Aber wenn ich sehe, du bringst das Beispiel Somalia an, dass die Uno Hilfslieferungen von feindlichen Truppen geplündert worden sind (sodass die Bevölkerungs nichts zu essen bekam) und die Blauhelme daneben standen, weil sie laut Mandat nicht eingreifen durften, ist doch schon obszön.
Ich hoffe, Du findest nicht das Anbringen dieses Bsp. als obszön. Falls doch, bitte ich um Verzeihung.
Somalia ist ein krasses Beispiel für Inkompetenz und Ignoranz.
Das die Soldaten (ähnlich wie bei den ethnischen Säuberungen in Bosnien) nur daneben stehen und zuschauen sollen finde ich eine Zumutung (war selbst in Bosnien aber nicht als Blauhelm). Als deutscher Soldat bin ich auch unter anderem Kommando noch deutschen Recht verpflichtet (Dafür steht ja auch der Eid). Meines Erachtens widerspricht es dem deutschen Recht, wenn ich gezwungen werde bereits benanntes Tun tatenlos hinzunehmen.
Es gibt noch Dinge wie Nothilfe und Notwehr, zu der ich
verpflichtet bin. Ebenso wie das Unterlassen derer eine Starftat ist, für die ich belangt werden muß.
Interessant ist ja, dass B und C Waffen von den Ländern geächtet werden, A Wafen aber nicht, trotzdem wird in den besagten Veto Mächten fleßig an B und C Waffen rumgeforscht.
Ist ohne Frage ein assozialer Zustand. Ebenso wie der Gebrauch von Antipersonenminen Streu- und Brandbomben - ist aber ein anderes Thema.
Das klappt in Afghanistan aber nicht, denn es will ([zyniker]mit Ausnahme der USA[/zyniker]) niemand Zivilisten angreifen. Kämpfe finden nur auf höherer Ebene zwischen politischen Kräften statt - mir persönlich stellt sich die Frage, ob "Bürgerkrieg" über ein angemessener Begriff ist. Eigentlich handelt es sich um einen internationalen Konflikt zwischen dem "islamischen Emirat Afghanistan" (Taliban, kaum als Staat anerkannt) und der "islamischen Repulik Afghanistan" (Nordallianz, "das" Afghanistan).
Ein Einsatz von UN-Truppen würde somit zwangsläufig auf einen Kriegseinsatz (quasi wie jetzt) hinauslaufen, der nur enden würde, in dem eine (oder beide) Regierungen gestürzt und ihr Territorium erobert wird.
Ein Eroberungskrieg mit dem Ziel, politische Macht auszuüben, ist aber kein Blauhelmeinsatz mehr. Das wäre der von mir beschriebene Angriffskrieg, in dem Fall halt z.B. von der UN auf die Taliban.
Genau genommen gibt es den originalen Staat Afghanistan nicht mehr (dieser war buddistisch).
Mit der Kolonialisierung durch die Briten wurde es zu einem Spielball größerer Staaten (Briten->Russen->Taliban->wer auch immer denen folgt).
Es wäre streng betrachtet keine Invasion durch Blauhelme, sondern eine Befreiung des Landes von Fremdmächten (Invasoren/Rebellen), die das Staatsgefüge dort verändert haben.
Eigentlich muß man die Leute ,jeden Einzelnen (Mann/Frau) befragen, was sie denn nun eigentlich wollen (nein, keine Wahl und schon gar keine "gewählten Volksverräter").