News "Wegwerfgesellschaft hat keine Zukunft": Bundesregierung arbeitet an Recht auf Reparatur

Warum unterstützt man nicht "Reparatur Cafés" das es sich lohnt für beide Seiten etwas reparieren zu lassen wenn man es selbst nicht kann, hatte es selbst erst Waschmaschine mit 10 Jahre Garantie auf den Motor, nur doof das die restliche Elektronik nur 4-5 Jahre durchhält. Ersatzteile und Reparatur so teuer das es sich einfach nicht lohnt. Eine Pflicht zur Reparatur bei den Herstellern geht mit Sicherheit nach hinten los, würde mich wundern wenn es diesmal anders laufen würde.
Ich habe sowas mal in einem TV-Beitrag gesehen, MDR glaub ich. Die Idee mit diesen Reparatur-Services find ich generell gut. Manchmal lässt sich ein Gerät ja wirklich mit kleineren Eingriffen wieder reparieren, wenn man weiß was man tut.
 
Klar, Europa ist ein großer Absatzmarkt. Andersherum dürfte es sehr schwer für Konzerne sein, auf diesen zu verzichten. Denn diese planen ja mit Umsätzen und Gewinnen und würden diese nicht aufgeben wollen. Aufgrund dieser Gewinn/Kapitalinteressen (>"Lobbyismus"/Korruption) kann ich Zweifel an dem finalen Gesetzesentwurf, wie effektiv das Gesetz am Ende sein wird, verstehen. Denn kein Recht und damit Ermöglichung von geplanter Obsoleszenz ist für die Konzerne natürlich besser. Allerdings fragt sich wie die Reparierbarkeit, wie @Rollora in ein paar Beispielen schilderte, in der Realität dann aussieht. Könnte natürlich mehr auch machbar aber und reparierbar werden, aber aufwendig.
Bei bestimmen Geräten kann mensch jetzt bereits nach Reparierbarkeit hin Waren aussuchen und kaufen - bspw. Smartphone Fairphone oder Shiftphone. In den Konsumfällen, in denen sich Konsument:innen solche Waren leisten können aber Wegwerfprodukte kaufen, sind sie desbezüglich auch ein Teil der Wegwerfgesellschaft.

Edit: Konkeretisierungen
 
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Klar, Europa ist ein großer Absatzmarkt. Andersherum dürfte es sehr schwer für Konzerne sein, auf diesen zu verzichten. Denn diese planen ja mit Umsätzen und Gewinnen und würden diese nicht aufgeben wollen. Aufgrund dieser Gewinn/Kapitalinteressen kann ich Zweifel an dem zu dann umgesetzten Beschluss eines Gesetzes wie effektiv das sein wird, verstehen. Denn kein Recht und damit Ermöglichung von geplanter Obsoleszenz ist natürlich besser. Allerdings fragt sich wie die Reparierbarkeit, wie @Rollora in ein paar Beispielen schilderte, in der Realität dann aussieht. Könnte natürlich mehr auch machbar aber und reparierbar werden, aber aufwendig.
Bei bestimmen Geräten kann mensch jetzt bereits nach Reparierbarkeit hin Waren aussuchen und kaufen - bspw. Smartphone Fairphone oder Shiftphone. In den Konsumfällen, in denen sich Konsument:innen solche Waren leisten können aber Wegwerfprodukte kaufen, sind sie desbezülich auch ein Teil der Wegwerfgesellschaft.
Auch wenn das kaum jemandem in DE oder EU gefallen wird: die großen globalen IT Unternehmen in USA und Taiwan werden sich kaum unter Druck setzen lassen. Natürlich sind die EU-Märkte für diese auch wichtig, aber mit Sicherheit nicht Essentiell. Diese Einsicht verpeilt DE und die EU.
 
Auch wenn das kaum jemandem in DE oder EU gefallen wird: die großen globalen IT Unternehmen in USA und Taiwan werden sich kaum unter Druck setzen lassen. Natürlich sind die EU-Märkte für diese auch wichtig, aber mit Sicherheit nicht Essentiell. Diese Einsicht verpeilt DE und die EU.
Wie ich schon geschrieben habe selbst Apple ist eingeschwenkt und hat nun USB-C und keien propitären Anschluß. Da hat der Druck ja doch gegen ein großes globales IT Unternehmen aus den USA gewirkt.
 
Wie ich schon geschrieben habe selbst Apple ist eingeschwenkt und hat nun USB-C und keien propitären Anschluß. Da hat der Druck ja doch gegen ein großes globales IT Unternehmen aus den USA gewirkt.
Da hat nichts gewirkt. Siehe Apple in Asien. Apple interessiert die EU null. Ihre Investments macht Apple in USA und Asien.
 
Kann die EU den eigenen Markt bezogen auf die Mega-Konzerne aus USA und Taiwan aktuell regeln? Nein, dass kann sie nicht. Bestenfalls ist das der Wunsch der EU.
 
die großen globalen IT Unternehmen in USA und Taiwan werden sich kaum unter Druck setzen lassen. Natürlich sind die EU-Märkte für diese auch wichtig, aber mit Sicherheit nicht Essentiell. Diese Einsicht verpeilt DE und die EU.
Ähm, ich glaube es ist einigen nicht bewusst das es in den USA schon ein Recht auf Reparatur gibt...

 
Kann die EU den eigenen Markt bezogen auf die Mega-Konzerne aus USA und Taiwan aktuell regeln? Nein, dass kann sie nicht. Bestenfalls ist das der Wunsch der EU.

Btw derzeit schimpft ein US Präsident ja ordentlich wegen ein paar Regeln die die US IT Konzerne treffen. Da wurden auch Strafen in Millardenhöhe wegen Verstöße gegen EU Recht verhängt.

Ja doch Du hast Recht die EU kann da gar nichts aber das richtig gut.
 
Bundesregierung und Reparatur???:lol::lol::lol:

In den vergangenen Jahren hat man schon versucht ein "Recht" auf Reparatur. Damals ging es um Handys usw.. Bis heute hat sich nichts getan, oder eben nicht sichtlich im Großen und Ganzen. Im TV sah ich vor Kurzem wo unser Elektroschott bleibt. In Drittländer der Welt und zu ungesunden Bedingungen. Metalle z. B. werden so verwertet und kommen dann wieder zu uns zurück.
Ein Recht wird daran nichts ändern, so lange es keine ausgiebigen Stellen für Reparaturen gibt.
Außerdem ist eine Reparatur teurer, als wenn der Artikel neu gekauft wird. Genau da liegt das Dilemma und das wird sich auch nie ändern, wenn sich der Weltmarkt und dessen Herausforderungen nicht Einlenken.
 
Sofern das durchgeht kommt es ziemlich automatisch zu einem gigantischen wirtschaftlichen Aufschwung, weil sich alles automatisch weg von billig hin zu hochqualitativ entwickeln wird; schließlich werden sich die Hersteller und die Kunden gleichermaßen billig nicht mehr leisten können.
Wieso nur ziemlich automatisch? In der Vergangenheit wurde bereits viel dadurch torpediert, dass die Kaufkraft kleingehalten wurde und aktuell deutet auch wenig in die Richtung, dass mal in gegenteilige Richtung gearbeitet werden würde.

Warum sollte das passieren? Nur weil der Hersteller dazu gezwungen wird Dir Ersatzteile zu einem halbwegs passablen Preis zu verkaufen? Es wird eher das Gegenteil eintreten, denn wenn man schon die Kosten an der Backe hat so viele Teile bereit zu stellen, müssen auch genug Defekte auftreten, damit diese sich gut genug verkaufen.

Man hat also eher ein Interesse daran, dass kurz nach Ablauf der Gewährleistung etwas kaputt geht, gedeckelt ist ja nur der Preis für das Ersatzteil und nicht für die Arbeit. Und die Verlängerung der Gewährleistung gibts ja offenbar nur, wenn der Defekt innerhalb der Gewährleistung auftritt, offenbar wieder Alles sehr gut durchdacht! Ich sehe da keine Verbesserungen, sondern nur höhere Preise für die Geräte auf uns zukommen, weil da mal wieder eine Extrawurrst für uns produziert werden muss.
 
Das wird ein weiteres Bürokratisches Monster, das innländische Firmen mit Pflichten erschlägt und ausländische Firmen aus dem Land treibt oder fernhält. Degrowth funktioniert :)
 
Im Prinzip eine tolle Sache, aber das ganze ist nichts, ohne den wichtigsten: den Verbraucher. Da müßte ein Mentalitätswechsel stattfinden und das wird nicht geschehen, außer in Sonntagsreden (z.B. hier im Forum).

Aber gut, für Leute, die es interessiert (wie mich) es es ein echter Fortschritt.

Sofern das durchgeht kommt es ziemlich automatisch zu einem gigantischen wirtschaftlichen Aufschwung, weil sich alles automatisch weg von billig hin zu hochqualitativ entwickeln wird; schließlich werden sich die Hersteller und die Kunden gleichermaßen billig nicht mehr leisten können.
Wieso nur ziemlich automatisch? In der Vergangenheit wurde bereits viel dadurch torpediert, dass die Kaufkraft kleingehalten wurde und aktuell deutet auch wenig in die Richtung, dass mal in gegenteilige Richtung gearbeitet werden würde.

Es wird sich nichts ändern. Die Leute werden weiterhin relativ billig kaufen und das Zeug recht schnell wegwerfen.

Das allermeiste Zeug wird sowieso funktionsfähig weggeworfen. Bei Kühl- und Gefriergeräten sowie Waschmaschinen kam man im Median auf etwas über 9 Jahre, nach denen das Zeug weggeworfen wurde. 85% der Geräte waren voll funktionstüchtig.

Kann ja nicht sein, dass der Kunde sein Laptop oder Smartphone dann ewig erhält ;-)

Gibt es doch schon seit Ewigkeiten. Man muß das Zeug nur kaufen, reparieren und vorallem behalten. Die letzten beiden Dinge sind wichtig.

Jep, ich sag nur verlöteter Arbeitsspeicher! :ugly:

Gab auch schon verlötete CPUs.

Es gab auch mal Laptops, mit 4 RAM Slots oder gesockelten CPUs.

Der Kunde entscheidet, mit seinem Kauf, was sich durchsetzen wird und leider gehören Wechselakkus, 4 RAM Slots und gesockelte CPUs nicht dazu. Die wurden systematisch abgewählt.

Aber welches Unternehmen will das schon ?

Framework
 
Nützt nur wenig wenn alles verklebt und verlötet ist. Reparaturen sind dadurch nicht unmöglich aber das erschwert die Geschichte extrem. Früher konnte ein Akku in wenigen Sekunden gewechselt werden.
Gutes Beispiel ist meine Oral-B Zahnbüste. Die funktioniert soweit tadellos, wobei nach kurzer Zeit die Bluetooth-Funktion nicht mehr ging. Mir geht es aber aktuell um den Akku. Denn die Zahnbürste funktioniert ohne Probleme, der Akku muss aber nach nunmehr 5-6 Jahren alle 4 Tage aufgeladen werden.

Neuer Akku würde irgendwo 5-10 EUR kosten. Aber austauschen? Dafür brauch ich einen blöden Lötkolben. Ich hab keine Werkstatt und entsprechend auch keinen Lötkolben. Will mir auch keinen holen, dafür, dass ich diesen mal alle 5-10 Jahre einmal brauche. Wer denkt sich denn so ne Kacke aus? Ich hätte den Vorteil, dass mein Schwager einen besitzt, also könnte ich dort den Akku tauschen. Macht es aber dennoch unsinnig, den zu verlöten, weil es am Ende nichts, rein gar nichts bringt.
 
Das Recht gibt es mehr oder weniger doch schon. Du kannst dir als kunde den Austausch gegen Neuware oder Reparatur aussuchen. Es liegt dann aber am wirtschaftlichen Verhältnis: ne 5 € Maus reparieren zu lassen würde zu teuer sein. Und wenn man auf sowas pocht gesetzlich, wird das nur Nachteile für die Kunden haben. Das garantiere ich. Entweder werden Produkte teurer oder die billigieren Produkte werden nicht mehr verkauft, damit der Einzelhändler oder Hersteller nicht mehr haften muss für die Kosten.
 
Macht es aber dennoch unsinnig, den zu verlöten, weil es am Ende nichts, rein gar nichts bringt.
Ja, die Zahnbürste konnte unten ein Schraubverschluss mit Dichtung nutzen. Der Akku muss auch nicht verlötet sein.

Dieser Unsinn ist natürlich wichtig, damit Du dir nach nach ein paar Jahren eine neue Zahnbürste kaufst. An einem 10€ Akku verdient Oral B ja nichts.
 
Die Bundesregierung wird doch nicht tatsächlich einmal ein vernünftiges Gesetz verabschieden? Was ist denn da passiert? Wurden sie etwa durch Aliens ersetzt?
 
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