Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hat einer von euch vielleicht eine Umfrage unter der afghanischen Bevölkerung wie sie zur Hamas-Regierung steht?

Umfragen in Afghanistan durchzuführen ist derzeit nicht sehr einfach, mir sind da ehrlich gesagt gar keine bekannt. Inbesondere keine, die sich mit Regierungen in israelisch besetzen Gebieten beschäftigt.
 
Zu Karzai kenn ich auch nur ein paar O-Töne und die sind meist negativ. Korruption, Fehlentscheidungen und de facto keine Macht in weiten Teilen des Landes sind eben nicht das, was einer Regierung gut zu Gesicht steht. Dazu scheint mir stellenweise das fehlende Gemeinschaftsgefühl zu kommen, nach 30 Jahren Krieg diverser Gruppierungen sehen es "die Afghanen" stellenweise rein gar nicht ein, warum "die Afghanen" in Kabul irgendwas über ihr Stück Land bestimmen sollten. Andere lehnen prinzipiell jeden ab, der mit Besatzungsmächten zusammenarbeitet. Dritten ist ziemlich egal, wie regiert wird, solange Stabilität und Sicherheit einkehren (und sei es durch die Taliban). Etc.

Ich glaube, es gab noch nie eine afghanische Regierung, die auf Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit traf.
 
Zu Karzai kenn ich auch nur ein paar O-Töne und die sind meist negativ.
Karzai steht für den Karzai-Clan und einige wenige einflussreiche Familien in der Kabuler Region. Glück für die US-Administration war, dass sie ihn damals favorisierte und unterstützte, als seine Machtbasis sich noch bis kurz vor die Tore Kabuls erstreckte und sowohl die UN als auch einige andere int. Organisationen in ihm einen Hoffnungsschimmer sahen, die regionale Lage in Afghanistan zu stabilisieren. Nur auf dieser Grundlage (Hilferuf der Kabuler Regierung von Karsai nach ausländische Truppen), schaffte es die US-Administration, das UN-Mandat zum Einsatz zu erwirken.
Dass dieser Eindruck der UN und anderen Beobachter täuschte, ward nicht erst bei den letzten "Wahlen" offenbar, sondern kam schon vorher bei den Treffen führender Clans zur Regierungsbildung zum Ausdruck.
Das ist mir noch in Erinnerung geblieben, als ich 2009 dieses Interview gesehen habe:
Peter Scholl-Latour bei Phoenix: Klartext zu 9/11 und Afghanistan Infoblog Media

Habe erst kürzlich wieder einen Kommentar von Scholl-Latour zu dem leidigen Thema gelesen.
Ah, hier: Cicero exklusiv: ?Raus aus Afghanistan!? - Peter Scholl-Latour - FOCUS Online
:daumen:


Ich glaube, es gab noch nie eine afghanische Regierung, die auf Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit traf.
Wie soll es auch in einem Land mit hunderten, seit Jahrhunderten um die Vorherrschaft kämpfenden Clans, Warlords, Drogenbaronen eine Mehrheit etablieren können? Afghanistan ist eigentlich kein Land mit einer Nationalität, sondern ähnlich wie das mittelalterliche Deutschland, nur noch schlimmer zersplittert.
Das einzige, was diese "Nation" schon immer zumindest im größeren Maßstab geeint hat, waren äußere Bedrohungen oder Interventionen und der vornehmlich muslimische Glaube.
Das haben die Tataren und Mongolen, die Türken, die Briten und die Russen seit Generationen mit Blut lernen dürfen. Und jetzt ist es die "Staatengemeinschaft", die diesen leidigen Fehler auch noch machen muss.
:huh:
 
N gewisser Zusammenhalt ist schon da bzw. da gewesen. Was fehlt, war Demokratie. Nach Jahrhunderten Kolonialgeschichte und vereinzelt eingesetzen Monarchen (was zwar die Bevölkerung zusammenschweißt, aber keine beliebte Regierung ergibt) hatte Afgahnistan keine drei Wahlperioden als konstitutionelle Monarchie (bei der ich bezweifle, dass das Wahlrecht für Frauen in irgend einer Weise ausgespielt wurde, schließlich wurde Gleichberechtigung und Abkehr von traditionellen Strukturen erst unter den Sozialisten erzwungen), bevor die Kette aus Putsch und Stellvertreterkrieg begann.
 
Der Krieg ist doch verloren
Er war auch nie so zu gewinnen, wie es versucht worden ist ;) Leider, und das zeigen die frisch gewikileakten Dokumente ja ganz deutlich, sind unsere Politiker nicht fähig oder nicht willens, dies auch so zuzugeben. Die ganzen politischen Hohlphrasen können die sich jetzt entgültig abschminken. Je eher wir dort militärisch verschwinden, um so besser für uns. Wir hätten niemals dort sein dürfen!!
 
Er war auch nie so zu gewinnen, wie es versucht worden ist ;) Leider, und das zeigen die frisch gewikileakten Dokumente ja ganz deutlich, sind unsere Politiker nicht fähig oder nicht willens, dies auch so zuzugeben. Die ganzen politischen Hohlphrasen können die sich jetzt entgültig abschminken. Je eher wir dort militärisch verschwinden, um so besser für uns. Wir hätten niemals dort sein dürfen!!


Du kannst nicht gegen einen Feind kämpfen den du nicht siehtst...

Ich bin auch der Meinung das wir da raus müssen...

Oder als Abschreckung Leopard2-Tanks runterschicken...
Militärische Stärke zeigen... Und Stärke zeigt man nicht durch Jeeps sondern durch Tanks... Vielleicht hilft es ja...
 
Du kannst nicht gegen einen Feind kämpfen den du nicht siehtst...

Ich bin auch der Meinung das wir da raus müssen...

Oder als Abschreckung Leopard2-Tanks runterschicken...
Militärische Stärke zeigen... Und Stärke zeigt man nicht durch Jeeps sondern durch Tanks... Vielleicht hilft es ja...

Ich weiß nicht, wie es mit Leopard2 aussieht - aber T-72 zeigen in Afghanistan nachweislich null Wirkung.
Denke nicht, dass ein etwas kantigeres Design, unsichtbare Elektronik und weiterhin hoffnungslos überlegen Panzerung&Armierung einen Unterschied machen würde.
Die einzige Folgen wären vermutlich unbeabsichtigte Schäden an der Infrastruktur. (Gewicht, Größe)
 
Ich weiß nicht, wie es mit Leopard2 aussieht - aber T-72 zeigen in Afghanistan nachweislich null Wirkung.
Denke nicht, dass ein etwas kantigeres Design, unsichtbare Elektronik und weiterhin hoffnungslos überlegen Panzerung&Armierung einen Unterschied machen würde.
Die einzige Folgen wären vermutlich unbeabsichtigte Schäden an der Infrastruktur. (Gewicht, Größe)


Aber es würde die Soldaten besser schützen, als ein Jeep....
 
Aber total unnütz, da kein offenes Gelände, denn in den Hauptkampfgebieten ist Gebirge! ;)
 
Kampfhelis braucht die Bundeswehr da und besseren Schutz für Nachschublieferungen durch gepanzerte und Bombensichere Fahrzeuge sowie allgemein bessere Ausrüstung, moderne Schusssichere Westen (Drachenhaut genannt)... . Aber auf lange sicht muss die Regierung da die Aufgaben selbst übernehmen.

Was aus meiner Sicht nicht geht sind die Warlords/ Clanchefs da und der Drogenanbau.
Aber das ist da wohl Kultur und läst sich kaum schnell ändern wenn überhaupt. Das beste wäre gewesen da gar nicht erst rein zu gehen, gegen die Chinesische unterdrückung der Tibeter und eigenen Bevölkerung in China tut die Weltpolizei USA ja auch nichts. Die(USA) sind doch nur da weil Sie Öl wollen und nach dem 11. September ihrgendwo einmarschieren mussten, weil die Bevölkerung der USA das damals so wollte. Und das übliche Politiker wollen an Macht bleiben bzw. die Konzerne hinter ihnen.

Die Bundeswehr sollte man abziehen Deuschland wird weder sicherer eher aber unsicherer wenn die Bundeswehr da noch bleibt. Bundeswehr an die Deutsche Grenze stellen um Diebe und Einbrecher zu Stoppen auch mit Waffengewalt die nach Polen wollen wäre wohl besser für unsehr Sicherheitsgefühl als Sie im Ausland zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
[x] noch nix:ugly: man könnte es ja so machen wie die Polen:
offiziel abgezogen aber niemand ist heimgekehrt weil man sie in Private Unternehmen übergestzt hat und diese somit nicht verpflichtet sind abgezogen zu werden:ugly::lol:
 
Das entwickelt sich eh zum Dauerproblem.
Ob wir jetzt dort abziehen oder erst in 10 Jahren. Er Effekt wäre derselbe.
Dass man die Taliban nicht aus den Städten verdrängt hat sieht man an den Anschlägen die fast täglich passieren.
Und ganz ehrlich - nur weil die Amerikaner es angefangen haben sollen wir es weitermachen?
Klar wir sind in der UN, aber die Initiierung des ganzen kam von den Amerikanern auch ohne Zustimmung des UN-Rates.

Ich würde fast behaupten: je länger wir uns dort unten "aufhalten" desto größer wird die Entrüstung in der Bevölkerung und desto stärker der Hang zu Gruppierungen wie Al Qaida und Co.
 
Kampfhelis braucht die Bundeswehr da und besseren Schutz für Nachschublieferungen durch gepanzerte und Bombensichere Fahrzeuge sowie allgemein bessere Ausrüstung, moderne Schusssichere Westen (Drachenhaut genannt)... . Aber auf lange sicht muss die Regierung da die Aufgaben selbst übernehmen.

Kampfhelis? Hast du gesehen was die Taliban damals mit den "Fliegenden Panzern" aka Mil Mi-24 (Nato-Bezeichnung: Hind) gemacht hat? Puff, und weg waren sie... Verdammte Stinger... -.-
Ob da die Tigers oder Longbow Apaches was richten können, ist fraglich...

Aber in einem Punkt stimm ich dir zu: Bessere Ausrüstung ist wirklich notwendig...

Ist eingentlich das KSK vor Ort?

Für alle die näheres wissen wollen, oder sich mit dem Militärzeug nicht auskennen.... ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-24
http://de.wikipedia.org/wiki/FIM-92_Stinger
http://de.wikipedia.org/wiki/Hughes_AH-64
http://de.wikipedia.org/wiki/Eurocopter_Tiger
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommando_Spezialkr%C3%A4fte
 
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