Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Die Ergebnisse, dass trotz der Todesdrohungen aus Richtung der Taliban für jeden, der zur Wahl geht, etliche das Risiko auf sich genommen haben, einige haben dafür mit Körperteilen oder sogar mit dem Leben bezahlt.
Man kann nie für das ganze Volk da sprechen, denn natürlich herrscht dort eine andere Kultur, doch es gibt genügend Menschen, die den Fortschritt möchten, die sich nicht unterdrücken lassen wollen und die, obwohl sie Muslime sind, trotzdem nicht wollen, dass das Islamische Gesetz - die Scharia - unkontrolliert von selbstgerechten Talibanfürsten ausgeübt wird.
Aber du hast natürlich Recht, "selbstgerecht" sind wir auch, und ich bin auch der Meinung, wir hätten diesen Krieg nicht unterstützen sollen, aber jetzt sind wir wie schon gesagt mit unserer Bundeswehr im Land und ich hab jetzt keinen Bock das mit der Verantwortung nochmal zu schreiben.
Was Horst Köhler auf dem Rückweg von Afghanistan gesagt hat, war, wie er selber gesagt hat, bezogen auf den Bundeswehreinsatz am Horn von Afrika, es ging darum, dass Kapitäne, egal aus welchen Ländern, ihre Handelsschiffe und Frachter durch das Rote Meer und am Horn von Afrika vorbeibringen können, ohne Angst um ihr Leben haben zu müssen. Es ging darum, in diesem Fall die Soldaten dafür sorgen können, dass der Seehandel, der für ein Exportland wie Deutschland enorm wichtig ist, gewährleistet werden kann. Das war gemeint mit den wirtschaftlichen Interessen und deren Verteidigung durch die Bundeswehr. Das hat er vor und bei seiner Rücktrittsrede ausdrücklich erklärt. Dieses Missverständnis ist allein dadurch entstanden, dass er sich auf der Rückreise seines Afghanistanbesuches befand. Wie es dann über Populisten durch die Medien getragen wurde, wo er in eine Parteienschublade hineingeschoben wurde, wo er als BP drüberstand, wie rücksichtslos und respektlos mit seinem Amt (nicht mit ihm persönlich) umgegangen wurde, das waren schließlich auch ein Teil seiner Rücktrittsgründe. Bestimmt aber nicht alle, denn wenige Wochen zuvor ist soweit ich weiß sein persönlicher Berater und Freund abgetreten. Ich persönlich denke, dass das mit ein Grund für seine Entscheidung war.
 
Die autoritäre Regierung im Iran hat auch lediglich mit 109% die Wahlen gewonnen und die Scharia, das islamische Gesetz, legitimiert selbstverständlich jede Art von Schikane vom unterdrücken und foltern der Demonstranten bis zum Steinigen von vermeindlichen "Ehebrecherinnen".
Mit den Motiven unterstellst du den Amerikanern den selben altmodischen Imperialismus aus der Nachkriegszeit, ich denke nicht dass diese Schwarz-Weiß-Sicht heute hinsichtlich des Verhaltens der Amerikaner noch angebracht ist, aber das ist meine Meinung.

Ich bin zwar auch gegen Schwarz-Weiß-Sicht und gegen Aussagen über "die Amerikaner", aber zum ersten Absatz muss ich mal anmerken:
- Der Iran ist um ein vielfaches demokratischer als Saudi-Arabien oder die VAR. (=sie haben überhaupt Wahlen ;))
- Der Iran praktiziert eine weniger strenge Auslegung des Islams als Saudi-Arabien (und ggf. als die VAR)
- Einschließlich dem hinrichten von Ehebrechern in letzteren
- aber nicht dem Steinigen von Demonstranten, weil sowas wie Demonstrationen erst gar nicht zugelassen werden. (man kann sagen, was man will, aber im es gibt jetzt schon sehr lange sehr große Demos im Iran und auch wenn dutzende Tote eine eindeutige Aussage über die Regierung machen: Das ist nicht die gleiche Liga wie Mao, Stalin oder Hitler, in die man Ahmadinedschad immer gern einsortieren möchte)
- Sogar Finanzierungen von Terroranschlägen scheinen eher aus diesen Staaten zu kommen, denn aus dem Iran

Merkwürdigerweise hält es die USA aber nicht für nötig, da einzumaschieren (dabei hätten sie es nur wenige Meter weit) und z.B. Deutschland brandmarkt das Land nicht für seine chronische Missachtung der Menschenrechte, sondern baut fleißig die Beziehungen aus (unter Todesgefahr für unseren geliebten Vizekanzler!).
Da aber beide Öl in großen Mengen haben verweise ich mal auf einen vielleicht deutlich wichtigeren Graubereich:
Macht.
Der Iran macht, was er will - genauso wie Kim Jong Ill, die Taliban, Hussein oder Gaddafie vor seiner ""Läuterung"" (die mit null Menschenrechtsverbesserungen vor Ort einherging, aber mit großen europäischen Investitionen), nur etwas erfolgreicher. Die Araber dagegen machen nicht, was sie wollen, sondern was die USA wollen. Also amerikanische Basen im eigenen Land akzeptieren, anstatt eine eigenständige Armee aufzubauen...


Ich glaube nur was ich sehe, und dass sich der Iran sehr merkwürdig verhält. Ginge es den Amerikanern in Afghanistan um Öl, würden sie einfach mit dem Militär das Land übernehmen, denn so kämen sie am unkompliziertesten an das Öl, könnten mit aller Schärfe gegen die Taliban vorgehen

Ich will dich ja nicht in deiner Argumentation stören, aber die USA haben (versucht), dass ganze Land mit Militär übernommen (/zu übernehmen).
 
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Ich bin zwar auch gegen Schwarz-Weiß-Sicht und gegen Aussagen über "die Amerikaner", aber zum ersten Absatz muss ich mal anmerken:
- Der Iran ist um ein vielfaches demokratischer als Saudi-Arabien oder die VAR. (=sie haben überhaupt Wahlen ;))
- Der Iran praktiziert eine weniger strenge Auslegung des Islams als Saudi-Arabien (und ggf. als die VAR)
- Einschließlich dem hinrichten von Ehebrechern in letzteren
- aber nicht dem Steinigen von Demonstranten, weil sowas wie Demonstrationen erst gar nicht zugelassen werden. (man kann sagen, was man will, aber im es gibt jetzt schon sehr lange sehr große Demos im Iran und auch wenn dutzende Tote eine eindeutige Aussage über die Regierung machen: Das ist nicht die gleiche Liga wie Mao, Stalin oder Hitler, in die man Ahmadinedschad immer gern einsortieren möchte)
- Sogar Finanzierungen von Terroranschlägen scheinen eher aus diesen Staaten zu kommen, denn aus dem Iran
Ahmadinedschad gehört auch nicht in die Liga wie Mao, Stalin oder Hitler, denn das waren größenwahnsinnige skrupellose Massenmörder, und so schlimm ist er dann wirklich noch nicht.

Merkwürdigerweise hält es die USA aber nicht für nötig, da einzumaschieren (dabei hätten sie es nur wenige Meter weit) und z.B. Deutschland brandmarkt das Land nicht für seine chronische Missachtung der Menschenrechte, sondern baut fleißig die Beziehungen aus (unter Todesgefahr für unseren geliebten Vizekanzler!).
Nein, weil man sich nicht derart in die Innenpolitik einzumischen hat, ansonsten spielte sich Deutschland ja genau wie die Amerikaner auf wie die, die Gerechtigkeit genau definiert hätten, wie globale Richter (siehe unten). Deutschland hat sich schon, möglicherweise auch von den USA dazu "gebeten", viel zu häufig angemaßt, über strukturell schwächere Länder innen- wie außenpolitisch Entscheidungen treffen zu können, denn Deutschland sollte meiner Meinung nicht einfach nach dem Prinzip "Der Zweck heiligt die Mittel" handeln. Deshalb denke ich auch, es war falsch nach Afghanistan einzumarschieren. Doch jetzt sind wir da, jetzt können wir nicht von heute auf morgen abziehen.

Der Iran macht, was er will - genauso wie Kim Jong Ill, die Taliban, Hussein oder Gaddafie vor seiner ""Läuterung"" (die mit null Menschenrechtsverbesserungen vor Ort einherging, aber mit großen europäischen Investitionen), nur etwas erfolgreicher. Die Araber dagegen machen nicht, was sie wollen, sondern was die USA wollen. Also amerikanische Basen im eigenen Land akzeptieren, anstatt eine eigenständige Armee aufzubauen...
Klar, dass die USA möchten, dass alle nach ihrer Nase tanzen. Viele Amerikaner (nicht alle), vor Allem Patrioten, möchten die USA aufgrund ihrer Arroganz als "Weltpolizei" sehen. Gerade in den G. W. Bush-Jahren, aber sicherlich auch davor spielten sich die USA als Weltgericht auf (dazu gibt es auch ein schönes Lied von Reinhard Mey YouTube - Reinhard Mey - Alles OK in Guantanamo Bay ;)
 
Ich bin zwar auch gegen Schwarz-Weiß-Sicht und gegen Aussagen über "die Amerikaner", aber zum ersten Absatz muss ich mal anmerken:
- Der Iran ist um ein vielfaches demokratischer als Saudi-Arabien oder die VAR. (=sie haben überhaupt Wahlen ;))
- Der Iran praktiziert eine weniger strenge Auslegung des Islams als Saudi-Arabien (und ggf. als die VAR)
- Einschließlich dem hinrichten von Ehebrechern in letzteren
- aber nicht dem Steinigen von Demonstranten, weil sowas wie Demonstrationen erst gar nicht zugelassen werden. (man kann sagen, was man will, aber im es gibt jetzt schon sehr lange sehr große Demos im Iran und auch wenn dutzende Tote eine eindeutige Aussage über die Regierung machen: Das ist nicht die gleiche Liga wie Mao, Stalin oder Hitler, in die man Ahmadinedschad immer gern einsortieren möchte)
- Sogar Finanzierungen von Terroranschlägen scheinen eher aus diesen Staaten zu kommen, denn aus dem Iran

Merkwürdigerweise hält es die USA aber nicht für nötig, da einzumaschieren (dabei hätten sie es nur wenige Meter weit) und z.B. Deutschland brandmarkt das Land nicht für seine chronische Missachtung der Menschenrechte, sondern baut fleißig die Beziehungen aus (unter Todesgefahr für unseren geliebten Vizekanzler!).
Da aber beide Öl in großen Mengen haben verweise ich mal auf einen vielleicht deutlich wichtigeren Graubereich:
Macht.
Der Iran macht, was er will - genauso wie Kim Jong Ill, die Taliban, Hussein oder Gaddafie vor seiner ""Läuterung"" (die mit null Menschenrechtsverbesserungen vor Ort einherging, aber mit großen europäischen Investitionen), nur etwas erfolgreicher. Die Araber dagegen machen nicht, was sie wollen, sondern was die USA wollen. Also amerikanische Basen im eigenen Land akzeptieren, anstatt eine eigenständige Armee aufzubauen...




Ich will dich ja nicht in deiner Argumentation stören, aber die USA haben (versucht), dass ganze Land mit Militär übernommen (/zu übernehmen).

Ich finde Deine Aussagen/Hinweise immer wieder einfach auf den Punkt gebracht.

btw. Bist Du Journalist oder studiertst Du Germanistik?
 
- Der Iran ist um ein vielfaches demokratischer als Saudi-Arabien oder die VAR. (=sie haben überhaupt Wahlen ;))

Vor allem haben sie einen Waechterrat, einen Ayatollah und einen Revolutionsfuehrer. Die entscheiden, wer sich zur Wahl stellt und am Ende des Tages auch darueber, wie die Wahlen ausgegangen sind. Was daran demokratisch(er) sein soll, erschliesst sich wohl nur einem deutschen Mensabewohner. In Wahrheit ist es eine Diktatur aus dem Lehrbuch, die mit Hilfe von ein paar pseudodemokratischen Insignien hofft, im amerikahassenden Europa Akzeptanz zu erlangen. Mit Erfolg, wenn man hier so mitliest.

- Der Iran praktiziert eine weniger strenge Auslegung des Islams als Saudi-Arabien (und ggf. als die VAR)
- Einschließlich dem hinrichten von Ehebrechern in letzteren

Wenn in den USA ein Polizistenmoerder auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wird, gibt es einen Aufschrei moralischer Entruestung. Wenn aber im "weniger strengen" Iran 16jaehrige wegen unkeuschen Verhaltens aufgehaengt werden, wird das als Lokalkolorit abgehakt?

EDIT: Klick. Erst 99 Peitschenhiebe, nun die Steinigung.

(man kann sagen, was man will, aber im es gibt jetzt schon sehr lange sehr große Demos im Iran und auch wenn dutzende Tote eine eindeutige Aussage über die Regierung machen: Das ist nicht die gleiche Liga wie Mao, Stalin oder Hitler, in die man Ahmadinedschad immer gern einsortieren möchte)

Ach so ist das. Wenn die Kannibalen neuerdings mit Messer und Gabel essen, katapultiert sie das in eine hoehere Liga?

Merkwürdigerweise hält es die USA aber nicht für nötig, da einzumaschieren (dabei hätten sie es nur wenige Meter weit)

Europa hatte es vor nicht all zu langer Zeit nur ein paar Meter weit bis zum Balkan. Und was hat Europa getan? Was hat Deutschland, das gerne damit kokettiert "aus der Geschichte gelernt" zu haben, getan, als in Sichtweite wieder Konzentrationslager gebaut wurden? Hat es den Anfaengen gewehrt? Es hat sich nicht einmal die Muehe gemacht, sich entsetzt abzuwenden - es hat eitel lamentierend zugesehen. Am Ende hat man - welche Ironie - die Amerikaner um Hilfe gebeten.

Also amerikanische Basen im eigenen Land akzeptieren, anstatt eine eigenständige Armee aufzubauen...

Ja - weil ihnen (den arabischen Fuehrern) das die Moeglichkeit einer sehr komfortablen politischen Dualitaet eroeffnet: naemlich die Amerikaner die Drecksarbeit machen zu lassen und dem Volk so einen Feind zum Hassen anzubieten.

Wie waere es damit: wuerden die Anderen (Europa, Russland, China, ...) oefter mal das Richtige tun, wuerden sie so die Moeglichkeiten der USA begrenzen, das Falsche zu tun?
 
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btw. Bist Du Journalist oder studiertst Du Germanistik?

Ich bin gelegentlich journalistisch tätig, aber primär bin ich Biologiestudent.
Mein Argumentationsstil hat sich aber in einem knappen Jahrzehnt Forumsaktivitäten (ausgehend von aktuellen Politikteil der Yahoo-Foren) herausgebildet.


viel Schwarz/Weißdenken das keinen weiteren Kommentar bedarf oder ihn wert wäre

Europa hatte es vor nicht all zu langer Zeit nur ein paar Meter weit bis zum Balkan. Und was hat Europa getan? Was hat Deutschland, das gerne damit kokettiert "aus der Geschichte gelernt" zu haben, getan

Sie haben es vermieden, einen Angriffs- und Eroberungskrieg ohne völkerrechtliche Legitimiation zu führen.

Am Ende hat man - welche Ironie - die Amerikaner um Hilfe gebeten.

Die Militäreinsätze auf dem Balkan liefen unter Federführung der UNO und primär Umsetzung der Nato ab. Zu keinem Zeitpunkt musste die EG/EU die "USA zur Hilfe" rufen, die waren von Anfang an integriert.

Wie waere es damit: wuerden die Anderen (Europa, Russland, China, ...) oefter mal das Richtige tun, wuerden sie so die Moeglichkeiten der USA begrenzen, das Falsche zu tun?

Wie wäre es damit, wenn man öfter mal überlegt, wer eigentlich das recht hat, zu definieren, was für wen "das richtige" ist?
Es gibt jedenfalls keine Möglichkeit, durch eigene Handlungen jemanden abschließend an Zerstörung zu hindern, außer ihm sämtliche Mittel dafür zu nehmen.
 
Wie wäre es damit, wenn man öfter mal überlegt, wer eigentlich das recht hat, zu definieren, was für wen "das richtige" ist?
Es gibt jedenfalls keine Möglichkeit, durch eigene Handlungen jemanden abschließend an Zerstörung zu hindern, außer ihm sämtliche Mittel dafür zu nehmen.
Ich bin der Meinung, KEINER, absolut keiner, hat das Recht, sich anmaßen zu können, eine allgemeingültige Definition von dem "Richtigen" für alle universal geltenden Situationen aller Menschen auf der Welt "erlangt" haben zu können. Das wäre zu 100% intolerant allen anderen Menschen auf der Welt gegenüber, die sich möglicherweise in ganz anderen Situationen befinden und ganz anders darüber urteilen würden.

Die USA haben diese Anmaßung oft als Vorwandt für außenpolitische Einsätze genommen. Doch die USA sind kein Weltgericht, kein Gottestaat, der Weltpolizei spielen muss.
Trotzdem haben die USA meiner Meinung nach und meiner Auffassung von "dem Richtigen" und von Gerechtigkeit nach einige Male das richtige getan.

Das Falsche daran ist der Grund, nämlich nicht die "Selbstlosigkeit" sondern die Arroganz der USA und das Machtstreben, die meiner Meinung nach die wahren Gründe für viele globale Operationen der Amerikaner in den letzten 50 Jahren waren.
 
Sie haben es vermieden, einen Angriffs- und Eroberungskrieg ohne völkerrechtliche Legitimiation zu führen.

Genau - sie haben es vermieden, irgendetwas zu tun. Das Dumme an Problemen ist aber, dass man sie nicht wegignorieren kann. Weil ein Problem auf Ignoranz ganz aehnlich reagiert wie eine Blume auf Sonne und Fruehlingssonne: es gedeiht und vor allem - es wird groesser. Haette es 1944 schon eine UNO gegeben - wir wuerden heute wohl im grossdeutschen Reich oder in einer sowjetischen Kolchose leben. Je nach dem, wie´s ausgegangen waere.

Die Militäreinsätze auf dem Balkan liefen unter Federführung der UNO(...)

Als Kosovokrieg wird gemeinhin die Operation Allied Force verstanden, die von Maerz bis Juni 1999 dauerte. Und die war (auch) deshalb brisant, weil es fuer sie kein UN-Mandat gab. Zu diesem Zeitpunkt schwelte der Konflikt bereits zehn Jahre.

(...)und primär Umsetzung der Nato ab. Zu keinem Zeitpunkt musste die EG/EU die "USA zur Hilfe" rufen, die waren von Anfang an integriert.

Schon wieder falsch. Bis zur Operation Allied Force waren primaer europaeische NATO-Truppen mit UN-Mandat auf dem Balkan (un)taetig (Sky Monitor, Vance-Owen-Plan, UNCRO, IFOR, SFOR) - exemplarisch seien da unsere hollaendischen Nachbarn genannt, die zugesehen haben / zusehen mussten, als der Genozid in vollem Gange war.

An der Operation Allied Force waren Belgien, Daenemark, England, Italien, Kanada, die Niederlande, Spanien, die Tuerkei und die USA beteiligt. Wer trug die Hauptlast? Genau. Das einzige Land der genannten, das nicht in Europa liegt. Ob man zu Hilfe gerufen hat oder einfach nur an der Aufgabe gescheitert ist, mag fuer linksdrehende Wannabe-Intellektuelle einen Unterschied machen. Fakt ist aber - nach zehn Jahren UN-verwaltetem Krieg mitten in Europa, peinlichem diplomatischen Gezerre und einem, vorsichtig ausgedrueckt, Kluengel aus unterschiedlichen Interessen mussten die Amerikaner die Kastanien aus ebendem Feuer holen, dass Europa zuvor zehn Jahre nicht zu loeschen vermocht hat.

Wie wäre es damit, wenn man öfter mal überlegt, wer eigentlich das recht hat, zu definieren, was für wen "das richtige" ist?

Das ist der Aerger mit den Leuten. Auf jede Frage haben sie ... keine Antwort, sondern eine Gegenfrage. Das Spiel spielen sie dann auch schon mal zehn Jahre lang.

Krieg ist shice, keine Frage. Aber zehn Jahre Krieg nach den Spielregeln der UN finde ich persoenlich irgendwie viel shicer als ein paar Monate Krieg, der vielleicht nicht alimentiert (was z. B. daran lag, dass Russland seine Machtsphaere nicht schrumpfen sehen wollte), aber danach eben (weitestgehend) vorbei war. Immer noch ein Uebel, aber wenigstens das kleinere.
 
dennen gehts doch nur um die rohstoffe...vorallem in Afgahnistan was da an Silicium und so rumliegt da is ja der silicon vally n acker nachdem die polnischen ernterhelfer da waren...was had da eig die Bundeswehr da unten zu suchen...nur weil es die UN oda NATO oda wer auch immer so wollte das wir da unten sind oda da runter müssen weil wir mitglied in diesen Bündnissen sind und also dazu verplichtet sind... die sollen ihren krieg alleine führen zumal sie ihn ja auch angefangen haben (amerika) und uns in ruhe lassen... wir haben sowie so schon genug nachdem wir an 2 wk´s unmittelbar beteiligt waren und das dazu geführt had, das wir in der schule mit dem thema nahezu terroriesiert wurden
ich persönlich hab von dem thema die schnauze gestrichen voll...
der amerikaner sollte auch mal aufbauen anstatt nur reinzumaschieren, zu demonstieren das er den größten hat und dann wieder abhauen mit dem ergebnis 0 erreicht zu haben...nebenbei bemerkt hatte der osma schon recht das er in die twin tower reingeflogen ist... genau richtig dem amerikaner zu zeigen das er nicht machen kann was er will hier in diese welt....und wenn sich jetz einer beschwert man hätte das mit worten auch regeln können und nicht mit gewalt, den verweise ich gerne auf die wk`s vietnam irak und afganhistan und die andern scharmützel hier auf dem planeten
mit amerikanischer beteiligung in den letzen 50 jahren...da wurde auch nicht mit worten geschlichtet sondern mit waffen und das war nicht gerade die feine englische art
Die Amis sind damit keinen deut bessa als al kaida und konsorten...es scheitert schlicht und ergreifend an der frage ob man gleiches mit gleichem vergilt oda nicht und da haben wir mit amerika und al kaida 2 inteligenzbestien schlecht hin so traurig das auch klingen mag... haust du mich hau ich zurück und das solange bis jeder am boden liegt....
ich fürchte den tag schon kommen an dem ich meinen kinder, fals ich welche haben werde, erklären muss warum die welt so böse ist...

wie hatte es der Rapper Chakuza mal in einen seiner Rapsongs so treffend formuliert

"Willkomen im Fantasieland keine Panik und sieh zu
hier steht das Gras so niederig wie-der amerikanische IQ"
 
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So kann es dort nicht weitergehen.
Je länger der Einsatz dort dauert, desto mehr Särge verlassen Afghanistan.
Am besten wäre es, wenn alle Länder in Afghanistan an einen Strang ziehen würden. Natürlich braucht man dafür eine Einverständniserklärung der afghanischen Regierung und die Unterstützung der Bevölkerung. Dann müssten alle stationierten Soldaten von Norden nach Süden ziehen.
Was ich eigentlich meine ist: Nur eine großangelegte Operation kann einen Sieg bringen. Ansonsten siegt die Taliban, da diese ihre Umgebung genau kennen.
Ich habe mal eine Doku auf N24 gesehen. Da war ein Team von den Navy Seals in ein Gefecht geraten. Das ganze spielte sich auf einen Berg ab. Zur Unterstützung wurden 2 Helis mit US Rangers geschickt. Ein Heli wurde getroffen und musst an einer tiefergelgenden Stelle landen. Der andere Heli konnte landen aber war noch weit entfernt von den Seals. Die Rangers standen unter Beschuss und hatten einige Verluste. Die Waffe vom Captain ging nicht, deshalb musste er die von einem toten Kameraden nehmen. Nicht einmal ein AC 130 Gunship konnte helfen. Mehr habe ich nicht gesehen. Das zeigt, dass die Amerikaner die Situation falsch eingeschätzt haben.

@topic [X] Nein
Damit unsere Jungs die Lage besser unter Kontrolle kriegen wäre neue Ausrüstung von großen Nutzen. Ansonsten ist es ein Fass ohne Boden.
 
@topic [X] Nein
Damit unsere Jungs die Lage besser unter Kontrolle kriegen wäre neue Ausrüstung von großen Nutzen. Ansonsten ist es ein Fass ohne Boden.

Selbst bei besserer Ausstattung wäre die Lage nicht besser oder leichter unter Kontrolle zu bringen. Ein Land oder die Menschen in dem Land kennen seit Jahrhunderten nichts anderes als Krieg oder kriegsähnliche Zustände.

Das ist eine Mamutaufgabe, die Jahrzehnte braucht, um die Grundlage für einfriedliches Zusammenleben der Stämme zu eröffnen.
 
Selbst bei besserer Ausstattung wäre die Lage nicht besser oder leichter unter Kontrolle zu bringen. Ein Land oder die Menschen in dem Land kennen seit Jahrhunderten nichts anderes als Krieg oder kriegsähnliche Zustände.

Das ist eine Mamutaufgabe, die Jahrzehnte braucht, um die Grundlage für einfriedliches Zusammenleben der Stämme zu eröffnen.

Das "Zusammenleben der Stämme" ist doch überhaupt nicht das Hauptproblem. Mal abgesehen davon, dass die meisten Massenmorde durch die unterschiedliche Auslegung des Islams (Sunnitische gegen Shiitische Moslems/Islamisten) ausgelöst wurden, ist das Hauptziel der Einsatzkräfte die Vernichtung der Taliban sowie die Sicherung von Bodenschätzen, nicht das Einen irgendwelcher Stämme.

Charlie Wilsons Idee die Taliban auszustatten um ein Bollwerk gegen den Kommunismus zu erbauen war jedenfalls der größte Fehler aller Zeiten. Selten hat man so effektiv seine eigenen, zukünftigen Feinde ausgestattet.

Naja. Ich sag mal [X] Teilweise. Während man die Infantrie Einheiten größtenteils zurückziehen sollte (die sind da unten eh nur Zielübungen für die Taliban, was vorallem auf die Ineffizienz der deutschen Bundeswehr und seiner zwischen Größenwahn, Unfähigkeit und purer Dummheit pendelnden "Freiwilligen" zurückzuführen ist).
Stattdessen würde ich es begrüßen, wenn verstärkt auf starkes Gerät (Panzer, Jets/Bomber) gesetzt würde. Wobei wahrscheinlich die UN (AKA Vereinte Nationen von "Wir schauen bei jedem Genozid zu, aber wehe die westliche Welt setzt Elektroschocker für Verhöre ein")
mal wieder (wie so üblich) etwas dagegen hätte.
 
So kann es dort nicht weitergehen.
Je länger der Einsatz dort dauert, desto mehr Särge verlassen Afghanistan.
Am besten wäre es, wenn alle Länder in Afghanistan an einen Strang ziehen würden. Natürlich braucht man dafür eine Einverständniserklärung der afghanischen Regierung und die Unterstützung der Bevölkerung. Dann müssten alle stationierten Soldaten von Norden nach Süden ziehen.
Was ich eigentlich meine ist: Nur eine großangelegte Operation kann einen Sieg bringen. Ansonsten siegt die Taliban, da diese ihre Umgebung genau kennen.

Äh:
Die Einsatztruppen stehen nicht umsonst unter einem Oberkommando und arbeiten mit afghanischen Truppen zusammen.
Das einzige, was von deinem Vorschlag derzeit nicht umgesetzt wird, ist der große Umzug - und dessen Sinn erschließt sich mir auch nicht. Die Bundeswehr wird zur Zeit im Norden angegriffen. Ein Umzug würde das vermutlich verhindern, aber keine Taliban besiegen. Ohnehin ist letzteres vor mehreren Jahren mit einem Großangriff von Norden nach Süden bereits geschehen.
Erfolg: Siehe Nachrichten.


Ich habe mal eine Doku auf N24 gesehen. ... Das zeigt

Das du etwas weiträumigere und ggf. auch vertrauenswürdigere Quellen konsultieren solltest.

Damit unsere Jungs die Lage besser unter Kontrolle kriegen wäre neue Ausrüstung von großen Nutzen. Ansonsten ist es ein Fass ohne Boden.

Welche Form von Ausrüstung würde denn klare Vorteile auf dem Weg zum Ziel "friedliche, afghanische Gesellschaft" bringen?


Das "Zusammenleben der Stämme" ist doch überhaupt nicht das Hauptproblem. Mal abgesehen davon, dass die meisten Massenmorde durch die unterschiedliche Auslegung des Islams (Sunnitische gegen Shiitische Moslems/Islamisten) ausgelöst wurden, ist das Hauptziel der Einsatzkräfte die Vernichtung der Taliban

"Stämme" mag der falsche Ausdruck sein, aber die Taliban sind eben eine von vielen Fraktionen in Afghanistan und die anderen sind sich weder einig noch sind sie prinzipiell alle der Taliban abgeneigt (zumindest wenn sie vor die Alternative "Taliban oder USA" gestellt werden). Eine Einigung der afghanischen Parteien (außer Taliban) würde den Krieg deutlich verkürzen.

Charlie Wilsons Idee die Taliban auszustatten um ein Bollwerk gegen den Kommunismus zu erbauen war jedenfalls der größte Fehler aller Zeiten. Selten hat man so effektiv seine eigenen, zukünftigen Feinde ausgestattet.

Hmm - Hussein hat man eigentlich noch wesentlich besser ausgestattet. Da hatte man nur das Glück, dass er selbst keinen Guerillakrieg führte. Aber in Sachen "gutes in die Welt bringen" ist man im Irak auch keinen Deut besser.

Stattdessen würde ich es begrüßen, wenn verstärkt auf starkes Gerät (Panzer, Jets/Bomber) gesetzt würde. Wobei wahrscheinlich die UN (AKA Vereinte Nationen von "Wir schauen bei jedem Genozid zu, aber wehe die westliche Welt setzt Elektroschocker für Verhöre ein")
mal wieder (wie so üblich) etwas dagegen hätte.

Dank der Gegenstimmen von Israel, USA, Mikronesion (~US-Protektorat) und Cuba hat die UN nichts gegen Foltermethoden.
Was sie aber vermutlich auch nicht hat: Einen Plan, wie man mit Jets Leute findet, die sich als Zivilisten in Hütten verstecken. Vielleicht kannst du da ja weiterhelfen...
 
Ich habe mal eine Doku auf N24 gesehen.
Wow, was für eine Quelle. Auf N24 sind wirklich ausnahmslos alle Dokus so aufgemacht, als stände uns allen ein sofortiger Weltuntergang bevor. Seriöse Quellen sähen anders aus (beispielsweise Spiegel, Dokus auf den öffentlich-Rechtlichen, Zeitungen wie Süddeutsche, FAZ oder Welt) und recherchieren gründlicher als N24 oder analog dazu sowas wie Galileo von Pro Sieben (selber Konzern), die der Welt gerne mal erzählen, was schon seit 50 Jahren bekannt ist.
Nach dem Motto:
Könnte es sein, dass die Titanic nichtnur gegen einen schwimmenden Eisberg, sondern nur gegen die Spitze eines riesigen unterirdischen Eisberges gefahren ist?!!!!!!!!???
Antwort von sonem von N24 interviewten "Experten": Der Kapitän war schuld. Er hätte ausweichen können, das haben wissenschaftliche Rekonstruktionen bestätigt.
 
Sorry für den Mist, den ich geschrieben habe. Das grenzt ja schon an Spam. :stupid:
Aber wenigstens bin ich um eine Erfahrung reicher.
 

sagt mal: SPINNT IHR?

natürlich geht uns das da unten was an, schon aus dem grund das nen haufen DROGEN aus dem land kommen die auch bei uns, also in gesamt europa, landen! (wie finanzieren sich wohl die WARLORDS (auch Taliban sind mehr oder weniger warlords!) und TERRORISTEN da unten?)

dann geht es uns schon aus dem grund was an, das wir - meiner meinung nach - die verantwortung haben, menschen aus der herrschaft von TYRANNEN (egal or religiös oder anders motiviert) zu befreien und terroristen den geldhahn zu zu drehen.

sicher einen punkt gebe ich euch: die ausrüstung die wir einsetzen ist ******* (würde panzer und schwere waffen da hin verlegen und auch aggressiver gegen terroristen vorgehen - ich meine wozu haben wir eine armee, wenn wir die schlimmsten scheiss pazifisten des planeten sind?...sorry, aber pazifismus ist keine möglichkeit solange OSSAMA frei rumläuft (und 1000ende andere wie der)...und auch dann wahrsch. nicht)

sicher hilft auf lange sicht aufbauhilfe mehr - aber mal im ernst:

einfach geld rein pumpen geht nicht, weil wo das landet könnt ihr euch vorstellen, oder? (ich sag nur: korruption)

und wenn man leute hinschickt um was auf zu bauen, dann sollte man die auch schützen oder nicht? - wer kann des wohl besser als ne gut ausgerüstete armee?

ausserdem muss man dafür sorgen, das wenn man raus geht die taliban net einfach dahin gehen wo vorher die internationalen armee-einheiten waren, oder? (das sind wir (d.h. unsere regierung) schon allein den menschen schuldig)

mfg LAX
 
Wenn ich jetzt lese das einer in Afghanistan zum Tode verürteilt würde nur weil er zum Christentum übergetreten ist. Frage ich welche Werte und Freiheiten wir dort noch verteitigen.

Ich meine wir haben dort nichts mehr verloren und sollten da raus.
 
zu: du sprichst net von der bundeswehr:

besser ausgestattet als ein afghanischer warlord/die taliban sind die alle mal (ich meine was haben die was wir nicht haben?....mir fällt nix ein, wozu wir nicht ein pendant hätten (auch stinger-raketen - wobei: wir brauchen die da unten nicht mal, weil die taliban soweit ich weiß wenig bis gar keine luftwaffe haben ;) )

aber egal, jedem seine meinung ;) (auch wenn ich der meinung bin das wir da sein sollten, aber andererseits ich bin (war) auch der meinung das man versuchen hätte sollen gegen den iran und nord-korea stärker vor zu gehen (die bevölkerung da verdient unsere hilfe!), vor allem zu verhindern das die an atom material kommen und wenn sie doch ran kommen: angriff bevor die ne BOMBE draus machen....aber des wurde ja sträflich versäumt - anmerkung: ich meine nicht, das die deutschen (wir halt ;) ) allein da hätten angreifen sollen, aber die UN (ich meine wozu ist die gut, wenn die nicht mal verhindern kann, das solche SCHURKEN wie die iranis/nord-koreaner an atomwaffen bzw. uran kommen?)) hat es halt versäumt zu handeln (vor allem der Sicherheitsrat :(

naja meine meinung ;) so ihr seit dran :)

mfg LAX
 
ich meine was haben die was wir nicht haben?....mir fällt nix ein, wozu wir nicht ein pendant hätten
Die haben keine Politiker die ihnen das schießen verbieten, wenn´s drauf ankommt.

Jedes Gerät was nach Afgahnistan geschickt wird, muss hundertmal abgesegnet werden.

Das da unten unsere Leute sterben, tangiert die Politiker anscheinend peripher.
 
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