Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung


Frankreich drosselt Atomkraftwerke weil die mit Flusswasser gekühlt werden. Dieses aber durch die Hitze zu warm ist.
Angeblich gibt es durch die Drosselung nur 0,3% weniger Strom.
Aber das zeigt doch mal wieder das Atomstrom der falsche Weg ist.
Man muss da unterscheiden (und weiter ausholen)
Es gibt zwei Fälle:
a) Flusswasserstand ist zu niedrig = trifft derzeit noch nicht zu
b) EU Regulierung, um wie viel darf das Flusswasser additiv aufgeheizt werden = trifft aktuell zu
zu b) das ist etwas tricky, weil ganz vornean steht in der EU-Wasserrahmenrichtlinie zuerst, dass der ökologische Zustand der Gewässer nicht verschlechtert werden darf.

Nun, da hat Frankreich leichten Punktevorteil, sind doch alle größeren Fließgewässer, auf gut deutsch, Flüsse, aus ökologischer Sicht z. T. in spürbar besserem Zustand als in DE.

Es gibt additiv weitere Richtlinien, die z. B. in DE gar nicht umgesetzt sind (Maximaltemperatur von Flüssen = 28° C), =
und eine 3°C Temperaturdifferenz.
FRA hat deutlich strengere Umweltgesetze als DE und es trifft zu 99% in den pressewirksamen Meldungen die Temperaturdifferenz zu.
Die Kraftwerke beginnen zu drosseln, wenn vor der Wasserentnahme der AKWs der Fluss z. B aktuell realistische 20° C hat und der Messpunkt nach den Kraftwerken ist grob meist 3 km nach dem jeweiligen Kraftwerk und dort werden dann 23° C angezeigt.
Im ökologischen Profil mitteleuropäischer Flüsse wären aber 25° C vertretbar.
Aktuell müsste man lt. EU Richtwerte z. B. die Binnenalster in HH abkühlen, da sie heute Morgen (gerade nachgeschaut) schon 22° C hat und vermutlich problemlos heute mittag wie gestern jenseits der 25 ° C Oberflächentempoeratur landet. :D
Macht natürlich keiner.

Weniger Strom um 0,3 %
Das ist jetzt obertricky.
Aktuell ist Windkraft eher lau, auch in der Nordsee, also trägt bei den Regenerativen die PV die Hauptlast.
Die reicht aber alleine nicht für uns alle Pappnasen, die Strom in der EU-Verbund haben wollen.
Was passiert?
Es werden z. B. deutsche Gaskraftwerke im Sommer angeschmissen - ernsthaft!
Die machen aus auf dem Papier 10-15% weniger Strom nahezu kein Strommangel.
Problem:
Die werden auch meist gekühlt mit Flusswasser, nicht so sehr wie ein AKW, klar, aber der Witz ist, da es von denen relativ viele gibt, haste in DE auch allenortens 1-2° C mehr in den Flüssen.

Das originäre Stromproblem in der EU ist also der gierige Mensch.
Konkret müsste die EU grob 40% Strom sparen, dann brauchste weder AKWs in FRA noch Gaskraftwerke in DE.
Somit:
Viel Spass beim Handyladen :D
Denn alleine die Ladelast aller EU-Bürger via Handy machen ungefähr 14-16% des täglichen Verbauchs in der EU aus.

Edit:
Der Mitforist @stolpi hat nebenan eine schöne Grafik gepostet, Grundlast, Solarüberschuss etc.
Einfach mal die Grundlast aus Kohle und Gas anguggen, das tatsächliche Hauptproblem in Bezug auf CO2 Emissionen.
Da sieht man wunderschön, wie jeden Abend Kohle und Erdgas hochgefahren wird, weil wir alle das Licht anmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da du als erster diese Behauptung in den Raum gestellt hast, solltest du auch eine Quelle dafür haben, die das belegt.
Bisher können wir deiner Behauptung auch nur Glauben schenken, wissen aber nicht, ob sie wirklich stimmt.
Also den Anspruch, den du an andere stellst, musst du mindestens auch an dich stellen.
Und jetzt die Quelle, die Basis deiner Behauptung ist, bitte!
 
~500 Millionen Handys in der EU. Jährlicher Strombedarf je Handy ~5kWh. Macht 2,5 Mrd kWH = 2,5 TWh.
Stromverbrauch ~2800TWh in der EU.
Wäre jetzt wenn ich mich nicht total verrechne ~0,09%


 
~500 Millionen Handys in der EU. Jährlicher Strombedarf je Handy ~5kWh. Macht 2,5 Mrd kWH = 2,5 TWh.
Stromverbrauch ~2800TWh in der EU.
Wäre jetzt wenn ich mich nicht total verrechne ~0,09%


Ca. 2 Größenordnungen weg von 14-16 %, also lag ich doch gar nicht so falsch ;-)
Das ist aber noch sehr großzügig gerechnet übrigens (1 Ladevorgang pro Tag), oder bin ich mit einmal voll laden alle 5 Tage eine Ausnahme?
 
Ca. 2 Größenordnungen weg von 14-16 %, also lag ich doch gar nicht so falsch ;-)
Das ist aber noch sehr großzügig gerechnet übrigens (1 Ladevorgang pro Tag), oder bin ich mit einmal voll laden alle 5 Tage eine Ausnahme?

Wohl kaum. Was ich so an Handy mit durchgenudelten Akku sehe, ist wenigstens 5, teilweise bis zu 10 Jahre alt. Bei einer Lebensdauer von 500 Vollzyklen könnte also "alle 5 Tage" ganz gut hinkommen. Wenn man dann noch bedenkt, dass im Schnitt weniger als ein Handy pro Person in Nutzung ist, weil viele alte und alle sehr jungen Leute gar keins haben, und die ganzen älteren/einfacheren Feature-Phones eher bei 1-2 statt 4-5 Ah stehen, kann man locker eine Größenordnung runter gehen.
 
Wobei viele sinnloserweise Bluetooth, WLAN, GPS etc. permanent aktiviert haben. Dabei braucht man es eigentlich selten und es lässt sich so einfach und schnell aktivieren. Der größte Stromfresser bleibt aber das Modem. Ich habe fürs Auto noch ein älteres Handy mit großem internen Speicher als Musikzuspieler per Kabel. Keine SIM Karte drin und Modem sowie alles weitere daher deaktiviert. Das hält ca. 2-3 Wochen und ist immer eingeschaltet. Wenn ich es ein- und ausschalten würde ginge das nochmals viel länger. Ich mache das nur nicht, weil der Bootvorgang so elendig lange dauert und ich dann nicht während der Fahrt dran rumfummeln kann und will.
Ich bin irgendwie ein Effizienz-Fan. Alles wird optimiert, bis der Verbrauch minimal ist.
 
Wohl kaum. Was ich so an Handy mit durchgenudelten Akku sehe, ist wenigstens 5, teilweise bis zu 10 Jahre alt. Bei einer Lebensdauer von 500 Vollzyklen könnte also "alle 5 Tage" ganz gut hinkommen. Wenn man dann noch bedenkt, dass im Schnitt weniger als ein Handy pro Person in Nutzung ist, weil viele alte und alle sehr jungen Leute gar keins haben, und die ganzen älteren/einfacheren Feature-Phones eher bei 1-2 statt 4-5 Ah stehen, kann man locker eine Größenordnung runter gehen.
Ist das nicht eher genau das Gegenteil? Bei Handys lässt doch die Akkuleistung mit der Zeit nach.
Demnach muss man noch öfter laden.
Und wer nach 4-5 Tagen erst sein Handy aufladen muss, lässt das wohl quasi ungenutzt in der Ecke liegen.
In der Realität laden die meisten Menschen bei normaler Nutzung ihr Handy alle 1-2 Tage auf.
 
Hängt vom Gerät und der Nutzungshäufigkeit ab. Einige brauchen beim hoch-/runterfahren mehr Strom, als während vieler Stunden Stand-By.
Modem macht bei mir, wenn keine Aktivität drauf ist (Daten aus, Gerät ungenutzt) ziemlich wenig Unterschied. Bluetooth und WLAN schon eher, aber vor allem GPS kann richtig reinknallen. (Hängt aber vermutlich auch von Standort, Gebäude und, beim Modem, vom Netz ab.)
 
Über 120 Mobilfunk Verträge bei 100 Einwohnern in der EU. Der Anteil von Smartphones liegt bei über 80%.
Meine Rechnung auch wenn diese großzügig was den Verbrauch je Mobiltelefon im Jahr als auch die Anzahl, liegt eher Richtung 450 als 500, betreffend.
Daher halte ich meine vereinfachte Rechnung mit 2,5TWH für plausibel.
Ebenso ist die Anzahl der EU Bürger und deren Mobilfunk Verträge kein Geheimnis und lässt sich im www finden. Unabhängig ob man meint, dass es junge und alte Menschen ohne Mobiltelefon gibt, die gibt es tatsächlich. Im Schnitt ist halt pro Person durchaus mehr als ein Mobiltelefon in Nutzung.
 
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