AW: Doppelte Staatsbürgerschaft auch für Türken
Das Militär hat schon immer eine Zentrale Rolle in der Türkei gespielt. Putsch 1960, 1971, 1980, Militärverfassung 1982 etc. Deshalb haben (hatten) die Generäle sehr großen Einfluss auf die Politik.
Du vergisst die zwei erfolglosen Belagerungen bei Wien
Warum hackt ihr denn bitte auf fear.de so ein?
Weil er vielleicht persoenlich ganz andere Erfahrungen gemacht hat, als Andere?
Seine Formulierung ist etwas generell gehalten und koennte von einem Stammtischgespraech kommen, aber was er erlebt hat kann hier glaube ich keiner werten.
Ja es ist leider immer noch so in Deutschland, wenn man auch nur im geringsten Maße etwas gegen seine auslaendischen Mitmenschen sagt, neigt die weite Meinung Einen als auslaenderfeindlich darzustellen. Das ist leider noch das Harmloseste.
Ich selbst komme aus Wien, lebe seit anfang 2002 in Deutschland.
Bisher sah ich noch keine Notwendigkeit einer deutschen Staatsbuergerschaft, wobei ich mir auch nicht bewusst bin, was es da fuer Vor und Nachteile gibt.
Vielleicht kann das jemand mal eroertern. Abgesehen vom Wahlrecht/Wahlpflicht.
Wien ist nun mal wirklich eine Multikultistadt, und ich mag dieses ganze Flair und die Mentalitaet der Leute dort.
Aber auch ich musste leider einige unschoene, persoenliche Erfahrungen machen.
Diese waren aber haeufiger mit tuerkisch staemmigen Menschen als mit Anderen.
Wenn man nun mal einige schlechte Erfahrungen sammelt, entwickelt man eine Abneigung mit der Zeit.
In Deutschland, in der Region wo ich jetzt lebe, habe ich im laufe der Zeit ganz andere Erfahrungen gemacht bzw. machen muessen.
Hier sind nicht "die" Tuerken die, die unangenehm auffallen, eher die russischstammige Bevoelkerung.
Mag sein das hier ein ueberproportional großer Anteil von lebt.
Es sind gar nicht mal die aelteren Leute, meiner persoenlichen Erfahrung nach die zweite und dritte Generation.
Geht vom Auftreten, ueber respektloses Behandeln des Umfeldes bis hin zum Moechtegerngangsterdasein.
Nur so als Beispiel: in meiner Abteilung war damals ein, verzeiht den Ausdruck, werde das jetzt der einfachheitshalber so tippen, Russe.
Man war sich 9h am Tag gegenueber, und hat kaum ein Wort gewechselt.
Jedlicher Ansatz zu einem Smalltalk wurde abgewuergt oder sehr knapp gehalten.
Kaum ist diese Person in eine andere Abteilung gegangen und auf Landsleute gestoßen, ging das Gelaber los.
Mittlerweilen haben wir noch eine Stelle in unserer Abteilung mit einem Russen besetzt.
Es ist einfach nicht schoen, als deutschsprachiger komplett ausgegrenzt zu werden.
Sowas sind nur die harmlosen Sachen die so im Alltag passieren.
Richtiger Raubueberfall auf den Neffen eines Kollegen, mit Geld abnehmen, Mobiltelfon entwenden etc. Und das nicht als Einzelperson, sondern als Gruppe.
Selbst darf ein Auslaender einen Nationalstolz besitzen, finde ich auch gut so. Faengt an mit Flaggen im Auto, Parolen usw.
Aber ein Deutscher der sich zu seiner Heimat bekennt, uh da wird gleich die Naziphrase ins Spiel gebracht.
Das sind definitv keine Stammtischaussagen. Alles selbst und persoenlich erlebt.
Ich kanns nur nochmal erwaehnen. Haeufen sich Erlebnisse, welcher Art auch immer, wird man einfach etwas vorsichtiger oder entwickelt eine Antipathie.
Das jetzt Einzelnen zum Vorwurf machen, ohne deren komplette Geschichte zu kennen, ist einfach daneben.
Und egal welcher Herkunft die Menschen sind, es gibt ueberall Ausnahmen.
Die hier lebenden Tuerken sind in der Masse angenehme Zeitgenossen.
mhh ein anderer Arbeitskollege, mit dem ich eine Zeitlang unterwegs war.
Erster Eindruck: netter Mensch!
Man quatscht im laufe der Zeit ueber alles Moegliche.
Im Zuge dieser Gespraeche findet man aber durchaus heraus wie Menschen so ticken.
Das fand ich wiederum bei ihm so gar nicht toll. Koennt aus nem Propagandablatt sein, aber hat sich so zugetragen:
Deutsche Frauen sind Huren, nur zum Verkehr (er hat durchaus andere Ausdruecke verwendet) da und geeignet.
Die meisten Deutschen sind eh etwas dumm.
blablabla
Fremdgehen war fuer ihn auch normal, aber nur mit deutschen Frauen.
Als ich ihn fragte, ob er das denn seiner Frau auch zugesteht, musste ich mir anhoeren, wie toll nicht tuerkische Frauen sind und die sowas nie machen wuerden.
Klar ist das alles die Einstellung eines Einzelnen, und man sollte nicht gleich auf Andere schliessen. Aber macht mal mehrere Erfahrungen dieser Art.
Ich bin auch gegen eine Doppelstaatsbuergerschaft.
Wofuer auch?