Gauland legt den Finger nicht in die Wunde, er tut was Politiker in Not immer tun.
Nur aus Interesse: welche Not? Man muss die AfD weder mögen, noch ihrer Meinung sein. Aber sie gehört nun mal zum politischen und demokratischen Spektrum. Der oberste Verfassungsschützer (
Dr. Hans-Georg Maaßen) war dazu auch
recht deutlich:
FAZ schrieb:
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat sich erneut gegen eine Beobachtung der rechtspopulistischen AfD ausgesprochen. In der «Rheinischen Post» lehnte er es ab, seine Behörde als «Hilfstruppe der etablierten Parteien» zur Verfügung zu stellen. Seine Behörde könne nicht der «Konkurrenzschutz» in einer Frage sein, die als politische Auseinandersetzung über Positionen geführt werden müsse. Der Verfassungsschutz sehe weiterhin keine Anhaltspunkte für eine Beobachtung der Partei.
Das sieht übrigens am linken Rand etwas anders aus.
Die AfD stellt momentan einen Rekord nach dem anderen auf. Im September wird sie wohl mit dem höchsten jemals erzielten Ergebnis einer neuen Partei in den Bundestag einziehen.
Die Not haben ganz andere. Nämlich die, die das mit ihrer Politik quasi erzwingen, weil sie den Menschen keine andere Option lassen.
Und dass die AfD tatsächlich wirkt, merkt man an allen Ecken und Enden.
Zum Beispiel beim lange ersehnte und von Links immer unterdrückte Untersuchungsausschuss rund um linke Gewalt und Linksextremismus. Denn wo keiner hinsehen kann, konnte natürlich auch nie etwas gefunden werden.
(Man beachte, wie bei den Linken dann auch gleich wieder mal die Maske fiel und das tatsächliche Demokratieverständnis aufblitzt (Zitat): "Bartsch forderte, dass es „Konsequenzen bis hin zum Funktionsentzug geben“ müsse.".)
Dass die Debatte um Frau Özoğuz nicht in Gang kommt, liegt an den Medien, die sich lieber über gängiges Vokabular ("
entsorgen") echauffieren, statt sich die Dame vorzunehmen. Immer und immer wieder sondert sie solche Dinge ab und bringt ungefragt Empfehlungspapiere inkl Grundgesetzänderungen zu unser aller Nachteil hervor und niemand reagiert.
Es liegt daran, dass sich die Medien am Anfang der Krise eine Seite ausgesucht haben und diese nun in aller Konsequenz bis zum Ende tragen. Koste es, was es wolle.
Es hakt einfach niemand mehr nach, obwohl mittlerweile ein ganzes Rechercheparadies existieren muss. Beispiele? Mrd. und Abermilliarden wurden und werden unnütz und ungezielt versenkt. Wohnungsmangel und Wuchermieten? Ja woher kommt das denn? Weil >2mio Menschen aus den Turnhallen wegmüssen und man fast jede Wohnung wegmietet, die (zu welchem Preis auch immer) angeboten wird? Woraus setzen sich denn die ca. 40mrd. (Bund und Länder zusammen und eigentlich ist da sogar noch viel mehr, manch Professor rechnet noch Gerichtskosten und co. mit ein und kommt
auf 75mrd. und damit jeder mal diese Größenordnung versteht: der Bundeshaushalt 2016 hatte ein Volumen von 316,9mrd. Euro. Wer also glaubt, dass nach der Wahl keine Kosten eingetrieben werden, die seit 2015 angelaufen sind und kreativ verschleiert wurden, dürfte hart aufprallen. Steuersenkungen? Sicher doch...), die wir für diese Krise pro Jahr ausgeben, zusammen?
Was läuft an unseren Grenzen? Warum ist Italien überfordert, obwohl bei uns noch immer jeden Monat 1/3 mehr Menschen ankommen als bei denen? Warum will man uns weismachen, die Sache wäre bei uns gelöst, Italien könne aber nicht mehr?
Warum redet niemand darüber, dass die (ohnehin schon lächerlichen) Kontrollen
ab November eingestellt werden müssen?
Warum sitzen die Kanzlerkandidaten grinsend in der Sommersonne und werden stattdessen lieber rund um ihren Urlaub befragt? Und wenn man bei den Themen auch nur etwas kratzt, wird zugelassen, dass die auswendig gelernten Programme heruntergebetet werden. Warum bohrt niemand nach?
Das hier müsste die Sternstunde des investigativen Journalismus sein, aber man verhält sich wie die US-Presse nach 9/11 (Bsp.: "Neil Cavuto: Am I slanted and biased? You damn well bet I am!").
Und dabei war man hierzulande in den Medien schockiert über so viel Regierungshörigkeit. Und nun liefern sie genau dasselbe ab. Kritische Berichterstattung?
Kann man mit der Lupe suchen.
Darüber kann man jetzt tagelang diskutieren. Was mich halt stört (und ich bin ein konservativer Mensch, stehe eben nicht auf Anarchie, sondern auf Regeln und Gesetze, auf Ordnung und Planung), ist, dass das so viele nicht juckt.
Ich weiß nicht, woran es liegt. Ist der Selbsthass so groß? War die Kindheit so unangenehm? Ist das Land wirklich so ätzend, dass man es am besten heute statt morgen von der Landkarte fegt?
Warum ist es gut, in "EU" zu denken (das ist ja das Selbstverständnis fast aller Kanzlerkandidaten), in "Deutschland" aber quasi Hitler 2.0? Hat man Euch hier je schlecht behandelt? Woher der Hass auf die Welt und Menschen vor der eigenen Haustür und dafür
das Relativieren, ja fast Bejubeln des Nahen und Mittleren Ostens, wo die Leute sich wie verblendete Sektenmitglieder verhalten?
Und dann wird noch nicht mal den
vermeintlich Richtigen geholfen.
Kann ich nicht, will ich nicht. Ich mag dies alles, was so viele so sehr abzulehnen scheinen. Ich mag Maibäume, Trachten und Lederhosen. Ich lese gerne Deutsche Literatur, ich bin gerne im "Land der Dichter und Denker" aufgewachsen und mochte es, dass der Rest der Welt uns als
humorlose Pedanten betrachtete.
//Edit @Poulton
Tichy eine Variante von Breitbart?
*seufz*
http://blogs.faz.net/deus/2017/01/1...ten-die-splitterpartei-sozialdemokraten-4023/
Zum Restlichen muss ich gar nicht viel sagen (denn ich wollte weder Merkel verklagen [die Bundesanwaltschaft ist übrigens Weisungsgebunden] noch über Netz gegen Nazis [das ist dann eine seriöse Quelle?

] schwadronieren), weil es halt die typischen Verunglimpfungen sind. Schade, dabei wäre es echt mal nicht schlecht, wenn die Leute mehr reden würden, statt sich mit Dreck zu bewerfen.