https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/wie-zuverlaessig-ist-der-coronatest-100.html schrieb:
Die gute Nachricht zuerst: Der Test auf das neuartige Coronavirus ist recht sicher. Nach Einschätzung des Direktors vom Institut für Virologie vom Universitätsklinikum Leipzig, Uwe Liebert, zu 99,9 Prozent und nach der des Direktors vom Institut für Virologie der Technischen Universität Dresden, Alexander Dalpke, zu mehr als 97 Prozent.
Wie sicher genau – das ist noch offen. Dazu ist das Virus zu jung, gab es zu wenig Zeit, das herauszufinden. Eines aber versichert Dalpke: Das Testverfahren, das "Real Time PCR", werde auch zum Nachweis anderer Viren verwendet. Die Sensitivitätsrate liege bei 97 oder 98 Prozent und sei sehr hoch.
Sensitivität bedeutet, dass der Test positiv ausfällt, wenn eine Probe das Virus oder Bestandteile davon enthält. Für den Getesteten heißt das, er hat das Virus. Fällt der Test hingegen negativ aus, dann kann er eigentlich Aufatmen: Das Labor hat im Probematerial keinen Erreger nachgewiesen. Beim Coroanvirus bedeutet das, dass keine Erbinformation des neuartigen Erregers gefunden wurde. In der Fachsprache heißt das Spezifität.
Allerdings kennt die Medizin generell keine hundertprozentige Sicherheit. Der Test ist nach Erfahrung beider Testzentren hochspezifisch, ein falsch-positives Testergebnis gibt es nicht, aber falsch-negative sind möglich.
Entwarnung trotz Infektion heißt das. Das kann passieren, wenn zu früh getestet wird. "Während der Inkubationszeit vermehrt sich das Virus unter der Nachweiszeit. Deshalb arbeitet man mit Quarantäne", erläutert Dalpke. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, so Liebert : "Wenn der Test negativ ausfällt und der Verdacht weiter besteht, dann sollte innerhalb der nächsten zwei Tage ein weiterer Test stattfinden."