hoffgang
BIOS-Overclocker(in)
Seit der schmutzigen Trennung von ihrem Mann verfolgt Sie Totalopposition zu ihn. Da muss man auch überlegen, ob das und nicht die Wissenschaft ihr Antrieb ist.
Sie macht sichs halt einfach weil derjenige ohne Verantwortung kann immer schlau daherreden.
Siehe den Gastbeitrag in der TaZ: Streit um Corona-Politik: Astronomische Fehlrechnungen - taz.de
Was sie fordert - interdisziplinärer Diskurs, bessere Grundlage für Entscheidungen, Einbeziehen von anderen Fachbereichen in die Entscheidungsfindung - ist ja nicht falsch, aber auf der Zeitlinie mit der Covid zu uns gekommen ist halt vollkommen unrealistisch.
Am 28.01. hatten wir bei Webasto den ersten Covid Fall in Deutschland, damals war nix über das Virus bekannt. Nicht wie ansteckend es ist, wie tödlich es ist, ob es Langzeitfolgen gibt, wer stärker / schwächer betroffen sein könnte. Ja es gab Indizien aus China, aber der Ausblick war alles andere als rosig.
Keine Impfung, keine Therapie. Schwere Verläufe wurden damals symptomatisch therapiert und gehofft, dass dies ausreichend ist um das Leben zu bewahren.
Ja, HEUTE vorliegende Studien geben Einblick - Entscheidungen von gestern kann man damit aber nicht kritisieren. Bei der Befehlsgebung ist das eine kritische Lageänderung. Wäre dieser Befehl so gegeben worden, wenn der Befehlsgebende gewusst hätte, dass...
Auf Covid bezogen - mit Sicherheit, nur wusste das eben niemand. Die Dame hat dahingehend recht, dass zukünftige Entscheidungen auf neuen Erkenntnissen basieren müssen - aber das passiert ja. Die Empfehlung von Drosten die Quarantäne zu verkürzen (was ggf. ja nach Absetzung der Allgemeinen Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten direkt Anwendung findet) ist ja das Ergebnis eines solchen Prozesses.
Auch lässt die Dame eventuelle Langzeitfolgen komplett außen vor. d.h. ihre eigene Argumentation stützt sich auf unvollständiges Wissen über das Virus. Das zeigt wie schwierig der "richtige" Umgang mit Covid ist.
Entscheider zu kritisieren ist leicht. Aber zu erkennen, dass Krise eben bedeutet, dass die Wirkung einer Maßnahme NICHT im Vorfeld bekannt ist, ist eben auch anzuerkennen, dass solche Entscheidungen nach Abwägung der vorhandenen! Informationen zu treffen sind. All jene Länder, die nicht wie wir reagiert haben bezahlen dass mit mehr Todesfällen, wobei z.b. Brasilien und Russland überhaupt nicht einzuschätzen sind. Wir machen uns Sorgen um Geld - was verständlich ist - aber die Entscheidungen wurden getroffen um unsere Gesellschaft insgesamt zu bewahren. Und die Gratwanderung dafür Akzeptanz zu finden ist extrem schwierig.
Ich kann die Leute nicht ernst nehmen. Ein Großteil hat Panik vor Impfstoffen (selbst von über Jahrzehnte erprobten) aber die möglichen Spätfolgen und Langzeitwirkungen eines unbekannten Virus nehmen sie natürlich gerne in Kauf. Das RKI könnte sich ja hinstellen und sagen "Wenn Dein Kind Corona bekommt, dann wird es Autist!", dann müssten die Schwurbler ja eigentlich für eine maximale Maskenpflicht demonstrieren.
Wenn der Impfstoff kommt, einfache Regelung. Wer auf die Impfung verzichtet weil er dem Impfstoff nicht traut trägt die Kosten für eine Behandlung - sollte die Person an Sars-CoV2-19 erkranken - selbst. Die gesetzliche Kasse übernimmt zunächst die Kosten und stellt diese dann dem genesenen oder im Falle eines Versterbens den Hinterbliebenen, in Rechnung. Würd ich im Grunde bei allen Impfverweigerungen so handhaben.
Zuletzt bearbeitet:

