Wenn ich noch einmal ein mal "mimimi 720p" irgendwas lesen muss....
Ich bin echt erschlagen davon, wie viele Leute das Konzept nicht verstehen und dann auch noch mit Tränen in der Augen und Wut im Bauch hier losschreien - und das, obwohl es ständig wieder von anderen erklärt wird.
Das Problem (für offensichtlich viele hier) an Benchmarks ist, dass man sie immer noch interpretieren muss.
Kleines Beispiel:
Ich spiele immer in 4k, möchte max. Details haben und hab mir dafür eine Titan X P für 1200€ (

) gekauft. Am liebsten spiele ich Witcher 3. Dann gehe ich zum W3 Benchmark in 4k. Was sehe ich? Alle Balken gleich lang, außer vielleicht beim AMD FX. Daraufhin logge ich mich direkt bei PCGH ein und Poste: "in 4k und anderen relevanten Auflösungen ist Ryzen genauso gut wie die Top-Intel-CPUS !!!! Warum macht man so überflüssige Benchmarks in 720p!!!!". Der User mit etwas analytischem Verstand denkt nun zwar: Ja, haha, klar. Im GPU-Limit ist der 7700k genauso gut wie Ryzen. Aber der i5 6400 ja auch! Man, da kaufe ich mir ja lieber ne CPU für <200€!
Aber halt! Die Testredaktionen haben ja mitgedacht und in 720p getestet. Und was sehen wir da? Im CPU-Limit rennt Intel davon! Ryzen liegt stellenweise arg zurück.
Und jetzt schließt sich der Kreis: Einmal über das gelesene nachgedacht und kann sinnvoll interpretieren: Um beim Beispiel zu bleiben, da ich eh im GPU-Limit bin, ist die CPU-Leistung in spielen erstmal nicht so wichtig. Nun kommen andere Aspekte in meine Entscheidung: benutze ich ich noch andere Anwendungen, die davon profitieren? Rendere ich, stehe ich auf Benchmarks? Oder spiele ich nur? Möchte ich auf die Mehrkernzukunft hoffen?
Jetzt kann ich eine Aussage darüber treffen, was ich kaufen möchte. Und was haben wir gelernt? Viele verschiedene Benchmarks sind toll - wenn man in der Lage ist, sie zu interpretieren. Wenn nicht, einfach nachfragen - es gibt genug Leute hier, die es sehr gut können.