DDR - alles schlechter?

Ich glaube nicht das dies eine angemessene und zielführende Reaktion ist.

Grundsätzlich ist es so, dass durch die Angabe von Quellen die Standhaftigkeit und damit die Richtigkeit der jeweils angegebenen Thesen untermauert werden. Besonders in wissenschaftlichen Texten gilt, dass Aussagen stets mit Quellen belegt werden müssen, ansonsten gelten sie als abgeschrieben bzw. nichtig.
Betrachtest du journalistische Quellen, dann findest du auch stets einen kurzen Hinweis auf eine Quelle. Jedoch können Journlisten ihre Quellen schützen und müssen diese nicht vollständig angeben. Nur, jede Zeitung bzw. jeder Artikel, der auf reinen Thesen ohne Argumenten und stichhaltigen Hintergründen basiert, wird in Kürze von anderen Kritikern aufgegriffen und zerpflügt. Die Folge ist, dass die Zeitung oder das Magazin extrem an der Seriösität und Glaubwürdigkeit angekratzt ist. Ein solcher Imageschaden kann für eine Zeitung/ein Magazin veheerende Folgen haben. Das dazu beste Beispiel hierfür dürfte wohl K. Kujau gegenüber dem Stern gewesen sein.
Nun, gehst du schließlich auf ein Forum über ist es letztlich eine Selbstverständlichkeit, dass die Diskussionspartner nicht jede These und Stellungnahme als bare Münze akzeptieren und auch gewisse und fundierte Hintergrundinformationen haben wollen. Jene anzugeben sollte eigentlich auch im eigenen Interesse liegen, um seine eigene Glaubwürdigkeit zu unterstreichen. Tut man das nicht oder man wehrt sich explizit dagegen, dann ist es eine normale zwischenmenschliche Reaktion, dass die anderen Diskussionspartner auf Distanz gehen oder einen nicht mehr für ernst nehmen. Das Resultat daraus ist, dass eine Diskussion schließlich zum Stocken gerät.
Übrigens, für Foren mag Wikipedia noch eine ganz gute Quelle sein - auch wenn es viele für fraglich halten. Für jeden anderen Text - sowohl wissenschaftlicher oder journalistischer Natur - kann man Wikipedia nicht mehr nutzen, zumal es auch nicht als offizielle Quelle betrachtet wird.

Was Du "Kritiker" nennst, sind in echt ja jene, die alles als "Falsch" abtun, ohne ihrerseits dafür Quellen zu nennen.
Geh mal auf den wikipedia-Link, da siehst Du massenhaft Quellennachweise für die dortigen Angaben. Diese auch noch hierhin zu kopieren, ist wohl nicht notwendig.
Diejenigen, die meine Aussagen mittles anderer Quellen versuchen oder es auch mal schaffen, richtig zu stellen, gehören ja nicht in diesen Bereich, sie schreiben meist verständlich, es ist aber nunmal so, daß es auf jede vernünftige Antwort auf meine Angaben zehn Trittbrettfahrer kommen, die keine Quellennachweise für nötig halten, wenn man nur behauptet, daß ich falsch liege, aber jede meiner Aussage mit fundierten Quellen belegt haben wollen, ohne die entprechenden Quellen dann auch zu konsultieren...

Wenn ich sage 1+1=2 und jemand dann einen Quellennachweis fordert, dann solle er doch mal seine Rechnung aufstellen :ugly:
 
Übrigens, für Foren mag Wikipedia noch eine ganz gute Quelle sein - auch wenn es viele für fraglich halten. Für jeden anderen Text - sowohl wissenschaftlicher oder journalistischer Natur - kann man Wikipedia nicht mehr nutzen, zumal es auch nicht als offizielle Quelle betrachtet wird.
In einem Test hat sich mal herausgestellt das Wikipedia mehr Suchergebnisse und auch richtigere Ergebnisse findet als es zum Beispiel in der aktuellen Brockhausaugabe der Fall ist. :) Das gute an Wiki ist ja das dort dann oftmals auch Quellen verlinkt sind, die wiederum strittige Thesen belegen können. ;)

MfG
 
Ich will das Regime nicht schön reden sondern lediglich aufzeigen das es bei aller zu Recht negativer Kritik auch Ansätze gab, die man heute durchaus weiterentwickeln und verbessern könnte. Beispielsweise:
Das ist richtig, bei einigen Menschen (ein User ist ja auch hier am posten, der in eine ähnliche Richtung geht), führt das aber dazu das ganze Regime plötzlich schönzureden ala "Stasi sind doch Menschenfreunde". Warum derjenige User auf meine Kritik daran nicht eingeht ist mir schon durchaus bewusst, da hat halt jemand wieder die Scheuklappen auf :)

Diskussion: Unmöglich...
Mit Leuten, die die Stasi als Menschenfreunde bezeichnen? Nein, sicher nicht. Da hat muss derjenige ja schon ne dickere Brille als Honecker aufgehabt haben :ugly:

Sie argumentieren ohne jedes Wissen und kopieren Beiträger von anderen Seiten, ohne dies anzugeben. Geht nach Hause!
und das ausgerechnet der, der nix besseres in der Hand hat als Wikipedia zu kopieren, wo er doch vor folgendes gesagt hat:

"Ich räume einer Pressemitteilung deutlich höhre Glaubwürdigkeit ein, als wikipedia, das überhaupt nichts sieht, weil jeder was schreiben kann und andere Wikis nach seinem Gusto löschen, modifizieren und ergänzen kann..."
http://extreme.pcgameshardware.de/r...icklungsmaessig-das-schlusslicht-europas.html

btw, warum zitierst du nicht folgende sätze aus wikipedia?

"Dennoch waren in der DDR in einigen Bereichen fast immer Konsumgüter knapp. Für einen Autokauf musste man sich beispielsweise anmelden, um dann, je nach Modell, bis zu 15 Jahre warten zu müssen (zu vergleichsweise hohen Preisen). Ein „Schwarzmarkt“ wurde teilweise geduldet, so dass die Wartezeit durch Zahlung eines höheren Preises umgangen werden konnte."

oder auch

"Die Versorgung mit knappen Gütern wie Telefonanschlüssen oder Baumaterial hing vielfach von Beziehungen oder Zufall ab, nicht selten spielte auch die jeweilige politische Einstellung eine Rolle."

Und bei soviel Revisionistischen Anklängen, willst du hier noch was von "Fakten" erzählen? ;)
 
@micha die Stempelkarte zum Führerschein war immer nach 3 Monaten wieder sauber, bzw 4 Monaten je nach dem.
klar der Westen hatte auch Sandman aber wie der aussah, da wäre selbst der Holzmichel sofort gestorben, unserer war einfach beliebter bei den Kindern Ost wie West!
 
Geh mal auf den wikipedia-Link, da siehst Du massenhaft Quellennachweise für die dortigen Angaben. Diese auch noch hierhin zu kopieren, ist wohl nicht notwendig.

Ich sehe dort Vokabeln wie "Nationaleinkommen", was nicht einem BIP (das in der Bundesrepublik vom Statistischen Bundesamt transparent berechnet wird - woher stammen die Zahlen, aus denen das Nationaleinkommen hergeleitet wurde?) gleichgesetzt werden kann und ohnehin keine Rueckschluesse auf individuelle Lebensverhaeltnisse zuliesse. Oder Begriffe wie "Valutamark", was am ehesten der D-Mark entspricht, aber nicht handelbaren und Kursschwankungen unterliegenden Devisen. Eben ein Aepfel-vs.-Birnen-Ding. Was ja auch die Intention war / ist.

Was ich nicht sehe, sind nachpruefbare Quellen fuer bestimmte wesentliche Behauptungen (10tgroesstes Industrieland - auf der Basis welcher und vor allem woher stammender Kennzahlen bestimmt?).

Was mir ausserdem etwas zu kurz kommt, sind Ereignisse wie die Niederschlagung des Aufstandes von 1953 oder die Rolle der DDR beim Eingreifen des Warschauer Paktes waehrend des sog. Prager Fruehlings. Das Kapitel "Wahlfaelschung" habe ich ebenfalls nicht finden koennen. Ohnehin wird den Schattenseiten der DDR gefuehlt weniger Aufmerksamkeit geschenkt als ihren (vermeintlichen) Staerken?

Egal, wie sehr Du und Deinesgleichen auch lamentiert:

Im letzten Jahr ihres Bestehens betrugen die Zinsen (!) der angehaeuften Schulden der DDR etwa 60 Prozent der insgesamten Exporterloese. Punkt.

Die Produktivitaet im industriellen Sektor wurde im Vergleich zur Bundesrepublik auf 15 ... 20 Prozent geschaetzt. Punkt.

Das Equipment im industriellen Sektor war zu erheblichen Teilen (geschaetzt wird: 40 Prozent) ueber 50 Jahre alt. Punkt.

Innerhalb des damaligen Ostblocks mag die DDR fuehrend gewesen sein, ja. Unter Blinden ist der Einaeugige eben Koenig.

Quellen:

Hertle, Hans-Hermann, Der Fall der Mauer. Die unbeabsichtigte Selbstaufloesung des SED-Staates.

Jarausch, Konrad H., Die unverhoffte Einheit 1989-1990.

Maier, Charles S., Das Verschwinden der DDR und der Untergang des Kommunismus.


Du googlest lieber, anstatt Buecher zu lesen? Dann empfehle ich Dir folgenden Suchbegriff:

GVS b 5-1158/89
 
Wie alt seit ihr eigentlich? Ich (Ossi) mit meinen 26 Jahren kann hier nicht mitreden. Dazu war ich zu jung als die Mauer fiel.
Nicht alt genug um sie miterlebt zu haben. dennoch kann (und sollte!) man sich über die Geschichte und besonders die des eigenen Landes informieren.

Zuletzt habe ich z.B. den alten Atomschutzbunker der SED-Regierung besucht, bevor er endgültig versiegelt wurde:

Bunker Komplex 5000 ? Wikipedia

Das sorgt auch schon für genug Respekt vor so tollen Dingen wie atomarer Abschreckung.

btw: das erschreckenste ist imho, dass man jedes der "in der DDR war aber x besser"-argument 1:1 auf den NS-Staat kopieren kann. aber gut, gibt ja auch vollidioten, die den gern wieder hätten :what:
 
wenn du richtig gelesen hättest kennst du paar angaben. Habe die 16 Jahre erlebt also garnix im Vergleich zu anderen. Aber das alles gehört halt zur deutschen Geschichte dazu, und damit sollte man sich auch hin und wieder auseinandersetzen.
Egal was in den vielen JAhren war, es gab und es wird immer so sein es gibt posetives und negatives, dass eine zieht das andere immer mit.
Beispiele gefällig:
3 Reich Autobahn entwickelt damit wir heute 250 fahren können damalige Gedanke war aber anders
DDR das alle Kinder in den Kika kommen war gut, aber nachteil die Kid´s wurden von Anfang an ins System eingebunden bis zur Laufbahn Armee
und so weiter ob Deutsches Reich, Drittes Reich, DDr, BRD, oder heute wieder Deutschland alles hat irgendwo was poestives gehabt aber eben auch negatives.
Wo Licht ist ist auch Schatten.
 
Die erste Autobahn gab es schon vor 1933 und geplant waren die Autobahnen auch schon viel früher. :devil: Das Schnurrbärtchen hat nur einen bereits ausgearbeiteten Plan umgesetzt und nix entwickelt. :ugly:
 
Ich kenne die DDR nur aus meinen beruflichen Berlin Aufenthalten in den 70- und 80er Jahren. Damals bin ich oft am Checkpoint Charlie nach Ostberlin gewechselt. War durch die S-Bahn die bequemste Route - von Wannsee über Bahnhof Zoo nach Endstation Friedrichsstraße. Hab sogar einige Bekanntschaften "drüben" geschlossen, wovon eine bis in die heutige Zeit fortbesteht.

Mein damaliger Eindruck: Ach du schei0. Aber das Essen war im Gegensatz zu Westberlin richtig preiswert. ;)

Gab auch echt viele richtig aufgeschlossene Mädels. :D Meine Jeans, meist Levis, bin ich oft losgeworden. ;)

Und keiner ist damals an mich rangetreten und hat mir ein nicht ausschlagbares Angebot gemacht. Wahrscheinlich hatte ich nur den falschen Job. :fresse:
 
Die DDR ist zusammengebrochen, die UDSSR genauso. Warum, wenn da alles so toll war?

Hier gehts darum, dass nicht alles toll war, aber einiges ;)

Aber ums kurz zu beantworten: Kapitalistisches Denken in der Bevölkerung und diktatorisches bei der Führung ergibt eben keinen funktionierenden Kommunismus.
Und selbst wenn er funktioniert hätte, hätte er es noch verdammt schwer im direkten Zweikampf mit dem Westen gehabt.

wenn ich mir ansehe, welche läche das ehemalige "Chemiekombinat Bitterfeld" zu DDR-zeiten hatte, und wie viel dieser fläche heutzutage leer steht, dann fragt man sich schon, ob heutzutage wirklich alles besser ist.

Der Umweltschutz auf alle Fälle ;)

wenn man "eingesperrt" ist, will man halt raus, und wenn es die mauer nicht gegeben hätte, würde es die ddr vllt immer noch geben?! wer weiß

Die Mauer wurde errichtet, um die Abwanderung von Bevölkerung (gerade besser ausgebildeter) zu stoppen. Ohne Mauer hätte die Existenz der DDR schon viel früher geendet - oder zumindest die ihrer Bevölkerung oder ihres Wirtschaftsystems ;)
(Je nach anderen repressalien und idealistischer/realistischer Sichtweite der Westdeutschen: für Leute, die deutlich unter dem Bevölkerungsschnitt leben, hätte sich die Einwanderung in ein Land mit dem Sozialsystem der DDR gelohnt, solange es keine Repessionen gibt. Für Leute, die oberhalb leben, hätte sich die Auswanderung gelohnt. Auf die Art wäre die DDR in kurzer Zeit ausgeblutet. Mit Repressalien hätten alle auswandern wollen :ugly: )

naja, die autos, welche da verkauft werden müssen liegen schon auf einem sehr hohen niveau. ne golfklasse ist es nicht. sogar autos wie opel vectra oder vw passat betrifft es nicht wenn sie nicht gerade neu gekauft wurden.

Also ich kenn Leute, die mussten ihren 10+ Jahre alten Bora an n Familienmitglied "verkaufen". (günstigerweise in einer Gegend, in der man ohne Auto definitiv keine Chance auf nen Job hat...)

ja, offiziell gab es keine arbeitslosen. allerdings haben in dem von dir angesprochenen chemiekombinat, mal krass augedrückt, 10 leute ein fass geschleppt, was im westen 1 mann mit gabelstabler machte.

Macht unter den Gesichtspunkten des Sozialismus ja auch Sinn: Die 10 Leute sollen eh ihren Anteil der Gesamtwirtschaftsleistung erhalten, sie kosten somit nichts (extra). Der Gabelstapler schon, den kann man also einsparen. ;)

um mal auf hartz4 zurückzukommen.
meine frau verdient halbtags ca. 800€ monatlich.
mein verdienst liegt bei ca. 1600€ monatlich.
dazu kommt das kindergeld für 2 kinder von 328€ monatlich.
macht zusammen 2728€
davon drücke ich ca. 1100€(inklusive nebenkosten) für unser haus ab.
bleiben uns 1628€ zum leben. geht ganz gut.

als hartz4 empfänger
bekäme ich und meine frau 631,80€
für meine 11jährige tochter gibt es 210,60€
für meine 17 jährige tochter gibt es 280,80€
kindergeld 328€
wohnung bezahlt das amt. nur die heizkosten muss ich teilweise und die stromkosten muss ich komplett übernehmen.

macht zusammen 1451,20€ zum leben.

1100€ Wohnung für nen 4 köpfigen Haushalt?
Das wird vermutlich nicht akzeptiert werden, steigert hier aber die Leistungen.
Vielleicht ne ~800€ Wohnung (hängt natürlich auch von der Region ab).
Und das Gehalt ist vor dem Abzug aller laufenden Abgaben (Versicherungen,...) und ihr erhaltet auch keinerlei Steuerrückzahlung, Weichnachtsgeld, Zuschläge, sonstige Leistungen vom Arbeitgeber,...?


Ich kann nicht glauben, was ich hier lese.

Das aus bestimmten individuellen Gründen eine sehr explizite Einstellung zur DDR hast, haben wir ja schon ausdiskutiert ;)

Ich verstehe beim besten Willen nicht, welche Aussage das ueber die DDR trifft? Immerhin ist die ja das Topic.

Das Post gehört noch zu den verschobenen, stellt aber bereits einen Vergleich zwischen den Verhältnissen eines armen DDRlers und eines armen "Ossis" dar.

Bei diesem Schwachsinn, vorgetragen von jemandem, der das, worueber er spricht, maximal aus dem Fernsehen kennt, kann ich wirklich kaum noch an mich anhalten.

Ich geb zu, dass sich meine persönlichen Erfahrungen in Grenzen halten (zu mir waren sie immer nett und ich hab mir das "pöse grüne Männer" auch verkniffen, als sie meine Spielzeugautos auseinandernehmen wollten), aber ich hab genug Geschichten aus erster Hand gehört (und zwar zum überwiegenden Teil von Leuten, die alles andere als Führungs-konform waren), um mir ein Bild zu machen, das aus dem Fernsehen hinausgeht.
Und Lebensumstände, die annähernd denen der letzten Jahre entsprechen, habe ich auch mit ausreichend "Bewußtsein" wahrgenommen.

Wehrerziehung an Schusswaffen, Unterbringung in Ferien- und Wehrlagern mit dem Ziel der systematischen Vereinnahmung des Individuums und Losloesung aus familiaeren Strukturen, reines Predigen von Hass an jeder erdenklichen Stelle und laengst nicht nur im beruehmt-beruechtigten Staatsbuergerkundeunterricht, Fackelzuege nach Nazimuster, das alles und noch viel mehr subsummierst Du mit "idealistischer Einfaerbung"?

vor allem durch Realitaetsferne glaenzt.

Wenn Beobachtungen der Realität noch zu realitätsfern sind...
wirds schwierig.

Aber genau diese Qualitaet von Diskussion ist das Problem, dass auch vom linken Rand aus hemmungslos ausgeschlachtet wird - man nehme erschuetterndes Unwissen, garniere es mit ein paar frechen Luegen und voila! Fertig ist das Arbeiter- und Bauernparadies.

Wem genau möchtest du hier Lügen vorwerfen und kannst du die entsprechenden Beweise vorlegen, dass seine Aussage definitiv eine Lüge war?
*Punktezettel zück*

1. Moderator ehrenhalber?

Moderieren kann jeder, der es kann.

Soziale Sicherheit (fuer diejenigen, die "mitgemacht", mindestens aber "gekuscht" haben - nicht aber fuer staatsfeindliche Elemente, die partout das Denken nicht bleiben lassen wollten).

Interessanterweise sogar für Leute, die ihre Karriere im System damit begonnen haben, eine Teilnahme an der FDJ zu verweigern.

Und da das Allgemeinwissen ueber die tatsaechlichen Lebensumstaende in der DDR erschreckend gering ist, gibt es da einen fruchtbaren Boden, der vom linken Rand aus maessig subtil fleissig bestellt wird.

Man beachte z.B. die Wahlerfolge der Linken in den nicht-mehr-ganz-so-neuen Bundesländern, wo bekanntermaßen besonders viele keine Ahnung über die Lebensumstände in der DDR haben?

Konnte man in der DDR auch gut leben? Aber Hallo. Man konnte unter Erich H. gut leben - so wie unter Josef S., Adolf H. und vermutlich auch Attila dem Hunen. Aber weder trifft das eine Aussage ueber das gesellschaftliche System noch wuensche ich mir deshalb einen der Fantastic Four zurueck.

Ich geb zu, dass ich mir ne Diskussion über die positiven Aspekte der letzten drei unter moderativen Aspekten nicht wirklich wünsche - aber: Ja.
N kleiner Unterschied ist aber noch: Um ganz-gut zu leben, musste man unter E.H. niemanden Umbringen oder sonstwie schädigen. Maximal die Unterstützung verweigern.
Das ist dann doch ein qualitativer Unterschied zum Rest der Liste.

Oh, Danke für diese Bewertung, ich hatte schon befürchtet, als roter Klassenfeind dazustehen, ja, als Stalinist und so weiter dazustehen, womit dieser Beitrag ja als hemmungslos undifferinziert bezeichnet werden würde :D

Mich wundert, dass noch so wenig Vorwürfe in Richtung idealistisch-getäuscht kamen.
Aber allgemein ist es relativ sinnlos, jemanden in einer Debatte über die DDR als "roten Klassenfeind" zu bezeichnen. Damit würde man ihn ja quasi zum Experten ernennen.

Bürger der ehemaligen DDR die sich heutzutage noch viel an diese Zeiten zurücksehnen, sind doch überwiegend diejenigen die zu DDR Zeiten kaum etwas auszustehen hatten weil sie entweder, wie schon erwähnt, mit dem sozialistischen Strom mitschwammen oder Scheuklappen auf hatten.
Wer jedoch ganz anderer Einstellung gegenüber dem Sozialismus war, der erinnert sich maximal an schöne private Erlebnisse zurück - mehr aber auch nicht.

Es ist aber schon festzustellen, dass es eine recht hohe Anzahl von Leuten gibt, die sich an einige positive (und nicht ausschließlich private) Aspekte zurückerinnern können...
(Zugegeben: Einige dieser positiven Erinnerungen sind zwar nicht privat, aber auch nicht ganz im Sinne des Systems gewesen :ugly: )


Und wo ist der ganze Reichtum geblieben?
In den Betrieben, Schulen und und und ist davon leider kaum etwas angekommen.

Zyniker würden sagen: Im Westen.

Festhalten könnte man aber noch, dass es bei einer möglichst gleichmäßigen Verteilung naturgemäß nichts besonders positiv auffällt, wogegen man (gerade bei leichter ideologischer Vorbelastung) bei einem heterogenen System leicht die Tiefpunkte unterschätzen kann.
Um einem Land, dass in der Entwicklung meilenweit hinterherhinkte und mit einem massiven Bremsklotz gestartet ist, eine positive Bilanz im Vergleich zur BRD zu bescheinigen, dürfte es aber sicherlich nicht reichen.

Wurde der Marshall-Plan nicht auch allen Staaten angeboten? Stalin sowie die anderen osteuropäischen Länder wollten daran aber nicht teilhaben.

Stalin wollte daran nicht teilhaben.
Die DDR hatte keine Entscheidungsgewalt ;)
(und die anderen osteuropäischen Länder oft nur eingeschränkt)

Wenn man aber von "Reparationsleistungen" sprichst, dann sollte man bedenken, dass die Verschuldung der heutigen BRD ziemlich vielschichtig aufgebaut ist. 2006 betrug die öffentliche Verschuldung der BRD rund 1500 Mrd Euro. Möchte man das auffschlüsseln, wird man 890 Mrd. für den Bund, 310 Mrd. der alten Bundesländer, 75 Mrd. der neuen Länder, 94 Mrd. der Stadtstaaten, 69 Mrd. der Gemeinden der alten Bundesländer, 14 Mrd. der ostdeutschen Gemeinden und 15 Mrd. Euro aus ERP Sondervermögen.
Die Zahlen habe ich gerade aus dem Statistischen Jahrbuch von 2007 abgetippt.

Als Fazit kann man also festhalten, dass die heutige BRD noch rund 15 Mrd. Euro Schulden aus ERP Sondervermögen aufzuweisen hat. Nun muss man aber noch wissen, dass der offizielle Name des Marshall-Plans im Englischen eigentlich ERP heißt.

Falls du damit darauf hinaus willst, dass die BRD bis heute an den Reparationsleistungen schuftet:
Stimmt so gesehen, aber genau das ist der Unterschied. Die DDR musste Reparation sofort und z.T. in Form von Produktionsmitteln, Infrastruktur,... zahlen (es gibt bis heute Bahnstrecken, entlang derer jeder Bahnhof zwei Bahnsteige hat, jeder Übergang Platz für zwei Züge bietet,... - deren zweites Gleis sich aber in Sibirien befindet), was einen zügigen Start in die zweite Hälfte des 20.Jhd. unmöglich machte. (zumal die großen Industriezentren schon vor dem Krieg eher im Bereich der späteren BRD lagen)
Die BRD darf im Gegenzug mit der Zahlung warten, wenn die Inflation sie in ein Taschengeld verwandelt hat...

Du hast irgentwie schon recht, aber so wie ich davon ausgehe, daßniemand einfach irgentwelche Märchen postet, um darauf seine Argumentation zu stützen, tu ich es selbst auch nicht.

Bei reinen Meinungen mag das klappen (dass reine Meinungen und insbesondere deren Wiederkäuen keine Bereicherung der Diskussion darstellen, hab ich an anderer Stelle ja schon geäußert), aber wenn zwei Leute gegenteilige Aussagen als "Fakten" posten, dann muss wohl einer von beiden Märchen erzählen (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) und für eine weitere Diskussion muss mittels Quellen geklärt werden, wer recht hat.
Idealerweise macht das jeder sofort, damit die Sache schlank und die Diskussion flüssig bleibt. Notfalls geht halt der Zweite als leuchtendes Vorbild voran, inbesondere jemand mit eher nicht etablierten Thesen ist da gefragt. (z.B. dass die DDR eine hohe wirtschaftliche Leistung hatte. Ich persönlich würde auf den ersten Blick sagen, dass man das aufgrund des Wirtschaftsystems nichtmal mit dem Westen vergleichen könnte)

Aber ich komme DIR entgegen:

So ists brav :ugly:
 
Die Mauer wurde errichtet, um die Abwanderung von Bevölkerung (gerade besser ausgebildeter) zu stoppen.

Genaugenommen wurde sie sogar ausschliesslich zu diesem Zweck errichtet. Ganz im Geiste Lenins (wer nicht arbeitet, braucht auch nicht zu essen) waren naemlich bezeichnenderweise Rentner die einzigen, die annaehernd problemlos Reisen gen Westen antreten konnten - in der Hoffnung, sie kaemen nie wieder.

Wem genau möchtest du hier Lügen vorwerfen und kannst du die entsprechenden Beweise vorlegen, dass seine Aussage definitiv eine Lüge war?

Ich habe keine persoenliche Anschuldigung erhoben, sondern ein Phaenomen erklaert - naemlich den Zulauf fuer die Linke, auch als diese noch PDS hiess.

Interessanterweise sogar für Leute, die ihre Karriere im System damit begonnen haben, eine Teilnahme an der FDJ zu verweigern.

Haetten sie auch die "Teilnahme" am Wehrdienst verweigert, haetten sie keine Karriere gehabt. Karriere implizierte, Teil des Systems zu werden - in einer Uniform oder mit einem Parteiabzeichen. In einem Land, in dem alles und jedes ideologisiert und die "sozialistische Persoenlichkeit" (uebrigens das gesetzlich festgeschriebene Ziel des heute umjubelten "Bildungs"systems der DDR) und nicht etwa das Individuum die Masslatte war, auch eigentlich logisch und unausweichlich?

Und ja, vermutlich konnten auch die Bausoldaten noch irgendwie leben. Konnten sie "gut" leben? Ansichtssache. Viele Menschen definieren "gut" oder "schlecht" scheinbar ueber Kontoauszug und Koerperfett; manche haengen diese Entscheidung aber auch an nicht greifbaren Werten wie "frei" und "unfrei" auf. Weshalb meine Vermutung ist, dass es ihnen eher nicht gut ging.

Man beachte z.B. die Wahlerfolge der Linken in den nicht-mehr-ganz-so-neuen Bundesländern, wo bekanntermaßen besonders viele keine Ahnung über die Lebensumstände in der DDR haben?

Pauschal nicht beantwortbar. Wenn der Waehler / die Waehlerin jung genug ist, um die DDR nicht selbst bewusst erlebt zu haben, steht in der Tat zu besorgen, dass er / sie nichts ueber sie weiss und stattdessen mit Halbwahrheiten und Ganzluegen von denen indoktriniert ist, die sich das Scheitern ihrer Lebensluege nicht eingestehen wollen. Bei der aelteren Klientel waere zu ueberpruefen, ob die Linke tatsaechlich mit Pro-Ost- oder nicht eher aus enttaeuschter Anti-West-Motivation gewaehlt wird. Und das es Profiteure des Systems gab, die sich komfortabel in ihm eingerichtet haben und es nun vermissen, glaube ich nur zu gern.

Um ganz-gut zu leben, musste man unter E.H. niemanden Umbringen oder sonstwie schädigen. Maximal die Unterstützung verweigern.
Das ist dann doch ein qualitativer Unterschied zum Rest der Liste.

"Schaedigen" ist relativ. In die Privat- und Intimsphaere des Individuums eindringen und Informationen weiterzugeben halte ich absolut fuer "schaedigen". Sich staendig ueber die Schulter zu schauen, weil man befuerchten muss, beobachtet und belauscht zu werden, ist ein omnipraesenter Schaden, den das System DDR an allen seinen (nonkonformen) Buergern angerichtet hat. Das ist dann zwar immer noch ein qualitativer Unterschied - aber mehr eben nicht. Daran krankt auch die ganze Ost / Westdiskussion: das oft als letzte Zuflucht das dritte Reich herhalten muss. Dessen Auswuechse waren zwar die schlimmeren (obwohl der Kommunismus mehr Menschenleben gefordert hat als der Nationalsozialismus), aber davon wird die DDR auch nicht besser.
 
Ich bin kein Mod aber ich verfolge diesen Thread sehr gerne aber es fält sehr sehr schwer diese ellenlangen Posts zu lesen. Könnten sich die schreibwütigen etwas kürzer fassen aber dafür öfter mal was posten?

[In die Privat- und Intimsphaere des Individuums eindringen und Informationen weiterzugeben halte ich absolut fuer "schaedigen". Sich staendig ueber die Schulter zu schauen, weil man befuerchten muss, beobachtet und belauscht zu werden, ist ein omnipraesenter Schaden, den das System DDR an allen seinen (nonkonformen) Buergern angerichtet hat./QUOTE]

Klar,sowas ist ja auch nicht gerade förderlich für das zusammen leben.Oder doch? Würden die Leute die in der DDR lebten eher sagen die Menschen lebten zu DDR Zeiten enger miteinander oder eher jetzt?
 
Würden die Leute die in der DDR lebten eher sagen die Menschen lebten zu DDR Zeiten enger miteinander oder eher jetzt?
Ich würde schon sagen, das die Leute in der DDR enger miteinander lebten als es im heutigen Deutschland der Fall ist.
In der DDR herrschte nicht solch hoher Egoismus wie es heutzutage der Fall ist.
 
Aus dem einfachen Grund, dass man mit Egoismus einfach nicht weit gekommen ist. Wenn man was brauchte, musst man sich das halt "beschaffen" und das ging am einfachsten mit vielen Freunden und wenn man mit anderen "kooperiert" hat. (Erzählen zumindest die Eltern meiner Freundin immer)

Kann ich gut nachvollziehen. Viele Leute heute denken eben nur noch an sich. Aber irgendwann kommt alles auf einen zurück...
Wenn man sich nicht auch einfach mal etwas selbstlos um andere kümmert, dann kann man das eben auch nicht von anderen erwarten. Und dann steht man beim nächsten Umzug eben alleine da! (Hab ich neulich erlebt, zum Glück war ich nicht der der umgezogen ist!)

Trotzdem ist die DDR menschenverachtend gewesen. Der Mensch tendiert immer dazu vergangenes eher positiv zu bewerten und die Gegenwart um so kritischer.
Es heißt nicht nur Meckerossi, sondern Meckerdeutscher und wahrscheinlich auch Meckermensch!
 
@Bleipriester
Dein Zitat aus Wiki sind zwar Fakten zur DDR.
Wie es aber dazu kam - die Hintergründe - steht leider nicht geschrieben.
All das (siehe Wiki) was in der DDR unter Führung der SED Bonzen erreicht wurde, erreichte man nur durch Unterdrückung, Überwachung und Einschüchterung des eigenen Volkes.
Wie ich schon in meinem ersten Post in diesem Thread sagte (Stasi hier, Mauer dort), waren die innenpolitischen Begebenheiten nicht Thema, sondern, wie der Thread-Name schon fragt, ob wirklich alles schlechter war. Dazu habe ich angeführt, daß es zumindest keine Existenzängste gegeben hat. Und die Wirtschaft eben nicht klein war, sondern stark war. Daß die DDR eben auch kein Isolationsstaat war und so weiter.


Mit Leuten, die die Stasi als Menschenfreunde bezeichnen? Nein, sicher nicht. Da hat muss derjenige ja schon ne dickere Brille als Honecker aufgehabt haben :ugly:
Du stellst das absichtlich falsch da, um keine Argumente suchen zu müssen. Ich sagte, daß die Stasi-Leute im Gegensatz zu den Organen der anderen Sowjetnationen geradzu Menschenfreunde waren. Entweder, daß geht über Deinen Verstand, oder aber Du willst nur stören und lügen. Beides prädestiniert Dich nicht, mitzureden! Deswegen: Diskussion: UNMÖGLICH!

und das ausgerechnet der, der nix besseres in der Hand hat als Wikipedia zu kopieren, wo er doch vor folgendes gesagt hat:

"Ich räume einer Pressemitteilung deutlich höhre Glaubwürdigkeit ein, als wikipedia, das überhaupt nichts sieht, weil jeder was schreiben kann und andere Wikis nach seinem Gusto löschen, modifizieren und ergänzen kann..."
In diesem Fall sind die Informationen bezüglich der DDR durch viele Quellenangaben belegt und unstrittig.

"Dennoch waren in der DDR in einigen Bereichen fast immer Konsumgüter knapp. Für einen Autokauf musste man sich beispielsweise anmelden, um dann, je nach Modell, bis zu 15 Jahre warten zu müssen (zu vergleichsweise hohen Preisen). Ein „Schwarzmarkt“ wurde teilweise geduldet, so dass die Wartezeit durch Zahlung eines höheren Preises umgangen werden konnte."
10.000 Mark sind nicht wirklich viel für ein Auto, und wer 30.000 zahlte, bekam den Trabi laut wikipedia sofort, also ganz offiziell ohne Schwarzmarkt

oder auch

"Die Versorgung mit knappen Gütern wie Telefonanschlüssen oder Baumaterial hing vielfach von Beziehungen oder Zufall ab, nicht selten spielte auch die jeweilige politische Einstellung eine Rolle."
In den USA hätte ein Kommunist auch nichts bekommen... Baumaterial war dewegen knapp, weil das gigantische Wohnungsbauprogramm der DDR so viel verschlang, ich werde noch Zahlen dazu nennen, die man nicht eben googlen kann!

Und bei soviel Revisionistischen Anklängen, willst du hier noch was von "Fakten" erzählen? ;)
Wer mir das Wort im Mund verdreht, braucht nicht von Fakten zu sprechen!



Ich sehe dort Vokabeln wie "Nationaleinkommen", was nicht einem BIP (das in der Bundesrepublik vom Statistischen Bundesamt transparent berechnet wird - woher stammen die Zahlen, aus denen das Nationaleinkommen hergeleitet wurde?) gleichgesetzt werden kann und ohnehin keine Rueckschluesse auf individuelle Lebensverhaeltnisse zuliesse. Oder Begriffe wie "Valutamark", was am ehesten der D-Mark entspricht, aber nicht handelbaren und Kursschwankungen unterliegenden Devisen. Eben ein Aepfel-vs.-Birnen-Ding. Was ja auch die Intention war / ist.
Dann lese richtig und du landest beim BIP pro Kopf...

Was ich nicht sehe, sind nachpruefbare Quellen fuer bestimmte wesentliche Behauptungen (10tgroesstes Industrieland - auf der Basis welcher und vor allem woher stammender Kennzahlen bestimmt?).
Wem zig Bücher und Aufsätze nicht reichen, der benötigt wohl eine Zeitmaschiene :ugly:

Was mir ausserdem etwas zu kurz kommt, sind Ereignisse wie die Niederschlagung des Aufstandes von 1953 oder die Rolle der DDR beim Eingreifen des Warschauer Paktes waehrend des sog. Prager Fruehlings. Das Kapitel "Wahlfaelschung" habe ich ebenfalls nicht finden koennen. Ohnehin wird den Schattenseiten der DDR gefuehlt weniger Aufmerksamkeit geschenkt als ihren (vermeintlichen) Staerken?
Für die Blinden und die Tauben noch ein allerletztes mal: Dieser Thread dreht sich darum, ob wirklich alles schlechter war in der DDR, er behandelt nicht die schlechten Dinge, weil von denen ja schon jeder als Kind erfahren hat.

Im letzten Jahr ihres Bestehens betrugen die Zinsen (!) der angehaeuften Schulden der DDR etwa 60 Prozent der insgesamten Exporterloese. Punkt.
BRD-Schulden 1,7 Billion Euro!

Die Produktivitaet im industriellen Sektor wurde im Vergleich zur Bundesrepublik auf 15 ... 20 Prozent geschaetzt. Punkt.
Verdammt gut für ein von Moskau ausgesaugtes Land mit lediglich 17 Million Bürgern.

Das Equipment im industriellen Sektor war zu erheblichen Teilen (geschaetzt wird: 40 Prozent) ueber 50 Jahre alt. Punkt.
Aha, ein Hammer ist 50, Jahre alt. Die DDR hat das weltweit erste zivile Düsenflugzeug gebaut. Mit einem 50 Jahre alten Hammer?

Innerhalb des damaligen Ostblocks mag die DDR fuehrend gewesen sein, ja. Unter Blinden ist der Einaeugige eben Koenig.
BRD-Marschall-Plan-Milliarden, DDR - Abbau von Industrie. Drehe es um, und die DDR wäre die stärkere deutsche Nation gewesen....



Moderieren kann jeder, der es kann.
Könntest Du zu dieser Behauptung Quellenangaben machen?


Mich wundert, dass noch so wenig Vorwürfe in Richtung idealistisch-getäuscht kamen.
Aber allgemein ist es relativ sinnlos, jemanden in einer Debatte über die DDR als "roten Klassenfeind" zu bezeichnen. Damit würde man ihn ja quasi zum Experten ernennen.
Typisch, wer nicht wächst, muß andere schrumpfen lassen, um größer zu wirken...

Bei reinen Meinungen mag das klappen (dass reine Meinungen und insbesondere deren Wiederkäuen keine Bereicherung der Diskussion darstellen, hab ich an anderer Stelle ja schon geäußert), aber wenn zwei Leute gegenteilige Aussagen als "Fakten" posten, dann muss wohl einer von beiden Märchen erzählen (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) und für eine weitere Diskussion muss mittels Quellen geklärt werden, wer recht hat.
Idealerweise macht das jeder sofort, damit die Sache schlank und die Diskussion flüssig bleibt. Notfalls geht halt der Zweite als leuchtendes Vorbild voran, inbesondere jemand mit eher nicht etablierten Thesen ist da gefragt. (z.B. dass die DDR eine hohe wirtschaftliche Leistung hatte. Ich persönlich würde auf den ersten Blick sagen, dass man das aufgrund des Wirtschaftsystems nichtmal mit dem Westen vergleichen könnte)
Eine Deiner wenigen Antworten zu meinen Posts, deren Inhalt nicht ausschließlich der Beledigung meiner Person dient. Leider muß ich dazu noch erwähnen, daß diese Antwort überhaupt keinen Inhalt hat :D

So, wie wäre es jetzt mal mit einer Diskussion zur DDR, und nicht, wie immer, eine Parade zur Wiedelegung aller miner Aussagen :ugly:


:lol:
 
noch ein paar Fakten:

ohne die DDR kein Sputnik
Wirtschaft wurde erst zur Wendezeit meist für eine D-Mark kaputt gemacht/verscherbelt ok sie war meistens ehe nicht geeignet für den Wettbewerb aber zu Zeiten der Planwirtschaft ganz ok für Kommunistische Bruder-Staat verhältnisse

im Osten haben mehr Frauen arbeit gehabt als im Westen und die Kinderbetreuung war wesentlich besser geregelt

die Schulen waren auch besser aber wohl vergleichbar mit den Verhältnissen heute in N-Korea oder China
 
Dazu habe ich angeführt, daß es zumindest keine Existenzängste gegeben hat. Und die Wirtschaft eben nicht klein war, sondern stark war. Daß die DDR eben auch kein Isolationsstaat war und so weiter.
Natürlich hatten die Bürger der DDR keine Existenzängste. Warum auch..., Lebensmittel und Wohnungen waren ja dermaßen hoch Subventioniert, und einer Arbeit konnte jeder nachgehen der Arbeitswillig war.
Und sicherlich war die Wirtschaft stark, nur wo gingen die Produkte hin - überwiegend ins kapitalistische Außland um an Harte Devisen zu kommen. Dennoch hatte die DDR ständig mit Devisenknappheit zu kämpfen.
Und nein, die DDR war natürlich kein "Isolationsstaat". Denn auch die DDR musste sich gezwungenermaßen im kapitalistischen Außland präsentieren um an Verträge für den In und Export zu bekommen. Um mehr ging es der SED Führung deshalb fast gar nicht.
Auch wurden die Bürger der DDR nicht komplett vom Außland isoliert - sie durften wenn es der Geldbeutel erlaubte Reisen, leider nur überwiegend ins sozialistische Außland.

Wie ich schon erwähnte. Alles was du aufgeführt hast waren nur gut ausschauende Fakten. Kennt man aber die Hintergründe dazu, wie es dazu gekommen ist - dann schlägt man die Arme über den Kopf zusammen.
 
Baumaterial war dewegen knapp, weil das gigantische Wohnungsbauprogramm der DDR so viel verschlang, ich werde noch Zahlen dazu nennen, die man nicht eben googlen kann!

Das gigantische Wohnungsbauprogramm konnte nicht verhindern, dass erhebliche Teile Ostdeutschlands buchstaeblich zerfielen. Und wenn man Deine Zahlen schon nicht ergooglen kann, solltest Du um so mehr eine nachpruefbare Quellenangabe hinzufuegen.

10.000 Mark sind nicht wirklich viel für ein Auto, und wer 30.000 zahlte, bekam den Trabi laut wikipedia sofort, also ganz offiziell ohne Schwarzmarkt

10.000 Mark bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 750,- ist nicht viel? Aha.

Und Nein, auch fuer 30.000 (ist das denn wenigstens viel ... ?) gab es das Auto nicht von jetzt auf sofort.

Wem zig Bücher und Aufsätze nicht reichen, der benötigt wohl eine Zeitmaschiene :ugly:

Ein Link genuegt voellig.

Dann lese richtig und du landest beim BIP pro Kopf...

Nein, ich lande bei einer nicht belegten Behauptung und einer Hand voll Zahlen, die ein Nationaleinkommen abbilden sollen. Leider ohne Angabe, wie dieses errechnet wurde und woher die dafuer notwendigen Zahlen stammen. Wie gesagt, ein Link genuegt voellig.

BRD-Schulden 1,7 Billion Euro!

Bei minimaler Staatsverschuldung, haette es die Rezession nicht gegeben einem ausgeglichenen Staatsaushalt und keinen Problemen, Darlehen zu bekommen. Hast Du nach dem Aktenzeichen gesucht, das ich Dir empfohlen habe? Es haette Dich zu einer internen Lagebewertung der DDR-Oekonomie gefuehrt, die ... nun, sagen wir: weniger rosig ausfiel als Deine Propaganda.

Aha, ein Hammer ist 50, Jahre alt. Die DDR hat das weltweit erste zivile Düsenflugzeug gebaut. Mit einem 50 Jahre alten Hammer?

Fuenfzig Jahre zuvor war der Hammer neu.

Die erste Version des Duesenflugzeugs 152 ist uebrigens eine Attrappe gewesen, um die angereiste Parteifuehrung zufriedenzustellen. Das fertige Flugzeug enthielt vermutlich einen Konstruktionsfehler und stuerzte ab; das Projekt wurde daraufhin nicht mehr weiter verfolgt. Und inwieweit Ingenieurskunst eine Aussage ueber die Qualitaet von Produktionsmitteln treffen soll, erschliesst sich mir -wie so vieles, was Du von Dir gibst- nicht wirklich?

BRD-Marschall-Plan-Milliarden, DDR - Abbau von Industrie. Drehe es um, und die DDR wäre die stärkere deutsche Nation gewesen....

Vielleicht, vielleicht nicht. Mangels Zeitmaschine kann ich das nicht beantworten. Fakt ist: sie unterlag und brach schlussendlich unter dem Druck ihrer Bevoelkerung zusammen (und wurde nicht etwa, wie von Dir im mutmasslich volltrunkenen Zustand behauptet, per Beschluss der SED an die Bundesrepublik angegliedert).

Ich fragte ja schon, wieso der DDR die Buerger davonliefen - und dabei Leib und Leben riskierten. Kannst Du mir das erklaeren?
 
Natürlich hatten die Bürger der DDR keine Existenzängste. Warum auch..., Lebensmittel und Wohnungen waren ja dermaßen hoch Subventioniert, und einer Arbeit konnte jeder nachgehen der Arbeitswillig war.
Ich kann daran nichts schlechtes erkennen...
Und sicherlich war die Wirtschaft stark, nur wo gingen die Produkte hin - überwiegend ins kapitalistische Außland um an Harte Devisen zu kommen. Dennoch hatte die DDR ständig mit Devisenknappheit zu kämpfen.
Das habe ich bereits erwähnt, in meinem ersten Post in diesem Thread...
Und nein, die DDR war natürlich kein "Isolationsstaat". Denn auch die DDR musste sich gezwungenermaßen im kapitalistischen Außland präsentieren um an Verträge für den In und Export zu bekommen. Um mehr ging es der SED Führung deshalb fast gar nicht.
Im Gegensatz zu den anderen Sowjetstaaten, war die DDR kein Ergebnis eines Landes, sondern nur das eines Teils eines Landes. Eine gänzliche Abtrennung war weder sinnvoll noch erwünscht. Die friedliche Koexistenz schloss Beziehungen in westliche Länder doch nicht aus...
Auch wurden die Bürger der DDR nicht komplett vom Außland isoliert - sie durften wenn es der Geldbeutel erlaubte Reisen, leider nur überwiegend ins sozialistische Außland.
DDR-Bürger erhielten oft die Erlaubnis, in die BRD zu reisen. Im Rahmen der DDR-Familienzusammenführung war es sogar möglich, mittels Antrag eine Ausreisegenehmigung für immer zu erhalten.

Wie ich schon erwähnte. Alles was du aufgeführt hast waren nur gut ausschauende Fakten. Kennt man aber die Hintergründe dazu, wie es dazu gekommen ist - dann schlägt man die Arme über den Kopf zusammen.
Kann ich nicht bestätigen...
 
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