Und weil die USA jetzt das machen, was alle machen bzw alle das machen, was die USA machen ist Unrecht plötzlich Recht? Merkwürdige Ansicht der Dinge.
Wo kolonisieren die USA ein Land?
Wo bringen sie die Bevölkerung des Landes systematisch um, um danach die eigene Bevölkerung dort anzusiedeln?
Es weiß längst jeder, dass kein Staat mit sauberen Mitteln arbeitet und jeder Dreck am Stecken hat. Es geht prinzipiell nur darum seine eigenen Interessen zu erfüllen, alles andere steht hinten an, aber das macht die Sache nur um so schlimmer und rechtfertigt überhaupt nichts. Nach uns die Sintflut und so.
Das, was die USA machen, machen auch die Chinesen, nur eben mit anderen Mitteln, auch mit einer anderen Ideologie, denn ihnen ist egal, ob es in dem Land, mit dem sie Verträge haben, Demokratie gibt oder nicht.
Auch die Kolonialzeit ist keine Rechtfertigung für die Opfer der Kriegstreiberei der USA. Unrecht rechtfertigt eben kein Unrecht, ein elementares Prinzip unseres Rechtsstaats. Dass den Kolonialherren der Verlust unfassbar vieler Menschenleben zuzurechnen ist bestreitet niemand, aber wie das die Taten der Amerikaner beschönigen soll leuchtet mir nicht ganz ein. Wie gesagt, mit den Fehlern eines anderen kann man nicht die eigenen rechtfertigen.
Es geht nicht um Rechtfertigung, es geht darum, dass jedes Land seine Leichen im Keller hat und neben den westeuropäischen Ländern ist auch die USA ein Rechtsstaat. Wenn du meist, dass sie ein Verbrechen gegen einen Staat begannen haben, kannst du dort Klage einreichen oder auch in Den Haag.
Aber ich kann mich nicht erinnern, dass die USA Kriegstreiber sind? Haben sie Afghanistan ohne Grund angegriffen?
Haben sie im Balkan ohne Grund eingegriffen?
Was ist mit Somalia?
Was machen dann die anderen Länder in Afghanistan, wenn das Unrecht ist?
Natürlich muss auch die Nazi-Keule herhalten.

Nur so viel dazu: Hätten die Amerikaner nicht geholfen, würden wir es heute sicher ganz toll finden Hitler toll zu finden, würden alle anderen Rassen hassen, die wohl auch unter uns leiden würden, aber uns würde es gut gehen.
Hahaha, das glaubst du doch nicht echt, oder?
Hitler hätte nicht aufgehört, er hätte England einverleibt und wäre 5-10 Jahre später gegen die Sowjets vorgegangen und wenn er daran nicht gescheitert ist, hätte er die USA angegriffen, außerdem waren die Deutschen damals Verbündeter der Japaner und als die Japaner die USA angegriffen haben (job, den Angriff auf Pearl Harbor gab es wirklich) hat Deutschland damit auch die USA angegriffen.
Und die USA waren damals schon eine Weltmacht, sie haben schneller Schiffe gebaut als die Deutschen und die Japaner sie versenken konnten. Selbst wenn die Japaner vor Midway gewonnen hätten, hätten sie verloren, einfach weil die USA so unglaublich viel Kriegsmaschinen herstellen konnten.
(wirtschaftliche Stabilität einfach mal vorausgesetzt, darüber will ich nämlich keine Theorien aufstellen) Ist kein Zustand, den ich aus heutiger Sicht als für erstrebenswert halte, aber ich vermute einfach mal, dass die Welt/Europa heute so wäre. Das ist aber reine Spekulation und letztendlich auch egal, da wir diesen Fall eben nicht haben und das was-wäre-wenn-Zeug nichts in einer vernünftigen Argumentation zu suchen hat.
Europa unter Hitler wäre niemals stabil gewesen, keine Chance.
Hitler war krank in der Birne, das weiß man, wenn man sein Buch mal überflogen hat, bzw. dessen Inhalt kennt.
Der hätte sich nicht mit Westeuropa zufrieden gegeben. Unter ihm wäre es eine Schreckensherrschaft geworden, Geheimpolizei überall, Verfolgung, Verschleppung und systematische Tötungen.
Zum Glück kam es so, wie es gekommen ist.
Im übrigen hat die Hilfe der USA zum Sieg über Hitler-Deutschland geführt, die SU ist in der Folge erstarkt, es kam zum Kalten Krieg, zum Vietnamkrieg, zur Kuba Krise usw. bis zu den Ereignissen am heutigen Tag. Es konnte also auch z.B. das gepostete Video von Gordon-1979 nur Entstehen, weil die Amerikaner den Briten im Weltkrieg geholfen haben. Selbst dass ich jetzt hier sitze, diesen Text schreibe und ein Glas Wasser trinke ist nur deshalb so.
Du kannst nicht einfach ein historisches Ereignis nehmen und es, ohne die Folgen zu betrachten, als gut und edel darstellen, denn das deutet nur auf die Unfähigkeit hin, die Geschichte richtig zu lesen.
Nö, so wie es gelaufen ist, ist es schon gut gewesen, denn etwas anderes wäre deutlich schlimmer gewesen. Und dass die USA Europa mit aufgebaut haben, steht nun mal auch fest und dass sie West-Berlin offen gehalten haben, auch, das kann man nicht wegwischen, egal wie man dazu steht.
Und dass der kalte Krieg merkwürdige Dinge nach sich gezogen hat, hab ich schon erwähnt, aber daran sind die Sowjets ebenso Schuld wie die USA, sie wollten ihre Ideologien ebenso verbreiten wie die USA und da darf man sich nicht wundern, wenn es mal eskaliert.
Aber besser ein konventionell geführter Krieg in Korea oder Vietnam (so schlimm es auch war) als ein atomar geführter Krieg weltweit.
Stimmt, ein eigenes Thema wäre dafür fast passender, aber zumindest so viel dazu: Die USA mochten schon immer manche Diktaturen lieber, als andere. Derjenige, mit dem man Geschäfte machen kann ist der Freund, der Rest der Feind. Das war damals so und ist es heute auch noch. Lustigerweise sieht man das am Osama sehr gut.
Das ist in Deutschland nicht anders. Man unterhält wirtschaftliche Kontakte mit einigen Diktaturen, wie Belarus, Usbekistan, Tadschikistan, mit China, mit einigen Ländern in Afrika, usw.
Soll Deutschland alle Kontakte abbrechen, weil es keine Demokratien sind?
Wie sich die Welt entwickelt hätte, wenn die USA sich im "Kampf gegen den Kommunismus" nicht eingemischt bzw ihn nicht erst losgetreten hätten, kann niemand sagen, deshalb ist es unsinnig damit zu argumentieren. In jedem Fall hätte es ohne das Gebashe mit der SU auch überhaupt keine Notwendigkeit gegeben Raketen auf Kuba zu stationieren, deshalb kannst du auch das Verhindern dieser Stationierung den Amis nicht als Heldentat anrechnen, denn erst durch sie ist es überhaupt erst dazu gekommen.
Genauso könnte man fragen, was wäre, wenn es den Wettlauf im All nicht gegeben hätte. Wären wir heute noch nicht auf dem Mond?
Aber es gab ihn, es gab alles, was es gab und man muss sich damit arrangieren und wenn es ein paar örtlich begrenze Konflikte gab, damit die Welt heute nicht kommunistisch ist, kann ich damit leben, du vielleicht nicht, aber was die Sojwets so mit ihren eigenen Leuten gemacht haben, weißt du hoffentlich.
Kann ich nicht nachvollziehen. Aber die Amis sind für mich eh ein unverständlicher Haufen beschränkter Nationalisten.(sicher, es sind nicht alle so, das ist mir auch klar) Alleine die "U-S-A! U-S-A! U-S-A!" Rufe der Menge vor dem Weißen Haus - widerlich. Fremdschämen auf höchstem Niveau.
Tja, die Macht der Medien eben, niemand weiß, ob man den Leuten nicht gesagt hat, dass sie "USA" rufen sollen.
Du solltest Amerika jedenfalls mal etwas kritischer betrachten. Hundertausende zivile Tote gehen auf deren Konto und das kann man nicht einfach mit "Die vertreten ja nur ihre Interessen", "die haben ja auch mal was gutes gemacht" oder "andere machen das ja auch so" abtun.
Es ist ganz einfach so, dass die USA in der Welt mehr Terror verbreiten, als die ach so bösen Taliban oder Al-Kaida Kämpfer, deshalb ist es sehr wohl gerechtfertigt sie als Terroristen zu bezeichnen.
Ich betrachte die USA kritischer als so mancher, aber es geht in der Tat um Interessen, nicht nur für die USA, sondern auch für alle anderen Länder. Wieso wohl wird bei Konflikten immer nach den USA gerufen?
Weil die Europäer auch dann noch diskutieren, wenn der Genozid schon lange beendet ist.
Wenn ich nicht irre, war Bin Laden der einzige, der von den USA gezielt getötet werden sollte.
Ein Terrorist ist aber keine Armee oder kein Land, er gehört einer Gruppe an, die gegen allgemeine Ordnung sind, die ein politisches System verfolgen, das keine staatlichen Beschränkungen mehr unterliegt.
Derartiges kann ich weder bei den USA sehen, noch bei einem anderen westlichen Staat.
@ quanti:
Zwischen Soldaten stationieren und aktiv die oft zivile Bevölkerung angreifen liegen Welten. Ich bezweifel, dass das wasserdicht ist (und afaik ist das töten von Menschen durch Drohnen allgemein sehr strittig).
Das genaue Abkommen kenne ich natürlich nicht, kennt wohl niemand außer entsprechende Diplomaten, aber das ist bei den USA nicht unüblich und auch bei anderen Ländern nicht, die Briten schicken Soldaten in ein Land, wenn sie etwas erreichen wollen und auch die Deutschen machen das (sofern es notwendig ist, wann und ob weiß man aber nicht, das wird ja nicht verraten, aber wenn eine Deutsche Botschaft evakuiert werden muss, fliegen deutsche Hubschrauber auch über fremde Grenzen).
Und ob das alles wasserdicht ist, weiß ich auch nicht, aber die USA haben da sicher ein paar sehr interessante Abkommen gemacht, sie bezahlen ja auch gut dafür, wie man an Pakistan sieht. Dafür erwarten sie wohl auch etwas und bekommen das, was sie wollen.
(Mit der Sklaverei und der Indianerfrage machst du es dir auch etwas leicht aber das ist hier ot.)
Na ja, finde ich nicht, die Sklaverei ist nun mal ein weltweites Phänomen und kein Land kann von sich behaupten, dass es sowas noch nie gemacht hat. Ich will auch nicht wissen, wie viele Afrikaner die Deutschen damals abgeknallt haben, als sie kolonisiert haben und ich hab keine Ahnung, wie viele Inder getötet wurde, als es unter der Herrschaft der Briten stand (das waren echte Inder

).
Menschen töten, wenn sie Länder besetzen, Bodenschätze erreichen und Macht ausüben wollen, das war schon immer so, ist heute so und wird immer so sein, das kannst du nicht an einer Nation festmachen und ich kenne heute keinen nativen Amerikaner (ich nenne sie eher nicht Indianer, vor allem mögen sie das selbst nicht, wenn du mit ihnen redest und ja... ich kennen einen, hab ihn in Vegas kennen gelernt), der in irgendeiner Art von seiner Regierung bedroht oder um Land und Besitz gebracht wird.
Im 17-18-19 Jahrhundert ist eben eine Menge gelaufen, das heute so nicht mehr ablaufen würde.
Und ja, das ist schon sehr off Topic, ich sag ja, man könnte einen eigenen Thread aufmachen, aber ich befürchte, dass es nur Gebash geben wird und keine sachliche Diskussion.