Afghanistan ist aber kein befreundeter Staat und die Nordallianz hat keinen Staat.
Laut der Rechtsauffassung, die gegen die Taliban verwendet wurde, hat die Norallianz den Staat Afghanistan (und einige innenpolitische Probleme mit Milizen)
Die Koalitionstruppen haben den Angriff geplant,
nicht die USA alleine.
Amerikansiche, britische, kanadische und australische Truppen (komisch, sprechen alle die gleiche Sprache

) haben dann Afghanistan angegriffen.
Okay, hab mich zu kurz ausgedrückt.
Die Kernfrage bleibt jedoch, ob die Nordallianz für die Angriffe formell verantwortlich war und dabei ausländische Hilfstruppen genutzt hat, oder ob *die englischsprachigen* einen Angriff gegen eine fremde Gruppierung (die selbst keinerlei Aggression gezeigt hatte) in einem fremden Land aka Angriffskrieg geführt hat?
Ersteres ist wohl nicht der Fall...
Wäre es nicht sinnvoller gewesen, als die Koffer schon rollten, die Sache so hinzubiegen, dass Jung Guttenberg zwar unterrichtet hatte, aber die Geheimdienste ihre Akten noch nicht sotiert hatten und man (das Ministerium) die Fakten schon bald vorlegen wird, als diese irrwitzige Tröpfchenpolitik zu machen?
Es wäre ein besseres Image von Guttenberg bei rausgesprungen.
Aber wen interessiert das schon, außer Guttenberg?
Ich seh weiterhin zwei Optionen:
1. Guttenberg ist ein Bauernopfer, dass die Medien von echten Problemen ablenken soll und das möglich lange -> Tröpfchenpolitik
2. Guttenberg ist (inkompetentes) Opfer von Leuten, die irgendwas unter den Tisch kehren wollen (auf welcher Ebene zwischen <Minister und >Klein die zu finden sind:

) und solange niemand konkret nach etwas fragt (weils die Presse rausgefunden hat) wissen die von keinen Problemen -> Tröpfchen, aber nicht Politik sondern Militär. (die erstere halte ich auch für wahrscheinlicher. Wär aber schön, wenn die Opposition auch mal die Bundeswehr hinterfragt, anstatt nur Unionspolitiker ausm
Kindergarten Bundestag zu ekeln)
Jung ist ja auch von der CDU (Hessen CDU ums genauer zu sagen) und der Nachfolger im Kabinett ist... upps... eine Frau von der Hessen CDU.
Behauptet ja niemand, das Kompetenz bei der Auswahl von Politikern eine Rolle spielen würde.
Die Taliban sahen sich aber als Führer des Landes, einige haben das Land mit den Taliban als Herrscher ja anerkannt, wieso willst du jetzt unbedingt sagen, dass man ein friedfertiges Volk angegriffen hat, weil dort ein paar Terroristen untergekommen sind?
Ich will nicht sagen, dass das ein Friedfertiges Volk ist (sie haben eindeutig einen Großteil Afgahnistans mit Waffengewalt unter ihre Kontrolle gebracht), ich will darauf hinaus, dass man formell eben wirklich angegriffen hat. Nicht zurückgeschossen/sich verteidigt. Und das man sich dann auch nicht wundern muss, wenn einen die örtliche Bevölkerung nicht als Friedensbringer ansieht.
Klar ist der gemeine Afghane (nicht gemein mit gemein verwechseln

) ein Mensch, der seinen Kram machen will und von der Weltpolitik keine Ahnung hat, er weiß sicherlich nicht, was überhaupt passiert ist, als plötzlich Panzer durchs Wohnzimmer rollten (

). Aber hier könnte man wieder fehlende Bildung, Aufklärung und was auch immer anbringen.
Afghanistan war mal auf dem besten Weg, die kulturelle Führungsrolle in der Region einzunehmen. 30 Jahre (Stellvertreter)Kriege haben davon zwar nicht viel übriggelassen, aber für eine Grundversorgung mit Zeitungen sollte es reichen.
Soll man das nun so lassen oder den Menschen eine Alternative bieten?
Die Frage ist: Tut man den Menschen derzeit eine Alternative bieten?
Was ist mit den Männern, die seit Jahren gegen die Sowjets gekämpft hatten, als sie plötzlich die Taliban vor der Nase hatten?
Äh: Diese werten Herren sind
a) hauptverantwortlich dafür, dass in Afghanistan keine Gleichberechtigung und keine Säkularisierung herrscht, weil sie nämlich eben genau diejenigen Kräfte, die sowas durchsetzen, bekämpft haben (ja, es gab da mal eine Zeit, da war das Tragen der Burqua verboten...)
b) dank ihrer Warlord-Mentalität und Kriegen untereinander dafür verantwortlich, dass die Taliban in größeren Teilen des Landes ein echter Fortschritt für die Lebensqualität war
Hatte man sie gefragt, gab es etwa Wahlen?
Von 1964 bis 1973 war Afghanistan wohl mal konstitutionelle Monarchie mit Parlament - da müssen sie wohl gewählt haben. Davor hatte es scheinbar absolute Herrscher oder war schlichtweg in seiner heutigen Form inexistent. Danach gabs ne lange Reihe von gewaltsamen Regierungswechseln (entweder durch Stürzung des herrschenden Regimes oder durch Ermordung des amtierenden Herrschers und Einsetzung eines anderen aus der gleichen Gruppierung)
Nein, solche Strukturen haben sich entwickelt. Die Warlords haben Regionen kontrolliert, natürlich waren einige auch Taliban, die Grenzen sind eher fließend, aber in erster Linie haben sie ihre Macht auf den Drogenanbau gestützt. Die Taliban sicherten den Drogenanbau ab, denn Geld ist nun mal wichtiger als das strenge Befolgen des Korans (bestraf mich, aber ich denke, dass im Koran nicht drinne steht, dass man zur Kriegsführung Drogen anbauen und verkaufen darf).
Bezüglich der Taliban gilt das mit dem Mohn, bezüglich der Warlords nur eingeschränkt. Laut Wiki gibts den Anbau nämlich erst seit dem Abzug der Soviets.
Das im Koran was zur Finanzierung drinsteht, wage ich zu bezweifeln. Die Verwendung von berauschenden Mitteln wird wohl nur in begleitenden Schriften gebrandmarkt - und in Anbetracht dessen, das Opium im gesamten muslimischen Kulturkreis ein weit verbreitetes Genussmittel war (/ist), scheint diese Überlieferungen wohl weniger populär zu sein.
Nicht-Muslime abzukassieren ist sowieso erlaubt, passt also alles zusammen.
Dass die Amerikaner, nachdem die Sowjets das Land verlassen haben, viele Fehler gemacht haben (verdammte CIA

), das steht außer Frage. Man hätte den Grundstein für einen friedfertigen Staat legen können, in denen es den Menschen gut gehen könnte. Ich denke mal, wenn die Amerikaner dort nach dem Krieg den Aufbau unterstützt hätten, dann wäre vieles anders gelaufen.
Eigentlich haben sie danach nur einen Fehler gemacht: Nichts.
Alle anderen haben sie davor begangen. ("Was wohl passiert, wenn man ein pakistanisches System zur Bewaffnung und Islamisten aufbaut? Das ergibt gerantiert ne 1 A dufte Demokratie")
der irak krieg ist illegal,dann wird es der afghanistan "einsatz" auch sein
Die Vorraussetzungen sind grundverschieden. Dem Afgahnistankrieg ging tatsächlich ein Angriff gegen die USA vorraus (die Frage ist nur: Von wem und welche Handlungen kann das rechtfertigen?), der Irakkrieg dagegen wurde einfach begonnen, weil man wollte.
,in meinen augen wird dort nur das öl ausgebeutet angeführt von den USA/washington.
Afghanistan hat kein Öl. (aber afaik n paar brauchbare Mineralien)
Aha, sich selbst vor zukünftigen Angriffen zu schützen ist nun also das niedrigste aller Motive.
Ich würde mal spontan schätzen, das 80-90% der terroristischen Anschläge (wohlgemerkt: Ich spar mir sogar die Einschränkung "Islamisten") gegen Strukturen der USA nach dem Beginn des Afghanistankrieges geschehen sind. (und ich würd mich nicht wundern, wenn sie insgesamt auch auf >>50% der Todesopfer kommen)
Es gab einen 3-Liter-Lupo, nur wurde der wieder eingestellt, weil ihn niemand gekauft hat.
Der 3l Lupo verbrauchte mehr als 3l und war noch weniger Auto, als der normale Lupo (was was heißen will

), trotzdem hat er sich sehr wohl verkauft - jedenfalls da, wo er angeboten wurde. Was aber so gut wie nirgendwo war.
Der spätere 3l A2 (der zwar auch gerne mehr schluckte, aber wenigstens n vollwertiges Fahrzeug war) wurde restlos ausverkauft, genauer: Seine Produktion wurde eingestellt, obwohl ihn noch mehr Leute haben wollten.
Sprit Sparen ist doch erst in Mode seitdem der Ölpreis im Bereich um 200$ unterwegs war. Und das ist neben der inzwischen strengeren Umwelt-Gesetzgebung auch der einzige Grund, warum jetzt jeder E-Autos entwickelt.
E-Autos werden entwickelt, damit sich die Autoindustrie der nervigen Umweltdebatte entledigen kann. Praktischerweise werden mitlerweile sogar Batterien akzeptiert, so dass man sich die ganzen weiter existierenden Probleme mit den (aus gleichen Gründen entwickelten) Brennstoffzellen sparen und einfach schlechtere Fortbewegungsmittel bauen kann.
Aber doch nciht weil sie die Taliban so sexy finden, sondern weil wir wirkliche Hilfe etwas vermissen lassen, wir aktuell nicht anch Siegern aussehen und ohne uns wenigstens der offene Krieg zuende wäre.
Das ist halt mehr perspektive, als dem Land seit 35 Jahren irgendwer geboten hat. Und wenn man vor der Wahl "Frieden oder Krieg&X" steht, dann ist es egal, was "X" ist.
Die Taliban bringen aber zusätzlich auch noch den Bonus mit, dass sie Afghanen sind und den Islam toll finden.
Da hatte man die Beweise ja selbst gefälscht, also gilt das nicht
Stimmt. Im Falle ObL hat man keine gefälschten Beweise vorgelegt.
Genauer: Gar keine. Auch keine ungefälschten. Das einzige, was man über ObL und die Verknüpfungen zwischen ihm und realen Aktionen hört, sind in der Luft hängende Behauptungen von CIA&NSA und Videos, die bei Al Dschasira auftauchen.
Allerdings sehe ich in dem Fall keinen Grund da großartig daran zu zweifeln.
Ist für uns eigentlich auch egal. Eine nette Persönlichkeit ist er definitiv nicht und an den Stellen, wo man ihn gezielt treffen wollte, gabs auch nichts anderes, was man kaputtmachen konnte.
Aber es geht hier ja auch um die Sicht der Afghanen und welche Reaktionen man von denen erwarten kann. Und wärend ich durchaus geneigt bin, eher den USA als den Taliban zu glauben, wird das bei denen anders sein. Und es ich kenne tatsächlich keinen einzigen "Beleg" dafür, dass ObL sich an bestimmten Orten aufgehalten hat oder auch nur ein Terrorist ist, den nicht jeder mit arabisch Kenntnissen, einer schlechten Videokamera, mit ohne Schauspieltalent, Internetzugang, einem einfachen PC und Zugriff auf die CIA-Homepage hätte genauso produzieren können. Das verlässlichste sind noch ein paar sehr, sehr wenige Zeugenaussagen, die aber allesamt von Konfliktparteien stammen.
Wenn jemand, den ich nicht ausstehen kann, mir auf so einer Grundlage Befehle geben will, würde ich auch "Nein" sagen.
habt ihr das mit dem video stream der predators gelesen? mit ner einfachen 26$ software kann man einen satelliten uplink abfangen, was die rebellen dazu nutzten um zu schauen wo sich die drohnen aufhielten. die amis haben ihre millionen $ schweren drohnen nicht verschlüßelt, jedenfalls nicht den videostream.
Irak: Aufständische zapfen US-Drohnen mit 26 US-Dollar teurer Software an
Aua. Ich hatte nie eine besonders hohe Meinung von der Intelligenz von (insbesondere US-)Militärs, aber "hoffen, dass die die Schwachstelle nicht kennen" ist wirklich heftig.
Erstaunlich, dass die Presse sich diese Möglichkeit noch nicht zu nutze gemacht hat.