Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Und ja, Öffentlicher Nahverkehr ist doch keine 10km bis Stadtzentrum.

Zumal es dann in Berlin schnell mal 30 km nur bis an den Rand sind, also schon Brandenburg aber noch im ABC-Bereich.

Mit mindestens einmal umsteigen also 50-60 Minuten fahrt mit der Bahn und dann muss man vom S-Bahnbahnhof noch zur Arbeit laufen.
 
Nahverkehr sollte es überall geben, aber nicht jede Verbindung von überall nach überall ist noch "nah", nur weil der Nahverkehr hinfährt. Siehe Rhein-Rhur-Raum, wo es Stadtgrenzen nur noch auf dem Papier gibt. Rendsburg-Kiel ist genauso regional wie Friedrichshagen-Spandau. Da ändert sich auch nichts, nur weil in letzterem Beispiel dazwischen nur eingemeidetes Stadtgebiet liegt, während in ersterem Fall Acker dazwischen ist. Entfernungen von über 20 km sollten nicht mehr als einmal die Woche zurückgelegt werden müssen, alles andere kostet einfach zuviel Zeit und/oder Ressourcen. Meist beides. Dass das nicht zu den Wünschen heutiger Arbeitgeber und deren Lobbyisten mit Parlamentssitz passt, weiß ich. Dieses Dilemma muss gelöst werden. Ob man dazu lieber die Gesetze der Physik oder die Gesetze der BRD ändert, muss jeder gemäß seiner eigenen Fähigkeiten entscheiden.

@Treshold: Wie stehen die Preise in Fischbek, Ahrensburg, ...? Du listest ja eher die Städte, die schon vor 20 Jahren Lieblingsvorte waren. Klar, dass die sich mittlerweile gefüllt haben. Wenn ich ganz billig Suchmaschinen nehme finde ich spontan [urlhttps://www.immobilienscout24.de/Suche/radius/wohnung-mieten?centerofsearchaddress=Hamburg;21149;;;;&price=-700.0&livingspace=60.0-&geocoordinates=53.46608;9.85169;15.0&enteredFrom=one_step_search]49 Treffer in 15 km Umkreis ums Stadtzentrum[/url] und 217 im Umkreis von 30 km, was dann mehrheitlich <10-15 km zu den äußeren Stadtteilen ist (für genauere Versuche müsste man wissen, auf welche Seite Hamburgs du musst.) Das sind übrigens schon fast die Hälfte der 533, die man mit 60 km Radius, also auf vierfacher Fläche angeboten bekommt.
 
Ich komme von der A7 nach Hamburg. Ahrensburg ist auf der anderen Seite, würde entsprechend länger dauern.
Aber es ändert ja nichts mehr dran.
Ich werde garantiert nicht mein Haus verkaufen und dann hoffen, dass ich irgendwo in der Nähe ein entsprechendes Haus kaufen und dann, 5 Jahre später, verliere ich dann meinen Job und muss erneut mein Haus verkaufen, weil ich umziehen muss. Wenn du willst, dass die Leute flexibler bei der Wohnungssuche sind, musst du auch dafür sorgen, dass es bezahlbaren Wohnraum gibt. Und es gibt ja genug Leute, die viel häufiger den Arbeitsplatz wechseln als ich. Da muss ich nur mal Uniabgänger anschauen, die mit ihrem Bachelor oder Master Abschluss von einem prekären Job zum anderen wechseln.
Meine Tochter studiert in Hamburg und wohnt auch dort. In einer WG mit anderen. Anders ist das nicht zu finanzieren. Nebenbei wird noch gearbeitet und der Vater gibt auch Geld dazu.
Wie gesagt, netter Effekt, neben dem Arbeitsplatz zu wohnen aber heute nicht mehr praktikabel, da du heute viel häufiger den Job wechseln musst und versuch mal mit schulpflichtigen Kinder das Bundesland zu wechseln.
Man sieht ja auch am Verkehrsministerium, das seit Jahren in der Hand der CSU ist, dass es gar kein Bestreben gibt, den öffentlichen Verkehr zu fördern.
Die Weichen hätte man schon vor 30 Jahren stellen müssen. Jetzt reden alle davon, machen aber immer noch nichts. Wie immer wird verschleppt und verschleppt. Ergo nutze ich das System aus, wie alle anderen auch.
VW hat die Ladestation gebaut und subventioniert den Strom. Jeder, der einen VW kauft, finanziert meine geladenen Akkus.
Ich hab in den letzten 30 Jahren genug Firmenwagen finanziert oder sonstige Steuersparmodelle von Unternehmen mitfinanziert. Mir reicht es einfach.
 
Wie gesagt: "Haus kaufen" ist bereits privilegiert. Was dabei rauskommt, wenn auch nur jeder zweite sein eigenes Haus haben soll, sieht man an amerikanischen Städten - so etwas kann man sich für 83 Millionen Deutsche einfach nicht leisten und wer der Meinung ist, für sich etwas besseres zu beanspruchen, der soll halt auch entsprechend dafür zahlen und nicht subventioniert werden. Wenn er es sich dann trotzdem leisten kann und will - bitte. Wir leben nicht in einer klassenlosen Gesellschaft und jeder soll sich seinen Luxus nach eigenen Möglichkeiten aussuchen können. Aber im Moment wird der Luxus "Eigenheim auf dem Land und lange Pendelstrecken" eben zu erheblichen Teilen aus Steuerngeldern bezahlt. (Autosubventionen, Pendlerpauschale, billiger, Sprit, Straßenbau, Folgeschäden von Flächenversiegelung, Emissionen, Lärm, etc. trägt alles die Allgemeinheit, die mehrheitlich schlechter wohnt.)

Mietwohnungen in ausreichender Größe gibt es dagegen, wie verlinkt, in deutlich geringerer Entfernung zu bezahlbaren (wenn auch nicht unbedingt guten) Preisen und im Gegensatz zu einem Haus lassen die sich im Zweifelsfall auch schneller wechseln. (Auch wenn ich da ebenfalls keinen Bock drauf hätte und auch in dieser Erwartung der Wirtschaft eine massive Ungerechtigkeit sehe, da ein Umzug neben allen sozialen Aspekten für viele auch einfach eine große Investition mit hohem Risiko ist)

Immerhin habe ich keinen VW gekauft :-) . (Selbst schuld, wenn die diverse Ausstattungsmodelle an die Fahrzeuggröße koppeln, sodass ich statt dem gewünschten Golf einen Superb hätte kaufen müssen). Aber die Batterieautoprämie zahle ich genauso mit. Genauso wie die Steuersparmodelle von Unternehmen, die Firmenwagen, etc.. Mehr als nicht-CDU-wählen scheint man dagegen kaum tun zu können und das hat bislang nicht geholfen :( .
 
Mehr als nicht-CDU-wählen scheint man dagegen kaum tun zu können und das hat bislang nicht geholfen :( .

Ja, sobald es an die Tröge geht, wird jede Partei ihre Werte um die Ecke werfen und sich heran wanzen.
Die CDU hab ich 1x gewählt. Das war 1990. Danach hab ich den Fehler nie wieder begannen.
Leider hab ich 1998 Schröder gewählt. Die SPD werde ich jedenfalls ebenfalls nicht mehr wählen -- das ist sicher.
Heute wähle ich die "sonstigen Parteien", denn da ist immer eine bei, die interessante Ideen hat und mit der ich mich dann anfreunden kann, auch wenn die nie in den Bundestag einziehen wird.
 
Aber im Moment wird der Luxus "Eigenheim auf dem Land und lange Pendelstrecken" eben zu erheblichen Teilen aus Steuerngeldern bezahlt. (Autosubventionen, Pendlerpauschale, billiger, Sprit, Straßenbau, Folgeschäden von Flächenversiegelung, Emissionen, Lärm, etc. trägt alles die Allgemeinheit, die mehrheitlich schlechter wohnt.)

Da hast du auch völlig recht und ich bin auch ein Befürworter davon, dass man diese Privilegien abschafft.
Egal ob das jetzt die Pendlerpauschale oder der Firmenwagen oder sonst was ist.
Aber offenbar gibt es dafür keine Mehrheit bei den Regierungsparteien oder den Oppositionsparteien.
 
Entfernungen von über 20 km sollten nicht mehr als einmal die Woche zurückgelegt werden müssen, alles andere kostet einfach zuviel Zeit und/oder Ressourcen. Meist beides. Dass das nicht zu den Wünschen heutiger Arbeitgeber und deren Lobbyisten mit Parlamentssitz passt, weiß ich.

Es passt vor allem nicht zu den Mietpreisen in den Städten.

BTT:
 

Interessant ist, dass Johnson anders als unsere anderen Populisten auf beiden Seiten des Atlantiks sich überhaupt für EE einsetzt. Auch Verbrenner sollen ab 2030 nicht mehr zugelassen werden.
 
Interessant ist, dass Johnson anders als unsere anderen Populisten auf beiden Seiten des Atlantiks sich überhaupt für EE einsetzt. Auch Verbrenner sollen ab 2030 nicht mehr zugelassen werden.

Wird wohl leider ein bissel zu spät sein,
um das "1,5 Grad-Ziel" von Paris noch einhalten zu können.

Vermutlich steuern wir so auf die 3,5-4,0 Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts zu,
dass wir dann ziemlich ungemütlich hier werden. :ugly:
 
Sagen die einen, andere sagen was anderes. Die Höhe ist nicht bekannt. Du bist halt der Pessimist.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit Geo Engineering was uns den entscheidenden Zeitvorteil erkaufen könnte.
 
Terraforming ist mWn. das schaffen von vollkommen neuem Lebensraum wie auf dem Mars (wenn man es denn tut).
Das andere bezeichnet eher das eingreifen in natürliche Prozesse um sie zu verändern.
 
Was ist denn "Geo-Engineering"? So etwas wie "Terraforming"?

Die einfachste form von Geo Engineering wird schon gemacht. Das ist das Impfen von Wolken, damit sie abregnen. Das haben die Chinesen 2008 gemacht, damit die olympischen Spiele in Peking ohne Regen ablaufen konnten.
Aber damit kommt man ja nicht weit. Neuartig ist, dass man mittels Engineering den Himmel verdunkeln will, indem man Partikel in die Stratosphäre bringt. Schwefeldioxid oder Aluminiumoxid sind solche Kandidaten.

Wie die Handlung aus snowpiercer? ^^

Das kann passieren. Eben weil man letztendlich keine Ahnung hat, wie das so langfristig laufen wird.
 
Was ist denn "Geo-Engineering"?

Da gibt es Modelle,
z. Bsp. Schwefel zu verfeuern,
dass würde dann zu Schwefelsäure reagieren,
und einen Schleier in der Athmosphäre bilden,
welcher wiederrum die Sonneneinstrahlung absorbiert,
und dadurch die Erde kühlt.

Im Endeffekt eine Harakiriaktion,
da kann alles total schiefgehen.
 
Abwägung, du kannst schlecht Millionen sterben lassen, wenn es die Chance gibt das zu verhindern.

Kann man nicht? Seit wann gilt das? Als ich mir das letzte mal die Welt angeguckt habe, war von dieser Regel definitiv nichts zu sehen. Und gerade in Bezug auf das Klima gibt es seit Jahrzehnten jede Menge zu tun, um die Lebensverhältnisse von Milliarden zu retten, und sehr viele Leute sprechen sich dagegen aus, etwas zu tun.


Was ist denn "Geo-Engineering"? So etwas wie "Terraforming"?

Ein Überbegriff dazu. Geo-Engineering sind Maßnahmen, die großräumig/planetenweit die Verhältnisse ändern. Jahrhundertelang fossiles CO2 freisetzen, halbe Kontinente roden, großräumig Wasserstörme umzuleiten oder soviel Landesfläche versiegeln, dass es Auswirkungen auf regionale Temperaturen und den Wasserhaushalt hat, könnte man als Geoengeneering beschreiben. Gezieltere Vorschläge sind Düngung von Meeresgebieten oder die Ausbringung von Feinstaub in der Athmosphäre. (Es gibt im Zusammenhang mit Klimawandel auch engere Definitionen, die sich nur auf Maßnahmen beschränken, die die Erdtemperatur beeinflussen. Normalerweise zählt man aber mindestens noch den Wasserhaushalt und z.T. auch die Ökosphäre mit dazu.) Terraforming wiederum ist ein Begriff aus der Science Fiction, wenn man solche oder andere Maßnahmen einsetzt, um auf einem Planeten ähnliche Verhältnisse zu schaffen, wie sie auf dem Planeten Erde von der Steinzeit bis Mitte des 20. Jhd. herrschten. Bislang hat das aber noch niemand versucht, die Menschheit betreibt eher Anti-Terraforming.

Die einfachste form von Geo Engineering wird schon gemacht. Das ist das Impfen von Wolken, damit sie abregnen. Das haben die Chinesen 2008 gemacht, damit die olympischen Spiele in Peking ohne Regen ablaufen konnten.

Das sind zu kleine Maßstäbe, um als Geoengineering zu zählen.
 
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