Kommt drauf an, welche Beweggründe man hat Soldat zu sein. Mir fällt momentan kein sinnvoller ein.
Ich halte es auch für vorgeschobene Argumente von Soldaten, das sie was "bewirken" wollen....wird ja keiner so blöd sein und sagen, "die Kohle ist geil" oder "rumballern fetzt".
Kommt drauf an.
Die Kohle IST geil, v.a. während des Studiums. Es ist oftmals ne Mischung aus interessantem Job (man sieht Orte & tut Dinge die sehr sehr sehr viele Menschen eben nicht tun / erleben), vergleichsweise guter Bezahlung, aber eben mit Nachteilen. Für viele ist es auch ein Sprungbrett um vllt mit schlechteren Karten im Leben sich eine Karriere aufzubauen.
Kumpel von mir hatte zu schlechten Abischnitt um Medizin zu studieren, jetzt ist er Oberstabsarzt bei der Bundeswehr und wie ich höre, kein schlechter. Dafür musste er aber einiges mehr in Kauf nehmen als meine Frau, die zivil Ärztin geworden ist.
Und ich kenn viele Offiziere die wirklich an der Grenze zur Verblendung waren, im Sinne von "was bewegen". Um die tut es mir besonders leid zu sehen was aus Afg geworden ist. Kameraden verloren, angesprengt, in Gefechten gewesen - nicht jeder hat alleine das verkraftet.
Anderen hat die ewige Bürokratie im Einsatz den Rest gegeben, einer hat seinen BS nach Afg zurückgegeben. Komplett Linientreuer Berufssoldat, 6 Monate CampBullshit in Afg und ab ins Zivilleben.
Kommste auf dem Einsatz wieder, stehst zur Beurteilung an. Erklärt Dir der Kdr, dass er dich nicht gut bewerten kann, weil du ja nicht dagewesen bist. Dazu muss man wissen, man wird in seiner Gruppe verglichen, also alle Hauptleute eines Btl untereinander. Tja, blöd gelaufen, der eine war halt Fahnenbegleitoffizier beim Gelöbnis und hat den Kdr gut aussehen lassen, der andere war 6 Monate nur am Hindukusch unterwegs - klare Sache in der Rangfolge.
Du siehst Motivation & Demotivation bei Flecktarn ist extrem unterschiedlich ausgeprägt.
Das was da grade in Afghanistan passiert reißt eine Menge alter Wunden auf und es tut jeden Tag weh zu sehen wie Kameraden & Freunde von mir darauf reagieren. Die meisten sind da rüber, weil man der Meinung war etwas bewegen zu können und viele sind zurückgekommen mit dem Eindruck, es geht langsam voran, aber es geht voran.
Dass das jetzt alles weggeworfen wurde, auch dank des Orangenen Vollidioten aus New York ist immer noch unbegreiflich.
@Eckism
Die Anschläge des IS haben deutlich! nachgelassen seit deren Einflussgebiet im Irak & Syrien verschwunden ist.
Mit fehlenden Geldmitteln und deutlich weniger Prestige geht einfach auch weniger. Man erinnert sich vllt an den Anschlag von Wien von 2020 und vergleicht den mal mit dem Anschlag vom Bataclan. In allen Belangen ein massiver Unterschied.
Das heißt nicht, dass der IS verschwunden wäre, oder dass diese Ideologie keine Gefahr mehr darstellen würde, aber die Möglichkeiten der Gruppe sind deutlich deutlich geringer als in 2014/2015.