Also bist du im Endeffekt der Meinung das nicht genug getan wird. Bzw mehr getan werden könnte?
Oder ist es nicht notwendig mehr zu tun?
Nö, meine Meinung kommt da gar nicht vor. Meine Meinung zur Vorgehensweise ist folgende:
Beim ersten Anzeichen auf eine solche Erkrankung wenn man noch die Chance hat Erstinfektionsketten zu unterbrechen hätte man sehr viel schneller und entschiedener handeln müssen. Superspreader auf Karnevalssitzung? Dorf außen abriegeln, alle Besucher+Einwohner tracken und testen.
Diese harten Erstmaßnahmen können ggf. alles ersticken wenn man Glück hat. Hat man nicht geschafft weil wir viiiel zu langsam und inkonsequent sind.
Ok, Infektionswege nicht mehr klar/kontrollierbar (entweder durch zu lasche Erstmaßnahmen oder schlichtweg Pech - oder beides) --> Den Auswirkungen von massenhaft Erkrankten (die in diesem Stadium bzw. wo wir aktuell sind niemand mehr verhindern kann) möglichst passend entgegenwirken. Dazu gehört nicht, medienwirksam Krisenstäbe zu bilden, Interviews zu geben, mal ne Schule zu schließen und 3 weiße Zelte aufzuschlagen. Dazu würde gehhören öffentlich die nackten Tatsachen sowie Handlungsempfehlungen auf den Tisch zu legen.
Schlechte Nachricht: Es wird wenn wir nicht extremes Glück haben die meisten Deutschen über kurz oder lang erwischen. Niemand kann das mehr verhindern. Deal with it.
Gute Nachrichten: Für die allermeisten Menschen ists nicht besonders gefährlich und weder die Versorgung mit allen benötigten Gütern noch die öffentliche Ordnung oder sonstwas ist gefährdet.
Danach Empfehlungen Händewaschen blabla, Risikogruppen sind XY, spezielle Stellen für diese gruppen zur Versorgung/Information einrichten.
Aber alleine schon die schlechten nachrichten öffentlich zu sagen (und damit vielleicht ein Stück weit Versagen zuzugeben) kommt ja nieeeemals nicht in Frage. Also machen wir ein lustiges Theatherspiel. Dann kriegts zwar auch die halbe Bevölkerung aber zusätzlich haben wir mehr Hamsterkäufe, teilweise Paniken und so weiter.