23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

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AW: 23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

Ich halte es nur für den vollkommen falschen Weg, jetzt übereilt die AKW´s abzuschalten bevor man echte Alternativen hat!

Ist dir eigentlich klar das wir hier in Deutschland nie einen höheren Atomstromanteil wie knapp über 20% hatten?


...zumal ich zu bedenken gebe, dass aufsteigende Nationen wie China 2-3 AKW´s in den nächsten 5 Jahren neu bauen. da spielen die, die wir hier abschalten ÜBERHAUPT keine Rolle. Auch die USA rühern keinen Finger ihre AKW´s abzuschalten...
Das spielt insofern eine Rolle das wenn in China oder den USA ein AKW hochgeht bei uns nicht gleich jeder 2. Krebs bekommt.
 
AW: 23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

Ist dir eigentlich klar das wir hier in Deutschland nie einen höheren Atomstromanteil wie knapp über 20% hatten?


Das spielt insofern eine Rolle das wenn in China oder den USA ein AKW hochgeht bei uns nicht gleich jeder 2. Krebs bekommt.

Ja klar ist mir das klar. 20% die eben die Grundversorgung sichergestellt haben oder das noch tun. Also warum diese "nur 20%" vom Netz nehmen? Um dann Atomstrom aus Frankreich zu kaufen? So ein Humbuk :P

Das war eher auf die Müllproblematik bezogen... klar betrifft es uns erst einmal niht direkt wenn dort ein AKW hochgeht. Aber wann gab es denn mal wirklich einen SuperGAU? Tschernobyl und Fukushima?

es sind mit Sicherheit mehr Menschen im Straßenverkehr gestorben. sollen wir deshalb die Autoproduktion einstellen? (Ja doofer Vergleich, ich weiß :ugly: )

versteht mich nicht falsch, Kernenergie ist mit sicherheit nicht die Zukunft und ja, sie ist nicht 100% sicher, aber mittelfristig meiner Meinung nach alternativlos.
 
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Ja klar ist mir das klar. 20% die eben die Grundversorgung sichergestellt haben oder das noch tun. Also warum diese "nur 20%" vom Netz nehmen? Um dann Atomstrom aus Frankreich zu kaufen? So ein Humbuk :P

Lasst doch mal diese Phrasen von wegen Atomstrom aus Frankreich kaufen. Die haben meist gar keinen über den sie verkaufen könnten. Selbst jetzt bezieht FRankreich noch öfters Strom aus Deutschland als umgekehrt. :schief:
 
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Meinst du hier, dass uns die weitere Nutzung der fossilen Brennstoffe sehr teuer kommen wird? :huh:

Bei uns geht das noch, je nach Umgang mit den zu erwartenden Flüchtlingswellen und den global wirtschaftlichen Folgen. Aber in Südostasien und Afrika wird der Klimawandel imho sehr teuer werden und der Mittelmeerraum könnte auch in der ganzen EU deutlich spürbare Folgen haben.
Ungeachtet dessen hat uns der flüssige Teil der fossilien Brennstoffe schon eingies gekostet. De facto kannst du die gesamten Ausgaben der erweiterten Nahostpolitik (also auch z.B. die deutsche Beteiligung am internationalen "Krieg "gegen" den Terror" auf das Ölgeschäft anrechnen, denn ohne die Ölförderung wäre der arabische Raum in etwa so interessant für die Weltpolitik, wie Kasachstan.

Anderer Seits droht man doch tatsächlich mit einem atomaren Erstschlag gegen die USA, da muss ich immer schmunzeln :lol:

Eins muss man leider ganz klar sagen: Das Potential zu einem atomaren Erstschlag (gegen die USA nur mit terroristischen Mitteln -was auch eine sehr reale Gefahr ist-, aber gegen Südkorea, Taiwand und Japan auch direkt) ist (neben dem fehlenden Öl) der primäre Unterschied zwischen den Kim Yongs und Saddam Hussein. Der sekundäre ist der momentane Blutdruck...

an der Seine steht bisher nur eins, die Garonne ist wohl auch groß und vorallem kalt genug...
Der Atlantik ist auch kalt genug...
Das Problem in Frankreich ist auch, dass man Atomkraftwerke immer gebaut hat, wo es ihnen gerade gepasst hat, das hat dazu geführt, dass viele AKW´s an zu kleinen Flüssen stehen...

Die meisten AKWs in Frankreich stehen an der Rhone respektive deren Zuflüssen - mit Abstand der größte Fluß Frankreichs mit der 3,5 fachen Wassermänge der Seine und der 3fachen der Garonne. In derem Einzugsgebiet übrigens zwei Kraftwerke mit 6 Reaktoren stehen. Und am Atlantik sind 14 Reaktoren (von 58 insgesamt) in Betrieb (und ein weiterer im Bau), obwohl quasi die gesamte französische Atlantikküste frei von größeren Energieverbrauchern sind und der Bau vermutlich nicht so ganz einfach ist. (Sandküste und starke Gezeitenströme = verstopfte Ansaugöffnungen)

100 Mio??? Das ist ja gar nichts.

Es ist ganz sicher mehr, als 30-40 Jahre vor der kommerziellen Verfügbarkeit für die Entwicklung von Windkraftwerken aufgebracht wurde.

Fusion ist nunmal wirklich um einiges schwieriger. Die Anlagen teurer, die technischen Probleme sehr komplex...
Das sind alles Sachen die unmengen von Forschungsgeldern verschlingen. da müssen einfach viel mehr Mrd. fließen.

Wenn etwas ZU teuer ist, dann sollten gar keine Gelder fließen.

Ich habe auch noch nie verstanden, warum die großen Energiekonzerne (besser Öl Konzerne) nicht in solche techniken investieren.

Weil sie zu teuer sind, Investitionen keine Rendite bringen.

Ihre Lebensgrundlage wird in absehbarer Zeit versiegen.

Die Lebensgrundlage der Ölkonzerne wird, solange die Gesellschaft sich nicht von fossilien Energieträgen verabschiedet, auf Jahrzehnte hinaus nicht versiegen. "weniger Öl" bedeutet schließlich nicht "weniger Einnahmen" - im Gegenteil. Solange die Welt das Öl braucht, wird sie dafür auch zahlen. VIEL zahlen. Und den Ölmultis geht es blendend. Und zur Verlängerung dieser Phase arbeiten sie derzeit an unkonventionellen Lagerstätten, für die Zeit danach stehen Gashydrate im Fokus. Vorher muss man eben noch ein paar weitere Milliönchen in "Climate sceptics"-Kampagnen investieren...

Ja, ich weiß, mir fällt im Moment aber auch keine bessere Lösung ein, als das Zeug ins All zu schießen (entfällt, da vermutlich zu teuer)...

Wenn du es ausreichend sicher machen willst (sprich: In einem absturzsicheren Behälter auf deutlich über Fluchtgeschwindigkeit beschleunigen), ist vermutlich nicht nur teuer, sondern sogar energetisch fragwürdig.

Ich halte es nur für den vollkommen falschen Weg, jetzt übereilt die AKW´s abzuschalten bevor man echte Alternativen hat! Das wirft uns wenns gut kommt in unseren klimazielen um ~20 Jahre zurück. Das hilft niemanden.

Übereilt? Keine Alternativen? Wir haben seit der Jahrtausendwende ein fließendes Ausstiegskonzept und wir produzieren trotz der Abschaltungen mehr Energie, als jemals zuvor. Der Mangel an "echten" Alternativen ist in meinen Augen nichts weiter, als Propaganda derjenigen, die an AKWs mehr als nur gut verdienen. (genauso wie "Versorgunslücke", während wir exportieren, und "Grundlast" während wir Probleme haben, Nachtstrom zu nutzen und Leistungsspitzen abzufedern)

zumal ich zu bedenken gebe, dass aufsteigende Nationen wie China 2-3 AKW´s in den nächsten 5 Jahren neu bauen. da spielen die, die wir hier abschalten ÜBERHAUPT keine Rolle. Auch die USA rühern keinen Finger ihre AKW´s abzuschalten...

China ist fleißig dabei, seine AKW-Pläne runter und seine Investitionen in erneuerbare hochzuschrauben (was übrigens wirtschaftlich für Deutschland sehr interessant sein würde, wäre man nicht fleißig damit beschäftigt, sich die Technologieführerschaft zu ruinieren). Und für unsere Nachkommen spielt es definitiv eine Rolle, ob wir sie mit großen Mengen Atommüll belasten - denn die Chinesen werden den ihrigen nicht in Deutschland lagern.


Ja klar ist mir das klar. 20% die eben die Grundversorgung sichergestellt haben oder das noch tun.

Unsere Grundversorgung wird vom Kohlekraftwerken mehr als nur sichergestellt.
 
AW: 23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

Bei uns geht das noch, je nach Umgang mit den zu erwartenden Flüchtlingswellen und den global wirtschaftlichen Folgen. Aber in Südostasien und Afrika wird der Klimawandel imho sehr teuer werden und der Mittelmeerraum könnte auch in der ganzen EU deutlich spürbare Folgen haben.
Ungeachtet dessen hat uns der flüssige Teil der fossilien Brennstoffe schon eingies gekostet. De facto kannst du die gesamten Ausgaben der erweiterten Nahostpolitik (also auch z.B. die deutsche Beteiligung am internationalen "Krieg "gegen" den Terror" auf das Ölgeschäft anrechnen, denn ohne die Ölförderung wäre der arabische Raum in etwa so interessant für die Weltpolitik, wie Kasachstan.

Das sehe ich eben genau so. Der Klimawandel ist unser eigentliches Problem, oder die überfischung der Meere, die Überbevölkerung...
und Atomstrom produziert defacto kein CO2...



Eins muss man leider ganz klar sagen: Das Potential zu einem atomaren Erstschlag (gegen die USA nur mit terroristischen Mitteln -was auch eine sehr reale Gefahr ist-, aber gegen Südkorea, Taiwand und Japan auch direkt) ist (neben dem fehlenden Öl) der primäre Unterschied zwischen den Kim Yongs und Saddam Hussein. Der sekundäre ist der momentane Blutdruck...

Ja, das will ich gar nicht leugnen, aber gegen die USA halte ich es für ein Witz, die sind in der Lage Raketen die von Nordkorea auf die USA abgeschossen werden sollten frühzeitig zu erkennen und vom Himmel zu holen. Um Südkorea mache ich mir da mehr sorgen.



Die meisten AKWs in Frankreich stehen an der Rhone respektive deren Zuflüssen - mit Abstand der größte Fluß Frankreichs mit der 3,5 fachen Wassermänge der Seine und der 3fachen der Garonne. In derem Einzugsgebiet übrigens zwei Kraftwerke mit 6 Reaktoren stehen. Und am Atlantik sind 14 Reaktoren (von 58 insgesamt) in Betrieb (und ein weiterer im Bau), obwohl quasi die gesamte französische Atlantikküste frei von größeren Energieverbrauchern sind und der Bau vermutlich nicht so ganz einfach ist. (Sandküste und starke Gezeitenströme = verstopfte Ansaugöffnungen)

An der Seine kann man definitiv noch Reaktoren bauen. Die durchschnittliche Temperatur der Flüsse spielt eine nicht zu verachtende Rolle. Das sieht man am Rhein. der ist wesentlich größer als die Rhone, dort stehen "nur" 5 Reaktoren und trotzdem müssen die teilweise im Sommer runter gefahren werden, wenn die Wassertemperatur über 30 °C steigt. Der Rhein ist eben ein warmer Fluss.

Die Geschichte mit den Gezeitenströmen hatte ich noch nie so bedacht. Interessant.

Noch eine Anmerkung: Ich weiß jetzt nicht inwieweit das auf die anderen Franz. Reaktoren zutrifft, aber Fessenheim zum Bsp. wird nur mit Rheinwasser gekühlt. die meisten anderen Reaktoren haben noch einen Kühlturm.



Es ist ganz sicher mehr, als 30-40 Jahre vor der kommerziellen Verfügbarkeit für die Entwicklung von Windkraftwerken aufgebracht wurde.



Wenn etwas ZU teuer ist, dann sollten gar keine Gelder fließen.



Weil sie zu teuer sind, Investitionen keine Rendite bringen.

Ja sicher muss man da mehr Geld rein Stecken, weil es einfach ein klein wenig komplexer als ein Windkraftwerk ist (Ja ich weiß das auch ein Windkraftwerk eine hochtechnische Anlage ist^^)

Wer redet denn von zu teuer? Eine Investition in die Zukunft kann niemals zu teuer sein. Viele Wissenschaftler sind sich sicher, dass es sich in Zukunft rentieren wird



Die Lebensgrundlage der Ölkonzerne wird, solange die Gesellschaft sich nicht von fossilien Energieträgen verabschiedet, auf Jahrzehnte hinaus nicht versiegen. "weniger Öl" bedeutet schließlich nicht "weniger Einnahmen" - im Gegenteil. Solange die Welt das Öl braucht, wird sie dafür auch zahlen. VIEL zahlen. Und den Ölmultis geht es blendend. Und zur Verlängerung dieser Phase arbeiten sie derzeit an unkonventionellen Lagerstätten, für die Zeit danach stehen Gashydrate im Fokus. Vorher muss man eben noch ein paar weitere Milliönchen in "Climate sceptics"-Kampagnen investieren...

Ja sicher verdienen sich die Ölkonzerne bei steigendenm Ölbedarf weiterhin ohne Probleme eine goldene Nase. Und ein paar Jahrzehnte sind für mich durchaus eine absehbare Zeit. irgendwann ist schluss.
Egal ob man das nun noch 10, 20 oder vielleicht 30 Jahre mit extrem aufwändigen und umweltbelastenden Methoden hinaus zögert.



Wenn du es ausreichend sicher machen willst (sprich: In einem absturzsicheren Behälter auf deutlich über Fluchtgeschwindigkeit beschleunigen), ist vermutlich nicht nur teuer, sondern sogar energetisch fragwürdig.

Ja das bezweifel ich auch, ich habe nie behauptet das es eine gute Idee ist :ugly:


Übereilt? Keine Alternativen? Wir haben seit der Jahrtausendwende ein fließendes Ausstiegskonzept und wir produzieren trotz der Abschaltungen mehr Energie, als jemals zuvor. Der Mangel an "echten" Alternativen ist in meinen Augen nichts weiter, als Propaganda derjenigen, die an AKWs mehr als nur gut verdienen. (genauso wie "Versorgunslücke", während wir exportieren, und "Grundlast" während wir Probleme haben, Nachtstrom zu nutzen und Leistungsspitzen abzufedern)

In meinen Augen ist es Augenwischerei ein Konzept zu verfolgen, dass anscheinend hinten und vorne nicht funktioniert. Wo sind denn die neuen "Stromautobahnen"? Warum will man den Bürgern immer noch erzählen, dass Solarzellen in Dtl. auf jedem Hausdach sinnvoll sind? wie will man in Zukunft ohne fossile und atomare Energieträger den steigenden Strombedarf decken? noch mehr Windräder vor die Küsten bauen? was passiert bei einem ausreichend starken Sturm, einem Tsunami damit?
Da ist für mch überhaupt nichts fließend.



China ist fleißig dabei, seine AKW-Pläne runter und seine Investitionen in erneuerbare hochzuschrauben (was übrigens wirtschaftlich für Deutschland sehr interessant sein würde, wäre man nicht fleißig damit beschäftigt, sich die Technologieführerschaft zu ruinieren). Und für unsere Nachkommen spielt es definitiv eine Rolle, ob wir sie mit großen Mengen Atommüll belasten - denn die Chinesen werden den ihrigen nicht in Deutschland lagern.

So? das ist mir neu. Dass sie AUCH in erneuerbare Energien investieren wusste ich, aber die können gar nicht ohne neue Atom- oder konventionelle Kraftwerke.

Mit der Tehnologieführerschaft gebe ich dir vollkommen recht, da hat man wirklich fatale Fehler begangen. Allein hier in der Region macht ein inovatives Unternehmen nach dem anderen Dicht!




Unsere Grundversorgung wird vom Kohlekraftwerken mehr als nur sichergestellt.

Und was tun die? fleißig CO2 in die Athmosphäre blasen. Der Klimawandel freut sich. liebe die Kohlekraftwerke abschalten und die Atomkraftwerke ihre Arbeit machen lassen...
 
AW: 23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

Ja, das will ich gar nicht leugnen, aber gegen die USA halte ich es für ein Witz, die sind in der Lage Raketen die von Nordkorea auf die USA abgeschossen werden sollten frühzeitig zu erkennen und vom Himmel zu holen. Um Südkorea mache ich mir da mehr sorgen.

In beiden Fällen gilt: Es wäre sehr unangenehm für die betroffenen Städte - und das zählt. So verrückt, dass sie denken, gegen die USA zu gewinnen, sind nichtmal nordkoreanische Diktatoren. Aber sie wissen, dass sie gerade ausreichendes Potential haben, damit es zwei Verlierer gibt - und damit haben sie sich ziemliche Narrenfreiheit erkauft. Denn es gibt in Nordkorea nichts, was den USA so wichtig wäre, dass sie dafür die Innenstadt von New York riskieren würden.
Für diesen Thread wiederum bedeutet das: Die Nutzung von Atomkraft hat enorme Bedeutung für die internationale Politik und jede weitere Verbreitung sollte unterbunden werden. Um das diplomatisch vertreten zu können, muss man aber auch selbst darauf verzichten.

Noch eine Anmerkung: Ich weiß jetzt nicht inwieweit das auf die anderen Franz. Reaktoren zutrifft, aber Fessenheim zum Bsp. wird nur mit Rheinwasser gekühlt. die meisten anderen Reaktoren haben noch einen Kühlturm.

Ich hab auch keinen Überblick, aber auf Bildern französischer Reaktoren sieht man eigentlich immer Kühltürme. Nützen tut denen das aber auch nichts, wenn der Fluß in einem trockenen, heißen Sommer zu wenig Wasser führt.

Ja sicher muss man da mehr Geld rein Stecken, weil es einfach ein klein wenig komplexer als ein Windkraftwerk ist (Ja ich weiß das auch ein Windkraftwerk eine hochtechnische Anlage ist^^)

Naja - entsprechende Lager zu bauen ist eine Wissenschaft für sich. Der Rest ist eigentlich ziemlich banal. Selbst ein Kohlekraftwerk dürfte komplexer sein, von AKWs ganz zu schweigen. Aber das ist ja eben das schöne: Einmal konzipiert ist der Rest Formsache und Robust gegenüber Fehlern.

Wer redet denn von zu teuer? Eine Investition in die Zukunft kann niemals zu teuer sein. Viele Wissenschaftler sind sich sicher, dass es sich in Zukunft rentieren wird

Abgesehen davon, dass Investitionen in die Zukunft sehr wohl ZU teuer sein können und Wissenschaftler dazu tendieren, den Wert ihrer eigenen Forschung zu überschätzen (was ich denen nicht übel nehme, aber wenn es um größere Summen als in der zweckfreien Grundlagenforschung geht, muss ihnen halt jemand auf die Finger schauen), geht es hier um die Frage, welche von zwei möglichen Investitionen in die Zukunft diejenige ist, sich insgesamt eher lohnt.
Und eine dieser Investitionen wird eben erst in 30-40-50 Jahren überhaupt etwas bringen, bis dahin ettliche Milliarden in der Forschung verschlingen und dann steht man erstmal vor dem Problem, die großtechnische Umsetzung zu finanzieren.
Die andere Investition bringt innerhalb weniger Monate etwas, denn es fehlt nur noch die flächendeckende Umsetzung. Wenn man sich jetzt noch anguckt, dass der primäre Anlass für die Energiewende ein Prozess ist, in dem man eigentlich schon vor 1-2 Jahrzehnten hätte reagieren können, erübrigt es sich imho, über die Halb-Jahrhundertsoption nachzudenken.
Wir brauchen eine Energieversorgung für die nächsten Jahrzehnte und
- Fossile kommen nicht in Frage
- bestehende AKWs sind marode und nicht auf dem geforderten Sicherheitsstandard, sie können die Zeit nicht überbrücken (von der geringen Gesamtkapazität ganz zu schweigen)
- neue AKWs sind schweine teuer und vergrößern das massive Problem des Atommülls weiterhin, dazu kommt die Geopolitik (s.o.)
- erneuerbare sind billiger und haben keine (großen, geschweige denn irreparablen) Folgenschäden
- Fusion steht im fraglichen Zeitraum nicht zur Verfügung

Fazit:
Es gibt nur eine Option. Man könnte jetzt darüber philosophieren, ob man für die ferne Zukunft zusätzlich Fusionsforschung betreiben will, aber mal ganz ehrlich: Wozu? Es kostet definitiv viel Geld und daran mangelt es uns derzeit. Und wieso sollten wir 2050 bestehende, vollfunktionsfähige erneuerbare Kraftwerke gegen Fusionsanlagen austauschen? Von wachsendem Energieverbrauch müssen wir uns bis dahin sowieso verabschieden.

In meinen Augen ist es Augenwischerei ein Konzept zu verfolgen, dass anscheinend hinten und vorne nicht funktioniert. Wo sind denn die neuen "Stromautobahnen"?

"Stromautobahnen" sind ein Buzzword, dass du in jedem zweiten Merkelpapier finden wirst.
Fallst du fragst, wo ein leistungsfähiges Stromnetz ist (dass du übrigens mit Fusionsgroßkraftwerken erst recht brauchst): Frag mal unsere werte Regierung und die von ihr mit dem Ausbau der Netz beauftragten Atomkonzerne, was gemacht wurde.

Warum will man den Bürgern immer noch erzählen, dass Solarzellen in Dtl. auf jedem Hausdach sinnvoll sind?

Wer will das? Alle Statistiken und Hochrechnungen, die ich kenne, beschränken sich auf das Potential auf günstig ausgerichteten Dachflächen. Und warum die Installation dort sinnvoll ist, braucht man wohl hoffentlich nicht zu erklären.

wie will man in Zukunft ohne fossile und atomare Energieträger den steigenden Strombedarf decken?

Zum Glück ist unser Stromverbrauch stagnierend (dank unser tollen Bankenregulation seit einigen Jahren sogar fallend). Und das muss er auch irgendwann sein - egal mit welcher Kraftwerkstechnik. Exponentielles Wachstum wie Mitte des letzten Jahrhunderts ist einfach nicht tragbar. Wenn das fortgeschrieben hätte, hätte die Menschheit in ein paar Jahrhunderten mehr Energie umgesetzt, als der Planet derzeit abstrahlt. Solange niemand einen wahnsinnig originellen Grund findet, warum man den Verbrauch ausgerechnet auf einem anderen höheren Niveau stoppen soll, als auf dem, das wir gerade haben, können wir also ebensogut jetzt lernen mit dem auszukommen, was da ist.

noch mehr Windräder vor die Küsten bauen?

"Noch mehr?" Wir haben genau ein (Ex-)Versuchsprojekt und einen halben Windpark vor deutschen Küsten stehen. (und ein paar Möwenständer)

was passiert bei einem ausreichend starken Sturm, einem Tsunami damit?

Was soll passieren? Die strömen um eine im Meeresboden verankerte Säule bzw., im Falle des Sturms, steigern im günstigsten Fall die Stromproduktion. (Eine Frage der Netze. Heutige Windkraftanlagen werden so gebaut, dass sie bei sehr starken Stürmen nicht betrieben werden können, weil das, was die Atomkonzerne an Netzen hinterlassen haben, eh mit dem Strom aus den Randgebieten des Sturms überlastet ist)

Da ist für mch überhaupt nichts fließend.

Tjo - ich glaube, wir hatten kürzlich erst das Thema "schwarz-gelbe Inkonsequenz in der Energiepolitik und ihre Folgen".
Man sollte aber keine Lobbypolitik mit technischen Schwierigkeiten verwechseln.


So? das ist mir neu. Dass sie AUCH in erneuerbare Energien investieren wusste ich, aber die können gar nicht ohne neue Atom- oder konventionelle Kraftwerke.

Sage ich auch nicht. Aber China hat nach Fukushima alle AKW-Neuplanungen eingefroren und afaik nicht wiederaufgenommen, die in Bau befindlichen Anlagen sollten gründlich auf ihre Sicherheit geprüft werden. Ergebnisse wurden zwar afaik nicht veröffentlicht, aber da es sich für eine Staatswirtschaft wie China nicht lohnt, Risiken zu Lasten der Zukunft einzugehen, wurde und wird allgemein erwartet, dass die Dinger deutlich aufwendiger und damit unattraktiver werden - und ggf. die letzten ihrer Art bleiben. Eine eigene Nuklearindustrie hat China schließlich eh noch nicht, nur ein paar militärische Anlagen. Das Land hat erst zur Jahrzehntenwende wirklich mit der Atomkraft angefangen und steht jetzt vor der ja/nein Frage.
Und da ist das Gegengewicht zum Einfrieren der Atomprojekte ein von Jahr zu Jahr immer weiter steigendes Investitionsbudget in Erneuerbare.

Und was tun die? fleißig CO2 in die Athmosphäre blasen. Der Klimawandel freut sich. liebe die Kohlekraftwerke abschalten und die Atomkraftwerke ihre Arbeit machen lassen...

Diese moralische Frage muss letztlich jeder für sich entscheiden:
Ist es besser, diese und die nächsten 3-4-5 Generationen mit den Folgen unseres CO2-Ausstoßes zu belasten, oder ist es besser, sich jetzt ein schönes Leben zu machen und die nächsten 3000-4000-5000 Generationen mit unserem Atommüll zu belasten?
Meine Antwort fällt eindeutig auf ersteres.
 
AW: 23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

In beiden Fällen gilt: Es wäre sehr unangenehm für die betroffenen Städte - und das zählt. So verrückt, dass sie denken, gegen die USA zu gewinnen, sind nichtmal nordkoreanische Diktatoren. Aber sie wissen, dass sie gerade ausreichendes Potential haben, damit es zwei Verlierer gibt - und damit haben sie sich ziemliche Narrenfreiheit erkauft. Denn es gibt in Nordkorea nichts, was den USA so wichtig wäre, dass sie dafür die Innenstadt von New York riskieren würden.
Für diesen Thread wiederum bedeutet das: Die Nutzung von Atomkraft hat enorme Bedeutung für die internationale Politik und jede weitere Verbreitung sollte unterbunden werden. Um das diplomatisch vertreten zu können, muss man aber auch selbst darauf verzichten.

Ja, dass ist schon richtig. Aber Nordkorea hat keine Interkontinentalraketen die amerikanischen Boden erreichen könnten. bleibt noch die Möglichkeit des Terrorismus. Aber eine Atombombe nach Amerika schmuggeln? Unwahrscheinlich, aber gut, wahrscheinlich nicht unmöglich :what:


Ich hab auch keinen Überblick, aber auf Bildern französischer Reaktoren sieht man eigentlich immer Kühltürme. Nützen tut denen das aber auch nichts, wenn der Fluß in einem trockenen, heißen Sommer zu wenig Wasser führt.
Jap, aber dann wird nicht alle Wärme in den Fluss abgeführt. ganz ohne Wasser gehts nat. dann auch nicht.



Naja - entsprechende Lager zu bauen ist eine Wissenschaft für sich. Der Rest ist eigentlich ziemlich banal. Selbst ein Kohlekraftwerk dürfte komplexer sein, von AKWs ganz zu schweigen. Aber das ist ja eben das schöne: Einmal konzipiert ist der Rest Formsache und Robust gegenüber Fehlern.
Ist die "einfachste" Lösung in diesem Fall die bessere? Das wird sich wohl erst in ein paar Jahrzehnten zeigen :)



Abgesehen davon, dass Investitionen in die Zukunft sehr wohl ZU teuer sein können und Wissenschaftler dazu tendieren, den Wert ihrer eigenen Forschung zu überschätzen (was ich denen nicht übel nehme, aber wenn es um größere Summen als in der zweckfreien Grundlagenforschung geht, muss ihnen halt jemand auf die Finger schauen), geht es hier um die Frage, welche von zwei möglichen Investitionen in die Zukunft diejenige ist, sich insgesamt eher lohnt.
Und eine dieser Investitionen wird eben erst in 30-40-50 Jahren überhaupt etwas bringen, bis dahin ettliche Milliarden in der Forschung verschlingen und dann steht man erstmal vor dem Problem, die großtechnische Umsetzung zu finanzieren.
Die andere Investition bringt innerhalb weniger Monate etwas, denn es fehlt nur noch die flächendeckende Umsetzung. Wenn man sich jetzt noch anguckt, dass der primäre Anlass für die Energiewende ein Prozess ist, in dem man eigentlich schon vor 1-2 Jahrzehnten hätte reagieren können, erübrigt es sich imho, über die Halb-Jahrhundertsoption nachzudenken.
Wir brauchen eine Energieversorgung für die nächsten Jahrzehnte und
- Fossile kommen nicht in Frage
- bestehende AKWs sind marode und nicht auf dem geforderten Sicherheitsstandard, sie können die Zeit nicht überbrücken (von der geringen Gesamtkapazität ganz zu schweigen)
- neue AKWs sind schweine teuer und vergrößern das massive Problem des Atommülls weiterhin, dazu kommt die Geopolitik (s.o.)
- erneuerbare sind billiger und haben keine (großen, geschweige denn irreparablen) Folgenschäden
- Fusion steht im fraglichen Zeitraum nicht zur Verfügung

Fazit:
Es gibt nur eine Option. Man könnte jetzt darüber philosophieren, ob man für die ferne Zukunft zusätzlich Fusionsforschung betreiben will, aber mal ganz ehrlich: Wozu? Es kostet definitiv viel Geld und daran mangelt es uns derzeit. Und wieso sollten wir 2050 bestehende, vollfunktionsfähige erneuerbare Kraftwerke gegen Fusionsanlagen austauschen? Von wachsendem Energieverbrauch müssen wir uns bis dahin sowieso verabschieden.
Gut - Das mit den Investitionen sind durchaus unterschiedliche Meinungen, die sich beide vertreten lassen, von daher gibt es da kein "wahr" oder "falsch".
Die Windenergie bringts schon jetzt, dass ist also keine Frage, das ist eine Tatsache, dass sich diese Investition schon gelohnt hat! Die Frage ist, ob das wirklich der Energieträger der Zukunft ist. Anscheinend haben wir da komplett verschiedene Ansichten^^
Ich beschäftige mich schon eine Weile mit der Kernfusion und je mehr ich dazu lese, desto überzeugter bin ich davon :D
Außerdem redet niemand von ersetzen. Aber zusätzlich wird man auf lange Sicht nicht um starke Energiequellen herum kommen. Irgendwann müssen wir auch mal von der Erde runter. Eine Mondstation mit Solarzellen versorgen? oder auf dem Mars? naja...



"Stromautobahnen" sind ein Buzzword, dass du in jedem zweiten Merkelpapier finden wirst.
Fallst du fragst, wo ein leistungsfähiges Stromnetz ist (dass du übrigens mit Fusionsgroßkraftwerken erst recht brauchst): Frag mal unsere werte Regierung und die von ihr mit dem Ausbau der Netz beauftragten Atomkonzerne, was gemacht wurde.
bisher wurde so gut wie nichts gemacht. Das meine ich ja.
Und selbst wenn die jetzt angestrebten Ausbauten fertig sein werden, wird es nicht reichen!


Wer will das? Alle Statistiken und Hochrechnungen, die ich kenne, beschränken sich auf das Potential auf günstig ausgerichteten Dachflächen. Und warum die Installation dort sinnvoll ist, braucht man wohl hoffentlich nicht zu erklären.
nee, das brauchst du mir nicht erklären. Ich habe gerade noch einmal nachgelesen und festgestellt, das moderne Solarzellen sich bereits nach maximal 5 Jahren in Deutschland amortisiert haben (bei Optimalbedingungen). vor ein oder zwei Jahren ist man noch von weit mehr ausgegangen...
Fehler meinerseits :schief:


Zum Glück ist unser Stromverbrauch stagnierend (dank unser tollen Bankenregulation seit einigen Jahren sogar fallend). Und das muss er auch irgendwann sein - egal mit welcher Kraftwerkstechnik. Exponentielles Wachstum wie Mitte des letzten Jahrhunderts ist einfach nicht tragbar. Wenn das fortgeschrieben hätte, hätte die Menschheit in ein paar Jahrhunderten mehr Energie umgesetzt, als der Planet derzeit abstrahlt. Solange niemand einen wahnsinnig originellen Grund findet, warum man den Verbrauch ausgerechnet auf einem anderen höheren Niveau stoppen soll, als auf dem, das wir gerade haben, können wir also ebensogut jetzt lernen mit dem auszukommen, was da ist.
Wer redet denn vom Stromverbrauch in Deutschland? :D
Der ist im Vergleich zu den USA oder China so gering...
Besonderst wenn man bedenkt, was da in Zukunft noch kommen wird. China und insbesondere Indien haben einen massiv gesteigerten Energieverbrauch -- UND, zumindest Indien, eine rasant wachsende Bevölkerung.

stell dir mal vor die ~2,5Mrd Inder und Chinesen streben den selben Prokopfverbrauch wie wir Europäer (zur Zeit ca 41000kWh/Jahr) an. Und das ist bei einer aufsteigenden Industrienation wie China und erst recht bei einem Schwellenland wie Indien fast unabdingbar. Das unser Strombedarf sinkt liegt an moderner Technik, die sich dort niemand leisten kann...
Der Weltenergiebedarf wird noch weiter steigen, eine ganze Zeit lang...


"Noch mehr?" Wir haben genau ein (Ex-)Versuchsprojekt und einen halben Windpark vor deutschen Küsten stehen. (und ein paar Möwenständer)
Deren Strom (noch) nicht wirklich genutzt werden kann, weil die Netze fehlen. sonst sind Offshorewindparks natürlich nicht so schlecht wie ihr Ruf!



Was soll passieren? Die strömen um eine im Meeresboden verankerte Säule bzw., im Falle des Sturms, steigern im günstigsten Fall die Stromproduktion. (Eine Frage der Netze. Heutige Windkraftanlagen werden so gebaut, dass sie bei sehr starken Stürmen nicht betrieben werden können, weil das, was die Atomkonzerne an Netzen hinterlassen haben, eh mit dem Strom aus den Randgebieten des Sturms überlastet ist)
Naja, bei einem Tsunamie wird ja nicht nur Wasser bewegt, sondern auch vieles, was darauf schwimmt (Schiffe, Müll, usw.) ich weiß nicht, ob das so gut für die Strohhalme ist...
Aber vermutlich hast du recht und es passiert nicht viel.
So viel ich weiß, werden die Flügel doch aretiert, bei zu starkem Wind, oder? Weil sonst fliegen einem die Dinger schon um die Ohren, bei einem richtigen Sturm ;)



Tjo - ich glaube, wir hatten kürzlich erst das Thema "schwarz-gelbe Inkonsequenz in der Energiepolitik und ihre Folgen".
Man sollte aber keine Lobbypolitik mit technischen Schwierigkeiten verwechseln.
Natürlich nicht. Von schwarz-gelb erwarte ich so viel Kompetenz wie von meinem linken Turnschuh. Nämlich gar nichts. Da hat man schon viel Vertrauen bei den Bürgern und der Industrie verspielt...



Sage ich auch nicht. Aber China hat nach Fukushima alle AKW-Neuplanungen eingefroren und afaik nicht wiederaufgenommen, die in Bau befindlichen Anlagen sollten gründlich auf ihre Sicherheit geprüft werden. Ergebnisse wurden zwar afaik nicht veröffentlicht, aber da es sich für eine Staatswirtschaft wie China nicht lohnt, Risiken zu Lasten der Zukunft einzugehen, wurde und wird allgemein erwartet, dass die Dinger deutlich aufwendiger und damit unattraktiver werden - und ggf. die letzten ihrer Art bleiben. Eine eigene Nuklearindustrie hat China schließlich eh noch nicht, nur ein paar militärische Anlagen. Das Land hat erst zur Jahrzehntenwende wirklich mit der Atomkraft angefangen und steht jetzt vor der ja/nein Frage.
Und da ist das Gegengewicht zum Einfrieren der Atomprojekte ein von Jahr zu Jahr immer weiter steigendes Investitionsbudget in Erneuerbare.
Das sie die Anlagen überprüfen wollten, wusste ich, dass die Neuplanungen eingefroren wurden noch nicht. Interessanter Fakt. Mal sehen, was sich daraus ergibt. Dann baut China halt noch mehr Kohlekraftwerke... Schade.



Diese moralische Frage muss letztlich jeder für sich entscheiden:
Ist es besser, diese und die nächsten 3-4-5 Generationen mit den Folgen unseres CO2-Ausstoßes zu belasten, oder ist es besser, sich jetzt ein schönes Leben zu machen und die nächsten 3000-4000-5000 Generationen mit unserem Atommüll zu belasten?
Meine Antwort fällt eindeutig auf ersteres.
Das finde ich ziemlich kurzsichtig gedacht. Meinst du, das Weltklima pendelt sich in 200 oder 300 Jahren wieder ein? Das glaube ich kaum. Die Folgen der Erderwärmung sind bisher unabsehbar und könnten genau so gut das Leben, wie wir es heute führen auf Jahrtausende zu nichte machen. Mal davon abgesehen, dass wir mit dem Atommüll relativ kleine Areale verseuchen, wenn wir es unter Kontrolle haben. Die Erderwärmung hat globale Auswirkungen.
Damit rauben wir uns unsere Lebensgrundlage. man kann heute schon beobachten welch eklatanten Folgen durch die Erwärmung der Meere um nicht mal 1°C auftauchen...
Artensterben bei Korallen und Fischen.
Wenn wir so weiter machen werden die Polkappen komplett schmelzen. Die stabilisieren aber unser Klima. die Küsten werden überflutet und unbewohnbar, Wüsten breiten sich schon heute in einem erschreckenden Tempo aus, unwetter nehmen zu

... Das werden wir niemals in 5 Generationen überstehen, auch nicht in 100, zumindest nicht, wenn wir so weiter machen wie Heute begonnen! Wenn das die Menschheit überhaupt überlebt...

Edit: Rechtschreibfehler dürft ihr heute behalten, ich kann heute irgendwie nicht schreiben :D :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: 23 Milliarden Euro Subventionen für Energiesünder (Energiepolitik die dritte)

Ja, dass ist schon richtig. Aber Nordkorea hat keine Interkontinentalraketen die amerikanischen Boden erreichen könnten. bleibt noch die Möglichkeit des Terrorismus. Aber eine Atombombe nach Amerika schmuggeln? Unwahrscheinlich, aber gut, wahrscheinlich nicht unmöglich :what:

Wenn man bedenkt, dass jedes Jahr hunderte Tonnen Drogen über die mexikanische Grenze geschmuggelt werden und Nordkorea mehrere U-Boote hat, die regelmäßig für unbemerkte Anlandungen von Spionen und Material an der gut bewachten Südkoreanischen Küste genutzt werden: Nicht einmal unwahrscheinlich, wenn es ausreichend hohe Priorität hat. Und die hat die Möglichkeit zum nuklearen Vergeltungsschlag eigentlich bei jedem genossen, der sich bislang ne Bombe gebaut hat :(

Gut - Das mit den Investitionen sind durchaus unterschiedliche Meinungen, die sich beide vertreten lassen, von daher gibt es da kein "wahr" oder "falsch".

Wie immer bei Dingen, die in der Zukunft liegen ;)

Die Windenergie bringts schon jetzt, dass ist also keine Frage, das ist eine Tatsache, dass sich diese Investition schon gelohnt hat! Die Frage ist, ob das wirklich der Energieträger der Zukunft ist. Anscheinend haben wir da komplett verschiedene Ansichten^^
Ich beschäftige mich schon eine Weile mit der Kernfusion und je mehr ich dazu lese, desto überzeugter bin ich davon :D

Technisch ist das zum Teil auch sehr überzeugend. Aber man muss bei Fusionstechnik immer zwei Dinge im Auge behalten:
Wieviel der beschriebenen Konzepte wurde schon praktisch getestet?
Was hat das gekostet?

In der Theorie sind Fusionskraftwerke eine tolle, einfache, geniale Sache. Aber in der Praxis sind sie genau das seit den 50ern: Eine tolle Theorie. Obwohl man enormen Mengen Geld reingesteckt hat.

Außerdem redet niemand von ersetzen. Aber zusätzlich wird man auf lange Sicht nicht um starke Energiequellen herum kommen. Irgendwann müssen wir auch mal von der Erde runter. Eine Mondstation mit Solarzellen versorgen? oder auf dem Mars? naja...

Auf Mond und Mars gänge das noch sehr gut und wäre vermutlich auf lange Sicht noch die günstigere Lösung, weil Solarzellen auf der Erde vorgefertigt werden können und für sich ein sehr gutes Leistungsgewicht haben - im Gegensatz zu Reaktoren.
Wenn wir langfristig auch den Asteoridengürtel und das äußere Sonnensystem nutzen wollen, dann hast du recht: Dafür brauchen wir irgendwann eine sonnenunabhängige Energiequelle. Aber da reden wir nicht von Jahrzehnten, sondern von ettlichen Jahrhunderten, ehe das der Fall ist. Also ein extrem langer Zeitraum, für dessen Vorbereitung wir vorerst nur sehr wenig Mittel in grundlegende Konzepte investieren sollten, weil zwischendurch noch soviel neue Technik entstehen wird, dass vermutlich 90% von dem, was man jetzt entwickeln würde, nie zum Einsatz käme. Und z.B. gerade in der Teilchenphysik sind Simulationen ein sehr guter Weg, um sich teure Testanlagen zu sparen - und unsere Simulationsmöglichkeiten verbessern sich extrem. Würde mich nicht wundern, wenn wir schon in 30-40 Jahren alle Fragen in Software lösen können, die ITER und Wendelstein-X in den nächsten 10-20 Jahren praktisch beantworten sollen.

nee, das brauchst du mir nicht erklären. Ich habe gerade noch einmal nachgelesen und festgestellt, das moderne Solarzellen sich bereits nach maximal 5 Jahren in Deutschland amortisiert haben (bei Optimalbedingungen). vor ein oder zwei Jahren ist man noch von weit mehr ausgegangen...
Fehler meinerseits :schief:

Ich sags ja:
Weiterentwicklung in den Erneuerbaren rentiert sich sehr schnell - im Gegensatz zur Fusion ;)

Wer redet denn vom Stromverbrauch in Deutschland? :D

Wir, hier in diesem Thread ;)

Der ist im Vergleich zu den USA oder China so gering...
Besonderst wenn man bedenkt, was da in Zukunft noch kommen wird. China und insbesondere Indien haben einen massiv gesteigerten Energieverbrauch -- UND, zumindest Indien, eine rasant wachsende Bevölkerung.

In Sachen Energieverbrauch pro Landesfläche dürfte Europa vor allen dreien liegen. Das heißt wenn wir mit erneuerbaren auskommen können, können die es erst recht. Zumal wir noch einiges an Altlasten mit uns rumschleppen, die andere Länder gar nicht erst aufbauen müssen.


Naja, bei einem Tsunamie wird ja nicht nur Wasser bewegt, sondern auch vieles, was darauf schwimmt (Schiffe, Müll, usw.) ich weiß nicht, ob das so gut für die Strohhalme ist...
Aber vermutlich hast du recht und es passiert nicht viel.

Auf See bewegt ein Tsunami nur sehr wenig bzw. diese Bewegung verteilt sich über die gesamte Wassersäule, so dass die Geschwindigkeiten und Pegeländerungen niedrig bleiben. Die Nordsee ist zwar schon relativ flach, aber wenn es zu einem Tsunami kommen sollte, hätte ich mehr Angst um Windkraftanlagen in Friesland (oder AKWs im Elbgebiet), als um Offshoreanlagen bei Helgoland.

So viel ich weiß, werden die Flügel doch aretiert, bei zu starkem Wind, oder? Weil sonst fliegen einem die Dinger schon um die Ohren, bei einem richtigen Sturm ;)

Ob auch arretiert wird, weiß ich nicht (glaube ich nicht - man bedenke die Kräfte, die auf so eine Sperre wirken könnten, die nutzt man nur für Wartungsarbeiten). Aber der Anstellwinkel der Rotorblätter oder zumindest der Spitzen ist variabel. Man dreht das Blatt einfach so, dass es keinen Schub mehr erzeugt und steht das Windrad quasi still.


Das sie die Anlagen überprüfen wollten, wusste ich, dass die Neuplanungen eingefroren wurden noch nicht. Interessanter Fakt. Mal sehen, was sich daraus ergibt. Dann baut China halt noch mehr Kohlekraftwerke... Schade.

Nachdem, was ich heute gelesen habe, sind wohl zumindest die Bauprojekte wieder in vollem Gange und man will in Zukunft eigene Reaktordesigns exportieren :(
Aber in Sachen Erneuerbare legt China trotzdem stetig zu und ist das Land mit dem global höchsten Zuwachs bei Wind- und Solarenergie. Die Pläne für AKWs dagegen zielen auf einen Anteil von 6% (geplante Anlagen) bis 10% (irgendwann mal genanntes Ziel) am Gesamtverbrauch ab.

Das finde ich ziemlich kurzsichtig gedacht. Meinst du, das Weltklima pendelt sich in 200 oder 300 Jahren wieder ein? Das glaube ich kaum. Die Folgen der Erderwärmung sind bisher unabsehbar und könnten genau so gut das Leben, wie wir es heute führen auf Jahrtausende zu nichte machen.

Natürlich sind die Auswirkungen nicht nach 200 Jahren gelaufen, dafür sind einige der Prozesse viel zu langsam. Iirc wird z.B. der Meeresspiegelanstieg erst in 300 Jahren sein Maximum erreicht haben, selbst wenn die Menschheit morgen ihre Emissionen auf null drosselt. Und die CO2 Erhöhung könnte man noch in 500 Jahren nachweisen.
Aber: Die großen Probleme sollten sich in 150-200 Jahren erledigt haben. Bis dahin ist die wertvolle Infrastruktur in Küstennähe längst vernichtet, Ozeanien und die großen Deltas entvölkert, die Nahrungsproduktion zurückgegangen und die globale Ordnung kollabiert. In 200 Jahren sollte sich die (imho deutlich kleinere) Menschheit längst wieder auf dem Weg nach oben befinden und unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel können zwar angepisst sein, dass es nichts zu erben gab - aber sie haben keine weiteren Altlasten mehr, die sie abtragen müssen, sondern freie Möglichkeiten.
Das Problem beim Klimawandel ist ja nicht das neue Klima, sondern die Geschwindigkeit des Wandels. Damit ist zu vieles überfordert - aber dieses überforderte wird die Überforderung keine 200 Jahre durchhalten. Was danach noch übrig ist, damit kann man sich eine Zukunft aufbauen.
 
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