Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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Ich bin nicht per se gegen Konzepte, bei denen Immune beweglicher gemacht werden. Beim derzeitigen Reifegrad der Tests halte ich es als Laie aber fuer viel zu frueh, darueber nachzudenken - und "Arbeitspflicht" ... das ist wieder so ein Godwin-Begriff, bei dem ich allergroesste Bauchschmerzen habe.

So oder so war das ja auch nicht sein Ansatz. Er hat von "potenziell Infizierten" gesprochen und sich offen fuer die Idee gezeigt, solchen Menschen - er selbst spricht von 1/3 der Bevoelkerung, aus welchem Hut auch immer er diese Zahl gezaubert hat - wahlweise das Recht auf koerperliche Unversehrtheit oder ihre Bewegungsfreiheit abzusprechen. Entweder hat er sich arg ungelenk ausgedrueckt - was im Kontext aber nicht wirklich mein Eindruck ist - oder er stellt sich einen Umgang mit Infizierten vor wie Hoecke mit Auslaendern: ein paar wohltemperierte Grausamkeitem zum Schutze des Volkskoerpers im Allgemeinen und zum Schutze seines Koerpers im Besonderen. Ich bin schon ein bisschen entsetzt, dass so ein Satz 1. von ihm kommt und 2. unwidersprochen geblieben ist.
 
Der positiv Ausweis ist nur die Sicherheit, dann man kein Infektionsträger mehr sein kann. Ob es nun im Sinne der Gleichberechtigtung der Bevölkerung ein Weg wäre, Immunisierten mehr Freiheiten zu geben, ist durchaus zu diskutieren. Ich habe das vor Wochen schon angeregt, sehe es inzwischen aber wieder kritisch, weniger wegen Stigmatisierung als wegen dann sofort aufkommender Coronapartys, um eine Infektion überwunden zu haben.

Es bringt auch nichts, solange nicht bestätigt ist, dass die Immunität nach Infektion länger als 5 Jahre bestehen bleibt.
 
Die "Armbinde" sehe ich anders. Jeder, der in diesem Staate erkrankt ist, kommt unter strenge Quarantäne. Der positiv Ausweis ist nur die Sicherheit, dann man kein Infektionsträger mehr sein kann. Ob es nun im Sinne der Gleichberechtigtung der Bevölkerung ein Weg wäre, Immunisierten mehr Freiheiten zu geben, ist durchaus zu diskutieren. Ich habe das vor Wochen schon angeregt, sehe es inzwischen aber wieder kritisch, weniger wegen Stigmatisierung als wegen dann sofort aufkommender Coronapartys, um eine Infektion überwunden zu haben.

Du musst es positiv bewerten. Wer einen solchen Ausweis hätte, müsste dann auch arbeiten. Im Gegenzug würde ich allen ohne positiv Ausweis auch anbieten, freiwillig in Kurzarbeit zu geben, zur eigenen Sicherheit. Über das Für- und Wider sollte man zumindest diskutieren und mehrheitlich abstimmen. So etwas darf nicht von Spahn oder Mutti alleine entschieden werden. Dafür sind die Folgen zu weitreichend.

Naja,

damit fängt die Spaltung unserer Gesellschaft in der Krise erst mal an.

Von daher ein klares Nein.

Wir müssen jetzt alle gemeinsam durch diese Krise kommen,
irdgendwie schaffen wir das schon. :daumen:
Wir dürfen jetzt nur nicht zulassen,
das die Interessen verschieden gewichtet werden.
 
Deswegen muss auch klar gegen die illegalen Demos vorgegangen werden. Schließlich haben es die Landeregierungen angekündigt, klar gegen vorsätzliche Verstöße vorzugehen und das auch Haftstrafen drohen.
Z.B. Sachsen kuendigt Freiheitsstrafen bei Menschenansammlung an | Freie Presse - Sachsen
Das jetzt von der Polizei auch ausgeführt werden.
Hat nicht gerade die AfD immer gefordert, dass die Polizei bei Straftaten hart durchgreifen soll?! :devil:
 
Naja,

damit fängt die Spaltung unserer Gesellschaft in der Krise erst mal an.

Von daher ein klares Nein..
Wäre es nicht lobenswert zum Schutze aller, wenn Arbeitgeber z.B. besonders exponierte Jobs wie an der Kasse, in der Notaufname etc. mit Immunisierten besetzen würden? Wir wählen an vielen Stellen im Arbeitsrecht nach Kriterien aus, z.B. dürfen Frauen generell weniger heben oder in der Industrie keinen Dreischichtdienst machen. Das wird zum Schutze doch auch akzeptiert.

Es gibt ja unterschiedliche Optionen, um es umzusetzen. Von der Armbinde mit sechsstrahliger Sonne für Immunisierte bis hin zu einer Meldepflich beim Arbeitgeber, der dann unterschiedlich einteilen kann gibt es viele Optionen.

... Beim derzeitigen Reifegrad der Tests halte ich es als Laie aber fuer viel zu frueh, darueber nachzudenken -
Dieser Aspekt ist natürlich sehr wichtig, und frage ich auch bei jedem Test, ober er spezifisch genug ist. Bisher sind es die Tests meines Wisserns nach nicht. Sie taugen einzig und festustellen, dass man keine Infektion hatte. Schalgen die Tests an, sagt es wenig darüber aus, welches Coronavirus es war.

Und "Laie", mein lieber JePe sind wir in quasi allem, was wir tun und machen, Entscheidungen treffen müssen wir trotzdem. Sich hinter angeblichen Spazialisten zu verstecken, wie es Richter mit Gutachtern machen, ist in vielen Fällen gefährlich, weil Gutachter ebenso massive Fehler machen. Ich maße mir als Generalistin nach Jahrzehnten der Bildung durchaus an, auf Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen in vielen Fällen entscheiden zu können. Naja, für mich entscheiden, nicht für alle, das ist ein großer Unterschied.

Ich bin schon ein bisschen entsetzt, dass so ein Satz 1. von ihm kommt und 2. unwidersprochen geblieben ist.
Ich lese hier schon lange nicht mehr alles und habe mir angewöhnt, nicht mehr jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Prinzipiell kann ich den Gedankengängen des von Dir angemahnten Users im großen und ganzen Folgen. Ich bin mein Leben lang eingeschränkt worden und niemanden in der Gesellschaft interessiert das. Ich habe daraus gelernt, dass unsere Gesellschaft Einschränkungen von Minderheiten, z.B.Strecken- oder gar Ortsperrungen für Motorradfahrer, wie es sie im Schauinsland oder Badenweiler gibt, oder zumindest gab, ich war lange nicht mehr da, akzeptiert.

Und noch sind wir nur auf der Ebene der Diskussion. Da halte ich persönliche Angriffe oder Diskreditierungen andere immer für obsolet, denn eine freie und sachliche Diskussion muss es erlauben, alles auf den Tisch zu bringen. Zumindest, solange es nicht übliche menschenfeindliche Ansätze wie "alle erschießen" oder ähnliche rechtsextreme Grütze sind. Hier geht es um eine ganz andere Ebene.
 
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Wir wählen an vielen Stellen im Arbeitsrecht nach Kriterien aus, z.B. dürfen Frauen generell weniger heben oder in der Industrie keinen Dreischichtdienst machen. Das wird zum Schutze doch auch akzeptiert.
Woanders braucht man Impfschutz gegen bestimmte Krankheiten (Hepatitis zB.) oder es wird ein Führungszeugnis gefordert.
Ich finde die Grundidee hinter einem Immunitätsnachweis gar nicht mal so schlecht, nur fürchte ich, dass es dann Benachteiligungen gegen Nicht-Immune geben wird...
 
Wäre es nicht lobenswert zum Schutze aller, wenn Arbeitgeber z.B. besonders exponierte Jobs wie an der Kasse, in der Notaufname etc. mit Immunisierten besetzen würden?

Theoretisch ja.

Nur ohne eine flächendeckende permanente Testung,
kann man auch den wirklichen "Durchseuchungsgrad" gar nicht feststellen.
 
Vor allem kann man das Fachpersonal noch nicht impfen.

Und es ist wie gesagt noch nicht klar, wie lange eine Immunisierung anhält.
 
Theoretisch ja.

Nur ohne eine flächendeckende permanente Testung,
kann man auch den wirklichen "Durchseuchungsgrad" gar nicht feststellen.
Aber wir wissen doch, wer eine offizielle Infektion hatte und wer geheilt durch die Krankheit kam. Das sind doch immerhin 140.000 Menschen. Und genau die könnten einen Ausweis bekommen, der ihnen an vielen Stellen Dinge erlaubt, die anderen nicht erlaubt sind. Die Gruppe mag klein sein, es ist aber eine ganze Großstadt wie Göttingen. Als "Geheilter" kann man sich ziemlich veräppelt vorkommen, bestimmte Maßnahmen einhalten zu müssen oder weiterhin mit einem Berufsverbot belegt zu werden.

Warum z.B. sollten diese 140.000 ihre Angehörigen im Pflegeheim nicht besuchen dürfen? Man erzeugt gerade bei dieser Gruppe für bestimmte Maßnahmen großes Unverständnis.
 
Die neuen Fallzahlen auf Kreisebene der letzten 7 Tage.
Jetzt habe ich auch verstanden, was in der Tabelle mit Inzidenz_7T gemeint ist. Das sind die daneben stehenden (absoluten) Fälle bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises, also auf die 100.000 Einwohner.

NeueFlle5.png

Aktuell liegen weiterhin der LK Greiz und heute neu der LK Rosenheim im roten Bereich.


Warum z.B. sollten diese 140.000 ihre Angehörigen im Pflegeheim nicht besuchen dürfen? Man erzeugt gerade bei dieser Gruppe für bestimmte Maßnahmen großes Unverständnis.

Weil immer noch nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Leute weiterhin andere anstecken.
 
Die neuen Fallzahlen auf Kreisebene der letzten 7 Tage.

Die Zahlen sehen erst einmal harmlos aus, geht man ins Detail, kommt man zu einer anderen Bewertung. Nehmen wir z.B. Hannover mit seinen 500.000 Einwohnern in der Gruppe mit 5-25 neuen Fällen. Das sind also in Summe 25-125 neue Fälle in der Stadt in der letzten Woche. Wenn wir davon ausgehen, dass es pro bekannt Infiziertem 5 unbekannt Infizierte gibt und diese ebenfalls eine Woche Menschen anstecken können, laufen in unserer Stadt ca. 100-600 "Todesengel" herum (böser Begriff, bitte mit einem Lächeln der Überspitzung lesen).

Das ist, gehört man zur Gruppe der besonders Gefährdeten, immer noch eine Menge, zumindest ist mir das viel zu viel, um mich aller Maßnahmen zu entledigen. Ich nehme das Thema weiterhin ernst und handele für mich auf Basis dieser Zahlen weiterhin vorsichtig. Sicher ist sicher. Und dann beobachte ich, wie sich aktuelle Lockerungen auswirken. Ich war z.B. vor zwei Wochen bei einer Zahnreinigung, die Behandelte war aber ziemlich gut rundum verpackt und einige Dinge, die Viren besonders gut verbreiten wurden nicht angewendet.
 
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Dieser Aspekt ist natürlich sehr wichtig, und frage ich auch bei jedem Test, ober er spezifisch genug ist. Bisher sind es die Tests meines Wisserns nach nicht. Sie taugen einzig und festustellen, dass man keine Infektion hatte. Schalgen die Tests an, sagt es wenig darüber aus, welches Coronavirus es war.
Aufgrund der Funktionsweise der PCR, also eine Vervielfältigung des "Gen-Materials", kann es keine False-Positives geben. Nur False-Negatives. Dies ist dem Umstand zu verschulden, dass man genug "Material" braucht, um eine "Kolonie" wachsen zu lassen.
Sind auf dem Abstrich nun zu wenige Viren, kann es sein, dass diese nicht nachgewiesen werden. Aus dem nichts kommen aber keine Viren auf den Abstrich. Abgesehen von menschlichen Fehlern in den Labors.
Nach dieser Testmethode kann man genau zwischen Covid-19 und anderen Coronaviren unterscheiden.
 
Greiz hat einen bestimmten Grund: Corona-Massentest: Im Kreis Greiz Klarheit uebers Wochenende erzwungen | Gera | Ostthueringer Zeitung
Wäre interessant wie die Zahlen aussehen würden, wenn man soetwas in allen Landkreisen bundesweit machen würde.

Wobei der Massentest gemacht wurde, weil dort schon seit Wochen die höchsten Zahlen in Mitteldeutschland waren.

Siehe 01.04.2020 und 20.04.2020:
Unbenannt.png Unbenannt.png

Die Zahlen sehen erst einmal harmlos aus, geht man ins Detail, kommt man zu einer anderen Bewertung. Nehmen wir z.B. Hannover mit seinen 500.000 Einwohnern in der Gruppe mit 5-25 neuen Fällen. Das sind also in Summe 25-125 neue Fälle in der Stadt in der letzten Woche. Wenn wir davon ausgehen, dass es pro bekannt infiziertem 5 unbekannt infizierte gibt und diese ebenfalls eine Woche Menschen anstecken können, laufen in unserer Stadt ca. 100-600 "Todesengel" herum. Das ist, gehört man zur Gruppe der besonders Gefährdeten immer noch eine Menge, zumindest ist mir das viel zu viel, um mich aller Maßnahmen zu entledigen.

Ich hätte auch eher so bei einstelligen bis niedrigen zweistelligen Fällen im ganzen Bundesland erst gelockert. Währen also für Sachsen etwa 10 bis 40 pro 4 Millionen Einwohner, also 0,25-1,00 pro 100.000 Einwohner.
Hätte man bis dahin die Ausgangssperre komplett gelassen, wäre man vielleicht sogar schon soweit.

Aber jetzt ist es zumindest politisch entschieden worden und man hat endlich eine Obergrenze.
 
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