Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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100€ Nebenjobs sind unrealistisch. Das wären gerade mal 10 Stunden im Monat.
Beim Mindestlohn von 8,- € mit den üblichen "hier noch und da noch" sind es 12h die Woche, also sagen wir jede Woche einen halben Tag, irgendwo im Bäckerladen, beim Putzen, oder sonst wo. Alles keine harmlosen Jobs und das Thema Schwarzarbeit sollte man auch nicht vergessen. Und Rechtlosen wird anderes abverlangt als z.B. Beamten, die als erste Reaktion auf Corona den Publikumsverkehr geschlossen hatten.

Wohlsituiert lässt es sich gut mit wenig Kontakt leben. Am sozial unteren Ende mit kleinen Wohnungen siehr das ganz anders aus. Ich gehe jetzt erst mal in meinen Garten und verstehen gar nicht, warum das nciht jeder macht, der frische Luft möchte. So teuer sind doch gute Gärtner gar nicht .... :schief:

Nachtrag:
Stimmt, der Mindestlohn wurde ja erhöht. Habe mich mit den Details nicht näher beschächtigt, weil der Mindestlohn immer zu tief ist.
 
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Aufstocken trotz Arbeit ist doch angesichts eines arbeitgeberfreundlichen Mindestlohns und zahlreicher Ausnahmen keine Seltenheit mehr.
Und wie hier schon geschrieben wurde: Bei den Jobs, in denen Menschen arbeiten, die zusätzlich noch Leistungen beziehen müssen, wird gespart, wo es nur geht. Nicht nur an den Löhnen, sondern ggf. auch an Schutzmaßnahmen für die Arbeitnehmer.

Und selbst diejenigen, die tatsächlich arbeitslos sind, sitzen nicht zuhause, sondern sind im Idealfall auf Jobsuche und putzen dafür - wenn ich das mal in ein poetisches Bild kleiden darf - möglicherweise infizierte Klinken, nutzen dafür häufiger den ÖPNV etc. p.p. ...

Und dann gibt es noch diejenigen, die aufgrund gesundheitlicher Disposition in Hartz-IV gerutscht sind. Und solche Dispositionen können natürlich auch eine höhere Empfindlichkeit/Empfänglichkeit gegenüber COVID-19 (sowohl dem Infekt selbst als auch dessen Verbreitungswege) betreffen.

Und erst dann, ganz unten in der Liste, kommen diejenigen, die es sich in Hartz-IV "gemütlich" gemacht haben. Und diese sind dann womöglich tatsächlich zu dumm, um ordentlich Prävention zu betreiben und/oder zu renitent, um die Regeln zu befolgen. Aber sie sind *nicht* generell beispielhaft für Hartz-IV-Empfänger.

Übrigens ging es im Artikel um sozial Benachteiligte. Man kann beispielsweise auch sozial benachteiligt sein, wenn man keine Sozialleistungen bezieht, obwohl man sie bräuchte.
 
Lesens- und nachdenkenswerte Betrachtung aus einer anderen Perspektive.
Viele neue Aspekte entdecke ich nicht. Sätze wie z.B. den hier zitierten sage ich Freunden schon lange. Man kann es auch Prioritäten setzen nennen, sich mit dem Tod auseinander zu setzen und Gesundheit vor Reichtum zu sehen.
"...Wir haben die biologische Verletzlichkeit des Menschen zu lange aus dem Blick verloren und hielten uns für unangreifbar. Wenn sich das nun ändern würde, auch im Bezug auf den Klimawandel und die Tatsache, dass wir uns wieder mehr als Teil dieser Natur begreifen könnten, der wir unsere Existenz letztlich verdanken, würde es mich freuen...."

Auch bei diesem Punkt bin ich ganz bei ihm. Ja, das Thema Bildung und vor allem, welche Bildung ist in den nächsten Jahrzehnten wichtig, wird leider sehr stiefmütterlich behandelt. Aber das sind Binsen und hat wenig mit Corona zu tun. Immerhin bewegt sich jetzt etwas, das ist positiv.
"... Es wird oft nur darüber diskutiert, welche Geräte der Nachwuchs braucht. Das sind Hardware-Antworten auf Software-Fragen. Wir sprechen zu wenig übers Lernen an sich, über Inhalte, und viel zu viel über Technik...."

Auch das diskutieren wir schon lange. Der Film Matrix brachte eine große Wende. Waren zu meiner Kindheit Nerd die verlachten und ausgegrenzten, sind sie seit dem Film Matrix die coolen Weltenretter und heute passen alle ihr Leben der verschrobenen Ansichten der Nerds an. Sie definieren, wie wir zu leben haben. Das ist in der Tat bedenklich, hat aber nichts mit Corona zu tun
"... Die Heilsversprechen der Silicon-Valley-Jungs – und es sind ja bezeichnenderweise fast nur Männer – wirken dagegen esoterisch und fad. Raumstationen und Silizium-Gehirne sind allenfalls was für Nerds. ..."

Und hier wird er dann doch etwas zynisch und kurzsichtig, wie die beleidigte Leberwurst, die die eigene Unwichtigkeit erkennt_
" ... Es muss versöhnt werden! Wir haben derzeit einen enormen Energie- und Ressourcenverbrauch gleichermaßen. Die Frage ist in beiden Feldern: Kriegen wir noch rechtzeitig die Kurve? Da höre ich von Tech-Riesen wie Google allenfalls: KI löst alle Probleme der Welt! Aber welche denn bitte ganz konkret? Kriege, Hunger, Krankheiten? Bisher kam da nicht viel außer einer besseren Kühlung der Server-Farmen. ..."

Der Witz mit "bessere Kühlung" ist gut, aber er verkennt viel. Alleine Goggle Map, was habe ich vor zwanzig Jahren darüber geschmunzelt und als Spielkram abgetan, hat unsere Welt maßgeblich verändert. Menschen Informationen jederzeit zur Verfügung zu stellen ist ein massiver soziologischer Wandel. Das sollte auch Precht erkennen. Autonomes Fahren und Robotik als nächste Megatrends werden auch unglaublich viel verändern. "Sinn" muss jeder selber im Leben finden. "Sinn" kann Technik niemals geben, nur Hilfe und Erleichterung, Tod und Verderben. Aber auch das ist seit der Bändigung des Feuers eine Binse.

Ich höre ihn gerne, aber ich habe jetzt keine neuen Aspekte gefunden. In Summe natürlich trotzdem ein lesenswertes Interview. So mal schnell zwischen zwei Zigaretten . :)
 
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Viele neue Aspekte entdecke ich nicht. Sätze wie z.B. den hier zitierten sage ich Freunden schon lange. Man kann es auch Prioritäten setzen nennen, sich mit dem Tod auseinander zu setzen und Gesundheit vor Reichtum zu sehen.

Die persönliche Auseinandersetzung hat aber auch viel mit Abgeklärtheit zu tun, die mit dem Alter mit den Erfahrungen kommt.

Ich habe mich aufgrund eines gefährliches Jobs und später aufgrund einer Erkrankung damit abfinden müssen, dass es jeden Augenblick mit mir zu Ende gehen kann - warum also sollte ich in Panik ausbrechen, wenn noch eine Möglichkeit dazu kommt? COVID-19, bitte zieh' eine Nummer und stell' dich hinten an, oder stelle Eilantrag beim Sensenmann. :D

Das hat nichts damit zu tun, dass man lebensmüde sein müsste oder nicht alles unternehmen würde, um es zu vermeiden - aber man realisert irgendwann, dass nicht alles vermeidbar ist und man seinen Frieden damit machen sollte. Das hilft ungemein beim Befolgen einschränkender Maßnahmen, aber auch bei der Verarbeitung des Umstands, dass diese Maßnahme keine Garantie geben.

Man hat auch schon oft genug erlebt, dass versprochene Wunder (auch hinsichtlich der Verheißungen der Technik) ausblieben, während scheinbar dumme Zufallsideen, primitive Lösungen oder einfach nur stures Durchhalten mit dem, was man hat, den Tag retten.
 
Der Mindestlohn liegt bei 9,35 €.

In den meisten Branchen sind es nach Tarif mindestens 10€.

Yeah. Doof nur, dass Tarifloehne nur bei Clubmitgliedschaft (Arbeitgeberverband) zu zahlen sind (und der Anteil liegt insgesamt bei ca. 50% und bei geringfuegig Beschaeftigten nochmal bei weniger als der Haelfte, wobei es da - wie eigentlich immer - ein Ost-West-Gefaelle gibt), der Leistungsempfaenger sich aber normalerweise weder die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft und erst recht keine Rechtsschutzversicherung leisten kann. Aber Ja, er kann ja kuendigen. Womit sich die Einnahmen auf €0,00 reduzieren wuerden, aber immerhin wird er dann ja nicht mehr ausgebeutet.

Deine Weltfremdheit ist manchmal wirklich herzzerreissend.

Viele neue Aspekte entdecke ich nicht.

Ob und in welchem Umfang man sich neue Blickwinkel aus dem Interview erschliessen kann (und will), haengt natuerlich massgeblich von der eigenen Position ab. Vielen hier wuerde es mitunter gut tun.
 
Da hat man ja die Möglichkeit den AG anzuzeigen, wenn der nicht den vertraglich vereinbarten Stundenlohn zahlt.
 
Ich habe mich aufgrund eines gefährliches Jobs und später aufgrund einer Erkrankung damit abfinden müssen.
Ich habe mit 18, weil ein geliebter Menschen starb und weil wir eine Risikosportart betrieben haben, mit meinen Geschwistern Regeln definiert, ab wann man lebenserhaltende Geräte abschaltet. Ich meine, jeder sollte sich diese Gedanken machen und Menschen um sich haben, den man das Leben anvertrauen kann. Jeder Bergsteiger kennt und macht das, viele andere ignorieren das Thema.

Aber es geht um merklich mehr als den Tod, es geht um Handlungsfähigkeit und Konsequenz der Regierungen und Übertragung dieser Handlungen auf andere Themen. Precht hat wieder nicht erkannt, dass die Reaktion auf eine aktute Gefahr, wie Überschwemmung, Seuche oder Krieg eine ganz andere ist, also auf langfristige Dinge wie Bildung, Klimawandel etc. Wir sind sehr gut in der aktuen Bekämpfung, langfristige Planung dagegen ist dne meisten nicht gegeben. Seit Jahrzehnten wird über neue Seuchen geredet. Wo waren die die Notfällpläne?

Ob und in welchem Umfang man sich neue Blickwinkel aus dem Interview erschliessen kann (und will), haengt natuerlich massgeblich von der eigenen Position ab. Vielen hier wuerde es mitunter gut tun.
:nicken: :nicken: :nicken:

Ich hätte mir in dem Interview mit der Überschrift mehr konkretes über Maßnahmen gewünscht, die Precht für angemessen gehalten hätte. Einfach nur zu sagen, dass Grundrechte eingeschränkt wurden, ist schön und gut, aber wie wäre die Alternative gewesen? Dazu ist man hinterher immer schlauer. Mir ist, wie man in diesem Thema am anfang lesen konnte, viel zu spät und halbherzig reagiert worden und dann zu heftig und unausgewogen. Das ist "Recht" behaltern habe, ist aber Glückssache, ist hätte auch grandios daneben lieben könnnen und der Verlauf hätte ähnlich der Schweinegrippe aussehen können. Darum ist es hinterher so leicht, kluge Sprüche zu machen.

Was wir aber sehen ist, dass unser Pronzip mit Gesuindheitsämtern unD quarantäne sehr gut ist. Da dfarf durchaus der eine oder andere Mitarbieter mehr eingestellt werden und in Seuchen freien Zeiten könnte man die Mitarbeiter z.B. zu Lebensmittelkontrollen und ähnlichem einsetzen. Vorsorge ist immer besser als Nachsorge.
 
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Da hat man ja die Möglichkeit den AG anzuzeigen, wenn der nicht den vertraglich vereinbarten Stundenlohn zahlt.

Wow. Mindestlohn (Gesetz), Tarifvertrag (Kollektivrecht) und Arbeitsvertrag (Individualrecht). Alle drei Ebenen der arbeitsrechtlichen Normenpyramide in nur zwei Posts hemmungslos miteinander verruehrt. Davon, dass eine Anzeige gegen den Arbeitnehmer - so sie denn ueberhaupt in Betracht kommt - eher nicht der Stoff ist, aus dem langjaehrige Maennerfreundschaften gemacht sind.

Vielleicht solltest Du das mit der Juristerei ja lieber lassen ...
 
Vielleicht solltest Du das mit der Juristerei ja lieber lassen ...
Sei doch bitte etwas wohlwollender, wenn Menschen am Anfang des Bildungsweges stehen.
Das schleift sich ein und das wichtigste, Engagement, erkennt man doch.

... eher nicht der Stoff ist, aus dem langjaehrige Maennerfreundschaften gemacht sind. ...
HAH, da haben wir es wieder, erwischt. Als wenn Frauen nicht arbeiten. Unverschämtheit!!

(künstlich aufreg) :motz: :nene: :motz:



:D
 

Offenbar Meldepflicht für Infektionen bei Haustieren geplant

17:25 Uhr
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner plant offenbar eine Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren. Im Entwurf einer Verordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: Es habe sich gezeigt, "dass auch bestimmte Tierarten für Sars-CoV-2 empfänglich sind". Hunde, Hauskatzen, ein Tiger sowie Nerze seien nach Kontakt zu infizierten oder infektionsverdächtigen Menschen positiv auf das Virus getestet worden, heißt es den Angaben nach in der Verordnung. Zuerst hatte das Portal "Agrarheute" darüber berichtet.
Die Meldepflicht richtet sich demnach an Tierärzte, Ämter und andere Teststellen. Sie soll für alle vom Menschen gehaltenen Tiere gelten, also auch für Zootiere. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es bisher aber keine Hinweise darauf, dass Haustiere das Virus auf Menschen übertragen können - es verbreitet sich vor allem über Tröpfchen und Aerosole von Mensch zu Mensch. Es habe aber wenige Fälle gegeben, in denen Nerze Menschen angesteckt hätten.
 
Die Greta Metapher war auch nur als Symbol für m.A. nach überzogene Forderungen oder zumindestens überzogene Forderungen ohne zu überzeugen und die Mehrheit mitzunehmen. Wie werden den Klimawandel nur hinbekommen, wenn es gelingt eine 70-80% Mehrheit hinter Maßnahmen zu versammeln, und das geht nicht mit der Radikalität einer "Greta".

Ganz im Gegenteil wir brauchen viel mehr Radikalität und Mut. Für diese Gesellschaft gibt es kein Weiterso, wir brauchen eine radikale Umkehr, einen Schnitt und einen Neuanfang. Was Greata fordert geht nicht weit genug.
 
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