Stimmt. Ungerechtfertigte und exzessive Gewalt ist in jedem Fall zu verurteilen, keine Frage.
Ab hier bist Du für mich einfach kein Gesprächspartner mehr. Es gibt keine "gerechtfertigte Gewalt". Das Gewaltmonopol geht einzig und allein vom Staat aus. Auch ist "nicht exzessive Gewalt" (Also nur so ein kleiner Messerstich? Ist OK? Nur eine Stahlkugel an die Schläfe eines anderen? Dann ist aber Schluss, der Angriff aber noch vertretbar?" Völlig absurd.) verabscheuungswürdig.
Wem die Fähigkeit zur Argumentation fehlt, der hat Pech gehabt und kein Recht, die Fäuste auszupacken.
Wenn Dir das Auftreten der Polizei nicht gefällt, setz Dich hin, lerne, treib Sport, werde Polizeipräsident, löse die Konflikte mit einem Schwarzen Block oder auch einer Gruppe Hooligans nach Deinen Vorstellungen.
Ab 68 hat doch ein guter Teil den
Marsch durch die Institutionen begonnen, wodurch sie heute den Diskurs bestimmen.
Mach es ihnen nach.
Marsch durch die Institutionen schrieb:
Es geht also beim Marsch durch die Institutionen eher um eine Zerstörung der Institutionen von innen (Anti-Institutionalismus) als um eine Machtergreifung einer „Linken“.
Seit den 1990er Jahren bezeichnet die Begrifflichkeit Marsch durch die Institutionen die Annahme, dass diese von Dutschke skizzierte Form der Machtergreifung tatsächlich erfolgt sei. Jürgen Busche (2003) argumentiert, dass der „lange Marsch durch die Institutionen“ der 68er-Bewegung (eine Mischung aus Studentenbewegung, außerparlamentarischer Opposition und den verschiedenen politischen und sozialen Bewegungen der 1970er Jahre, vgl. Neue Soziale Bewegungen) im Zentrum der Macht endete und 68er heute die Schaltstellen des Staates, der Wirtschaft und der Universitäten besetzen und dadurch eine gesamtgesellschaftliche Diskurshoheit errangen.
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Naja der Herr Zitelmann scheint schon eine... konservative Person zu sein.
Was soll daran falsch sein? Bis 2015 wurdest Du fast durchgehend konservativ regiert (Ja, auch die SPD trat zuvor deutlich konservativer auf; sie besitzt sogar einen rechten Flügel [hat scheinbar jeder seit 2 Jahren vergessen]).
Ich verlinke an solchen Stellen immer wieder gerne auf das Wahlprogramm der
CDU/CSU von 2002/2006 (Leistung und Sicherheit Zeit für Taten). Nach heutigem Diskussionsniveau wurde Merkel damals als Führerin der NSDAP-light gewählt.
Das Konservative (die Bewahrer des Funktionierenden, der Welt wie man sie kennt und in der man aufgewachsen ist) ist der diametrale Lebensentwurf zum Linken (Neues um jeden Preis, völlig egal, ob das Momentane funktioniert; Stillstand ist keine Option). Beide muss es geben. Denn nur so ist gewährleistet, dass die eine Seite die Schnapsideen der anderen zügelt oder die andere Seite den Fortschritt nicht völlig ausbremst, sich durch den Interessenausgleich eine Mitte formieren kann, die die beiden Seiten zu einer Realpolitik zwingt.
Als Merkel im September ihren Fehler (und das war es, es hätte x-fach bessere und andere Möglichkeiten der Notversorgung gegeben, die zumal wesentlich günstiger gewesen wären [zum Beispiel ein Protektorat in Syrien unter UN-Mandat und die Aufstockung der Hilfen an das UNHCR {nur zur Erinnerung: Merkel hatte diese zuvor drastisch gekürzt}]) beging und den Deutschen Staat völkerrechtlich (
Drei-Elemente-Lehre) durch ihre Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen, für obsolet erklärte, stand sie nicht etwa offen dazu, wie es jemand mit Charakter getan hätte (bis dato nicht).
Hätte sie gesagt "Okay, war jetzt irgendwie nicht so toll, aber wir werden das nun vernünftig ordnen und uns nicht einfach überrennen lassen. Wir richten Sammellager ein und überprüfen die Menschen erst mal. Wäre ja Wahnsinn, das nicht zu tun und alle einfach mitten unter uns zu setzen. Die kommen immerhin aus den Brennpunkten der Welt.", wäre ich wohl noch dabei gewesen.
Hat sie aber nicht. Stattdessen hat sie sich weggeduckt und die Gesellschaft plötzlich in "Gute" (die ihren Fehler mittragen) und Böse (die sich gefragt haben, wie so ein Versagen möglich sein kann, was die Zukunft bringen wird, wenn wir ungeprüft Menschen in dieser Masse aus einer völlig anderen und archaischen Kultur einwandern lassen).
Sie war fein raus und die Bevölkerung beharkt sich seither untereinander.
Für mich ist diese Frau eine einzige Katastrophe. Was sie diesem Land, unserer Gesellschaft, schon alles angetan hat, geht auf keine Kuhaut (undurchdachte Energiewende aus purem Aktionismus und die völlig verhunzte
Brennelementesteuer, Griechenland"rettung", Eurokrise, wir sind völlig in der EU/Welt isoliert, Macron hat sich zwar nach dem Wahlsieg ablichten lassen, arbeitet aber bereits an einer protektionistischen EU zum Wohle Frankreichs; also direkt gegen Merkel, die Flüchtlings- bzw. nunmehr Migrationskrise und deren Kosten (Schäuble [dieser findige Fuchs] hat es geschafft, den Menschen einzureden, dass die Sache ja "nur 20 Mrd. € pro Jahr kosten wird; ja, den Bund. Die Länder zahlen noch mal dasselbe drauf.), die steigende Kriminalität, die Abgasaffäre, der Außenhandelsüberschuss, der explodierende Target2-Saldo, ...
NICHTS hat diese Frau gebacken bekommen. Dass es uns momentan so gut geht (und man erwartet quasi täglich das Ende unserer Sonderkonjunktur), liegt nicht an dieser Regierung. Es geht uns TROTZ dieser Regierung so gut.
Diese Frau hat die gesellschaftliche Mitte aufgelöst, um sich selbst über Wasser zu halten. Was seit jeher als Pol und Gegenpol agiert, wurde durch sie zu Pol und "Drecksnazis!!einself!".
Das kann ich ihr (und vor allem ihrer völlig rückgratlosen CDU) nicht vergeben.
Das ist meine Sicht der Dinge. Die muss nicht jeder teilen. Früher wurde über solche Themen bei einem Bier im Biergarten diskutiert, man lachte, man wurde auch mal lauter, aber man ging als Freunde auseinander.
Heute traut man sich kaum, die Themen öffentlich anzuschneiden, denn wenn der Falsche zuhört, brennt vielleicht das Auto in der Einfahrt.