Haetten sie auch die "Teilnahme" am Wehrdienst verweigert, haetten sie keine Karriere gehabt.
Totalverweigerung hatte in der BRD auch nicht gerade positive Folgen...
In der DDR fehlte ein weitesgehend ziviler Ersatzdienst und der Dienst an sich war umfangreicher, ja - aber das sind beides keine DDR-spezifischen Merkmale.
manche haengen diese Entscheidung aber auch an nicht greifbaren Werten wie "frei" und "unfrei" auf. Weshalb meine Vermutung ist, dass es ihnen eher nicht gut ging.
Wenn man eine Diskussion führt, in der eine gewisse Anzahl an Übeln akzeptiert und die Betrachtung ausdrücklich auch auf das verbleibende gerichtet werden soll und "eingeschränkte Freiheit" zu diesen akzeptierten Übeln gehört, dann ist es vermutlich nicht Ziel der Teilnehmenden, die Frage gut/nicht gut einzig und allein nach diesem Kriterium zu beurteilen...
Pauschal nicht beantwortbar. Wenn der Waehler / die Waehlerin jung genug ist, um die DDR nicht selbst bewusst erlebt zu haben, steht in der Tat zu besorgen, dass er / sie nichts ueber sie weiss und stattdessen mit Halbwahrheiten und Ganzluegen von denen indoktriniert ist, die sich das Scheitern ihrer Lebensluege nicht eingestehen wollen. Bei der aelteren Klientel waere zu ueberpruefen, ob die Linke tatsaechlich mit Pro-Ost- oder nicht eher aus enttaeuschter Anti-West-Motivation gewaehlt wird. Und das es Profiteure des Systems gab, die sich komfortabel in ihm eingerichtet haben und es nun vermissen, glaube ich nur zu gern.
Ich bin jetzt ehrlich gesagt auch zu faul, eine Statistik über die Wählerzusammensetzung bei der Linken für einzelne Bundesländer zu finden, aber fakt ist, dass die PDS auch in den 90ern schon durchaus ansehnliche Ergebnisse feiern konnte.
Eine Anti-West-Motivation ist in diesem Kontext gleichbedeutend mit einer Pro-Ost-Motivation, da sich diese Art der Trennung und die sie vertretenen Parteien ausdrücklich über die Ablehnung des jeweils anderen Definieren.
D.h. es gibt auf dieser Achse keinen dritten Bereich, den der Wähler vielleicht auch meinen könnte und gerade in den Anfangsjahren hat sich die PDS auch nicht gerade mit neuen kreativen Ideen profiliert.
"Schaedigen" ist relativ. In die Privat- und Intimsphaere des Individuums eindringen und Informationen weiterzugeben halte ich absolut fuer "schaedigen". Sich staendig ueber die Schulter zu schauen, weil man befuerchten muss, beobachtet und belauscht zu werden, ist ein omnipraesenter Schaden, den das System DDR an allen seinen (nonkonformen) Buergern angerichtet hat.
Das stimmt durchaus, in dem Fall geht es aber ausdrücklich um "nicht schädigen" im Sinne von "alles machen, nur nicht unterstützen". Auch Leute, die "nur" nicht für die Stasi gespitzelt haben, waren nicht zwangsläufig (Gegenbeispiele finden sich sicher) von Repressalien betroffen. Zum Gegner des Systems wurde man erst, wenn man dagegen aktiv wurde - gegenseitige Ignorierung war dagegen möglich.
Aber wir wären jetzt spontan keine Fälle bekannt, in der man der SS gegenüber eine Aussage verweigern konnte, ohne massive Konsequenzen zu befürchten. Auch unter Stalin konnte man sich allein dadurch, dass man das System nicht aktiv unterstützt hat, in ernste Gefahr geraten.
In der DDR blieb einem höchstens die Oberschicht verwehrt. (aber das galt auch für einen Großteil der Spitzel

)
Das ist dann zwar immer noch ein qualitativer Unterschied - aber mehr eben nicht.
"nur alles anders"?
Ich bin kein Mod aber ich verfolge diesen Thread sehr gerne aber es fält sehr sehr schwer diese ellenlangen Posts zu lesen. Könnten sich die schreibwütigen etwas kürzer fassen aber dafür öfter mal was posten?
Ich bin zwar Mod, aber ich im Moment leider nicht die Zeit, mehrfach am Tag aktiv zu werden - ich vermute mal, dass es anderen ähnlich geht.
Klar,sowas ist ja auch nicht gerade förderlich für das zusammen leben.Oder doch? Würden die Leute die in der DDR lebten eher sagen die Menschen lebten zu DDR Zeiten enger miteinander oder eher jetzt?
Früher, wobei durch die Bank weg noch ein großer Unterschied zum Westen erkannt wird.
10.000 Mark sind nicht wirklich viel für ein Auto, und wer 30.000 zahlte, bekam den Trabi laut wikipedia sofort, also ganz offiziell ohne Schwarzmarkt
Öhm - 10000 Mark dürften für die meisten mehr als ein Jahresgehalt gewesen sein...
Baumaterial war dewegen knapp, weil das gigantische Wohnungsbauprogramm der DDR so viel verschlang, ich werde noch Zahlen dazu nennen, die man nicht eben googlen kann!
Die DDR hat keinen großen Überschuss an Wohnfläche hervorgebracht und gerade in den 80ern auch sehr effizient gebaut (was Material/Wohnfläche angeht), d.h. da kann nicht außergewöhnlich viel Material abgeflossen sein.
Es war insgesamt wenig dar. Nicht so wenig, wie von manch anderen Dingen - was Häuslebauern aber auch nicht geholfen hat, denn die passten überhaupt nichts ins System.
Für die Blinden und die Tauben noch ein allerletztes mal: Dieser Thread dreht sich darum, ob wirklich alles schlechter war in der DDR, er behandelt nicht die schlechten Dinge, weil von denen ja schon jeder als Kind erfahren hat.
Bitte zügle dich in deiner Wortwahl.
BRD-Schulden 1,7 Billion Euro!
Davon aber afaik rund 50% von der DDR übernommen
Aha, ein Hammer ist 50, Jahre alt. Die DDR hat das weltweit erste zivile Düsenflugzeug gebaut. Mit einem 50 Jahre alten Hammer?
Ich will ja nicht meckern, aber der erste zivile Jet flog ein paar Monate bevor die DDR überhaupt gegründet wurde.
Eine Deiner wenigen Antworten zu meinen Posts, deren Inhalt nicht ausschließlich der Beledigung meiner Person dient.
Ähmmm - ich kann nicht drauf bestehen, dass du alles verstehst, was ich dir schreibe, aber ich denke Unterstellungen kann ich mir dann doch verbitten.
Und das "Auswandern ins kapitalistische Außland" war bei weiten nicht so leicht wie Du es dir vorstellst.
Mal abgesehen von den jahrelangen Wartezeiten, war dieses Vorhaben überwiegend verbunden mit mehreren Besuchen bei und von der Stasi. Wobei von seiten der Stasi den Außwanderungswilligen konsequenzen für die zurückgebliebenen Angehörigen angedroht wurden. Desweiteren wurden Außwanderungswillge vom Staat regelrecht von ihrem Eigentum enteignet.
All das ist einer Familie aus meiner Nachbarschaft passiert die damals aus der DDR Auswandern wollte.
Also im mir sehr gut bekannten Fall einer erfolgreichen Auswanderung aus der DDR gab es keine nachweisbaren Stasi-Besuche, keine Drohungen gegenüber Angehörigen und die Enteignung beschränkte sich darauf, dass man alles angeben musste, was man bei der Ausreise mitnimmt und dass man es natürlich auch auf einmal mitnehmen musste. Nur die Bageldmenge war beschränkt.
Mangels Transportmöglichkeit führt das natürlich zu einem zurücklassen bzw. Verteilen von eigenem Besitz, aber unter einer Enteignung dürften die meisten wohl etwas anderes verstehen.