Ich (für meinen Teil) weiß gar nicht, wo man überhaupt noch hinsehen kann, ohne ob der großzügig demonstrierten Unvernunft an einem Herzinfarkt zu sterben.
Lassen wir mal tatsächlich die Flüchtlingskrise und die exorbitanten Kosten und Gefahren beiseite (übrigens: wer die
„Wahlarena“ gesehen hat, hat vielleicht mitbekommen, was Merkelchen zum besten gegeben hat, als sie gefragt wurde, warum so viele Syrer zu uns kommen: „Weil die in Syrien gemerkt haben, dass man hier gut leben kann.“. Nicht mal die glaubt mehr an die "Flucht". Aber gut, lassen wir das.) und schauen wir uns mal um, was auf uns zukommt.
Zum Beispiel der Brexit. Entgegen der Propaganda in vielen Medien, dass quasi nur die Briten leiden werden, wir denen zeigen, wo der Hammer hängt und für uns (da wir ja mit den anderen in der EU hängen und damit unbesiegbar sind) quasi kaum etwas zu spüren sein wird,
wird ihn tatsächlich absolut jeder merken (aber kein Thema, die Regierung sieht ja auch Chancen, werden die, die heute am Fließband stehen eben Fondsmanager...). Egal wie es ausgeht. Spätestens dadurch, dass die (Schulden-)Südstaaten durch den Wegfall der Briten die Stimmenmehrheit in der EU übernehmen und damit der großen Umverteilung nichts mehr im Wege steht. Zuvor hatte Deutschland den Kurs vorgegeben (Austerität) und die Briten waren das Zünglein an der Waage, welche den Kurs ermöglichte.
Die Begehrlichkeiten sind hoch. Da Frankreich auch so langsam das Wasser bis zum Hals steht, kann sich jeder Ausrechnen, dass von Steuergeschenken und co. in den nächsten Jahren nicht die Rede sein wird. Ganz im Gegenteil. So viel Geld wie heute wird niemand nach der Wahl mehr haben.
Dazu kommen die vielen Risiken (u.a. der
Target2-Saldo), die 0-Zinspolitik der EZB und der pausenlose Aufkauf von Schuldverschreibungen inkl.
Firmen-Anleihen (bis Ende 2017 will man alleine
2,28 Billionen Euro ausgeben).
Wir leben alle vor uns hin und registrieren das kaum noch. Man spürt ja auch irgendwie nichts (so meint man zumindest). Doch irgendwann muss jemand die Tasche aufmachen und die Rechnung tatsächlich bezahlen.
Dann wäre da noch die Isolation in der Welt. Wenn man nicht drauf achtet, merkt man es nicht sonderlich. Aber die Tage sind vorbei, an denen sich Staatsmänner gerne haben mit Merkelchen ablichten lassen. Es ist für sie (und damit Deutschland) einsam geworden und das nicht nur durch den Alleingang der Kanzlerin beim Thema Grenzöffnung.
Die großen Partner sind weg und daran trägt sie nicht gerade wenig Schuld. Macron präsentiert sich schon als neuer starker Mann, der Merkel in der Führungsrolle beerben wird.
Im Gegensatz zu ihr wird er gefeiert.
Doch er hat
so einige Dinge vor, die die Träumer von Weltoffenheit und EU ziemlich erden werden. Der Herr ist nämlich nur oberflächlich ein EU-Freund, im Inneren geht es ihm aber fast ausschließlich um die Sanierung seines Landes (den DWN-Link genau lesen).
Dann der ganze Mist um den "Diesel-Gate", der das Potential hat, unsere momentane Sonderkonjunktur abzuwürgen und dann?! Die ausstehenden Fahrverbote, die viel zu geringen Investitionen in die Infrastruktur,
die immer teurer (weil spontan und undurchdacht) werdende Energiewende, ...
Und ich bin noch lange nicht beim Thema Rente, Wohnungsbau, Sozialsysteme (für mich wichtig das Thema: Elternpflege), Wohneigentum, ...
Es ist echt schwierig, mit guter Laune in die Zukunft zu blicken. Und ich weiß, dass weder diese Frau mit ihrem Aussitzen und mit Geld bewerfen von Problemen noch Schulz (der wohl genauso vorgehen oder aus dem Land gleich ein "
Spaßbad Aquana" machen würde) das Schiff schaukeln werden. Auch die AfD oder FDP nicht.
/später edit:
Nicht, dass jemand denkt, ich würde dann zwischen
Grünen und
Die LINKE (
und das war nicht der einzige Versuch der Manipulation) wählen: diese beiden Parteien sind für mich so abstrus, an die denke ich nicht mal im Entferntesten als wählbare Option, weswegen sie hier auch nicht von mir aufgezählt worden sind. Ich bin Realist und kein wahnwitziger Kommunist.
/edit Ende
Mich frustriert diese Wahl total. Es wird quasi alles ignoriert, was irgendwie wichtig wäre und das Schlimme ist: meinen Mitmenschen ist das schlicht egal, weil man es geschafft hat, das Vorausschauende abzuerziehen und mehr im Jetzt zu leben. Das wird sich ziemlich sicher brutal rächen.