, gelb noch tiefschwarz. Ich persönlich bin deshalb auch unschlüssig, wie es weitergehen soll in einem Land welches vor 15 Jahren noch der europäische Leuchtturm war, der mit seinem aussenpolitischen Einfluss die Weltpolitik mit gesteuert hat und mit innerdeutscher Wirtschaftskraft und Innovation dafür gesorgt hat, dass man sich als Bürger weniger Gedanken um seine Zukunft machen musste.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie amüsant wie hier teils der Untergang Deutschlands prognostiziert wird sollten die Grünen stärkste Kraft werden.:lol:
Selbst wenn sie das werden sollten gibt's sowas wie Koalition und Opposition die Mitsprache haben.
Immer diese überdramatisierung...
 
Die heutige Linke hat mit der SED von damals nichts mehr gemeinsam.
Da bin ich mir noch nicht sicher:
Die Linke will „soziale, demokratische und friedensstiftende Reformen zur Überwindung des Kapitalismus“ erreichen.
Eine Revolution braucht aber manchmal auch "Gewalt, die die Massen ergreift" und da wird ganz schnell mal das "friedensstiftend" vergessen.

Aber die alten Stalinisten sind irgendwann weg.
 
Die SPD ist am Ende, die Grünen haben deren Inhalte mit Positionen der SED und der Klimaschutzpositionen vermischt und die Anhänger der SED und der SPD zieht es Richtung Grünen.
Man sieht es an Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, wo die Grünen mitregieren. Dort wurde bekanntlich der Sozialismus eingeführt, die Stasi wiedereingeführt und Verbrenner verboten.
Disziplinare Ermittlungen gegen "angebliche" Polizeigewalt zermürbt die Beamten und werden als profanes Mittel der Demonstranten genutzt um zu denunizieren und an persönliche Daten der Executive zu kommen. Die radikalen Teile der Grünen und auch der Linken sind schon seit Jahren hinterher um diese Kennzeichnung des Einzelnen zu bekommen.
Wieso "angebliche" Polizeigewalt? Polizeigewalt existiert.
Die Forderung, rechtsstaatliche Ermittlungen grundsätzlich nicht durchzuführen, weil sie die Beschuldigten "zermürben" könnten, zeugt auch von einem merkwürdigen Rechtsverständnis.
Die FDP ist übrigens ebenfalls für eine Kennzeichnungspflicht. Das fordern also nicht nur die "bösen Linken", sondern einfach liberal denkende Menschen, die keinen Polizeistaat wollen.
 
Das ist ja so schlimm...

Finde ich auch nicht schlecht, das ist ja idR wenig Arbeit. Wenn man dafür Arbeit geringer besteuert...
Nicht schlimm? Ich weiß ja nicht. Nachdem mein Nachbar (Polizist) "besuch" von Personen, die dem linken Spektrum nahestehen bekommen hat, seine Famile bedroht wurde und sein Eigentum zerstört wurde, sehe ich das anders.

Auf den einschlägigen Seiten dieser Subjekte werden Adressen sowie Namen von Polizisten veröffentlicht, mit der Aufforderung diese zu "besuchen". Eine noch deutlichere Kennzeichnung als jetzt lehne ich deswegen ab.


Leider wird deine Arbeit nicht geringer besteuert, denn das haben Steuern so an sich, das sie idR nur steigen oder unter neuem Namen deine Steuerlast erhöhen. Wenn es einen selbst nicht betrifft, ist man natürlich fein raus.
 
Nicht schlimm? Ich weiß ja nicht. Nachdem mein Nachbar (Polizist) "besuch" von Personen, die dem linken Spektrum nahestehen bekommen hat, seine Famile bedroht wurde und sein Eigentum zerstört wurde, sehe ich das anders.

Auf den einschlägigen Seiten dieser Subjekte werden Adressen sowie Namen von Polizisten veröffentlicht, mit der Aufforderung diese zu "besuchen". Eine noch deutlichere Kennzeichnung als jetzt lehne ich deswegen ab.
Deine Argumentation basiert auf Unwissen, oder ist ein dreister Strohmann. Bei der Kennzeichnungspflicht für PolizistInnen geht es selbstverständlich nicht darum, Name oder Anschrift der Polizisten zu veröffentlichen. Die Sicherheitskräfte sollen aber mit einer Kennnummer für Ermittlungsbehörden identifizierbar sein, um Fehlverhalten besser ahnden zu können.
Das hat absolut nichts mit irgendwelchen Listen im Internet zu tun.
 
Wieso "angebliche" Polizeigewalt? Polizeigewalt existiert.
Die Forderung, rechtsstaatliche Ermittlungen grundsätzlich nicht durchzuführen, weil sie die Beschuldigten "zermürben" könnten, zeugt auch von einem merkwürdigen Rechtsverständnis.
Die FDP ist übrigens ebenfalls für eine Kennzeichnungspflicht. Das fordern also nicht nur die "bösen Linken", sondern einfach liberal denkende Menschen, die keinen Polizeistaat wollen.

Die Disskusion ist hier glaube ich leicht OT. Aber ich will versuchen darauf zu antworten.

Du sprichst also dem einzelnen Polizisten das Recht ab, seine Identität zu schützen während er sich Personen gegenüber sieht, die den Rechtsstaat ablehnen, die den gewalttätigen Teil auf Demonstrationen stellen, sich gesetzeswiedrig Vermummen, in der Anonymität der Masse vorsätzliche Körperverletzungen gegen Polizisten begehen, zu Straftaten aufrufen, diese begehen und und sich dann medial lauthals darüber beschweren das sie von der Executive etwas härter angefasst werden. Merkwürdiges Rechtsverständnis.

Polizeigewalt existiert, ohne Frage nur ist meine persönliche Meinung, dass der Großteil der angeblichen Opfer, daran auch nicht ganz unschuldig ist. Spannendes Thema doch zu OT für den Laschet Thread.
Deine Argumentation basiert auf Unwissen, oder ist ein dreister Strohmann. Bei der Kennzeichnungspflicht für PolizistInnen geht es selbstverständlich nicht darum, Name oder Anschrift der Polizisten zu veröffentlichen. Die Sicherheitskräfte sollen aber mit einer Kennnummer für Ermittlungsbehörden identifizierbar sein, um Fehlverhalten besser ahnden zu können.
Das hat absolut nichts mit irgendwelchen Listen im Internet zu tun.

Es schrieb keiner, dass sie mit Namensbändern ausgestattet werden sollen, das interpretierst du einfach. Eine Kennzeichnungspflicht würde es ermöglichen, dass durch das Bundesmeldegesetzt unter Umständen private Daten abgegriffen werden können. Somit kannst du dir dein Strohmann Buzzword getrost schenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du sprichst also dem einzelnen Polizisten das Recht ab, seine Identität zu schützen während er sich Personen gegenüber sieht, [...]
Nein, tue ich nicht. Das hat allerdings auch absolut nichts mit einer Kennzeichnungspflicht zu tun. Natürlich darf sich der Polizist schützen und muss nicht irgendwelche privaten Daten über sich selbst veröffentlichen.
Er muss aber für Strafverfolgungsbehörden identifizierbar sein, da er als Teil der Exekutive Macht hat, deren Ausübung in einem freiheitlichen Staat immer auch kontrollierbar und kritisierbar sein muss.

[...] die den Rechtsstaat ablehnen, [...] gewalttätig[...] gesetzeswiedrig Vermummen,[...] und sich dann medial lauthals darüber beschweren das sie von der Executive etwas härter angefasst werden. Merkwürdiges Rechtsverständnis.
[...] dass der Großteil der angeblichen Opfer, daran auch nicht ganz unschuldig ist.
1. Strafbares Verhalten legitimiert nicht illegales Vorgehen durch die Polizei.
2. Es sind nicht nur die von dir als Feindbild skizzierten radikalen Linken (von denen es laut BVerf bundesweit sowieso nur ~9000 gibt), die Opfer von Polizeigewalt werden und selbst wenn sie es wären, hätten diese genauso ein Recht auf ein legales Vorgehen der Polizei, wie alle anderen auch.
3. Die Aufarbeitung von Vorwürfen der Polizeigewalt würde deutlich vereinfacht, würde sich die Polizei nicht gegen alles stellen, was ihr Handeln irgendwie kontrollierbar machen würde.



Diese Diskussion passt allerdings wohl besser in diesen Thread -> Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte, als hierhin.
 
Nicht schlimm? Ich weiß ja nicht. Nachdem mein Nachbar (Polizist) "besuch" von Personen, die dem linken Spektrum nahestehen bekommen hat, seine Famile bedroht wurde und sein Eigentum zerstört wurde, sehe ich das anders.
Bekommen nicht meist Leute Schwierigkeiten, weil aus Polizeikreisen mal wieder Meldedaten an rechtsextreme Netzwerke durchgestochen wurden?

Ansonsten geht es meines Wissens tatsächlich um sichtbar zu tragende Identifikationsnummern. Die Zuordnung eines Names zu derselben erfolgt im Falle einer Dienstaufsichtsbeschwerde und/oder Anzeige durch die ermittelnden Behörden selbst.
 
Bekommen nicht meist Leute Schwierigkeiten, weil aus Polizeikreisen mal wieder Meldedaten an rechtsextreme Netzwerke durchgestochen wurden?

Ansonsten geht es meines Wissens tatsächlich um sichtbar zu tragende Identifikationsnummern. Die Zuordnung eines Names zu derselben erfolgt im Falle einer Dienstaufsichtsbeschwerde und/oder Anzeige durch die ermittelnden Behörden selbst.

Das Daten weitergegeben wurden, weiß ich jetzt nicht, müsste ich auch erst googlen. Kann möglich sein, auch die Polizei ist nicht perfekt und hat zwielichtige Gestalten bei sich sitzen.

Genau, es geht um Nummern ( was in einigen BL schon praktiziert wird und zu einer Erhöhung der Anzahl an ungerechtfertigten Beschwerden geführt hat, welches einhergeht mit einer Überlastung der ermittelnden Abteilungen) die dann bei Beschwerden / Anzeigen auch der gegnerische Anwalt samt perönlichen Daten bekommt.

Be- und förderungsstopp sowie finanzielle Einbußen für die Zeit der Ermittlung sind neben dem möglichen Abfluss der privaten Daten die größten Kritikpunkte. Mit Frustration und Zufriedenheit fangen wir gar nicht erst an.

Wie gesagt, dass sind meine perönlichen Punkte, die ich durch meinen Nachbarn und im Freundeskreis erfahren habe. Diese Sicht wird natürlich nicht jeder Teilen und einige werden auch wehement dagegen wettern. So ist das nunmal und das akzeptiere ich auch. Soll ja hier im Thread auch nicht darum gehen. :)
Nein, tue ich nicht. Das hat allerdings auch absolut nichts mit einer Kennzeichnungspflicht zu tun. Natürlich darf sich der Polizist schützen und muss nicht irgendwelche privaten Daten über sich selbst veröffentlichen.
Er muss aber für Strafverfolgungsbehörden identifizierbar sein, da er als Teil der Exekutive Macht hat, deren Ausübung in einem freiheitlichen Staat immer auch kontrollierbar und kritisierbar sein muss.


1. Strafbares Verhalten legitimiert nicht illegales Vorgehen durch die Polizei.
2. Es sind nicht nur die von dir als Feindbild skizzierten radikalen Linken (von denen es laut BVerf bundesweit sowieso nur ~9000 gibt), die Opfer von Polizeigewalt werden und selbst wenn sie es wären, hätten diese genauso ein Recht auf ein legales Vorgehen der Polizei, wie alle anderen auch.
3. Die Aufarbeitung von Vorwürfen der Polizeigewalt würde deutlich vereinfacht, würde sich die Polizei nicht gegen alles stellen, was ihr Handeln irgendwie kontrollierbar machen würde.



Diese Diskussion passt allerdings wohl besser in diesen Thread -> Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte, als hierhin.

Da stimme ich mit dir teilweise nicht überein, würde auch hier den Rahmen sprengen und absolut OT werden. Ich lese mir den anderen Thread durch und schaue mir die Diskussionskultur mal an. Nur um noch ganz schnell noch was in den Ring zu werfen zu deinem dritten Punkt. Aufarbeitung von Vorwürfen:

Warum Kennzeichnen wir dann nicht alle, die daran beteiligt sind, Demonstranten und Executive? ..... Die Aufarbeitung von Vorwürfen gegen gewaltätige Demonstranten deutlich vereinfachen, würden sich da gewisse Subjekte nicht gegen alles stellen ,was ihr Handeln irgendwie nachweisbar macht. ;)

Über das eigentliche Thema können wir hier gern weiter diskutieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztendlich geht es um die sogenannte Waffengleichheit in einem Rechtsstaat.

Ordnungsbehörden können die Identität jedes Bürgers feststellen, unabhängig davon, ob diese gerechtfertigt ist oder nicht.
Bei Fehlverhalten durch Polizisten kann der Bürger die Identität des Beamten nicht in jedem Fall feststellen, wird also daran gehindert, dieses mit spezifischer Bezeichnung des Verantwortlichen zur Anzeige zu bringen, wodurch Ermittlungen in aller Regel im Sande verlaufen.

Ich habe ein wenig recherchiert: Verfolgungen von Polizisten in deren privaten Lebensbereich sind extrem selten, selbst wenn man nicht politisch motivierte Übergriffe (z.B. durch organisierte Kriminalität etc.) einfließen lässt.
Entscheidend ist ohnehin: Es kann aber nicht jeder Bürger auf persönlichen Schutz rechnen, wenn seine Daten in falsche Hände geraten. Ein Polizist kann auf Unterstützung durch seine Kollegen rechnen, sollte er im privaten Umfeld belästigt werden.

Kurz, hier gibt es ein klares Ungleichgewicht. Und die bloße Behauptung, Polizisten würden häufig Opfer falscher Anschuldigungen oder gar Belästigungen, sowie der Verweis auf (unbelegte) persönliche Erfahrungen (von Bekannten) sind doch ein wenig dünn, um Maßnahmen gegen dieses Ungleichgewicht abzulehnen.
Niemand erwartet, dass du deine vorgeblichen persönlichen Quellen aufdeckst und dadurch womöglich jemanden gefährdest, aber ein paar Quellenangaben öffentlich bekannter Fälle, die deine These unterstützen, wären doch recht hilfreich. :)
 
Das Daten weitergegeben wurden, weiß ich jetzt nicht, müsste ich auch erst googlen. Kann möglich sein, auch die Polizei ist nicht perfekt und hat zwielichtige Gestalten bei sich sitzen.
Es erscheint mir fast unmöglich, die diversen "Einzelfälle" in der Polizei nicht mitbekommen zu haben. Ich habe mal kurz recherchiert und hier jetzt nur ein paar Fälle aufgelistet, in denen es explizit um die missbräuchliche Nutzung und Weitergabe von Daten ging:

"Mit „NSU 2.0“ unterzeichnen deutsche Rechtsextremisten eine Serie von Morddrohungen
[...]
In mindestens drei Fällen wurden diese Daten vorher aus Computern der Polizei Hessen, dreimal bei der Polizei Berlin, zweimal der Polizei Hamburg abgerufen. Bei den Ermittlungen dazu wurden mindestens 70 Verdachtsfälle rechtsradikaler hessischer Polizisten entdeckt. [...] Hier wird ein rechtsradikales Netzwerk in der Polizei als Urheber oder Beihelfer vermutet.
[...]
Im Zuge der Ermittlungen wurden tausende illegale Datenabfragen bei deutschen Polizeibehörden bekannt, die bisher kaum kontrolliert und sanktioniert worden waren. " *Link*

"Ein Polizist soll Daten über einen Rechtsextremen weitergegeben haben. Offenbar handelte es sich um einen Freundschaftsdienst. "*Link*

"Polizisten nutzen Dienstcomputer oft für private Abfragen von Bürgern [..] In 400 Fällen wurden deshalb Verfahren gegen Beamte eingeleitet." *Link*

"Datenabfragen werden bei der Polizei zwar protokolliert, doch sie werden so gut wie nicht kontrolliert. Der Welt am Sonntag zufolge wird in Hessen lediglich bei jeder 200. Datenbankabfrage die Begründung der Polizist:innen geprüft. In Baden-Württemberg gelte dies für jede 50. Abfrage.
[...]
Polizisten die dienstlich erlangten Handynummern von Minderjährigen nutzen wollten, um sexuelle Kontakte anzubahnen. Eine der Betroffenen war eine 15-jährige Schülerin, die sich zuvor an die Polizei gewandt hatte, weil ungefragt Nacktfotos von ihr im Internet veröffentlicht wurden. Die andere, eine 13-Jährige, war Zeugin in einem Missbrauchsverfahren." *Link*

"Drohbriefe eines Berliner Polizisten - In den Briefen führte der Beamte Fotos und Wohnadressen von 21 Personen auf und drohte, diese Daten an Rechtsextreme weiterzuleiten." *Link*

"Ein Greifswalder Polizist soll unbefugt versucht haben, Informationen über Personen aus Polizeidatenbanken abzurufen. Unter anderem wurden mehrere Namen und Adressen in Facebook-Gruppen veröffentlicht." *Link*
 
Verbotspartei würde ich streichen, ändern in Vernunftspartei, sie lügen und manipulieren nicht derart um Wähler anzulocken.
sind ja auch in der Opposition, das mit der Korruption kam bisher bei jedem der ausreichend Macht geschnuppert und von Lobbyisten umworben wurde, due grünen waren für sowas bisher nur nicht Attraktiv.

Und was daran vernünftig sein soll die Wirtschaft des Landes endgültig zu ruinieren wüsste ich auch gern.
 
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