AW: Strompreis erhöht sich deutlich für 2013
Wie du selbst sagst: Die Sachlage war nach Fukushima die gleiche, wie vor Fukushima. Wie man diese bewertet, ist in der Tat ein totgekautes Thema. Aber fest steht, dass Schwarz-Gelb zu dieser identischen Sachlage zweimal einen Kurswechsel der deutschen Energiepolitik durchgesetzt hat - und zwar in entgegengesetzte Richtungen.
Sowas ist das genaue Gegenteil der von dir proklamierten "souveränen Energiewende". Das ist Fähnchen im Wind ohne Eigenkompetenz. Und das hat (ungeachtet dessen, ob wie man die Ergebnisse nun bewertet) rot-grün nun wirklich besser hingekommen. Die haben zwar wenig Kompetenz bei Vertragsklauseln bewiesen und ggf. nicht die optimalen Ziele gehabt (wobei es vom Betrachter abhängt, in welche Richtung sie denn vom Optimum abwichen), aber sie haben diese Zielsetzung wenigstens ohne schweineteuere und wirtschaftsschädigende Umwege verfolgt.
In der Hinsicht, also dass man bei einer einmal getroffenen Entscheidung bleibt, kann man wohl sagen, Rot-Grün hätte es "souveräner" gemacht.
Aber das allein entscheidet nicht darüber, welcher Weg jetzt besser ist. Manchmal erweisen sich "eher spontane" Entscheidungen (oder: Richtungsänderungen) als Glücksfall.. manchmal auch nicht.
Soso.
Soso. Also nach meinen Informationen waren es dann schon noch ein paar mehr. Nach meinem Wissensstand gab es mindestens zu 7 partiellen oder vollständigen Kernschmelzen vor den 3 (!) Kernschmelzen in Japan.
Ob partielle oder vollständige Kernschmelze ist dabei erst mal ohne Belang, weil letztlich nicht die Art des Unfalls, sondern dessen Auswirkungen interessant sind. Eben diese Auswirkungen werden in der dir sicher Bekannten INES Bewertungsskala erfasst. Demnach gab es (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) 14 INES 4 Unfälle, 11 INES 5 Unfälle, 1-2 INES 6 Unfälle und 1-2 INES 7 Unfälle. Je höher die Bewertung, desto übler der Vorfall. So ist z.B. Tschernobyl und Fukushima eine 7.
Es ist dabei auch keine Frage ob es wieder zu solch einem Unfall kommen wird, sondern lediglich eine Frage nach dem wann. Das wird kaum jemand bestreiten können. Da hilft es nichts, wenn man die Augen verschließt, dass ist eine Frage von Wahrscheinlichkeit.
Leider nicht ganz korrekt. Im Laufe der Zeit gab es schon so einige Störfälle, das ist ja auch kein Wunder bei über 200 Kernkraftwerken auf der Welt. Speziell in den 50ern - 70ern ging es da hoch her. Seit 1986 allerdings gab es genau einen INES 5 Fall - und eben Fukushima. Die Sicherheitsvorkehrungen haben sich geändert.
So wie z.B. deutsche und französische AKWs im erdbebengefährdeten Rheingraben stehen...
Erdbebengefährdet =! erdbebengefährdet.
Was in der Rheinebene an Erdbeben erwartet wird, sollte den Kraftwerken nicht schaden. (Sollte - 100%ige Sicherheit kann man nun mal leider nie haben.)
Au ja, die Leute da sind ja eh egal, dann können die auch den ganzen Atommüll haben.
Im Norden Sibiriens gibt es Gebiete, in denen du auf hunderten von Kilometern niemanden antriffst. Ich glaube nicht, dass sich da jemand gestört fühlen könnte. Außer natürlich, man fängt mit Juchtenkäfer und Co. an.
Ganz schön naiv! Du weißt schon wie lange das Zeug sicher gelagert werden muss? Und du weißt schon wie sich dauerhafte Strahlung auf die meisten Materialien auswirkt?
Wie gesagt: Wenn es adäquat gelagert werden würde. Und damit meine ich nicht, in "besonders sichere Fässer", und dann halt verrotten lassen.
Förderungen für Nuklearenergie streichen [...]
So leid es mir tut, aber hier muss ich dir zustimmen.
Subventionen komplett streichen - für Nuklearenergie wie für alternative Energien. Und dann den Markt (sprich: Stromkunden) entscheiden lassen.