PC-Gaming ist tot - oder doch nicht? Ein Kommentar von Thilo Bayer

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Leben Totgesagte länger? Der PC-Gaming-Markt steckt in einer tiefen Krise durch die Preisexplosionen bei RAM, SSDs und High-End-Geforce-Grafikkarten. Doch es gibt auch Hoffnung.

Was sagt die PCGH-X-Community zu PC-Gaming ist tot - oder doch nicht? Ein Kommentar von Thilo Bayer

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Hobbies kosten nun mal Geld, mal mehr mal weniger genauso wie die Hardware. Man kann sich auch anstellen und immer was zum Meckern finden.

Die zwei Sätze Reifen , Bremsenwartung , Tickets, Benzin , Übernachtungen ,SB der VS bei nem Scheibensprung etc. kostet mich z.B. in einem Jahr bei Trackdays mehr als mein gut ausgestatteter PC mit dem ich mich in der kalten Jahreszeit beschäftige und mit Gleichgesinnten Spass habe . Sowas kann und möchte sich auch nicht jeder leisten und beim PC ist es genauso. Geht auch Alles mit der Hälfte der Kohle, halt dann eben paar Nummern kleiner, Notfalls eine Konsole . Muss nicht immer Porsche aka 9850x3d 64GB Ram und eine 5090 sein um Spass zu haben. Ich hab jedenfalls Spass am Simmen und das darf dann auch was kosten zumal mir Das einige Euros auch sicher gespart hat und die Umwelt freut sich auch. Alles tutti. Jeder nach seinen finanziellen Möglichkeiten und ohne Moos ist halt nix los. Ich sehe es nicht, dass Pc Gaming tot ist, Manche gehen, Neue kommen dazu. So ist das Leben und kein Grund für Drama.
 
Hmmm.... du hast die gute alte Zeit schön zusammengefaßt:daumen:
Ein Freund damals... "Auf meinem neuen Notebook läuft Far Cry"/Original Ooooooh...:sabber:
Konsolen sind zu einfach. Nur spielen ist langweilig.
Basteln, ausprobieren z.B. RtCW mit RTX ON zum laufen zu bewegen o.ä. macht Spaß.
Und meine Steuererklärung kann ich auch noch machen.
 
Leider oder zum Glück, sind alle Spiele die hohe Hardwareanforderungen haben für mich schon seit langer Zeit uninteressant. Während ich von 2001 bis 2013 alle 1-2 Jahre die Grafikkarte aufgerüstet habe um die neuesten und besten Spiele spielen zu können, messe ich den Aufrüstzyklus bei Grafikkarten inzwischen fast schon in Jahrzehnten. Alle Spiele die mich seit über 10 Jahren begeistern konnten, liefen auch auf alter Hardware.
 
Hmm. Also wenn ich mir heute Indiana Jones mit id Tech 8 und die Pathtracing-Beleuchtung anschaue, oder Alan Wake 2, dann gibt es doch Spiele mit dem Anspruch "friss oder stirb", was die Grafikkarte angeht. Bei CPUs und RAM dagegen ist Stagnation angesagt, weil die Konsolen einfach nicht mehr bieten und inzwischen auch jeder Furz auf einem Handheld laufen muss. Und wenn man sich dann noch anguckt, dass grafisch einfachere Spiele inzwischen Milliarden abwerfen – warum sollte ich mich als Entwickler dann querstellen? :ka:
 
Konnte man bei Wing Commander nicht einen erweiterten Speicher im RAM aktivieren, der dann tatsächlich ein zusätzliches Feature ermöglichte...? Ich erinnere so was...

An der Soundblaster rumfriggeln, dass "fühle" ich heute noch. Ich hatte auch nicht viel Ahnung damals. Viel rumprobiert, viel schief gegangen. Aber es war etwas Besonderes... Eigentlich wollte ich immer einen Amiga zum Daddeln haben, aber meine Eltern ließen das nicht zu. So gabs ne PC für 4 digge Scheine, weil meine Mutter damals schnallte, dass ich später im Beruf einen Vorteil haben würde. Habe in der 8. Klasse ein Referat über Gangs in L.A. gehalten und mir eigene Folien mit Kuchengrafiken für den Overheadprojektor in der Schule erstellt. Da hat der Lehrer dumm geguckt... ;)
 
Nicht der PC wird teurer, sondern jegliche Hardware, die auf Silizium basiert. Das trifft daher Konsolen und Handys ganz genauso. Sterben also Videospiele als Ganzes aus? Wohl kaum. Entwickler, Publisher und Spieler werden sich anpassen, weil sie es müssen und weil die Nachfrage nach Videospielen nicht verschwinden wird. Die Anforderungen an die Hardware stagnieren schon seit Jahren! und könnten sogar zurück gehen, falls erforderlich. Es ist schließlich kein Naturgesetz, dass Consumer-Chips immer leistungsfähiger werden müssen.

Denn wie der Autor ja schon ganz richtig angemerkt hat, wenn auch aus der falschen Perspektive, haben sich die Zeiträume massiv verlängert, in der Hardware veraltet. Heute kann man immer noch ganz gut mit der RTX 2080 Ti daddeln. Die GPU ist über sechs Jahre alt! Man stelle sich vor, jemand hätte 1990 versucht, ein aktuelles Game auf einem PC von 1984 zu zocken. Damals undenkbar, heute kein Problem. 4k Pathtracing und alles auf Ultra geht mit einer 6 Jahre alten GPU aber natürlich nicht.

Ultra High Quality Gaming wird dementsprechend zunehmend zum Luxus, aber das halte ich nicht für ein Problem des (PC-) Gamings an sich. Das ist ein Problem für Enthusiasten, für die das Angebot an entsprechender Software immer geringer wird. UHD Gaming war immer schon eine Nische!

An der Attraktivität des PC als Gaming-Plattform ändert das alles nichts, weil die Kosten sich relativ gesehen zu anderen Plattformen eben nicht (dauerhaft) groß verändern. Es wird weiterhin die offene Plattform sein, auf der Trends entstehen und auf der und für die Millionen Nerds Mods und neue Spielkonzepte entwickeln und erleben können.
 
Hmm. Also wenn ich mir heute Indiana Jones mit id Tech 8 und die Pathtracing-Beleuchtung anschaue, oder Alan Wake 2, dann gibt es doch Spiele mit dem Anspruch "friss oder stirb", was die Grafikkarte angeht
Das schon, aber vielleicht ist das heute nix Besonderes mehr...
Die ganzen Titel die Thilo in seinem Artikel aufzählt, waren die ersten ihrer Art. Oder haben es besser gemacht als die Spiele davor.
Spiele die geil aussehen gibs heute genug, der Reiz ist irgendwie verflogen.
Ist nur so ein Gedanke :ka:
 
Ein neues Crysis sehe ich auch nicht.
Aber das liegt auch am Verhalten der Entwickler/Publisher, die auf Erfolg und Massenmarkt optimieren.

Was das Aufrüsten angeht, geht es bei mir ganz normal weiter. Alles x Jahre wird mal die Basis aufgerüstet, bei mir zuletzt im November und etwas öfter als die Basis, wird die GPU getauscht.

Mein Coffee-Lake i9 9900K war 'ne tolle CPU (und läuft bei meinem Kumpel auch weiter). Mein 9800X3D is ne tolle CPU. Letztere is auch nicht zu teuer geworden. 440 € is ok dafür, gerade.
Meine GPU war auch nicht zu teuer. 9070 XT OC für 589 €.
Was ich bei der CPU/GPU gespart hab, hab ich auf den RAM drauf gepackt. Da hab ich aber vorgesorgt, mit 64 GB 6000er CL30. Ok, war etwas teuer. :D 500 €.
Nun hab ich aber hoffentlich wieder Jahre Ruhe, mit dem Aufrüsten.

Was könnte ein neues Crysis sein/werden?

Ich sehe da nichts. Selbst ein GTA 6 wird ja für den Massenmarkt kompatibel erstellt. Ja, nach oben raus, mit den Möglichkeiten, aber das wird auch auf einfacheren Systemen laufen, Optionen entsprechend eingestellt.

Ich würde mal in den Raum werfen:

"Brauchen wir überhaupt ein neues Crysis?"

Ich für meinen Teil hab Spaß und Motivation, wie seit Jahren nicht mehr, da mir mein neues System sehr gefällt, Valve/Steams Entwicklungen gefallen mir sehr, Linux gefällt mir sehr, was die Freiheit angeht und mal wieder etwas neu rumtüfteln, mit dem neuen System, macht mir sehr viel Spaß.

Ich sehe eher die Indiegame-Abteilung als Treiber für mich, gemischt mit altbewährten, guten Spielen.
Zocke so viele early access wie nie zuvor. Aber halt abgecheckte Sachen, die nicht zu teuer sind und schon gut laufen.

Ich glaub' es ist wichtig, dass es einem weiter Spaß macht.
Und das passt bei mir gerade sehr gut.

:daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
PC Gaming ist das edelste Gaming Erlebnis.
Gold stirbt auch nicht.
Dem derzetigen RAM(sch) Zirkus gebe ich wenig Beachtung, frühestens mit CUDIMM oder besserem RAM, gemeinsamem VRAM würde ich einen PC Neukauf erwägen.
Also abwarten und Tee trinken, es gibt so viele tolle Spiele mit geringen Anforderungen.
Zur Überbrückung gab es Zockerhandys (2x Redmagic 11pro+ mit 24GB RAM/1TB für mich in Gold/ Sohn in schwarz, leider kein Wifi7)
Die größte Bewunderung bekommt dennoch der Spiele PC meines Sohnes, Erbstück vom Uropa, lediglich um eine RTX 2080 erweitert, okay Monitor und Eingabegeräte kamen als Weihnachtsgeschenke hinzu.
Er wünscht sich als nächstes erstmal ein tolles Gehäuse, und somit ergeben sich Optionen für Eltern Geschenke zu machen.
So schlecht ist das individuelle Baukastenprinzip des PC nicht.
 
Leider oder zum Glück, sind alle Spiele die hohe Hardwareanforderungen haben für mich schon seit langer Zeit uninteressant. Während ich von 2001 bis 2013 alle 1-2 Jahre die Grafikkarte aufgerüstet habe um die neuesten und besten Spiele spielen zu können, messe ich den Aufrüstzyklus bei Grafikkarten inzwischen fast schon in Jahrzehnten. Alle Spiele die mich seit über 10 Jahren begeistern konnten, liefen auch auf alter Hardware.
:hop:- wenn pure Emotionen
:top:- wenn man mit etwas (?) Verstand an die Sache geht.

War bei mir ähnlich.
Von ~1995 bis 2000 kann es sein das ich in zwei Jahren drei mal komplett Aufgerüstet hatte.
von 2001 bis ~2015 jedes Jahr min. die GPU
und nun ab 2022 war die 4090 die letzte große GPU.
Ist nicht so das ich nicht wüste wohin mit mehr Leistung sondern eher das ganze drumherum nervt.
Fängt mit weniger Auswahl an, geht dann über Scalper und über einen generell deutlich höheren Preis weiter und man landet dann bei einem PC wo man (min. wegen der Hitze) Kompromisse eingehen muss.
Problem ist auch wie ggf. im Text beschrieben das mir die Blockbuster fehlen.
CP2077 und Alan Wake 2 sind die einzigen Spiele de ich habe wo die RTX 4090 an die Grenze kommt.
2026 scheind es auch kein Spiel zu geben wo ich Aufrüsten müste.
 
Warum muss PC Gaming sterben, nur weil die Hardware für eine Weile zu stagnieren scheint? PC Gaming hat nichts damit zu tun, dass es alle paar Jahre neue Hardware gibt. Der Stand der Technik ist sehr hoch, jetzt kann PC Gaming erstmal zeigen, damit umzugehen, anfangen kreativ zu werden und die Hardware richtig zu nutzen.

Ganz ehrlich, wenn etwas PC Gaming kaputt macht, dann die einfallslosen und unoptimierten Produkte, die große Konzerne geliefert haben. Und die großen Hardwaresprünge haben das gefördert.
 
Spiele die geil aussehen gibs heute genug, der Reiz ist irgendwie verflogen.
Naja, das ist sehr individuell . Ich für meinen Teil habe bisher noch nie besseres Simracing erlebt wie die letzten Jahre, also auf einem Level wo es sich aus meiner Sicht lohnt sich ernsthafter damit zu befassen, und da ist noch massig Luft für leistungsstärkere Hardware um z.B. in VR das auch in wirklich Geil zu erleben. Meine 4090 hat jedenfalls gut zu tun bei semigeilen Settings bei einigen Sims und auch bei den Brillen ist noch genug Potenzial für Verbesserungen wie auch bei den Simulationen an sich. Hier gehts jedenfalls stetig vorwärts. SO richtig interessant wurde es für mich und viele Andere erst mit Sims wie AC1 oder auch XP11, FS2020. Der Reiz ist also durchaus da und wird auch immer grösser mit der Zeit in dieser Nische , die sehr viele Neuzugänge zu verzeichnen hatte in den letzten fünf Jahren.
 
Hab keine aktuelle Grafikkarte und spiele trotzdem auf PC ;)

Auch die nächsten Games die auf meiner Liste stehen sollten kein Problem darstellen.

Und irgendwann werden die Preise für DRAM und Grafikkarten wieder sinken, davon bin ich überzeugt
 
Sehen Sie ein neues Crysis am Horizont?
Nein. Noch gibt es entsprechende Hardware, welche verschiedene Konfigurationen in unterschiedlichen Leistungsklassen und Auflösungen zulassen. Es ist unbestritten, dass die aktuelle Ausprägung der Preise und resultierend auch absehbare Verfügbarkeiten die Hardware in unbequemere Preissphären hieven und die gewohnte Komfortzone verlassen, sowie es bereits die GPUs und Mainboards in den vergangenen Jahren vorgemacht haben.

Statt wie das Reh erschrocken und starr in den Fernlichtkegel zu blicken und mit Resignation, Ohnmacht und Boykott zu reagieren, werfe ich einen Blick in die PCGH Building Vorschläge im Forum. Da geht es weiter wie gehabt, es wird der RAM mit spitzerem Bleistift berechnet, was wird wirklich benötigt, brauch ich UHD oder reicht WQHD, wie gehe ich mit den Widrigkeiten um. Die Leute werden eine Lösung finden und den Gaming-PC nicht sterben lassen. Darüber hinaus rennt Crysis zur Not auch wieder in FHD und macht Spaß.
 
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