Die Bundestagswahl 2017

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Nicht nur das. Auch dass der Döner im Dönerladen 19% Mehrwertsteuer kostet und außerhalb des Dönerladens 7% Mehrwertsteuer kostet.
 
Und die ganzen Steueroasen, auch in Europa.



Na dann liegt das bei wem anderes. Ich hatte es an anderer Stelle ja schon mal vorgerechnet wie schön idiotisch solche statistischen Durchschnittsangaben sind.
Geht man nach dem Durchschnittsvermögen ist Deutschland verdammt reich, dumm nur das überproportional viel Vermögen in den Händen einiger weniger Prozent liegt, die damit das Durchschnittsvermögen von ganz Deutschland drastisch nach oben ziehen.

Beispiel:

Eine Person hat ein Vermögenswert von 100.000 Euro, die 9 anderen Einwohner von je 10.000 Euro. Im Durchschnitt hat das Land also ein Vermögen von 20.000 Euro, obwohl 90% der Einwohner eigentlich garnicht so vermögend sind... :schief:

Aber die 10% die 10x so vermögend sind wie der Rest verdoppeln direkt mal das durchschnittliche Vermögen aller. ;)

Das ist das Problem mit Durchschnittswerten und Statistiken die sich auf den Durchschnitt beziehen, sie sind in der Regel verfälschend und daher im Grunde wertloser Murks.

Viele haben auch ein Vermögen von -10.000€, also Schulden.
Trotzdem kommt man dann in der Statistik bei 1:9 auf einen Schnitt von +1000€.

Da sieht man mal wie ungerecht es zugehen muss, wenn die Statistik so starkt nach oben gezogen wird, das man da auf einen 6-stelligen Wert kommt.

Der Herr Pispers hat das auch mal sehr schön erklärt: Volker Pispers erklart das Geldsystem - Die Schulden des Einen sind das Vermogen des Anderen - YouTube
Interessant, dass zu diesem Zeitpunkt vor 2 Jahren das durchschnittliche Barvermögen noch bei 60.000€ lag. Es es sich also in den letzen 2 Jahren auf 110.000€ fast verdoppelt ohne, das sich für die Mehrheit der Bevölkerung etwas verbessert hätte.
An den rund 25.000€ Staatsverschuldung pro Kopf hat sich dagegen kaum etwas geändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst mal musst du das Steuersystem so gestalten, dass die Steuern dort bezahlt werden müssen, wo das Geld verdient wird.
Aktuell ist es so, dass die Steuern dort bezahlt werden, wo der Sitz der Firma ist.. Also in Irland oder Niederlande oder als Tochtergesellschaft einer Holding oder sonst was.


Nachtrag:
Meine Fresse, immer diese Doppelposts. :nene: :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst mal musst du das Steuersystem so gestalten, dass die Steuern dort bezahlt werden müssen, wo das Geld verdient wird.
Aktuell ist es so, dass die Steuern dort bezahlt werden, wo der Sitz der Firma ist.. Also in Irland oder Niederlande oder als Tochtergesellschaft einer Holding oder sonst was.

Das ist richtig, dann müssten aber auch die "Global Player" zerschlagen werden ;)
in jedem Land müsste es dann ein Headquarter geben

Diesen Verwaltungsaufwand würden diese Konzerne doch niemals mitmachen,

ganz zu schweigen von den zusätzlichen Finanzbeamten, welche das kontrollieren müssten

Dieser Vorschlag ist also völlig illusorisch :ugly:
 
Ist es nicht. In jedem Land gibt es ja von den Großkonzernen eine Zentrale.
Und du brauchst Leute, die den Geldfluss verstehen. Ein verstaubter Steuerfahnder ist da fehl am Platz.
 
Was ich vorhin noch zur Frage mit dem Absetzen ergänzen wollte, und nicht dazu gekommen bin...

Du meinst also, man müsse alle Möglichkeiten, etwas von den Steuern abzusetzen, abschaffen, richtig? Man zahlt also nur noch dafür Steuern, was an Geld reinkommt, ohne das abziehen zu können, was man ausgibt, richtig?

D.h. ein Autohändler muss die vollen 50.000€ versteuern, die er für ein Auto eingenommen hat, auch wenn er selbst 40.000€ an den Hersteller zahlen musste.

Und der Taxifahrer muss die vollen €6000, die er in einem Monat eingenommen hat, versteuern, ungeachtet der Tatsache, dass er Aufwendungen für Benzin, Leasing usw. in Höhe von €4500 hatte...

Hmmmm...


Steuerflucht wird man nur dadurch in den Griff bekommen, dass es weltweit einheitliche Steuerregeln gibt. Und wie wahrscheinlich ist es, dass wir das zu unseren Lebzeiten erreichen... wenn das noch nicht mal die EU oder USA schaffen.
 
Ist es nicht. In jedem Land gibt es ja von den Großkonzernen eine Zentrale.
Und du brauchst Leute, die den Geldfluss verstehen. Ein verstaubter Steuerfahnder ist da fehl am Platz.

Ja, aber steuerrechlich sieht es anders aus,
nur am Stammsitz der Hauptzentrale wird gezahlt

Was bleibt also übrig?

Die Steuersätze müssten eigentlich europaweit angepasst werden ;)

Noch besser wäre eine Regelung über die UN,

dass wird jedoch die nächsten 500 Jahre nicht passieren :D
 
Was ich vorhin noch zur Frage mit dem Absetzen ergänzen wollte, und nicht dazu gekommen bin...

Du meinst also, man müsse alle Möglichkeiten, etwas von den Steuern abzusetzen, abschaffen, richtig? Man zahlt also nur noch dafür Steuern, was an Geld reinkommt, ohne das abziehen zu können, was man ausgibt, richtig?

D.h. ein Autohändler muss die vollen 50.000€ versteuern, die er für ein Auto eingenommen hat, auch wenn er selbst 40.000€ an den Hersteller zahlen musste.

Und der Taxifahrer muss die vollen €6000, die er in einem Monat eingenommen hat, versteuern, ungeachtet der Tatsache, dass er Aufwendungen für Benzin, Leasing usw. in Höhe von €4500 hatte...

Hmmmm...


Steuerflucht wird man nur dadurch in den Griff bekommen, dass es weltweit einheitliche Steuerregeln gibt. Und wie wahrscheinlich ist es, dass wir das zu unseren Lebzeiten erreichen... wenn das noch nicht mal die EU oder USA schaffen.

Was verdient denn der Händler am Auto?
Davon muss er Steuern zahlen. wo ist das kompliziert?

Und wenn der Taxifahrer 6000€ verdient und 4500€ Aushaben hat, muss er seine Einnahmen steigern, das ist nun mal so mit Selbstständigkeit. Da hast du immer ein unternehmerisches Risiko.
 
Es gibt sowieso einen Freibetrag.
Steuern werden erst ab einem gewissen Betrag gezahlt.
Oder wir bauen das auf das bedingungslose Grundeinkommen drauf. Dann bekommt der Taxi Fahrer Geld, von dem er leben kann und das Geld, das er mit dem Taxi verdient, hat er extra.

Das Problem im deutschen Steuersystem ist, dass es schlicht für alles und jeden eine Ausnahme gibt, was es sehr kompliziert macht und was dafür sorgt, dass es eben auch löcher gibt, durch die welche Schlüpfen, die da nicht hindurch sollten.
 
Aber genau das ist doch 'absetzen'. Man setzt seine Kosten von den Einnahmen ab, übrig bleibt der Gewinn, und das versteuert man dann.

Meine Frage, ob Du alle Abschreibungs- und Absetzmöglichkeiten abschaffen willst, war absichtlich provokativ. Denn wenn man das abschafft oder vereinfacht und durch Pauschalregelungen ersetzt, wie es sie in den meisten anderen Ländern gibt, dann ist das Steuersystem zwar einfacher aber keineswegs gerechter, ganz im Gegenteil.
 
Solange jede Lobbyistengruppe Extras für sich kassiert, wirst du niemals ein einfaches Steuersystem bekommen.
Und wo ist das aktuelle denn gerecht?
 
Solange jede Lobbyistengruppe Extras für sich kassiert, wirst du niemals ein einfaches Steuersystem bekommen.
Und wo ist das aktuelle denn gerecht?
Perfekt gerecht gibt es nicht. Wenn Du auf die berüchtigte Hoteliersteuer anspricht, das hat nicht mit Absetzen zu tun sondern mit einem geringeren Steuersatz. Der wurde eigentlich mal eingeführt, um Waren des täglichen Bedarfs (Lebensmittel) billiger zu machen oder zu subventionieren. Wie die meisten Subventionen war der ursprüngliche Gedanke durchaus ehrenhaft und sinnvoll, irgendwann wird es dann pervertiert und natürlich auch nie wieder aufgehoben obwohl es nicht mehr nötig wäre.

Das ist halt das generelle Problem, wenn Du viele Menschen hast, die alle auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Und dss sind nun mal fast alle Menschen.
 
Ach, die Hotelsteuer habe ich schon gar nicht mehr auf dem Radar.
Damals wurde die FDP dafür gebasht, aber die CSU wollte sie schon vorher einführen, ist aber damals noch gescheitert.

Tja, aber was ist falsch an einem System, wo der Mensch im Vordergrund steht und nicht irgendwelche Wirtschaftsinteressen oder Lobbyverbände?
 
Ich hab ja per se auch nichts gegen Lobbyismus. Das gehört in einer Demokratie dazu.
Nur ist sie nicht transparent. Und das stört mich daran.
 
Und das wirst du dann ab Herbst wieder sehen, wenns für Schwarz gelb reichen sollte.
Der Lindner hat natürlich keinerlei Ambitionen auf ein Amt, aber Außenminister ist ja Tradition bei der FDP, wenns für eine Regierungskoalition reicht.
 
Die ganze FDP ist eine einzige Lüge, wohin deren neoliberale Politik führt hat man 2008 gesehen. ;)

Die Linke ist aber keine Lüge? Das ist doch immer eine Frage der Perspektive. Wenn bestimmte Politiker der Linke den Mund aufmachen, würde ich am liebsten schreiend davon laufen.

Das Wort 'neoliberal' als Schmipfwort geht mir sowieso auf den Senkel. Was man beschimpfen und bekämpfen sollte ist der Raubtierkapitalismus und die ungezügelte und ungeregelte Gier nach schnellem Profit ohne Rücksicht auf andere Menschen und die damit verbundenen Risiken. Das hat aber absolut nichts mit der eigentlichen Defintion des Neoliberalismus zu tun (siehe Neoliberalismus – Wikipedia). Der ist eigentlich eher die Basis der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland, die ich als ein grundsätzlich für ein gelungenes Konstrukt halte - mangels eines besser funktionierenden Systems.
 
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