ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Ich hatte vor ein paar Wochen hier irgendwo im Forum ein Diagramm darüber gesehen. Stimmt das gar nicht?
Vermutlich klasssische Verwendung von grünem Strom und grüner Energie: Wir hatten letztes Jahr sogar gut 50% Strom aus enereuerbaren Energien, wobei sich neben einer sehr guter Windausbeute natürlich der durch Corona um 6% insgesamt gesunkene Verbrauch bemerkbar gemacht hat, für den wegen der steigenden CO2-Preise (ausnahmsweise mal) primär fossile Kraftwerke runtergefahren wurden. Mit voller Wirtschaftsleistung in einem Durchschnittsjahr sind niedrige 40er Werte realistischer (was ungefähr achtmal soviel ist wie die "5%" Ökoanteil, nach denen Laut Atom-&Fossil-Fans&Lobby zur Jahrtausende "die Lichter ausgehen" müssen). Aber all das bezieht sich eben nur auf den Strom. Verkehr ist zu 93% fossil, Wärme zu 85%. Und gerade letzteres haut richtig ein, denn die meiste Energie fließt bei uns in Heizung und Warmwasser. Und obwohl man da vieles sehr leicht und sehr kostengünstig auf erneuerbare umstellen kann, konzentriert sich die Politik auf den Strom, weil Häuslebauer der Union noch wichtiger sind, als Atomkraftwerke. Ergebnis:
Insgesamt sind wir nicht einmal bei 20% Erneuerbare Energie.
Erneuerbare Energien in Zahlen
Aktuelle und qualitätsgesicherte Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland sind ein wichtiger Baustein zur Bewertung der Energiewende. Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) stellt diese Daten regelmäßig bereit und arbeitet zusammen mit anderen Akteuren...
Deswegen sind auch die Regierungsziele zum Klimaschutz ohne dramatische Änderungen beim Ausbautempo (die nicht Regierungsziel sind und die auch gesamtwirtschaftlich problematisch sind, einfach weil man eine Industrie nicht binnen Monaten aus dem Hut zaubern kann) absolut utopisch und in Folge davon Subventionsmaßnahmen/Steuergeschenke an Großkonzerne z.B. für Batterieautos+Infrastruktur kein effektiver Klimaschutz.
Ich kenne mich da juristisch zwar nicht aus, aber wenn man eine Firma (durch Fahrlässigkeiten) nachweislich in den Ruin treibt, sollte doch ein Straftatbestand vorhanden sein, oder nicht?
Nö. "Keinen Gewinn machen" ist absolut legal. Was du nicht machen darfst: Jemand darüber täuschen, wie unfähig du bist. Das wäre dann Betrug bzw. als Angestellter gegenüber dem Arbeitgeber Verletzung der Sorgfaltspflicht, etc.. Aber wenn jemand einfach nur schlecht in seinem Job ist, ist das definitiv nicht strafbar. Da kann nur der Eigentümer Konsequenzen ziehen und ihn [während der Probezeit oder nach mehreren Abmahnungen] feuern bzw. wenn es der Eigentümer selbst ist, ist es halt sein eigenes Vermögen, dass er verpulvert. Und im Falle derjenigen, die vom Volk wieder und wieder mit der Staatsführung betraut werden, ist es dann halt das Staatsvermögen. Rechtlich bedenklich wären allenfalls gescheiterte Hinterzimmergeschäfte wie Scheuers Mautverträge oder Spahns Masken- und Apothekengeschenke. Aber auch da gibt es keine klaren Gesetze gegen (Politik ist zu komplex, als dass man genaue Abläufe vorschreiben könnte) und individuell absichtliches Fehlverhalten, also Betrug, nachzuweisen, ist ohne Mithilfe der Angeschuldigten praktisch nicht möglich. Siehe Schäuble/Kohls (und weitere) Spendenaffäre(n): Jeder weiß, dass die CDU bestechlich ist und das macht, wofür Lobbys zahlen. Aber es ist praktisch nicht möglich zu belegen, wer als Reaktion auf welches Geld was gemacht hat, also kann man auch niemanden einzelnen dafür inhaftieren. Nur der Wähler könnten sagen "sowas will ich nicht im Parlament" - zu viele scheinen es aber toll zu finden.
