@ empty:
Danke, dass du mich so bestätigst.

(mal von einigen Kleinigkeiten zu 9/11 abgesehen)
Für mich sind allerdings schon Hintergründe von Relevanz, wie oder mit welcher Argumentation in Deutschland (als nach deinen Aussagen Marionette der USA) Sachverhalte dargestellt - eben konstruiert - werden, um ihnen wenigstens den Anschein völkerrechtlicher Legitimation zu geben. Ob das für andere relevant ist, ist mir dabei ziemlich egal. Mir persönlich und mit mir noch vielen anderen hilft dieses Verstehen globalpolitischer Zusammenhänge um vielleicht einen Weg zu finden, diese Missstände zu ändern. Nenn mich von mir aus Idealist oder Träumer, aber was hier abläuft, ist nicht gut für die Menschheit in ihrer Gesamtheit.
Mich interessiert nun mal, warum sich die einzige so noch nennen könnende "Weltmacht" über alle Regeln und zwischenstaatlichen Gepflogenheiten hinwegsetzen kann, wie sie im Hintergrund die Strippen zieht, um vor ihren Bürgern und dem Rest der Welt den Anschein zu wahren, Rückhalt und damit Unterstützung zu erhalten.
auch @ ruyven:
VT?: Warum trifft sich der CIA mit ObL 2001 ohne ihn zu kappen?
http://www.newyorker.com/online/blogs/stevecoll/2009/06/osama-in-america-the-final-answer.html
Weiterhin sind sich ja die offiziellen Stellen der USA noch nicht mal einig, ob ObL tatsächlich in Zusammenhang mit 9/11 zu bringen ist und wie der Einmarsch in Afghanistan dann zu rechtferigen ist.
http://www.projectcensored.org/top-stories/articles/16-no-hard-evidence-connecting-bin-laden-to-9-11/
VT?: Wenn das tatsächlich so:
TP: Terrorhelfer funktioniert, und wir wissen, dass es so funktioniert, bleiben ja eigentlich keine Fragen mehr offen:
einem sehr langen und gut recherchierten Artikel schrieb:
Geschichtlicher Hintergrund
Wo liegen die historischen Wurzeln von Al Qaida und wer ist Osama bin Laden?
Der vermeintliche Drahtzieher hinter den Terroranschlägen vom 11. September, der in Saudi-Arabien geborene Osama bin Laden, wurde während des Afghanistankrieges “ironischerweise durch die CIA zur Bekämpfung sowjetischer Eindringlinge“ rekrutiert. (Hugh Davies: Informers’ point the finger at bin Laden; Washington on alert for suicide bombers. The Daily Telegraph, London, 24. August 1998)
Im Jahre 1979 begann in Afghanistan die bis dahin größte verdeckte Operation in der Geschichte der CIA.
„Zwischen 1982 und 1992 beteiligten sich etwa 35.000 muslimische Extremisten aus 40 islamischen Staaten am Krieg Afghanistans gegen die Sowjetunion, aktiv unterstützt durch Pakistans Geheimdienst ISI und die CIA, deren gemeinsames Ziel es war, den afghanischen Dschihad zu einem weltweiten Krieg aller muslimischen Staaten gegen die Sowjetunion auszuweiten. Zehntausende begannen in den pakistanischen Madrasas [Koranschulen] zu studieren. Letztendlich wurden mehr als 100.000 ausländische muslimische Extremisten direkt durch den afghanischen Dschihad beeinflusst.“ (Ahmed Rashid: The Taliban: Exporting Extremism. Foreign Affairs, November-December 1999)
Dieses Projekt der US-Geheimdienststrukturen wurde durch den pakistanischen Geheimdienst ISI aktiv unterstützt, welcher damit betraut war, den Islamischen Brigaden verborgene militärische Unterstützung zur Verfügung zu stellen und zusammen mit der CIA die Madrasas und Trainingscamps der Mudschaheddin zu finanzieren.
Diese Unterstützung der Mudschaheddin durch die US-Regierung wurde der Weltöffentlichkeit als „notwendige Antwort“ auf die Invasion der Sowjetunion in Afghanistan im Jahr 1979 präsentiert, welche geschah, um die pro-kommunistische Regierung Babrak Kamals zu unterstützen.
Die Geheimdienstoperationen der CIA in Afghanistan, welche die Heranbildung der „Islamischen Brigaden“ beinhaltete, begannen aber schon weit vor dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Afghanistan. Das wahre Motiv Washingtons bestand in der absichtlichen Provokation eines Bürgerkrieges, der nun seit mehr als 25 Jahren andauert.
Die Rolle der CIA bei der Entstehung von Al Qaida wird besonders in einem Interview deutlich, welches Zbigniew Brzezinski, zu jener Zeit Berater für nationale Sicherheitsfragen (National Security Adviser) unter Jimmy Carter, im Jahr 1998 gab
weiterlesen bei dieser Quelle:
Der inszenierte Terrorrismus: Die CIA und Al Qaida
Mein Einwand mit Saudiarabien und Pakistan war sehr wohl brechtigt, denn in viel höherem Umfang als durch die Taliban, kam aus diesen zwei Ländern finanzielle und logistische Unterstützung für die Turmflieger, wie die Untersuchungen nach 9/11 belegten. Aber auch Ägypten, der Sudan und Syrien waren solche aktiven Unterstützerländer.
Es kann also niemals hauptsächliches Anliegen der USA gewesen sein Osama oder die Drahtzieher von 9/11 auszuschalten. Die Gründe für den Angriff auf Afghanistan und die Taliban sind also vorgeschoben und somit der Bündnisfall konstruiert, was ihm bei konsequenter Anwendung des Völkerrechts die Legitimation entzieht.
Wer entscheidet denn, ob die Taliban in Afghanistan "rechtmäßig" herrschten? Auch ist in Wikipedia sehr schön aufgeschlüsselt, wie es zur Radikalisierung der Taliban, deren Unterstützung und Ausbildung durch CIA-Kräfte als Teil der antirussischen Dshihad-Bewegung kam.
Was unterscheidet nun die Nordallianz von den Taliban? Doch wohl nicht ihr gemäßigter Glaube oder ihre Friedfertigkeit ...

Der einzige Unterschied ist, dass diese den US-Streitkräften dieses Mal von Nutzen waren.
Und egal, wie diese gesamte Konstellation von Umständen genannt, wie das Konstrukt vor den eigenen Augen schön geredet wird, für mich ist und bleibt es illegitim, souveräne Staaten einfach zu überfallen, indem man diesen oder deren Staatsmacht wiederum mit eigenem Anspruchsdenken die Legitimation abspricht, einfach weil man des Recht des Stärkeren nutzt.
Mich widert diese Verlogenheit an. Es gibt keine Beweise, nicht mal stichhaltige Indizien. Es wird so gesagt und damit ist das so, basta.
Warum sagt man nicht einfach, dass weltweit Faustrecht herrscht, wer die dickere Wumme hat, eben der Oberhoschi ist, der den Ton angibt.
Wozu die UN und die ganzen kostenintensiven Spielereien, wozu zwischenstaatliche Vereinbarungen und Verträge?
Ganz einfach, weil Weltmächte und Möchtegernwelteroberer kommen und gehen und es ja schön wäre, wenn sich dann wenigstens die anderen (hoffentlich) an die Regeln halten...
