Der "Ottonormalbürger" mit nem 8 Std. Arbeitstag hat niemals im Schnitt nach Abzug v. Lebenshaltungskosten "mal eben nen Tausender" über. Never ever.
Und was die finanziellen Möglichkeiten d. sogenannten Durchschnittsmenschen angeht...bitte grundsätzlich nicht von seinen eigenen begrenzten, nicht repräsentativen Erfahrungen/Kenntnisständen auf andere schließen!
Fällt mir seit den "Titan-Diskussionen" hier im Forum äußerst negativ auf, dass einige "Schlaumeier" anderen Usern versuchen aufzuzeigen, was man sich nicht so "locker" alles leisten könnte.
Das Alter/ der soziale Status vieler Beitragsschreiber scheint auf den Inhalt der Beiträge schon starken Einfluss zu nehmen.
Alter hat i.d.R. nämlich eben auch was mit "Klugheit", "Erfahrungen" und "Toleranz" zu tun. Sowas sammelt sich vor allem mit entsprechendem Zeitablauf (=Alter) an.
Ich halte es -im Gegensatz zu einigen Zeitgenossen- an dieser Stelle nicht für erforderlich zu erwähnen ob und was ich mir leisten könnte, wenn ich wollte ... weil wen interessierts? und vor allem: wen gehts was an?...Richtig...niemanden!
Sorry, aber manchmal kann ich mich über sowas "aufregen"
Ich habe nie davon gesprochen, was ich mir leisten kann, falls es dir aufgefallen ist. Auch nicht, was ich mir leisten würde.
In diesem Fall habe ich vorgerechnet, was man (man im Sinne des Durchschnittsbürgers der BRD) sich leisten könnte. Wenn man dazu auch mal betrachtet, wie viele Menschen sich z.B. ein Haus, diverses an Elektronik usw leisten, dann sieht man auch hier, dass ein gewisser Betrag über ist.
Übrigens wo du von Klugheit, Erfahrung und Toleranz sprichst, wundert es mich, dass du so sehr deine persönlichen Erfahrungen, welche immer durch das Umfeld subjektiv eingefärbt sind, als gewichtiger siehst, als Statistiken (Neben der Geposteten, die noch weiterführende Quellen hat, habe ich auch die des Statistischen Bundesamtes überprüft), die eine sehr viel größere Menschengruppe umfassen. Ist es jetzt kindlich seinen persönlichen Erfahrungsschatz mit dem Wissen Dritter zu erweitern oder nicht doch zu meinen, dass man wüsste wer "Ottonormalbürger" ist. Ich habe einen Bekanntenkreis, der von Hartz iV empfänger über "einfache" Bauarbeiter und Meistern bis zu Ingenieuren und Professoren geht (Familie, Landleben, Frau, Studium, Stadtleben, Arbeit, Ausland geben einen sehr weit gefächerten Einblick).
Das Problem was man hier einfach sieht ist, dass die meisten in Deutschland mehr als ausreichend Geld haben, nur nicht wissen, wie sie damit Haushalten sollen. In der Tat ist es so, dass wir auch einen Teil haben, der an der sozialverträglichen Grenze lebt/arbeitet. Aber das ist nun mal nicht der Großteil der Menschen hier in Deutschland. Der Großteil der Menschen verdient erstaunlich gut und kann sich sehr viel leisten und tut es auch. Das Problem hier wiederum ist, dass die wenigstens schätzen können, was sie eigentlich haben und brauchen, und immer nur sehen, was andere noch mehr haben, und deshalb glauben sie selbst hätten zu wenig, obwohl sie eignetlich ein gutes Leben führen (könnten). (Ich mache diesen Fehler auch oft und es ärgert mich an mir selbst. Aber dadurch, dass ich es erkenne, kann ich damit besser umgehen und lernen.)
Mir persönlich stoßen sowohl die Praller auf, als auch die Nörgler. Denn mich interessiert es genau so viel, was sich wer anders vielleicht leisten könnte, wie was er sich nicht leisten könnte.