Broder war mal größtenteils lesbar und die Achse teilweise aber das ist auch schon mindestens 5 bis 6 Jahre her. Seitdem geht es nur noch bergab.
Ändert aber nichts daran, dass sowohl die Achse als auch Tichys Blogs sind.
Roland Tichy – Lobbypedia
Tichys Einblick ist ein Magazin, das 12 mal im Jahr erscheint und außerdem (wie jede etwas größere Printmedium) einen Online-Auftritt besitzt, auf dem Artikel veröffentlicht werden. Nichts Blog.
Du darfst gerne ein Abo abschließen. Die Achse lass ich als Blog gelten, auch wenn man darunter im Allgemeinen etwas anderes versteht. Denn die Artikel sind schon lange nicht mehr auf Blog-Niveau und die
Autorenschaft keine unbekannten Größen, die belanglos ungeprüftes in die Welt hinaustragen.
Also ein Blog mehr, ändert aber auch gar nichts daran, dass ich mich weder dort noch anderswo besonders gehäuft bediene (war ja Dein Vorwurf), meine Quellen streue, eben damit niemand (wie Du) unterstellen könnte, ich würde einseitig argumentieren. Deswegen halte ich mich auch von politisch einschlägigen Quellen fern, die zwar oft die "besten" und "reißerischsten" Artikel liefern würden, aber dann eben (wie bei Dir) eine politische Fixierung nahelegen, die ich so eigentlich gar nicht besitze.
Wozu eine "Junge Freiheit" bemühen, wenn die Fehltritte der Linken/Linksextremen so krass sind, dass selbst die eigene Hofpresse (siehe taz, jungle world und co.) einen Herzinfarkt bekommt? Das macht doch gleich viel mehr Spaß.

Also überzeuge Dich selbst und klick mal die Quellen durch (Süddeutsche, WELT, Spiegel, UNHCR, UN/UNO, Ministerien, Tichy, Achgut, Tagesspiegel, taz, .... alles dabei.). Hättest Du vor dem ersten Wort an mich tun sollen. Jetzt stehste irgendwie doof da.
Zum Thema Lobby: Hatten wir schon mal. Ja, ganz krass, dass ein Wirtschaftsjournalist Kontakte in die Wirtschaft besitzt. Quasi kaum auszuhalten. Generell ist networking quasi wie Satanismus. Vor allem mit einem Fokus auf Wirtschaft.
Und auch die Beschreibung der Stiftung ist total schlimm (für linksextreme Antikapitalisten vielleicht).
Wirtschaftsliberal... dieser Teufel!
Ganz egal ob schmuddelige Antiimps mit Pali-Schal, Neue Rechte, Kremlins oder Truther: Sobald der Name Soros fällt, brennt die Hütte.
Echt? Noch mal der Versuch, mich in eine solche Ecke zu drängen? Ist das Hilflosigkeit oder...
Soros ist halt jemand, dem man nicht über den Weg trauen kann. Er wurde weder gewählt noch sonstwie demokratisch legitimiert und nutzt sein Vermögen trotzdem massiv dafür, in Länder, gar gestandene Demokratien einzugreifen und Politik zu machen, Meinungsbildung nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen.
Wenn ein angeblich unabhängiges Recherchenetzwerk, das u.a. "Hatespeech" identifizieren soll, von einem solchen Herren finanziert wird, dann ist das nicht weniger kritisch zu sehen, als wenn es Putin oder Trump tun würden. Wobei... die wurden zumindest irgendwann mal gewählt.
Erika Steinbach, Alfred Dregger, Martin Hohmann, um nur ein paar bekannte Namen zu nennen. Dann gab es 1999 noch die unsägliche "Abstimmen gegen Ausländer"-Kampagne der hessischen CDU, sowie in den 80er Jahren Kohl in Bitburg, was an Geschichtsvergessenheit kaum zu überbieten ist und leider auch so gut wie nicht kritisiert wurde.
Erika Steinbach ist kein "rechter Rand". Sie ist eine wirklich verdiente Konservative, die nicht versteht, warum die CDU diesen Linksrutsch vollziehen musste (können so einige nicht).
Bosbach hat zu diesem Thema alles Nötige gesagt. Die beiden anderen sind auch kein "rechter Rand" sondern Einzelpersonen. Über diese kann man sicherlich streiten, sie waren jedoch nie in einem Flügel oder als Gruppe organisiert. Das gab es in der CDU nicht. Auch nicht in der CSU.
Das ist ein gravierender Unterschied. Wenn es um einzelne Altnazis geht, so kann man das natürlich kaum leugnen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste...eder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_waren
Es gab aber nie eine Gruppierung oder eine Masse, die man als "rechten Rand" bezeichnen konnte.
@Oi!Olli
Was Du meinst, ist ein konservativer/rechter Flügel. Das ist etwas anderes als ein Flügel, der ins Rechtsextreme abgleitet. Diese Feinheiten müssen schon sein.
Das Problem der Linkspartei ist die Zerstrittenheit zwischen den Ost- und Westverbänden. Etwas in der Form gibt es meines Wissens nach bei keiner anderen Partei. Das zeigt auch schon die
Bewertung der Verfassungsschutzbehörden der Länder. Denn ein Großteil der Mitglieder der Flügel, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, kommt nunmal aus den Westverbänden. Ebenso tummelt sich ein Großteil der antisemitischen Internationale (vgl. auch die
Studie von Samuel Salzborn und Sebastian Voigt) in den westdeutschen Landesverbänden.
Aber ich stimme dir in dem Punkt zu: Die antisemitische Internationale gehört abgemahnt und zur Änderung des Verhaltens aufgefordert oder rausgeworfen.
Die Antisemiten tummeln sich überall. MWn. sind es ausgerechnet die
Antideutschen, die sich FÜR Israel einsetzen, haben aber quasi nichts mehr in der Szene zu melden.
Naja und gezwungenermaßen die Parteiführung, die wie gesagt schwer daran knabbert, die Israel-/Judenhasser zu zügeln.
Das hat 2-3 Jahre beinahe funktioniert, ist
aber auch schon wieder am Aufkochen.
„Noch nie haben wir eine derartig antisemitisch verhetzte Diskussion in einem vermeintlich linken Bündnis erlebt“
https://www.youtube.com/watch?v=JYv_MFvlMLY
Und die Quelle für diese Zahlen?
- Die Art und Weise, wie es zum Antisemitismus-Beschluss kam.
http://www.taz.de/!5118818/
(Mehrheiten müssen nicht abgepresst werden. Mehrheiten gewinnen automatisch und drücken Beschlüsse durch.)
- Jede Demo, in der es auch nur irgendwie um Palästina geht. Die LINKE ist da und hetzt.
- Das Verhalten im Bundestag und der Partei insgesamt(siehe z.B.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Toilettenaffäre )
Das Simon-Wiesenthal-Zentrum setzte den Vorfall an vierter Stelle der weltweit schlimmsten antiisraelischen/antisemitischen Vorfälle des Jahres 2014 und betonte, Höger und Groth hätten eine wesentliche Rolle dabei gespielt, Hass auf Israel zu schüren.
- Die Aussagen der Parteimitglieder.
- Bis dato kein einziger Ausschluss von offenen Israel- und/oder Judenhassern (eben weil ein riesiger Teil der Partei ausflippen würde).
Kurz zusammengefasst:
https://www.youtube.com/watch?v=L4jZ7xeYA6Q
Noch eben eine Studie (ich sehe gerade, die hattest Du auch gefunden; sei es drum: doppelt hält besser):
http://www.salzborn.de/txt/2011_zfp.pdf
Studie belegt das Problem der Linken mit dem Zionismus
Die Studie der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt kam im Jahr 2011 zu dem Ergebnis, dass ein „antizionistischer Antisemitismus“ die „öffentlichkeitswirksamen Positionierungen der Partei“ seit 2010 dominiere.
Die beiden Autoren merken an, dass unter anderem der israelische Beschuss der Gaza-Flotille im Jahr 2010 von besonderer Bedeutung für die außenpolitische Ausrichtung der Linken gewesen sei. Mit an Bord waren damals auch drei Bundestagsabgeordnete der Partei.
Im Anschluss hieß es von Seiten des Linken-Vorstandes, Israel habe ein „Verbrechen“ verübt. Auf Diskussionsveranstaltungen der Linken war danach unter anderem vom „faschistischen Regime“ in Israel die Rede, und davon, dass man beim nächsten Mal die türkische Armee mitnehmen solle, um Israel „eine vor den Latz zu knallen“. Unter Beifall des Publikums. Und mit Zustimmung von ranghohen Parteivertretern.
http://www.huffingtonpost.de/2014/07/24/linke-antisemitisch-judenhass_n_5616725.html
/Edit
Und ich glaube, ich lass das jetzt mit Dir und übe mich tatsächlich zukünftig in Willensstärke, blende Dich aus. Denn ich finde es wirklich schwer erträglich, mit jemanden zu diskutieren, der Antisemitismus in diesem Ausmaß in einer Linksextremen Partei mit jeder Menge Gruppierungen und Netzwerken, die so weit vom Rand weg sind, dass sie ihn gar nicht mehr sehen können, schönzureden, zu relativieren oder zu verharmlosen versucht.
Mag es aus Unwissen oder Arroganz sein: völlig egal. Nach diesem Diskurs fühle ich mich tatsächlich in etwa so dreckig und angeekelt, als hätte ich einen Chat mit einem NPD-Funktionär gehabt (Hatte ich noch nie, aber schlimmer kann es kaum sein).
Hoffentlich schaffst Du irgendwann den Absprung von dieser Gesinnung und Partei. Links der Mitte gibt es nun wirklich genügend Auswahl (Grüne/SPD/CDU). Die Konservativen haben es da deutlich schwieriger.