Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Und, das sollte man bitte nicht vergessen: Die Taliban sind kein homogener Block, sondern ein Gemenge aus zig Gruppen mit ebenso vielen Interessen, wie Afghanistan aussehen soll - manche davon sind miteinander kompatibel, manche weniger und einige gar nicht. Einige Gruppierungen sind tatsächlich geradezu "liberal" zu nennen, insbesondere wenn man als Maßstab anblegt, wie gut sich die westliche Welt sich mit gewissen arabischen Ländern arrangiert hat.
In Israel gibt es ja auch nicht nur die palästinensischen Teroristen sondern Hamas und Fatah.
Wobei das wohl noch wesentlich überschaubarer ist als in Afghanistan.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unser Lappenverein...ähh die Bundeswehr hat sich mit dem ersten Evakuierungsflug auch wieder mit Ruhm um sich geworfen...7 Personen VIP Flug.:daumen:
Die USA ballern die Flieger bis unters Dach voll, die Deutschen verschwenden Zeit...wie seit Jahren in so ziemlich jeglicher Angelegenheit.:ugly:
 
Unser Lappenverein...ähh die Bundeswehr hat sich mit dem ersten Evakuierungsflug auch wieder mit Ruhm um sich geworfen...7 Personen VIP Flug.:daumen:
Die USA ballern die Flieger bis unters Dach voll, die Deutschen verschwenden Zeit...wie seit Jahren in so ziemlich jeglicher Angelegenheit.:ugly:
Das ist einfach gesagt, wenn man ein bischen TV schaut, aber die Umstände nicht kennt.

Die USA haben zwar viele mitgenommen, dafür sind aber auch ein paar dabei drauf gegangen, weil sie auch mit rein wollten.
Da hätte es in Deutschland auch nen super Shitstorm gegeben, warum die Piloten weitergerollt und gestartet sind und in Kauf genommen haben, dass welche überfahren oder runtergefallen/erstickt sind.
 
Ecksim die USA kontrollieren Luftraum und Flughafen.
Die eine Maschine war nur so voll weil die Option war a) Waffengewalt gegen diese Menschen oder b) sie mitnehmen.
Als wir gelandet sind waren auf dem Gelände schlicht und einfach nicht so viele Menschen.
 
was geht es deutschland und die deutschen poliliker eigentlich an, was die da machen?
ich versteh dieses ganze gezänke nicht. die deutschen soldaten sind weg, ebenso die amerikanischen.
es geht doch deutschland u.a. absolut nichts an, wer wie jetzt an der macht ist.
 
Das ist einfach gesagt, wenn man ein bischen TV schaut, aber die Umstände nicht kennt.

Die USA haben zwar viele mitgenommen, dafür sind aber auch ein paar dabei drauf gegangen, weil sie auch mit rein wollten.
Da hätte es in Deutschland auch nen super Shitstorm gegeben, warum die Piloten weitergerollt und gestartet sind und in Kauf genommen haben, dass welche überfahren oder runtergefallen/erstickt sind.
Man muss ja keine 640 Leute mitnehmen, aber 7 Leute für ein großes Flugzeug ist dann doch etwas lächerlich.

Ecksim die USA kontrollieren Luftraum und Flughafen.
Die eine Maschine war nur so voll weil die Option war a) Waffengewalt gegen diese Menschen oder b) sie mitnehmen.
Als wir gelandet sind waren auf dem Gelände schlicht und einfach nicht so viele Menschen.
Auf dem Flughafengelände sind da sicherlich noch ein paar Leutchen gewesen, die aus Kabul raus wollten...ist schlecht vorstellbar, das Tags zuvor noch Hunderter/Tausende wollten und am Tag danach keiner mehr Bock hat.
 
Was ich im Moment ein wenig bei unserem Außenminister vermisse (neben gefühlt 9.543 anderen Dingen):
Ein herzliches Dankeschön an die Regierung von Usbekistan, dass die es überhaupt ermöglichen, eine Luftbrücke aufzubauen.
Unbedarft irgendwelcher existierender Verträge oder Vereinbarungen ist es nicht selbstverständlich, Ressourcen bzw. den Flughafen von Taschkent zu Verfügung zu stellen.
Ich würde wetten, dass sie dafür Geld bekommen. ;)
 
Na ja, ich denke, die absichernden US-Soldaten stehen da in der prallen Sonne mit Adrenalin im Blut und müssen abwägen, wer darf näherkommen oder nicht.
Immerhin besteht die reale Gefahr, dass unter den Tausenden von Flüchtlingen auch ein paar Typen mit Waffen oder Sprengstoffgürteln herumlungern und auf ihre Chance warten, ein par US-Boys mitzunehmen.
Wenn die BW-Maschine effektiv nur 30 min. Zeit hatte, dann ist das wirklich nicht viel.
Ich würde wetten, dass sie dafür Geld bekommen. ;)
Klar bekommen die Geld dafür, schon seit ein paar Jahren.
Die Türkei, man erinnere sich, hatte ja irgendwann ihre Drehscheibe der NATO verweigert.
Initial wegen Syrien, effektiv aber auch für Afghanistan.
 
Immerhin besteht die reale Gefahr, dass unter den Tausenden von Flüchtlingen auch ein paar Typen mit Waffen oder Sprengstoffgürteln herumlungern und auf ihre Chance warten, ein par US-Boys mitzunehmen.
Das glaube ich nicht. Die Taliban werden alles daran setzen, keinen Krieg mit den Amerikanern anzufangen. Am ende bleiben sie da und die Taliban wollen ja, dass sie wegfliegen.
Sie hindern die Leute zum Flughafen zu kommen, den Flughafen selbst werden sie aber in Ruhe lassen.
 
Die Taliban sind aber kein homogener Haufen.
Sie versprechen aktuell auch auf der VK, dass alle (zunächst) in Ruhe gelassen werden.
Die ersten Interviews auf dem Deutschlandfunkt mit in D. gelandeten berichten aber jetzt schon von Entführungen von Frauen , Wohnungsdurchsuchungen, Jagd auf Helfer und willkürlichen Festnahmen.
Da gibt genug Vollkoffer bei denen, die tatsächlich die Worte von irgendeinem arabischen Ministammanführer vor 2000 Jahren für wahr nehmen, das wenn sie als Märtyrer sterben , 99 Jungfrauen im Himmel auf sie warten.
 
Nun in Kabul stehen genug NATO Truppen um den Taliban jedenfalls lokal den Hals umzudrehen und das wissen die.
 
Ja, das ist schon komisch.
Ich respektiere durchaus alle Glaubensrichtungen, aber man muss sich bei allen Weltreligionen erst einmal bewußt sein, dass das Geschichten vom Lagerfeuer kurz nach der Steinzeit waren.
Die Menschen damals konnten sich vieles nicht erklären und projizierten ihre Umwelterfahrungen in göttliche Bestimmung.
Ob das dann evolutionär eine ganze Götterschar al la Griechenland/Römer oder eine monotheistische war, spielt letztlich keine Rolle.
Ich nehme dem guten alten Mohamed durchaus ab, dass er Visionen in Trance or whatever gehabt hat diese fleissig niederschreiben ließ und den Leute in harscher Wüstenumgebung einen göttllichen Halt gegeben hat.
Aber alles beruhte auf einem Sozialbild längts vergangener Tage, als die Leutz im Schnitt nur 30 Jahre alt wurden und für alle es normal war, schon mit 15 oder so Familien gründen zu müssen.
Aber die naturwissenschaftliche Realität ist nun mal eine andere und wir sind im 21. Jahrhundert.
Wenn es blöd läuft, sind diese besagten fiktiven Jungfrauen im fiktiven Himmel eben auch schon gleichgestellt und der Märtyrer darf zu deren Entlastung den ganzen Tag den Staubsauger schwingen ...
OK, das war jetzt zynisch....
 
Man kann ja gegen die Islamisten sagen was man will, aber die Leben ihren Glauben...die Christen kommen ja auch ins Paradies oder sowas, für die ist das sterben aber trotzdem shice.
Ich raff "Glauben" überhaupt nicht, aber wem das Spaß macht, soll er halt, aber Ungläubige in Ruhe lassen.
 
Nitzsche hat mal gesagt "Glauben versetzt Berge wo keine Berge sind" . :ugly:

Ich finde auch das jeder glauben soll woran er will, solange er Andersdenkende in Ruhe läßt. Oder gar nicht glauben. Das ist jedem selber überlassen.

Und was die Taliban so machen, widerspricht eigentlich auch dem Glauben wie er meines Wissens im Koran steht. Da steht bestimmt nicht drin, dass man einfach andere Menschen quälen, verstümmeln und ermorden soll. Und bestimmt auch nicht das man sein Geld mit Drogen verdienen soll. Geschweige denn diese konsumieren.
 
Die Taliban sind aber kein homogener Haufen.
Sie versprechen aktuell auch auf der VK, dass alle (zunächst) in Ruhe gelassen werden.
Die ersten Interviews auf dem Deutschlandfunkt mit in D. gelandeten berichten aber jetzt schon von Entführungen von Frauen , Wohnungsdurchsuchungen, Jagd auf Helfer und willkürlichen Festnahmen.
Da gibt genug Vollkoffer bei denen, die tatsächlich die Worte von irgendeinem arabischen Ministammanführer vor 2000 Jahren für wahr nehmen, das wenn sie als Märtyrer sterben , 99 Jungfrauen im Himmel auf sie warten.
Eben. Ich halte jede Wette: Wenn der Westen sich aus Afghanistan raushält, geht der Krieg dort trotzdem weiter, und zwar zwischen den jetzigen Siegern und denen, die "neutral" geblieben sind.

Jeder, der dort mehr als ein Dutzend Männer unter dem gemeinsamen "Taliban"-Label (Unter dem gab's nämlich Geld, Ausrüstung und militärische Unterstützung der anderen Gruppen ...) befehligt hat, sieht sich jetzt schon als legitimer Regionalfürst, Warlord oder was auch immer auf genau dem Fleckchen Erde, über das er gerade Kontrolle hat. Und die wird man nicht aufgeben, sondern eher - je nach Stärke - versuchen, den Einflussbereich noch zu vergrößern, was natürlich zu Lasten des Nachbarn geht, und ob der auch ein Taliban ist, interessiert dann nicht mehr.

Und was das gemeinsame Kalifat angeht, wird nicht nur hierzulande häufig der Fehler gemacht, dort moderne Regierungs- und Kommandostrukturen zu vermuten. Tatsächlich ist bzw. wird das eher so etwas wie das "Heilige Islamische Reich afghanischer Nation" mit einer Art Fürsten- und/oder Ältestenrat in Kabul, wo man sich zentral die Fehde erklären und Blutrachen auswerten kann, aber sich trotzdem (!) gegenseitig der unbedingten Bündnistreue gegen Fremde versichert.

Auch deutsche Medien versuchen ja, aus einzelnen Aussagen und Handlungen der Taliban zu erkennen, wohin der Kurs geht, aber das kann man meines Erachtens vergessen. Wenn Kommandeur Karim in seiner Ecke "Verräter" zusammentreibt und schon mal vorsorglich Frauen und Mädchen in Burkas steckt, während Kommandeur Rahman in seiner Ecke großzügige Amnestie und Freiheiten verspricht, ist das überhaupt kein Widerspruch, sondern die praktische Realität. Und auch wenn sich ein Großteil der Kommandeure (vorerst) auf den Kurs von Rahman geeinigt haben sollte, ist das für Karim immer noch kein Hinderungsgrund.

Allein die Zeit wird zeigen, welcher Kurs sich durchsetzt und wie ernst welcher überhaupt gemeint war.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück