Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich hab gelesen, dass die Bundeswehr dort keine Panzer hin schicken wird, da die Leos nicht für das dortige Gelände geeignet sind. Angeblich würden die da vorhandenen Brücken unter dem Gewicht eines Leos direkt einbrechen.

Dafür kriegen unsere Jungs jetzt 60 neue gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Eagle IV.


Na grandios... Wenn der Leo zu schwer ist, würd ich Schützenpanzer vom Typ Mader schicken....

Edit: Hab das hier vergessen.... War im Bundestags-Thread


Thema: Außenpolitik

Unsere Regierung bzw. Politiker sind komisch.... Da müssen in Afghanistan erst 3 Soldaten ums Leben kommen (mein Beileid den Hinterbliebenen) damit unsere Politiker kapieren das unsere Soldaten sich im Krieg befinden und bessere Ausrüstung dort unten benötigen. Und siehe da: Gestern Abend auf B5 Aktuell: "Die Truppen in Afghanistan bekommen zwei Panzerhaubitzen und Schützenpanzer des Typs "Mader".

Jeder Mensch der sich etwas mit den Taliban befasst hat, weiß das sie keine Eindringlinge in ihrem Land dulden. Und falls unsere Politiker 1+1 zusammenzählen KÖNNTEN, hätten sie diese Schützenpanzer schon viel früher geschickt. Solange ein Land nicht in Frieden sich wiederaufbauen kann spricht man von Krieg. Zumindest solange bis die gewaltbereiten Gruppen ihre Waffen niederlegen. Ich frag mich warum unsere Politiker das NICHT erkannt haben? Denn für ihre fehlenden Erkenntnisse mussten Menschen mit ihrem Leben bezahlen.

Die Begründung der Regierung warum keine Kampfpanzer geschickt wurden war folgende: "Das würde die Bevölkerung verschrecken". Mal ohne Witz, was ist wichtiger? Ein Menschenleben das duch Panzerstahl geschützt wird oder die Bevölkerung die noch nie einen Panzer gesehen hat, aber genau weiß das die Deutschen helfen wollen.

Und was bringen die besten Truppen zum Wiederaufbau, wenn sie sich selbst besser schützen könnten, es aber nicht dürfen weil das Material dazu nicht freigegeben wird?

Was dient besser zur Abschreckung von Angriffen als ein Panzer?

Das sind mal meine Gedanken dazu....
 
Zuletzt bearbeitet:
(...)Beteiligung an einem Völkerrechtsverstoß(...)

Da ist es wieder - das Voelkerrecht. Leih Dir mal in der Bibliothek "das Voelkerrecht" aus. Wird nicht funktionieren, weil es das naemlich nicht gibt. Von Voelkerrecht spricht man bei von einer Viel- oder Mehrzahl von Staaten akzeptierten und deshalb praktizierten "Spielregeln". Man koennte auch "common sense" dazu sagen. Deshalb wuerde ich auch etwas sparsamer mit dem Evergreen vom "Voelkerrechtsverstoss" argumentieren. Ansonsten haette ich naemlich gerne einen Paragraphen.

Die ganze Diskussion zeigt mir übrigens sehr deutlich, welchen Stellenwert unsere(...)ethischen Ansprüche in unserer Gesellschaft haben(...)

... wenn sie unbequem werden und Opfer bedeuten. Stimmt, fuer diese Beliebigkeit liefern Leute wie Du mit der ermuedenden Regelmaessigkeit einer ungeliebten Jahreszeit ein Paradebeispiel nach dem anderen ab.

Was dient besser zur Abschreckung von Angriffen als ein Panzer?

Mittelfristig fuehrt das nur zu einer Veraenderung der Taktik das attackierenden Gegners. "Schmutzige Bomben" koennten eine Option sein. Damit multipliziert man zwar den Kollateralschaden, aber das ist dem Gegner heute ja auch schon weitgehend schnuppe - weil er mitnichten Afghanistan gegen boese Invasoren, sondern nur seine eigene Machtsphaere verteidigt.

Davon abgesehen ist die Frage rhetorisch. Die Koalitionstruppen haben zum Jahreswechsel auch die Strategie geaendert - Stichwort "Partnering". Dazu gehoert eben ausdruecklich nicht nur in schwerst gepanzerten Fahrzeugen unterwegs zu sein, sondern diese zu verlassen und mit Afghani gemeinsam zu patroullieren. Insoweit sind die steigenden Opferzahlen und kuerzer werdenden Intervalle der Angriffe eigentlich keine Ueberraschung, sondern war dies der vorhersehbare Preis fuer das neue Vorgehen. Und mit Artillerie, Bombern und Panzern ist einem Feind, der wenig Gefallen an Uniformen findet und es vorzieht, auf Wochenmaerkten in der Menge unterzutauchen, ohnehin nicht beizukommen.
 
Da ist es wieder - ......

Wieviele Runden wollen wir denn hier auf dem Parkett noch drehen?

Wenn du schon meine 4-Monate alten Postings hervorzauberst, solltest du vorher den Thread noch einmal lesen. Dir würde dazu auch auffallen, dass wir (zwei beide) genau an diesem Punkt schon einmal standen:

Antwort:
http://extreme.pcgameshardware.de/1349841-post148.html

und von da ab am besten weiterlesen, bis du weder am Ende bist. Meine Einstellung dazu hat sich noch immer nicht geändert. Wir sollten endlich dort aus, bevor noch mehr Soldaten und Zivilisten dort in unserem Beisein und Zutun ihr Leben lassen.
Dass sie es auch danach lassen werden, steht außer Frage. Und selbst wenn wir 2000 Jahre ein genügend großes Kontingent an Truppen dort unten hätten um das Gebiet inkl. aller angrenzenden Krisenherde wie Pakistan und angrenzenden ehemals russischen Teilrepubliken zu "befrieden", zeigt uns die (u.a. römische und chinesische) Geschichte doch immer wieder, dass Zeit nicht alle Wunden heilt.

In diesem Sinne: Entweder wir zeigen der Welt unsere wahre Fratze und schicken alles was wir haben da runter und machen alle platt die gegen die westliche Wirtschaftsdemokratie etwas einzuwenden haben und am besten auch noch alle anderen (nur so rein vorsichtshalber) und dann ist auf ewig Ruhe. :ugly:

Edit: Allerdings werde ich dagegen revoltieren! Das Recht dazu gibt mir unsere Verfassung.

Oder aber wir lassen alle Halbheiten, gehen endlich da raus und lassen sich die dortigen Völker (wie auch immer) selbst entwickeln. :daumen:

Die Frage ist: Was würde passieren wenn wir uns für das Eine oder Andere entscheiden.

Nachtrag v. 20.04.:

Die Bundesstaatsanwaltschaft hat sich entschieden, die Ermittlungen gg. Oberst Klein im Fall der "Kundus-Affäre" einzustellen.

http://www.stern.de/politik/deutschland/luftangriff-von-kundus-bundesanwalt-stellt-verfahren-gegen-oberst-klein-ein-1559767.html

Von der den Weisungen des Bundesjustizminister(ium)s direkt unterstehenden Bundesanwaltschaft war (wegen der Weisungsgebundenheit gem. § 146 GVG) in diesem Zusammenhang nichts anderes zu erwarten. Es entspräche einer direkten innerpolitischen Konfrontation auf Partei- und Regierungsebene, hätte das zuständige Ministerium vollumfänglich für eine transparente Richterscheidung vor einem politisch unabhängigen Gericht Sorge getragen.

So jedoch wurde (wieder einmal) ein vollkommen falsches Signal gesendet. Schlimmer noch: das gewisse "Geschmäckle", dass da etwas nicht richtig gelaufen ist und nun vertuscht werden soll, hat sich sogar noch verstärkt.

Weiter intensiviert sich dieses Gefühl dadurch, dass gerade die Union nun ganz schnell auf eine Einstellung des Untersuchungsausschusses zur Kundus-Affäre drängt..., da "die rechtliche Bewertung abgeschlossen wäre" ...
Bundestag: Kundus-Ausschuss droht rasches Ende - Politik | STERN.DE

Schnell zurück zur Tagesordnung, schnell vergessen und verzeihen? :what: :wow:

Mal schauen, wie diese Farce endet... :daumen2:
 
Zuletzt bearbeitet:
[X] ja
aber nur tendenziell...

Zum einen ist es mit Sicherheit wichtig den internationalen Terrorismus zu bekämpfen und einem unterdrückten Staat in die Freiheit zu helfen, allerdings ist die Sache, so wie sie gerade läuft, absolut aus dem Ruder gelaufen...

Unser lieber Freund der Amerikaner darf fast überall auf der Welt tun und lassen, was er will, aber wenn ein deutscher General im Sinne seiner Truppen handelt, hackt die Welt gleich auf Deutschland rum und jeder Soldat muss damit rechnen nach der Pflichterfüllung für seinen Staat auch noch verknackt zu werden!? Das darf nicht sein!
Für mich ist Fakt, dass die Zivilisten nichts bei den Taliban-Lastern zu suchen hatten und somit auch irgendwo zu recht zu Opfern geworden sind. Bitte nicht falsch verstehen, aber was hatten die da zu suchen!? Taliban = böse, also sollten auch die Zivilisten dort nicht hingehen. Wenn Amerika den Angriff befohlen hätte, wäre bestimmt nicht so ein Brimbamborium drum gemacht worden!

Ebenso die letzten Angriffe, wo aus "Angst vor zivilen Opfern" kein Kampfjet eingegriffen hat, sondern unsere Soldaten sich lange und heftige Gefechte mit Toten und Verwundeten liefern mussten.

Außerdem sollte man endlich die Mohnfelder niederbrennen, so lange, wie die Militärs in Afghanistan sind, hätte man dies schon lange machen können und müssen. Afghanistan ist schließlich (einer) der größte(n) Drogenlieferant(en) der Welt! Weg damit, Drogen machen die Leute kaputt und abhängig, so schwer kann das doch nicht sein!?

Außerdem sollten schwerere Fahrzeuge nach Afghanistan kommen, wenn nicht Leo (Brücken), dann doch wenigstens kleinere Panzer!?

MfG
 
Irgendwie passt das grade Perfekt das ich Just Cause 2 spiele.

Wenn ich dort etwas böses mit einer Gruppierung anstelle kommt in den Regierungsnews das die "bösen" den lieben guten Staat was böses getan haben (die "bösen" sehen sich selbst als gute).Und in den News wird auch nur die halbe Wahrheit erzählt.

Seh ich irgendwie Parralen zum Konflikt "freie,demokratische,westliche Welt,wir sind Super die anderen böse"vs."die sind ******** und wollen nur böses,Gegner der freiheit und Demokratie,töten unschuldige" und aus der sicht der Taliban/des Islams"der böse materiele kapitaliste imperalistische westen" vs."wir die guten die nur das beste wollen und den Koran befolgen wollen".Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Komisch nur das bis zum Jahr 2000 die Taliban eigentlich noch die Freunde der Westmächte und Saudi-Arabiens war :schief:

Errinert mich irgendwie an den Klaten Krieg wo sich die USA und die UdSSR auch gegenseitig mit Antipropanda zugeschüttet haben.

Mich ruvyen mal gesagt hat ist das ein Konflikt der Kulturen.
 
Ja stimmt, bis Osama bin Laden den Amis/Westmächten in den Rücken gefallen ist, haben die ihne mit Waffen etc. unterstützt. Mein "Taliban = böse" war eben darauf bezogen, dass sie ja nunmal für den Terror auf der Welt u.a. verantwortlich sind. Klar liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen... gewisse Verschwörungstheoretiker sagen ja auch das CIA hätte am 11.09.01 das WTC platt gemacht... .

Nur wenn die ganze Sache so einfach wäre, dann könnte man sich ja auch hinsetzen und sagen: Schluss aus vorbei, macht was ihr wollt, aber lasst uns in Ruhe!

Leider ist das nicht so!

Radikal gesagt, sollte man also die Truppen alle aus Afghanistan abziehen und sehen, was passiert, intervenieren is doch eh Mist, man sieht ja, was rauskommt. Ich muss sagen, dass es schade ist, dass es keine Zeitmaschinen bzw. man einen Blick auf die Alternativen in der Zukunft bekommen kann, sonst wüsste man, was zu tun ist.

MfG
 
In der Trauerrede hat der Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg schon mal angekündigt dass mit einem Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan in den nächsten Jahren nicht zu rechnen ist.
Er kündigte sogar schon einmal indirekt an, dass es Einsätze der deutschen Truppen nicht nur in Afghanistan geben wird:
Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden. Und sie werden es auch in den nächsten Jahren sein. Und nicht nur in Afghanistan.(Quelle)
Der "Krieg" dort in Afghanistan ist nicht zu gewinnen. Für jeden getöteten "Rebellen" und für jeden unschuldig getöteten Bürger Afghanistans schließen sich zehn weitere den Taliban an. Es entwickelt sich zunehmend zu einem zweiten Sowj.-Afgha.-/Vietnam-Desaster!
 
Zuletzt bearbeitet:
Russland-Disaster?

Jup die Bundeswehr wird demnächst viel in Afrika kämpfen,weil dort die Chinsesen arbeiten um das Öl abzutragen,aber einige Länder z.B Angola wirklich aufbauen!

Ich tippe mal auch auf die Verteidigung der Pipelines in Nigeria und die Bewachung des Golf von Aden damit dort weiter die Öltransporter der USA durchfahren können.
 
Mich ruvyen mal gesagt hat ist das ein Konflikt der Kulturen.

huh?
Was soll ich wo gesagt haben?



Nur wenn die ganze Sache so einfach wäre, dann könnte man ...
... also die Truppen alle aus Afghanistan abziehen und sehen, was passiert, intervenieren is doch eh Mist, man sieht ja, was rauskommt.

Ist es aber eben nicht ;)

Ich muss sagen, dass es schade ist, dass es keine Zeitmaschinen bzw. man einen Blick auf die Alternativen in der Zukunft bekommen kann, sonst wüsste man, was zu tun ist.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass der ein oder andere Blick in die Vergangenheit schon viel helfen würde. Die Strategie, die die ISAF seit bald einem Jahrzehnt in Afghanistan anwendet, hat auch die UdSSR schon mal 1-2 Jahrzehnte eingesetzt. Überraschung: Sie funktioniert immer noch nicht.
 
Ist es aber eben nicht ;)
jap, leider...

Manchmal habe ich den Eindruck, dass der ein oder andere Blick in die Vergangenheit schon viel helfen würde. Die Strategie, die die ISAF seit bald einem Jahrzehnt in Afghanistan anwendet, hat auch die UdSSR schon mal 1-2 Jahrzehnte eingesetzt. Überraschung: Sie funktioniert immer noch nicht.
Das wird eh nie funktionieren... da gabs auch noch einen Napoleon, der auf dem Weg nach Moskau gescheitert ist und einen Herrn im 2. WK, der es genauso gemacht hat...

Was ich damit sagen will ist eigentlich, dass die Menschheit einfach zu dumm zu sein scheint um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Afghanistan wird genauso ein Desaster wie Vietnam oder Korea... beides nicht von Erfolg gekrönt... und dann zieht der Ami auch noch seine Truppen in naher Zukunft ab...

MfG
 
Ich sehe das zwar auch so, dass wir unsere Truppen dort abziehen sollten, aber würde das von heute auf morgen passieren, sehe das ziemlich doof aus oder?
Ich meine, dass käme dann so herüber als hätten wir "aufgegeben".

greetz
 
Der Krieg/Konflikt wird wie der 1.Weltkrieg unötig in die länge gezogen.

Ich tippe mal darauf dass,das solange geht bis die Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline gebaut ist und dann bleiben dort noch Soldaten um den Frieden zu sichern/die Pipelines zu bewachen.



Was sind eigentlich die Argumente der Befürworter?

"Eindämmung des Terrorismus"sonst noch was?

Will die SPD aus Afghanistan raus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja dann hast du eben nur eine Diskussin angefangen

http://extreme.pcgameshardware.de/w...wissenschaft/80958-konflikt-der-kulturen.html

bzw. den Thread erstellt.

Was ich so alles mache (und wieder vergesse), wenn der Tag lang ist :crazy:
Aber da wollte ich jedenfalls keine Aussage über Afghanistan machen.


Das wird eh nie funktionieren... da gabs auch noch einen Napoleon, der auf dem Weg nach Moskau gescheitert ist und einen Herrn im 2. WK, der es genauso gemacht hat...

Nuja. Die heutigen Machthaber behaupten immerhin von sich, keine größenwahnsinnigen Psychopathen zu sein, die sich bestenfalls auf Massenaufhetzung verstehen. Man könnte erwarten, dass sie sich dann auch gelegentlich etwas intelligenter verhalten.


Ich sehe das zwar auch so, dass wir unsere Truppen dort abziehen sollten, aber würde das von heute auf morgen passieren, sehe das ziemlich doof aus oder?
Ich meine, dass käme dann so herüber als hätten wir "aufgegeben".

Aus der Rubrik "Dinge, die man sich hätte vorher überlegen sollen"


Was sind eigentlich die Argumente der Befürworter?

"Eindämmung des Terrorismus"sonst noch was?

Frieden/Demokratie/Menschenrechte. Details sprechen die aber eher selten an und wenn dann sind die Vorschläge leicht weltfremd...

Will die SPD aus Afghanistan raus?

Ja. Sie hat nur das kleine Problem, dass sie es nicht so direkt fordern kann, solange sich kein großer Unterschied zwischen jetzt und dem SPD-befeholenen Einmarsch findet, insbesondere keiner, an dem andere Schuld sind.
 
.....
Ja. Sie hat nur das kleine Problem, dass sie es nicht so direkt fordern kann, solange sich kein großer Unterschied zwischen jetzt und dem SPD-befeholenen Einmarsch findet, insbesondere keiner, an dem andere Schuld sind.

Tatsächlich? :wow:

Also kostet das pure Nichteingestehen eigener Fehler immer weiter tote Zivilisten und Soldaten. Wenn das so ist, ist es ja fast noch schlimmer, als wenn die es als Notwendigkeit zur Erhaltung der abendländischen Kultur erachten würden.
Pfui Deibel!
:daumen2:

Politisch ist vllt. kein großer Unterschied zu erkennen. Jedoch in der Mission selber und das sowohl taktisch als auch strategisch.
Wenn in der Endkonsequenz jetzt sogar ISAF-Truppen zu offensiven Kriegsaktionen herangezogen werden sollen, was dem Mandat des deutschen BT und der UN-Deklaration zum ISAF-Einsatz direkt widerspricht, hat sich zumindest vor Ort soviel verändert, dass jedem aufrechten Kriegsgegner (egal welcher Partei oder Ideologie angehörig) das sofortige Ende des Einsatzes unter diesen Bedingungen geboten erscheint.
Die SPD hat ihre Chance in dem Moment verspielt, als mit dem Kunduszwischenfall offensichtliche Mängel in Militärführung und Bündnisstruktur zutage getreten sind. Spätestens nach Bekanntwerden und der neuerliche Farce der bundesanwaltlichen "Ermittlungen" die zur Einstellung des Verfahrens gg. Klein führten, ohne ihm einen ordentlichen Prozess zu machen.

Die Grünen sind in dem Fall keinen Dreck besser. Was sich da innerhalb von 10 Jahren aus Friedensaktivisten und Ostermarschierern herauskristallisiert hat, da kommt mir ... ähmmmm ... so manches mal ein Lied in den Sinn: Wo sind all die Blumen hin, wo sind sie geblieben?

Der Gysi hat das in seiner BT-Rede (Hier mal zu nachlesen: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag - Rede: »Wir wollen nicht kopflos raus. Sie sind kopflos rein« oder auf YT: YouTube - Gregor Gysi, DIE LINKE: »Wir wollen nicht kopflos raus. Sie sind kopflos rein.« ) sehr schön auf den Punkt gebracht, indem er die 4 hauptsächlichen Gründe für den Einsatz als das demaskiert hat, was sie sind: vorgeschoben - nicht haltbar - irrelevant.

Warum das grüne und sozialdemokratische BT-Abgeordnete nicht realisieren können , ist sowohl mir, als auch vielen ihrer eigenen Wähler ein absolutes Rätsel. Zumindest, wenn man andere Interessen außen vor lässt.
:schief:
 
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Das ist jedenfalls meine Interpretation der Lage ;)

Also kostet das pure Nichteingestehen eigener Fehler immer weiter tote Zivilisten und Soldaten. Wenn das so ist, ist es ja fast noch schlimmer, als wenn die es als Notwendigkeit zur Erhaltung der abendländischen Kultur erachten würden.
Pfui Deibel!
:daumen2:

So stark würde ich das nicht vereinfachen. Die Ausgestaltung des Einsatzes liegt z.B. in Händen der Bundeswehr und wenn die nicht in der Lage ist, klar zu sagen, was Sache ist bzw. entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, dann macht sie der Politik sehr einfach, an den bestehenden (und durchaus schön klingenden Zielen) festzuhalten.

Politisch ist vllt. kein großer Unterschied zu erkennen. Jedoch in der Mission selber und das sowohl taktisch als auch strategisch.
Wenn in der Endkonsequenz jetzt sogar ISAF-Truppen zu offensiven Kriegsaktionen herangezogen werden sollen, was dem Mandat des deutschen BT und der UN-Deklaration zum ISAF-Einsatz direkt widerspricht, hat sich zumindest vor Ort soviel verändert, dass jedem aufrechten Kriegsgegner (egal welcher Partei oder Ideologie angehörig) das sofortige Ende des Einsatzes unter diesen Bedingungen geboten erscheint.

Vor Ort hat sich arg wenig verändert (Deutschland ist jetzt nur für größere und z.T. problematischere Gebiete verantwortlich, in denen vorher andere den Arsch hingehalten haben). Es wird nur immer schwerer, die Realität zu leugnen. Operation Freedom hat nie die Kontrolle über Afghanistan erlangt, sondern nach der Zerstörung des meisten schweren Geräts den Frieden erklärt. Seitdem sind alle weiteren Maßnahmen kein Krieg mehr, sondern nur noch die Wahrung der Ordnung und somit von diversen Mandaten gedeckt.
Dass man Ordnung erstmal hätte schaffen müsste, wird von allen beteiligten geflissentlich ignoriert - imho weil es eng mit dem Eingeständniss verbunden ist, dass man nie ein Konzept hatte, wie man das denn machen soll.

Die SPD hat ihre Chance in dem Moment verspielt, als mit dem Kunduszwischenfall offensichtliche Mängel in Militärführung und Bündnisstruktur zutage getreten sind. Spätestens nach Bekanntwerden und der neuerliche Farce der bundesanwaltlichen "Ermittlungen" die zur Einstellung des Verfahrens gg. Klein führten, ohne ihm einen ordentlichen Prozess zu machen.

Das war keine Chance für die SPD. Es kam zu einem Fehler irgendwo in der Kette zwischen politischen Vorgaben und realer Umsetzung. Man hat versäumt, die Verantwortlichen zu finden und für ihr Versagen zu bestrafen - was schlimm ist. (imho sehr schlimm. Irgendjemand ist Schuld daran, dass mehrere dutzend Zivilisten gezielt getötet wurden. Und dieser Jemand muss keinerlei Konsequenzen tragen :daumen2:)
Aber es ist kein Grund, die Ziele des Einsatzes in Frage zu stellen.

Die Grünen sind in dem Fall keinen Dreck besser. Was sich da innerhalb von 10 Jahren aus Friedensaktivisten und Ostermarschierern herauskristallisiert hat, da kommt mir ... ähmmmm ... so manches mal ein Lied in den Sinn: Wo sind all die Blumen hin, wo sind sie geblieben?

Zu Hause ;)
Grün hat sich klar auf "grün", also den Umweltschutz-Teil des ursprünglichen Bündnisses konzentriert. Nicht nur die Pazifisten, auch der Sozial-Flügel oder die "Helft der Welt"-Fraktion sind ins Hintertreffen geraten. (was ich persönlich gar nicht mal schlecht finde)

Der Gysi hat das in seiner BT-Rede (Hier mal zu nachlesen: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag - Rede: »Wir wollen nicht kopflos raus. Sie sind kopflos rein« oder auf YT: YouTube - Gregor Gysi, DIE LINKE: »Wir wollen nicht kopflos raus. Sie sind kopflos rein.« ) sehr schön auf den Punkt gebracht, indem er die 4 hauptsächlichen Gründe für den Einsatz als das demaskiert hat, was sie sind: vorgeschoben - nicht haltbar - irrelevant.

Warum das grüne und sozialdemokratische BT-Abgeordnete nicht realisieren können , ist sowohl mir, als auch vielen ihrer eigenen Wähler ein absolutes Rätsel. Zumindest, wenn man andere Interessen außen vor lässt.
:schief:

Was gibt es da viel zu realisieren?
Gysi bzw. die gesamte Linke haben als NATO-Verweigerer natürlich leicht reden, aber wenn man bei einigermaßen rationalen Konzepten bleibt, dann ist nicht viel schief gelaufen, was in deutscher Hand lag. Wär zwar fein, wenn man sich dazu mal bekennen würde, aber einen verantwortungsvollen Weg, wie man die Sache beendet, hat man dann immer noch nicht. Und die Besserwisser von ganz-rot auch nicht.
 
......
Vor Ort hat sich arg wenig verändert (Deutschland ist jetzt nur für größere und z.T. problematischere Gebiete verantwortlich, in denen vorher andere den Arsch hingehalten haben). .....
Das kommt drauf an, von welchem Standpunkt man es betrachtet. Für unsere Volksvertreter (bei denen ich davon ausgehe, dass nur ein Bruchteil die tatsächlichen Hintergründe und Ausgestaltungs"möglichkeiten" der BW kennen) hätte nach Bekanntwerden des Mißbrauchs des Mandats ein radikales Umdenken stattfinden müssen. Spätestens jedoch nachdem der Umfang der Kollateralschäden öffentlich gemacht wurde.
Aber es ist gar nichts passiert. Es wird stur die eingeschlagene Parteidoktrin gefahren. Da muss die Frage nach dem Gewissen der einzelnen BT-Mandatsträger, welchem sie einzig verpflichtet sein sollten schon mal gestellt werden. Und spätestens da wird offensichtlich, wie sich die Wertentwicklung menschlichen Lebens, egal ob von Soldaten oder Zivilisten verschoben hat.
Und damit meine ich speziell die vorgeblich christlichen und sozialen Wertvorstellungen jedes einzelnen der BT-Abgeordneten im Bezug zu den ultimativen Menschenrechten.

...... Das war keine Chance für die SPD. Es kam zu einem Fehler irgendwo in der Kette zwischen politischen Vorgaben und realer Umsetzung. Man hat versäumt, die Verantwortlichen zu finden und für ihr Versagen zu bestrafen - was schlimm ist. (imho sehr schlimm. Irgendjemand ist Schuld daran, dass mehrere dutzend Zivilisten gezielt getötet wurden. Und dieser Jemand muss keinerlei Konsequenzen tragen :daumen2:)
Aber es ist kein Grund, die Ziele des Einsatzes in Frage zu stellen......
Im Zusammenhang mit meinen Ausführungen im Absatz weiter oben und den nicht rational begründbaren Kriterien für den Einsatz (worauf das Zitat von Gysi ja gemünzt war) gibt es überhaupt keinen Grund den Einsatz nicht in Frage zu stellen.


...... aber einen verantwortungsvollen Weg, wie man die Sache beendet, hat man dann immer noch nicht. Und die Besserwisser von ganz-rot auch nicht.

Doch. Eindeutig. Es gibt nur einen verantwortungsvollen Weg: nämlich den sofortigen und bedingungslosen Abzug unserer Truppen. Das ging bei den Niederländern und Kanadiern. Warum in Deutschland nicht? Warum will man sich (im Gegensatz zu unserem großen Bündnis"partner") nicht einmal auf ein Abzugsdatum festlegen? Gibt es etwa in Generalität und Politik immer noch Großmachtpläne? Wollen wir in Afghanistan ein neues koloniales Protektorat errichten? Was sind denn momentan die rationalen , nachhaltigen oder wenigstens akzeptablen Konzepte? Ich kann in dem seit 9 Jahren andauernden Konflikt kein rationales, funktionierendes Konzept erkennen. Du vielleicht?
:huh:

Und genau das gilt es bei den BT-Abgeordneten mal zu realisieren. Da scheint man nämlich weitab jeglicher realer Vorstellung.
 
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