Mal was anderes und mit einem Hinweis vorweg, da solche Vergleiche von beide Enden des emotionalen Spektrums gerne falsch verstanden werden: Das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung sind bitteschön ernst zu nehmen.
Das Folgende soll einerseits ein wenig Hoffnung geben und andererseits das Gefühl dafür schärfen, was man an "alltäglichen Krisen" nur allzu oft übersieht:
Die Erkrankung wurde zwar erst im Januar diesen Jahres exakt beschrieben, es ist jedoch davon auszugehen, dass der Infekt (in China) schon mindestens ab November umging. Bisher gibt es weltweit etwas über 30.000 Tote.
Die Grippesaison (Anfang Oktober bis Mitte Mai) 2017/2018 hat allein in Deutschland über 25.000 Leben gefordert.
Jedes Jahr sterben über 120.000 Menschen allein in Deutschland an den Folgen des Rauchens.
Jedes Jahr sterben über 70.000 Menschen allein in Deutschland an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums.
Jedes Jahr sterben über 50.000 Menschen allein in Deutschland an einer Blutvergiftung / Sepsis.
Jedes Jahr sterben über 10.000 Menschen allein in Deutschland, weil sie Krankenhauskeimen ausgesetzt waren.
Im Jahre 2019 gab es allein in Deutschland über 3000 Verkehrstote.
Im Jahre 2019 kamen über 400 Menschen allein in Deutschland durch Ertrinken ums Leben.
Sprechen diese Zahlen nicht dafür, die Corona-Krise trotz ihrer Schrecken eher als Herausforderung zu sehen, die sich meistern lässt, wenn wir einmal überlegen, was nicht nur der bundesdeutsche Alltag an (nur allzu oft vermeidbaren) Opfern fordert?
Und falls jemandem dieser Maßstab zu klein ist:
Während der Minute, die ihr gebraucht habt, um diese Sätze zu lesen, sind weltweit mindestens 15 Menschen verhungert. Und selbst wenn in der selben Minute 15 oder noch mehr Menschen an Covid-19 verstorben sein sollten, wäre es dennoch nur ein isoliertes Ereignis, während Hunger *ständig* tötet. Auch nach der Corona-Krise, wie auch immer diese enden wird.