Allein deshalb sollte man die wohl schon dicht machen.
Naja das haben Behörden hier bislang anders gesehen. Die Clubs sind stadtweit bekannt, auch darüber hinaus. Und das die Leute dort nicht nur Alk trinken - ebenfalls.
Ich verurteile dafür keinen, aber jeder der als DJ gearbeitet hat, hat genug gesehen davon. Juckt mich nicht kurz gesagt.
Fakt ist: das Nachtleben steht am Abgrund. Viele interessiert es nicht, sie sind keine Clubgänger. Aber da hängen auch Konzerte mit dran und sehr viele Arbeitsplätze die normalerweise unsichtbar sind, weil man den Leuten selbst bei der Arbeit nur selten begegnet.
Das ist aber kein Grund die Kultur an die Wand zu fahren.
First in, last out ist keine Lösung für eine Branche wie diese.
Wird halt zu gerne übersehen, vergessen und ignoriert, aber das es genau die Branche die Jugendliche davon abhält, richtig viel Unfug auf der Straße zu veranstalten.
Und Leute werden immer feiern. Das machen sie auch ohne Clubs - aber dann gibt es illegale Partys mit allen Folgen - von Müll bis entgangenen Steuern. Frage mich ob das wirklich gewollt ist.
Ich denke, der Groschen ist inzwischen auch in der Flaeche gefallen. Zumindest im Moment sieht es aber nicht danach aus, als wuerdest Du viel Zustimmung fuer Dein partyradikales Marktmodell bekommen? Selbst jemand aus der Branche selbst beurteilt Situation & Optionen anders. Ich kann es nicht beweisen, behaupte aber - umschlaegig auf die Bevoelkerung wird die Quote auch nicht zu Deinen Gunsten ausfallen.
Das muss Dich aber in Deinem missionarischen Eifer nicht bremsen.
Das ist nichts neues, seit dem es Clubs mit Lautsprechern gibt die laut genug sind um die Nachbarn zu stören - seit dem gibt es auch Club-Gegner aller Art.
Den meisten gehen diese seltsamen Einrichtungen wo am Wochenende besoffene Leute in Massen rausfallen auch am Hintern vorbei. Das Nachtleben hat noch nie wirklichen Zuspruch in der Bevölkerung gehabt. Mit Corona oder ohne.
Und die Branche ist weit gefächert. Jemand der überwiegend mit Messen, Tagungen und anderen Großevents zu tun hat, wird einen Clubbetreiber oder DJ kaum verstehen - die Welten sind zu unterschiedlich. Selbst die Vorschriften die an die Location gestellt werden sind verschieden. Jeder von uns hat seinen eigenen Bereich. Ich rede über das Nachtleben, das ist ein großer Teil von der Eventbranche aber bei weitem nicht alles, auch nicht das was das meiste Geld einbringt - aber es ist das was die Leute jedes Wochenende bei Laune hält - diejenigen die diese Orte besuchen wollen. Ich habe eine komplett andere Sichtweise weil ich aus einem ganz anderen Bereich komme. Das eine sind massive, weltbekannte Events (zumindest in ihrem Kreis), das andere sind Underground-Events die entsprechend wesentlich mehr Ärger verursachen und ganz anders von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Die Leute bringen auch wesentlich weniger Geld ein - Partygäste pennen nicht im Hotel, sie essen selten was (und wenn dann ists McDoof weil nix anderes hat um die Zeit auf), die Taxifahrer erleben die nur im besoffenen Zustand usw
