Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Tja, der alte Witz, als der Vorgesetzte sich erkundigt:
"Wie geht's der Truppe denn heute?"
"Ach, das Übliche: Ausrüstung nicht vorhanden oder mangelhaft, der Proviant ist zum Kotzen, niemand hat einen Plan und die Moral der Männer ist am Boden."
"Na, das ist doch die Hauptsache. Weitermachen."
 
@hoffgang
Die Karte wollte ich eigentlich nicht ziehen, weil es meist echt saublöd rüber kommt, aber Wickiwissen als absolutes Wissen darzustellen, geht mir gegen den Strich.
Grundsätzlich und unabhängig von technischen Themen fehlt mir an der einen oder anderen Stelle manchmal der gebührende Respekt vor der Leistung der aktiven Kameraden.

Zur Einordung:
Ich war Mitte 1984 bis Ende 1992 aktiv. Bis 2001 Reservist.
Beschaffung war auch schon bei uns ein Thema, manchmal ein Kleines, manchmal ein echt Großes.
Meinem Wartungs-OSTFw. hat mal ein ganz spezielles Werkzeug gefehlt, darauf haben wir dann geschlagene 10 Wochen gewartet und so lange konnte unser Alpha nicht fliegen. :(
Ich konnte ja ausweichen, aber erzähle mal dem König der Wartungshalle, dass er nix mit "seinem" Gerät machen kann. Der hat Stahlnägel vor Wut gefressen...
Und ja, ich verstehe das sehr gut, meist sind es Kleinigkeiten bzw. Selbstverständlichkeiten, die fehlen und es ist völlig schleierhaft schon damals gewesen, warum Allerweltsartikel nicht rechtzeitig bestellt werden.
Liegt generell am System, schätze ich.
Als mal der Motor vom Tug (damals das Teil, dass das Flugzeug aus der Halle zog) sich in Rauch auflöste, hatten wir zur allgemeinen Belustigung am Schluss einen Freigabezettel zur Bestellung auf dem gefühlt 20 Unterschriften drauf waren, einschließlich die von Jungkurth (damals Generalinspekteur) und ich glaube Stoltenberg...
 
Zuletzt bearbeitet:
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Selbstmordattentäter in Kabul, bald auch in deiner Stadt...und danach heißt es zurück nach Afghanistan. Islamischer Staat. Aha. Hieß doch hier der wäre zurückgedrängt?
 
Selbstmordattentäter in Kabul, bald auch in deiner Stadt...und danach heißt es zurück nach Afghanistan. Islamischer Staat. Aha. Hieß doch hier der wäre zurückgedrängt?
Das hat damit nichts zu tun. Politisch und militärisch ist der IS tatsächlich geschlagen, allerdings braucht man für so einen Angriff nur ein paar Radikalisierte, die der IS bekanntlich auch in westlichen Ländern findet; erst recht also in Afghanistan.

Aber wenn es der IS war, dann hat er damit womöglich eine große Dummheit begangen. Die Taliban haben schließlich versprochen, für die SIcherheit des afghanischen Volkes zu sorgen, und damit sind solche Anschläge in Land natürlich auch ein Schlag gegen sie und bedeuten mit jeder Wiederholung einen Gesichtsverlust. Das werden die "Ehrenmänner" nicht auf sich sitzen lassen können - und schon war's das mit dem gemütlichen Rückzugsgebiet für den IS in Afghanistan.

Womöglich hat der IS aber auch gar nicht (unmittelbar) damit zu tun. Ich schrieb ja bereits vor ein paar Tagen, dass ein Countdown bis zum Beginn der Selbstzerfleischung der Sieger läuft. Womöglich ist dieser jetzt schon abgelaufen.
 
Politisch und militärisch ist der IS tatsächlich geschlagen, allerdings braucht man für so einen Angriff nur ein paar Radikalisierte, die der IS bekanntlich auch in westlichen Ländern findet; erst recht also in Afghanistan.
In Afghanistan vielleicht. In anderen Ländern soll er noch aktiver sein.
Und es wurde auch von Experten schon gesagt, dass wenn die US-Truppen aus dem Irak abziehen, er wahrscheinlich zurück kommt.
 
Die Taliban haben schließlich versprochen...
Da habe ich schon aufgehört zu lesen. Die Taliban haben versprochen.

Netzfund.
"Der „Islamische Staat – Provinz Khorasan“ (ISKP oder ISIS-K) wurde Anfang 2015 von aus Pakistan stammenden militanten Islamisten gegründet, die den pakistanischen Taliban angehörten. Mehrere Dutzend aus Syrien und dem Irak kommende IS-Kämpfer schlossen sich der Gruppe an, vor allem aber liefen viele Taliban ungeachtet ideologischer Unterschiede zum ISKP über."

Wenn ich in die Zukunft blicke, dann sieht der Plan so aus: Sich aus Syrien, Afghanistan, Irak zurückziehen und im verborgenen neue Islamisten hochzurüsten und zu supporten, welche dann China dort unten aufreiben.
Vielleicht unterstützt die USA ja nun den IS in Afghanistan? Wer weiß was deren Plan ist. Um möglichen Terror von den USA abzuhalten, könnte man auch divide et impera eine Strategie sein, zum Leid der Zivilbevölkerung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Schätze, nach dem gestrigen Tag werden die USA noch vieles tun, aber mit Sicherheit nicht ein Bündnis mit dem IS eingehen. Der Anschlag hat leider nicht nur vielen Menschen das Leben gekostet, darunter mind. 13 US-Soldaten, sondern dem innenpolitischen Ansehen von Biden sehr geschadet.
Er kann gar nicht anders, als nach dem 31.08. mit äußerster Härte gegen den IS vorzugehen.
Was liegt näher als den Taliban als erklärte Feinde des IS Kopfgelder anzubieten - mit Handkuss werden diese das Geld für eine Aufgabe annehmen, welche die Taliban so oder so erledigen müssen, um sich als alleinige Herrscher im Lande zu manifestieren.
 
Schätze, nach dem gestrigen Tag werden die USA noch vieles tun, aber mit Sicherheit nicht ein Bündnis mit dem IS eingehen.
Das haben sie vor einigen Jahren schon einmal vollzogen, als es ihnen strategisch nutzte.

Was liegt näher als den Taliban als erklärte Feinde des IS Kopfgelder anzubieten - mit Handkuss werden diese das Geld für eine Aufgabe annehmen, welche die Taliban so oder so erledigen müssen, um sich als alleinige Herrscher im Lande zu manifestieren.
Das wäre mit Sicherheit eine schlagende Strategie.
 
Da habe ich schon aufgehört zu lesen. Die Taliban haben versprochen.
Wenn du Dinge zuende lesen würdest, könnte ja versehentlich etwas Sinnvolles hängen bleiben. ;)

Es ist schnurzpiepegal, ob die Taliban ihr Versprechen ernst meinen oder nicht. Es wurde ausgesprochen und die afghanische Bevölkerung muss überzeugt werden, dass die neuen Machthaber tatsächlich mehr drauf haben als die korrupte und inkompetente Regierung, die sie gerade stürzten. Ganz davon abgesehen, dass sie es sich nicht leisten können, wenn ihre Kämpfer zur ISKP überlaufen, weil diese den Eindruck machen, die dickeren Eier zu haben.
Und selbstverständlich berücksichtigt, dass es generell nur einen Boss im Land geben kann.

Die Taliban und die ISKP werden sich beharken, dass ist so sicher wie das Amen in der Kirche Inschallah in der Moschee. Die einzige Frage ist, unter welchen Umständen und inwiefern westliche Regierungen da womöglich ansetzen können.

Die USA haben sich damals zwar damals, ähem, moralisch flexibel gezeigt, wenn es darum geht, mit Islamisten gegen ideoogische Gegner vorzugehen, aber selbst falls sie das Experiment wiederholen, dann doch eher Gruppierungen, mit denen man verhandeln kann - also eher nicht dem IS, egal welcher Regionalsparte. Und der wiederum hat garantiert kein Interesse an so einem Deal, sonst hätte er nicht mal eben zum (Wieder-) Einstand US-Soldaten attackiert.

Grundsätzlich war die Lage damals anders, weil die afghanischen Mudschahedin keinen Zoff mit den USA, sondern mit den Sowjets hatten, also einer Zweckpartnerschaft gegenüber aufgeschlossen waren. Der IS jedoch hat viel mehr Reibungspunkte mit den USA als mit China, wird also den Schaitan tun und sich ausgerechnet mit den USA verbrüdern. Ganz davon zu schweigen, dass die Situation auch räumlich eine ganz andere ist, wenn China auf seinem Territorium angegriffen werden soll, wie von dir theoretisiert.

Die USA haben jedoch viel mehr davon, mit den Taliban zu paktieren. Denn erstens kam mit denen bereits ein Abkommen zustande, zweitens überschneiden sich hinsichtlich des Zurückdrängens des IS die Interessen und drittens schlägt man womöglich zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn man mit den Taliban auf gutem Fuß steht - dann kann man sie nämlich eher bewegen, die chinesischen Interessen in Afghanistan abzuweisen und - das wäre die Königsklasse - sich stattdessen für zivil-wirtschaftliche amerikanische Interessen zu öffnen. Irgend einen Partner brauchen sie schließlich, und Russland ist aus bekannten historischen Gründen ohnehin persona non grata in Taliban-Land.
 
Nach dem von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamierten Anschlag am Flughafen von Kabul verkündete Taliban-Sprecher Bilal Karimi, der mit den Taliban verfeindete örtliche Ableger des IS werde "besiegt" werden. Ihre eigene indirekte Verantwortung durch das Freilassen inhaftierter Islamisten in den vergangenen Monaten lassen die Taliban dabei allerdings unter den Tisch fallen.

Wo immer die Taliban-Kämpfer in den vergangenen Wochen bei ihrem Eroberungsfeldzug quer durch Afghanistan hinkamen, war es das gleiche Bild: Nach der Eroberung jeder Stadt machten sie sich auf den Weg zum Gefängnis. Ziel war es, die tausenden hinter Gittern sitzenden erprobten Kämpfer aus den eigenen Reihen freizulassen, damit sie sich wieder den Taliban anschließen konnten.

Doch die Öffnung der Gefängnisse könnte sich für die Taliban nun als tödlicher Fehler erweisen. Denn neben den eigenen Leuten kamen dabei auch viele Mitglieder des IS-Ablegers Islamischer Staat Provinz Chorasan (IS-K) frei.

Schon vor dem Anschlag am Kabuler Flughafen hatten die Taliban versucht, sich von den Häftlingsfreilassungen zu distanzieren und die Schuld auf die Regierung des geflohenen Präsidenten Aschraf Ghani abzuwälzen: "Wir sind vorsichtig, denn Häftlinge des IS sind aus dem Gefängnis entkommen und verstecken sich jetzt, nachdem Beamte der Kabuler Regierung ihre Posten verlassen hatten", sagte Taliban-Sprecher Suhail Schahin dem pakistanischen Sender Geo News vor wenigen Tagen.
Quelle: Warum die Taliban nach dem Anschlag am Flughafen Kabul unter Druck stehen

Biden hatte dem IS mit Vergeltung gedroht. Aber wie soll diese stattfinden? Höchstens durch Drohnenangriffe.
Aber damit wird man sie nicht vollständig besiegen.
Der IS bleibt weiterhin eine ernstzunehmende Gefahr. Nicht nur in Afghanistan.
 
der passende Sound.... zu dieser Thematik.
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Die USA haben mit einem Vergeltungsangriff auf den tödlichen Terroranschlag in Kabul reagiert und einen örtlichen Ableger der Terrormiliz IS attackiert. Der unbemannte Luftschlag in der afghanischen Provinz Nangahar habe "einem Planer" von Isis-K gegolten, teilte der Sprecher des US-Zentralkommandos Centcom, Bill Urban, am Freitagabend (Ortszeit) mit. "Ersten Anzeichen zufolge haben wir das Ziel getötet. Wir wissen von keinen zivilen Opfern."
Quelle: Vergeltung nach Anschlag von Kabul: US-Luftwaffe greift IS-Ableger an

Hoffentlich wurden auch wirklich keine Zivilisten getroffen.
 
Wenn du Dinge zuende lesen würdest, könnte ja versehentlich etwas Sinnvolles hängen bleiben. ;)
Ne, dieses ewige intellektuelle Gesülze gebe ich mir nicht, sry.
Nur so viel: Es gibt nicht "den IS" genauso wenig gibt es "die Taliban". Es gibt dazwischen jede Menge Splittergruppen. Das Zerren um Afghanistan zwischen USA, Nato, China, Russland usw. beginnt bereits.
Die Tatsache, dass die USA in Windeseile den IS-Anführer finden und beseitigen kann, spricht schon für sich.=)
 
Ne, dieses ewige intellektuelle Gesülze gebe ich mir nicht, sry.
Du liest Dinge nicht zuende, Intellektuelles gibst du dir nicht ... Sollen jetzt alle hier dazu übergehen, maximal verkürzte Behauptungen in den Raum zu schmeißen, damit es für dich goutabel wird? :what:

Nur so viel: Es gibt nicht "den IS" genauso wenig gibt es "die Taliban". Es gibt dazwischen jede Menge Splittergruppen. Das Zerren um Afghanistan zwischen USA, Nato, China, Russland usw. beginnt bereits.
Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade das verkündet, was hier mindestens drei Personen schon seit zig Seiten auseinandersetzen.

Die Tatsache, dass die USA in Windeseile den IS-Anführer finden und beseitigen kann, spricht schon für sich.=)
Etliche Leute beanspruchen die Führungsrolle in den besagten Gruppierungen und dies teilweise gleichzeitig. Es gibt also genug Führungspersonal, das die USA ausknipsen können und noch mehr, welches kurz darauf nachrückt.

Was die USA in Afghanistan wollten und je gewollt haben ist völlig unklar.
Ich korrigiere: Was die USA in Afghanistan wollten ist dir seltsamerweise immer noch unklar.

Hätten die vor 25 Jahren schon tun können, kann also kein Argument sein.
Vor 25 Jahren war die Lage eine gänzlich andere. China war noch der brav kommunistisch und ein Niedriglohn-Fertigungsland, Russland suchte noch nach einer Führung, die nicht zwei Drittel des Tages besoffen ist und was die Taliban in Afghanistan trieben, interessierte die USA außenpolitisch ungefähr so sehr wie eine platzende Bockwurst in Hamburg.
 
Ne, ist es nicht. Primär ging es um die Bekämpfung Al Quaidas und der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September.
Die USA haben der Regierung Afghanistans doch nicht mal Beweise vorgelegt, aber lassen wir das.
Man hat dem Terror den Krieg erklärt, um ihn zu bekämpfen und als Resultat mehr Terror aus allen möglichen Richtungen erzielt. Internationaler Terrorismus ist nicht mit militärischen Mitteln zu bekämpfen.

Genauso wie schon beim Corona-Thema (und anderen Themen), versuchst du immer irgendetwas realitätsfremdes zu konstruieren.
Sich kritisch zu Corona zu äußern ist leider gesellschaftlich verpöhnt.
Man ist auch Ketzer, wenn man hehre Absichten der USA in Zweifel zieht.
Es ist schon jetzt absehbar, wie Taliban der IS und al-Quaida auf den Drohnenschlag der USA reagieren werden.
Die USA haben überhaupt kein Interesse am Frieden, genauso wenig wie Pakistan. Rache, Rache, Rache, Angriffskrieg, Verweigerung des Kombattantenstatus. Weil ein Teil der Attentäter aus Afghanistan operierte.
Afghanistan war ein einfaches Opfer.
 
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