Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Tja, Kanzler-Direktwahlen gibt es leider nicht sonst würde wahrscheinlich Scholz Kanzler. :ugly:
(zumindest laut aktuellen Umfragen)
 
Fukushima hat noch einmal gezeigt, dass an sich auch gut gewartete und mit aller Sicherheitstechnik versehene AKWs einen Super-GAU haben können, wenn es zu einer Naturkatastrophe kommt. Das haben Grüne zwar schon immer gesagt, aber ich habe das Respekt davor, dass Merkel ihre Analyse revidiert hat.

Nö, Fukushima hat absolut gar nichts gezeigt, was auf deutsche AKWs hätte übertragen werden können. Kein Tsunamigefahr, weitereichende Sicherheitsmaßnahmen als den havarierten Reaktoren - das einzige, was man aus Fukushima für Deutschland lernen könnte, war "Atomkraftgegner erzählen mehr Wahrheit über Atomkraftwerke als Atomkraftwerksbetreiber". Aber nichts technisches. Von daher gab es nur für Leute, die keinerlei Ahnung von der Materie haben, einen Grund, ihre Meinung zu ändern. Und genau das ist passiert: Nicht Merkel hat ihre Meinung als Reaktion auf Fukushima geändert. Sondern ein großer Teil der deutschen Bevölkerung, für die bis dato Strom einfach aus der Steckdose kam. Und erst als nach mehreren Wochen klar wurde, dass Millionen von Menschen wegen dem Thema AKWs jetzt auf einmal die Grünen statt die Atomlobbyisten der Union wählen wollen, da hat Merkel auf den Verlust an Wählerstimmen reagiert und ihr Fähnchen in den neuen Wind gehangen.

Respekt hat sie für diesen Einschleimversuch garantiert nicht verdient, zumal sie die Umsetzung ja bekanntermaßen grandios misslungen ist und einen Milliardenschaden angerichtet hat. Was Merkel nicht davon abgehalten hat, sich im Anschluss Jahrelang als "Energiewendekanzlerin" zu brüsten, obwohl sie nicht einmal in die Nähe des von Rot-Grün vorgelegten und von Schwarz-Gelb abgewürgten Korridors kam.

Gegen den Scheiß, den Merkel in ihren ersten 2-3 Amtszeiten ind der Energiepolitik verursacht hat, ist selbst Scheuer eine Randnotiz.


Das Problem ist auch, wenn wir aus der Atomkraft aussteigen, noch viele Länder um uns herum AKWs haben. Wenn da mal ein Gau passiert und eine Wolke rüberzieht bringt uns das wenig.

Wenn andere Fehler machen, nützt einem eigenes Handeln nie direkt etwas. Aber die Chance, dass überhaupt jemand einen Fehler macht, sinkt trotzdem deutlich und außerdem könnte man diplomatisch Druck machen, wenn man selbst andere nicht gefährdet, aber von denen gefährdet wird. Und/oder man könnte denen Teile der Grundlagen entziehen, viele benachbarte Atomkraftwerke sind schließlich von der Uranesco abhängig. Und/oder man könnte auf juristischem Wege gegen die europäische Atomindustrie vorgehen, sowie Österreich gegen Hinkley Point und diverse osteuropäische Projekte geklagt hat (leider nur mit teilweisem Erfolg, weil die europarechtlichen Grundlagen noch aus den 60ern stammen). Und/oder man könnte den Rechtsrahmen selbst für Nuklearenergie in Europa ändern, stichwort Finanzierungsgrundlagen die erst kürzlich wieder ein großes Thema waren.

Wie gesagt: Man könnte. Wenn man keine Lobbyhure von der CDU wäre, sondern aus Überzeug auch dann gegen Atomkraft vorgehen würde, wenn die Wähler gerade nicht wegen einen Super-GAU mal für 5 Minuten die Aufmerksamkeit widmen, die es eigentlich permanent verdient, die sonst aber auf Soaps und Fußball gerichtet wird.


Und vor ein paar Jahren (ich weiß nicht ob das noch aktuell ist) hat Deutschland auch noch Atomstrom aus anderen Ländern wie z.B. Frankreich importiert. Das passt dann nicht wirklich zusammen.

Deutschland ist seit Jahrzehnten Strom-Nettoexporteuer. Sowohl in kWh (= wir produzieren viel mehr, als wir brauchen) als auch in € (= wir produzieren den Strom auch dann, wenn er andernorts knapp ist) Das heißt nicht, dass nie Strom aus Frankreich nach Deutschland fließt, im Gegenteil. Das europäische Verbundnetz gleicht ständig Schwankungen über den ganzen Kontinent hinweg aus. Aber deswegen sind wir noch lange nicht von französischem Atomstrom abhängig, im Gegenteil. Als ich das letzte mal nachgeguckt habe, war der Hauptzufluss aus Frankreich nach Deutschland im Frühsommer. Also genau der Zeitraum, wo die Mittelmeerländer aufgrund des optimalen Sonnenstandes maximalen Solarstrom produzieren, das Land sich aber noch nicht so aufgeheizt hat, dass die Klimaanlagen alles wieder auffressen. Gut möglich also, dass auf der einen Seite genauso viel Strom aus spanischer Photovoltaik ins französische Netz reingeflossen ist, wie Deutschland am anderen Ende entnommen hat. Kann man letztlich nicht sagen, denn die "Öko"-Zertifikate werden unabhängig vom Elektronenfluss gehandelt.


Die CDU muss sich erneuern. Bis jetzt sehe ich weder Ansätze noch den Willen dazu. Grüne und Linke werden meine Stimme nicht bekommen. Bleiben nur noch die FDP und AFD ...

... und 45 weitere Parteien. Da sollte sich nun wirklich was besseres als die FDP finden lassen. (Ich selbst tendiere im Moment auch ein Bisschen zu den Liberalen Demokraten, also eine ex-FDP-Auskoppelung, die sich aber auf Bürgerrechte, Zukunftspolitik und Liberalismus statt auf Wirtschaftsvertretung konzentriert hat.)
 
Nö, Fukushima hat absolut gar nichts gezeigt, was auf deutsche AKWs hätte übertragen werden können. Kein Tsunamigefahr, weitereichende Sicherheitsmaßnahmen als den havarierten Reaktoren - das einzige, was man aus Fukushima für Deutschland lernen könnte, war "Atomkraftgegner erzählen mehr Wahrheit über Atomkraftwerke als Atomkraftwerksbetreiber". Aber nichts technisches. Von daher gab es nur für Leute, die keinerlei Ahnung von der Materie haben, einen Grund, ihre Meinung zu ändern. Und genau das ist passiert: Nicht Merkel hat ihre Meinung als Reaktion auf Fukushima geändert. Sondern ein großer Teil der deutschen Bevölkerung, für die bis dato Strom einfach aus der Steckdose kam. Und erst als nach mehreren Wochen klar wurde, dass Millionen von Menschen wegen dem Thema AKWs jetzt auf einmal die Grünen statt die Atomlobbyisten der Union wählen wollen, da hat Merkel auf den Verlust an Wählerstimmen reagiert und ihr Fähnchen in den neuen Wind gehangen.

Fies so eine Demokratie, wo man nicht einfach Dinge gegen den Wunsch der Mehrheit durchdrücken kann, gell.
 
Fies so eine Demokratie, wo man nicht einfach Dinge gegen den Wunsch der Mehrheit durchdrücken kann, gell.
Es gab auch vor Fukushima keine Mehrheiten im Volk für die Atomkraft.

Ich sag es nochmal, für solche Fehler müssen Politiker mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden, bis zur Privatinsolvenz.
Nicht der Ausstieg war der Fehler sondern der Wiedereinstieg.
 
Es gab auch vor Fukushima keine Mehrheiten im Volk für die Atomkraft.

Ich sag es nochmal, für solche Fehler müssen Politiker mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden, bis zur Privatinsolvenz.
Nicht der Ausstieg war der Fehler sondern der Wiedereinstieg.
Lass mich überlegen, hatte nicht eine Regierung die Wahl gewonnen, die den Atomausstieg nicht wollte?

Und zu dem Rest sage ich mal nur, dass es Spinnerei ist. Was rechtswidrig ist wird verfolgt und was richtig oder falsch ist, ist oft eine Frage der eigenen Meinung und keine absolute Entscheidung. Es ist durchaus denkbar, dass Menschen in 100 Jahren den Atomausstieg für einen Riesenfehler halten.
 
Lass mich überlegen, hatte nicht eine Regierung die Wahl gewonnen, die den Atomausstieg nicht wollte?
Du weißt ganz genau wie unsere Demokratie funktioniert und falls nicht hast Du traurigerweise dennoch das Recht zu wählen.
Es ist durchaus denkbar, dass Menschen in 100 Jahren den Atomausstieg für einen Riesenfehler halten.
Das ist doch der Witz dabei nicht?
Egal ob man Pro oder Kontra Atomkraft ist, ist das was Merkel gemacht hat eine schlechte Lösung.

Wenn du pro Atomkraft bist hat dir Merkel trotzdem die AKWs genommen und es kostet unnötige Milliarden.
Wenn du kontra Atomkraft bist kostet es am Ende auch unnötige Milliarden.
 
Atomkraft wäre ja eine saubere Energiequelle wenn das mit dem Atommüll nicht wäre.
Und die Gefahr des Super GAUs. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering ist. Wenn mal was passiert dann richtig!
 
Das ist gar nicht das worauf @Sparanus hinaus wollte. Es geht einfach darum dass das was Merkel mit dem "äh Nein, Ja doch" Wiederein- und dann Wiederausstieg halt für beide Seiten ein Verlust war.
Bei so langfristigen Dingen kann man nicht von Wahl zu Wahl eine 180° Wende machen die, wie Gerichte bestätigt haben, nichmal rechtens war.
 
Da hat Merkel wohl aus dem Bauch heraus und populär entschieden.
Ich empfand es auch etwas überstürzt.
 
Nicht "populär", sondern populistisch. Anstatt dazu zu stehen, dass die Union für eine riskante, zukünftigen Generationen enorme Kosten auflastende Technik steht und das geil findet, hat sie flugs umgeflaggt. Erst die Wahl (u.a.) damit gewinnen, Atomkraft in den Himmel zu loben und erneuerbare runterputzen und dann die nächste Wahl sichern, indem man einen hoffungslos verpfuschten Atomnotausstieg hinlegt und ein Lippenbekenntnisse zu erneuerbaren raushaut. Moralisch habe stehen verlogene Halb-Arschlöcher wie Merkel für mich auf einer Stufe mit den ehrlichen Voll-Arschlöchern von der AFD. Nur absoluter Profi in Sachen Selbstdarstellung, Öffentlichkeitswirkung und vor allem Fädenziehen ist sie, dass muss man ihr lassen. So oft wie sie hat niemand opportunistische Gelegenheiten zur Beliebtheitssteigerung genutzt und gleichzeitig erfolgreich mögliche Fettnäpfchen ausgesetzt.


Fies so eine Demokratie, wo man nicht einfach Dinge gegen den Wunsch der Mehrheit durchdrücken kann, gell.

Ich verurteile niemanden, weil er das macht, was die Mehrheit will. Ich verurteile Leute, die der Mehrheit Scheiße erzählen, damit sie ja nicht das falsche fordert. Und da ist Merkel in Sachen Atomkraft nun wirklich ganz weit vorne mit dabei unter den Spitzenpolitikern. Und das nicht nur wegen ihrer direkten Verantwortung für die Asse, sondern auch wegen dem Märchen von "mir müssen verlängern ... brauchen Atomkraft" und eben "ist sicher ... ach ne doch nicht. Jetzt wo ihr schon alle dieser Meinung seit, teile ich die auch."
 
Das Problem ist auch, wenn wir aus der Atomkraft aussteigen, noch viele Länder um uns herum AKWs haben. Wenn da mal ein Gau passiert und eine Wolke rüberzieht bringt uns das wenig. Und vor ein paar Jahren (ich weiß nicht ob das noch aktuell ist) hat Deutschland auch noch Atomstrom aus anderen Ländern wie z.B. Frankreich importiert. Das passt dann nicht wirklich zusammen.
Das muss gar nicht erst die Wolke sein. Die AKWs stehen oft direkt an den Grenzen zu Deutschland, d.h. selbst die direkte Strahleneinwirkung würde deutsche Gebiete treffen und unbewohnbar machen.

Naja aber was soll man machen. Grüne Politik ist halt mittlerweile eher eine Ideologie die von ihren Anhängern fanatisch verfolgt wird.
Bestes Beispiel heute wieder in den Nachrichten: wegen steigender Zahlen illigaler Autorennen in deutschen Städten fordern die Grünen ein Tempolimit auf Autobahnen...wer irgendeine kausale Logik dahinter findet möge sie uns doch bitte mittteilen.
 
Ich verurteile niemanden, weil er das macht, was die Mehrheit will. Ich verurteile Leute, die der Mehrheit ********************* erzählen, damit sie ja nicht das falsche fordert. Und da ist Merkel in Sachen Atomkraft nun wirklich ganz weit vorne mit dabei unter den Spitzenpolitikern. Und das nicht nur wegen ihrer direkten Verantwortung für die Asse, sondern auch wegen dem Märchen von "mir müssen verlängern ... brauchen Atomkraft" und eben "ist sicher ... ach ne doch nicht. Jetzt wo ihr schon alle dieser Meinung seit, teile ich die auch."
Du setzt halt voraus, dass Du "das Richtige" kennst.
 
Bestes Beispiel heute wieder in den Nachrichten: wegen steigender Zahlen illigaler Autorennen in deutschen Städten fordern die Grünen ein Tempolimit auf Autobahnen...wer irgendeine kausale Logik dahinter findet möge sie uns doch bitte mittteilen.
Da wären wohl strengere Polizeikontrollen und höhere Strafmaße wirkungsvoller.
 
Das muss gar nicht erst die Wolke sein. Die AKWs stehen oft direkt an den Grenzen zu Deutschland, d.h. selbst die direkte Strahleneinwirkung würde deutsche Gebiete treffen und unbewohnbar machen.

Naja aber was soll man machen. Grüne Politik ist halt mittlerweile eher eine Ideologie die von ihren Anhängern fanatisch verfolgt wird.
Bestes Beispiel heute wieder in den Nachrichten: wegen steigender Zahlen illigaler Autorennen in deutschen Städten fordern die Grünen ein Tempolimit auf Autobahnen...wer irgendeine kausale Logik dahinter findet möge sie uns doch bitte mittteilen.
So Mister Fakenews jetzt mal eine Quelle die diesen Kausalzusammenhang zieht.
 
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