Habe ich mehrfach verlinkt und die IFR rate von Heinsberg mit <0,36% den hier kolportierten Zahlen der Panikheinis von 5% entgegengehalten.
Du wirst dich erinnern, dass ich den fünf Prozent (für Deutschland) ebenfalls widersprochen habe.
Ansonsten äußert sich Ignoranz nun einmal auch darin, sich gefällige Zahlen herauszusuchen und alles zu ignorieren, was nicht zur eigenen Argumentation passt.
Und Fakt ist nun einmal, dass auch 0,37 Prozent mehr sind als die 0,1 Prozent der Grippe - was so viel bedeutet wie, dass COVID-19 auf Basis dieser Feldstudie die 3,7mal so tödlich ist wie selbige. Und das
bestätigt die Aussage von RyzA, der du mit Forderung nach Feldstudien widersprochen hast.
Das lässt sich nur mit sehr selektiver Wahrnehmung oder prinzipiellen Verständnisschwierigkeiten deinerseits erklären und macht Aussagen wie ...
Ich sehe bei dir systematisches Lügen, siehe Beitrag #9858 und folgende.
... um so lächerlicher. Nur weil sich dir ein Sachverhalt aufgrund deiner beschränkten Einsicht nicht erschließt, ist er noch lange nicht gelogen.
Die Fälle wurden im Nachhinein auf 25000 Grippetote durch das RKI korrigiert, weil Grippe nicht in den Totenscheinen auftaucht, sowie auch kein PCR Test gemacht wird. Zugleich erfolgte der Abgleich mit Übersterblichkeiten.
Real haben wir es mit 25000 Grippetoten gegenüber 9000 Coronatoten zu tun, [...]
Wie nun schon mehrfach festgestellt, dir fehlt offenbar ein grundlegende Verständnis der Zusammenhänge. Da wurde gar nichts korrigiert, sondern das sind grundsätzlich unterschiedliche Werte.
Bestätigt sind 1674 Todesfälle durch Grippeerkrankungen in der Saison 2017/2018. Die 25.000 Toten sind eine
Hochrechnung, basierend unter anderem auf den bestätigten Fällen und der Übersterblichkeit für diesen Zeitraum. Die Zahl der COVID-19-Toten ist *keine* Hochrechnung, sondern die Zahl der Toten, bei denen SARS-COV-2 nachgewiesen wurde - ebenso wie bei den 1674 Gripptetoten Grippeviren nachgewiesen wurden.
Eine vergleichbare Hochrechnung für COVID-19 wäre wackelig, da die Maßnahmen gegen COVID-19 logischerweise auch Tote durch ähnliche Infekte im fraglichen Zeitraum verhindern. Sprich, die Übersterblichhkeit durch COVID-19 würde sich anteilig in der Zahl derjenigen verstecken, die aufgrund der Maßnahmen gegen COVID-19 nicht anderweitig verstorben sind.
Und selbst wenn sich herausstellen sollte, dass diese eine (!) Grippesaison mehr Opfer gefordert hat als COVID-19, stellt das in der Langzeitstatistik einen extremen Ausreißer dar, der lediglich die Aussage zulässt, dass die Grippe punktuell tödlicher sein *kann*. Im Durchschnitt ist sie es jedoch nicht.
Wohlgemerkt, wir haben bisher allenfalls Daten einer COVID-19-Saison, zumal nicht einmal ein saisonales Auftreten geklärt ist. Es ist daher unmöglich zu beurteilen, ob das nur ein ungewöhnlich starker Einstieg ist und kommende Wellen schwäche oder stärker ausfallen.
Und was die Wirksamkeit der Maßnahmen angeht, wurde dir nun schon zigmal erklärt, dass du nur dorthin schauen musst, wo bei annähernd vergleichbaren Bedingungen (Bevölkerungsdichte, Altersdurchschnitt, Lebensweise etc.) bei weniger konsequenten und/oder verspätete ergriffenen Maßnahmen die Infektions- und demzufolge Todeszahlen in die Höhe schnellen.
In den USA wird mittlerweile getestet, als wäre der Leibhaftige hinter ihnen her, dort kommt man auf 148.593 Todesfälle bei 4.250.380 Infizierten bzw. auf 328 Millionen Einwohner. Während es bei der Zahl der Infizierten trotzdem eine Dunkelziffer geben kann, ist die Einwohnerzahl eine ziemlich feste Größe, was bedeutet, dass jedem deutschen Toten durch COVID-19 ziemlich genau 4,5 an COVID-19 verstorbene US-Amerikaner gegenüberstehen. Auch dann, wenn man die Frage "An oder mit COVID-19 verstorben?" berücksichtigt, denn vor diesem Problem stehen alle gleichermaßen.
Und das Schönste ist, dass Art und Umfang der Maßnahmen und die Umstände vor Ort gar nicht zwingend relevant sind, wenn es um die Beurteilung der Wirksamkeit ergriffener Maßnahmen geht, weil diese natürlich durch die Offiziellen *entsprechend* den jeweiligen Bedarf abzumessen sind. Und das bedeutet, dass der Maßnahmenkatalog der Bundesrepublik Deutschland, wenn es um die Verhinderung von Todesopfern geht, ganze 4,5mal so effektiv sind wie die der USA.
Gegen Erfolg lässt sich schwer zu argumentieren.
Das ist aber dann für die Hysterikergarde ein entmutigendes Ergebnis, würde es doch viel mehr Tote benötigen, um die Maßnahmen wirklich zu rechtfertigen.
Du zirkulierst innerhalb deiner eigenen Argumentation. Gerade eben hast du noch eingeräumt, nicht zu wissen, wie viel mehr Tote es ohne Maßnahmen gäbe.
Da inzwischen niemand mehr "keine Maßnahmen" ergriffen hat, fehlt es an direkten What-If-Vergleichsmöglichkeiten, aber man kann annäherungsweise - siehe oben - mit Daten aus Nationen arbeiten, wo Maßnahmen zu spät oder halbherzig ergriffen wurden.
Angenommen, die Bundesregierung hätten ebenso verkackt wie die US-Regierung, hätten wir nun 32207 Tote mehr. Oder anders ausgedrückt: Die hiesigen Maßnahmen hätten 32207 Bundesbürgern das Leben gerettet.
Zum Vergleich:
Es wären mehr als zehnmal so viele gerettete Leben, wie in Deutschland 2019 im Straßenverkehr verstorben sind.
Es wären mehr als zehnmal so viele gerettete Leben, wie 9/11 an Todesopfern gefordert hat, wegen der die USA zwei Kriege mit Hunderttausenden Toten geführt haben.
Das wären übrigens auch 7207 Menschen mehr, als laut Hochrechnung in der Ausnahme-Grippesaison 2017/2018 verstorben sind.
Was ich dir klarmachen will: Was der Eine oder die Andere subjektiv als gerechtfertigt ansieht und wie viele "Tote benötigt" werden, um bestimmte Maßnahmen zu rechtfertigen, ist ein komplett entwurzeltes Argument. Ich kann mich zynisch hinstellen und behaupten, dass meine Fete am Freitagabend locker 100.000 tote Bundesbürger wert ist, die ich sowieso nicht kenne.
So arbeiten allerdings Regierungen nicht. Diese erfüllen, wenn es nicht gerade die größten Flachzangen sind und die erforderlichen Mittel haben, nach Verhältnismäßigkeit. Und deshalb werden zur Vermeidung von - im Regelfall - ein paar Hundert oder manchmal auch nur ein paar Dutzend Grippetoten pro Saison nicht die selben Maßnahmen ergriffen, *trotz* derer es immer noch 9200+ COVID-19-Tote gibt und ohne die es *verlässlich* noch deutlich mehr Tote gäbe - auch wenn man nicht sagen kann, wie viele. Das ist allerdings angesichts der bekannten Zahlen auch keine relevante Größe mehr.