Nordkorea & Atomwaffen-Politik allgemein: Meinen die es ernst?

Das Thema ist reine Politik, mit Logik und Verstand ist wenig zu analysieren. Beide Länder, Nordkorea und die USA haben eine Rechnung offen. Die Amis verloren den Krieg und müssen die letzten irgendwie kommunistisch/diktatorisch Lebenden in die Hölle schicken, Nordkora will Rache. Beides sind keine guten Vorraussetzungen. Trump lernt gerade, dass Bomben für die Stimmung im Land gut ist und nutzt mal eben seine dickste Waffe. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie viele Menschen im Tunnelsystem erbärmlich leiden mussten. Und Trump wird, machen die Nordkoreane weitere Versuche, um auf den Stand der USA von 1960 zu kommen, zum Vater aller Bomben greifen und eine Wasserstoffbombe einsetzen. Was dann passieren wird, ist nicht vorhersehbar. Meine Meinung....
 
AW: Nordkorea & Atomwaffen-Politik allgemein: Meinen die es ernst?

Die USA hatten den Krieg nicht verloren, bis heute herrscht lediglich ein Waffenstillstand zw. Süd und Nordkorea.

Das Ziel, Südkorea vor dem kommunistischen Norden zu schützen, wurde erreicht.
 
Also, das letzte Mal, als die USA irgendwo einmarschiert sind und gewonnen haben, ist aber schon sehr, sehr lange her.
Die letzen Male ging es gründlich daneben -- außer Spesen nichts gewesen würde ich da mal sagen.
Von daher sehe ich da nicht mal ein Szenario für.

Desert Storm? Das war 1991...
Iraqi Freedom? 2003...

Und dann gibts noch Geschichten in Jugoslawien und dem Kosovo.
Ich bin gerne dabei, wenn es darum geht die USA zu kritisieren, aber dann bitte auch realistisch bleiben.

Außer Spesen nichts gewesen bezieht sich auf die dämliche oder naive Politik für die Zeit nach dem Krieg, militärisch gesehen war Iraqi Freedom ein eindrucksvoller Sieg.
 
Die Amerikaner werden niemals mit massiven Bodentruppen in NK einmarschieren

Eher wird man präzise gesetzte Militärschläge mit Tomahawks unternehmen,
um die kerntechnischen Anlagen auszuschalten und eine weitere Entwicklung von Interkontinentalraketen zu unterbinden

Das wird sicherlich keine schöne Sache, wird aber unabdingbar sein,
falls NK nicht auf diplomatische Lösungsversuche reagiert :ugly:
 
Ich schon. Ich hoffe diese Terroristen sind elendig krepiert. Schade nur, dass es so wenige waren.
Unter den Menschen sind zivile Versorger, Familien, Kinder. Aber immer drauf und sich dann wundern, wenn die Kinder, deren Eltern zerstückelt wurden, in Laster steigen und Amok laufen. Warum denken AfDler immer nur bis zum Brett und nicht weiter? Das ganze war völlig ohne militärische Bedeutung und nichts weiter als ein typischer Trump, der seine Marke in die Ecke pinkeln wollte. Als nächstes wird dieser erbärmliche Feigling Atomwaffen gegen Korea einsetzen. Das ist meine Prognose und es graut mir davor.
 
Desert Storm? Das war 1991...
Iraqi Freedom? 2003...

Wo haben die USA 1991 gewonnen?
Und wo haben sie 2003 gewonnen?
Ich glaube, dass du unter "gewonnen" was anderes verstehst als ich.

Und der Krieg in Jugoslawien ist ja kein Krieg, wo die USA einmarschiert sind und der gewonnen wurde.
Jugoslawien zerfiel.
Genauso haben sie 1993 in Somalia nicht gewonnen. sie haben die Truppen abgezogen, weil die Verluste zu hoch waren.

Und ich will nicht wissen, wie hoch die Verluste wären, wenn sie in Nord Korea einmarschieren.

pinkeln wollte. Als nächstes wird dieser erbärmliche Feigling Atomwaffen gegen Korea einsetzen. Das ist meine Prognose und es graut mir davor.

Das glaube ich nicht. Die US Militärs sind schon so klug, ihn davon abzuhalten, irgendeinen Unsinn zumachen.
Afghanistan ist meines Erachtens schon von der Weltgemeinschaft aufgegeben. Daher interessiert es auch inzwischen niemanden mehr, was da passiert.
Was sehr bedauerlich ist. :(
Die Bevölkerung leidet immer weiter unter der Herrschaft der Taliban.
Afghanistan als sicheres Herkunftsland zu bezeichnen ist geradezu lächerlich.
 
Wo haben die USA 1991 gewonnen?
Und wo haben sie 2003 gewonnen?
Ich glaube, dass du unter "gewonnen" was anderes verstehst als ich.

Da gibt es nicht viel spielraum. Die USA hatten Ziele und diese wurden in beiden Kriegen erreicht.

1991 wurden die Iraker aus Kuwait vertrieben -> militärischer Sieg der Koalition unter Führung der USA

2003 wurde der Irak erobert --> militärischer Sieg der USA über den Irak

Inwieweit haben die USA diese beiden Kriege verloren?

Die Nachkriegszeit ist wieder eine andere Geschichte...

Genauso haben sie 1993 in Somalia nicht gewonnen. sie haben die Truppen abgezogen, weil die Verluste zu hoch waren.

Das Ziel der USA wurde allerdings dennoch erreicht, eben unter zu hohen Verlusten.

Das glaube ich nicht. Die US Militärs sind schon so klug, ihn davon abzuhalten, irgendeinen Unsinn zumachen.

Das US-Militär, welches am liebsten Kuba ins Jenseits befördert hätte? ;)

Ich kenne die aktuelle Besetzung nicht, aber pauschal würde ich das nicht sagen. Es hängt stark davon ab, ob wir mehr Falken oder mehr Tauben in den reihen des Militärs sitzen haben.
 
Es hängt stark davon ab, ob wir mehr Falken oder mehr Tauben in den reihen des Militärs sitzen haben.

Es sitzen dort vermutlich viele Leute, die schon damals Bush davon abhalten wollten, den Irak zu erobern -- ob gewonnen oder nicht sei mal dahingestellt. Für mich klar verloren.
Denn hätten sie gewonnen, sähe es heute dort anders aus.
Aber letztendlich kommt es auf die Berater an, die schupsen den Präsidenten ja in die eine oder andere Richtung und ich habe keine Ahnung, welcher Trottel ihm geraten hat, die riesen Bombe auf Afghanistan zu werfen.
Genauso kenne ich die Umstände nicht, wieso er einen Flugzeugträger ins Koreanische Meer geschickt hat -- ist ja nicht so, als wenn die Amerikaner da nicht schon genug Militär hätten.
Und von Japan aus ist Korea auch problemlos zu erreichen.
Hängt also stark von den Beratern ab, was Trump als nächstes macht. Und dass er bei seiner Auswahl an Beratern nicht gerade bestens ausgesucht hat, kann man ja immer noch super an Kellyanne Conway sehen.
Und der Sprecher des Weißes Hauses -- Sean Spicer -- ist ja auch nicht gerade eine Leuchte.
Dazu muss ich mir auch nur das Kabinett Trumps anschauen, das überwiegend aus alten, weißen Säcken besteht.
Gerade mal ein Schwarzer und nur zwei Frauen sind dabei
 
Den dritten Golfkrieg haben die USA ganz eindeutig gewonnen. Das gibt es kein "sei mal dahingestellt". Die USA haben den Irak erobert, damit war der aktive Krieg vorbei.

Was !nach dem Krieg! passiert ist, hat mit der Frage ob Sieg oder Niederlage, nichts zu tun. Du würdest ja auch nicht sagen, die Sowjetunion hat den 2WK. verloren, weil es am Ende seine Satellitenstaaten verloren hat. Kriegszeit und Besatzungszeit sind erstmal getrennt zu betrachten.

"...dann sähe es heute dort anders aus.." ist ja eine subjektive Frage. Darüber lässt sich streiten. Ob die USA den Irakkrieg gewonnen haben lässt sich ganz objektiv beantworten und zwar mit ja.

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Wo hat die Sowjetunion den zweiten Weltkrieg verloren?
Und der kalte Krieg war ja nie ein Krieg, er hatte schon gar nichts mit dem zweiten Weltkrieg zu tun. Es ging darum, welches System sich weltweit durchsetzen wird.
Und aktuell ist es so, dass sich autokratische Systeme durchsetzen werden.

Die Zeiten von demokratischen Systemen mit freier Presse und Meinung sind auf dem Rückzug, egal wo auf der Welt du hinschaust.
Entweder werden Fake News als Fakten angepriesen oder die meisten lesen nur noch das, was ihrer Meinung entspricht und lassen alles andere liegen oder es geht soweit, dass du für deine Meinung oder Arbeit ins Gefängnis geworfen wirst -- mit dem Totschlagargument, dass du Terroristen unterstützt.
 
1991 wurden die Iraker aus Kuwait vertrieben -> militärischer Sieg der Koalition unter Führung der USA
Hätte Bush sen. damals präventiv Truppen in Kuwait stationiert, wäre es gar nicht erst zu einem Krieg gekommen.;)
Das Ziel der USA wurde allerdings dennoch erreicht, eben unter zu hohen Verlusten.
...und das Ziel war?:schief:
In Somalia hat sich bis heute nicht viel gändert, dass Land ist vom Bürgerkrieg zerrüttet, Hungersnöte zwingen die Bevölkerung immernoch in die Knie.
 
Wo hat die Sowjetunion den zweiten Weltkrieg verloren?
Und der kalte Krieg war ja nie ein Krieg, er hatte schon gar nichts mit dem zweiten Weltkrieg zu tun. Es ging darum, welches System sich weltweit durchsetzen wird.
Und aktuell ist es so, dass sich autokratische Systeme durchsetzen werden.

Die Zeiten von demokratischen Systemen mit freier Presse und Meinung sind auf dem Rückzug, egal wo auf der Welt du hinschaust.
Entweder werden Fake News als Fakten angepriesen oder die meisten lesen nur noch das, was ihrer Meinung entspricht und lassen alles andere liegen oder es geht soweit, dass du für deine Meinung oder Arbeit ins Gefängnis geworfen wirst -- mit dem Totschlagargument, dass du Terroristen unterstützt.

Nein haben sie natürlich nicht, habe ich in diesem Sinn auch nicht geschrieben. Warum haben die USA den militärischen Konflikt mit dem Irak 2003 für dich verloren? Anscheinend weil die Besatzungszeit nicht so lief, wie sie in deinen Augen laufen hätte sollen?
Nach der Logik könnte ich ja dann sagen, die Russen haben den 2WK verloren, weil die Besatzungszeit, die in Satellitenstaaten übergegangen ist, am Ende zerbrochen ist, in diesem Sinne nicht so lief, wie die Sowjetunion sich es vorgestellt hat. Würde man natürlich nicht. Krieg und Besatzungszeit haben natürlich was miteinander zu tun, aber bleiben zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Inwieweit meine Anmerkungen jetzt was mit politischen Systemen und Fake News zu tun haben :ka: Die Begründung für den Irakkrieg war ja nicht der Wille, autokratische Systeme aufhalten zu wollen.

Hätte Bush sen. damals präventiv Truppen in Kuwait stationiert, wäre es gar nicht erst zu einem Krieg gekommen.;)

Ändert ja nichts daran, dass die Koalition die Iraker besiegt haben.

...und das Ziel war?:schief:
In Somalia hat sich bis heute nicht viel gändert, dass Land ist vom Bürgerkrieg zerrüttet, Hungersnöte zwingen die Bevölkerung immernoch in die Knie.

Das Ziel war, in der angesprochenen Operation, in jener die Amerikaner so hohe Verluste erlitten hatten, vor allem führende Köpfe der Milizen zu verhaften. Dieses Ziel wurde erreicht.

Somalia ist jetzt aber auch was anderes, als z.B. die Golfkriege. Bei Somalia handelte es sich ja maximal um Scharmützel, welche die USA geführt haben.
 
Das Ziel war, in der angesprochenen Operation, in jener die Amerikaner so hohe Verluste erlitten hatten, vor allem führende Köpfe der Milizen zu verhaften. Dieses Ziel wurde erreicht.
Welche angesprochene Operation? Ich weiß nur von dieser, und die hatte ein weit nachhaltigeres Ziel, als nur ein paar führende Köpfe einer Miliz festzunageln. Und diese war auch nur so lange ein Erfolg, wie die Streitkräfte dort anwesend waren, als sie abzogen, ging alles wieder von vorne los.

Die Hungersnot konnte auf Dauer nicht bekämpft werden, ebensowenig wie eine durchweg stabile Regierung installiert werden.
 
Welche angesprochene Operation? Ich weiß nur von dieser, und die hatte ein weit nachhaltigeres Ziel, als nur ein paar führende Köpfe einer Miliz festzunageln. Und diese war auch nur so lange ein Erfolg, wie die Streitkräfte dort anwesend waren, als sie abzogen, ging alles wieder von vorne los.

Die Hungersnot konnte auf Dauer nicht bekämpft werden, ebensowenig wie eine durchweg stabile Regierung installiert werden.

Da muss ich zugeben, hab ich mich zu allgemein geäußert. Die Intervention der USA in Somalia und allgemein der UNO ist natürlich gescheitert.

Insgesamt bezog ich mich auf diese Aussage,

Genauso haben sie 1993 in Somalia nicht gewonnen. sie haben die Truppen abgezogen, weil die Verluste zu hoch waren.

mit dem hier: Schlacht von Mogadischu – Wikipedia .

Mein Fehler, da habe ich etwas falsches geschrieben.

Allerdings kann man Somalia jetzt schwer als Krieg bewerten, welchen die USA verloren haben, da es für die USA, wie schon gesagt, eher ein Scharmützel war.
 
Die Nordkoreaner würden sich sicher einigeln, alles andere wäre dämlich, aber die Amerikaner hätten ebenso Zeit und müssten nichts überstürzen. Ein zweites Vietnam würde ihnen nicht passieren.

Nö, ein zweites Vietnam kann den USA nicht passieren. Nur ein drittes. Oder alternativ ein zweites Afghanistan. Je nach Zählweise ggf. auch ein drittes (/viertes Vietnam), denn auch wenn die USA ihre Ziele im dritten Irakkrieg erreicht haben (der Irak hatte danach keine Massenvernichtungswaffen mehr :daumen:): Ihren Gegner, den "internationalen Terrorismus", den sie da (nach späterer Lesart) bekämpfen wollten, haben sie nicht geschlagen. Im Gegensatz zur irakischen Armee, die auf keiner Ebene einen Krieg wollte auf niedrigster reihenweise übergelaufen ist, kämpfen unzählige andere Interessengruppen im Irak nämlich weiter - und genau mit den Methoden, die in Nordkorea zu befürchten wären.

Ja, die Mobilität der Amerikaner wäre sicher kein derart übermächtiger Faktor gegen Nordkorea, aber Nordkorea hat dieselben Probleme wie auch China: Reine Manpower nützt dir nichts, wenn deine Armee aufgrund fehlender oder zerstörter Infrastruktur unbeweglich ist.

Eine ausreichende große Guerilla-Armee muss nicht beweglich sein, weil Teile von ihr schon da ist. Hochmobile Taktiken sind im Gegenteil Markenzeichen zahlenmäßig kleiner, aber technisch überlegener Streitkräfte (und das schon seit Zeiten, in denen Kompositbögen High-Tech waren).


Ohne Google zu befragen weiß ich, dass Afghanistan locker 3x so groß ist wie Nordkorea. Das sind noch einmal ganz andere Dimensionen.
Desweiteren sind die Gebirgszüge wie der Hindukusch, und da kommt meines Wissens kein Berg Nordkoreas auch nur ansatzweise ran.

Der Hindukusch (insbesondere die westlichen und südlichen Ausläufer, in denen die Taliban bis heute die Überhand hat) ist auch nicht soviel steiler oder faltiger als die koreanische Halbinsel und dass er auf einem höheren Sockel steht macht allenfalls für Lastenhubschrauber einen relevanten Unterschied.

Wo wir aber bei Denkfehlern sind: Die Taliban sind kein Staat, Nordkorea schon.

Das islamische Emirat Afghanistan mag von Deutschland nicht anerkannt worden sein, aber ich glaube nicht, dass das nenneswerten Einfluss auf das Verhalten der Taliban-Armee hat...

Und seit mehreren Jahrzehnten ist laut Propaganda der Westen schuld an dieser Armut. Wieso flüchten nicht viel mehr Nordkoreaner? Wieso gibt es keinen Aufstand? Die USA wären die ersten, die so etwas unterstützen würden, nur warum ist das bisher nicht passiert?
Auch die Afghanen und Iraker waren kein reiches Volk, und hatten bzw haben unter Hussein/Taliban zu leiden, trotzdem werden die Amerikaner dort nicht als Messias gefeiert, warum wohl? Glaubst du die Leute wären nach Jahrzehnten an Diktatur sofort für die "tollen, westlichen Werte" empfänglich? Auch das hat im Irak und in Afghanistan nicht funktioniert.

Ich würde zwar ebenfalls ein großes Fragezeichen hinter die Einstellung der Nordkoreaner zu einem Krieg setzen, aber mit Irak oder Afghanistan kannst du das nicht vergleichen. Gerade Afghanistan blickt auf eine rund 100 jährige Geschichte internationaler Einmischungen zurück und jedes einzelne Mal ging es schlecht für Afghanen aus. Entsprechend stark sind die Resentiments gegen alles und jeden, der ihnen mal wieder vorschreiben will, wie sie zu leben haben. Im Fall Irak-USA gilt das Gleiche: Die Amerikaner wurden spätestens seit dem zweiten Golfkrieg (zu Recht) als Besatzer und Bevormunder wahrgenommen, die für einen Großteil der Missstände im Land verantwortlich sind, entsprechenden Zulauf haben Gruppierungen, die einen Kampf des gesamten vorderen Ostens gegen die USA und ihre Verbündeten propagieren. (Trotzdem geht ein Großteil der Anschläge im Irak aber auf das Konto von Gruppierungen, die sich gegenseitig bekämpfen.)
All das ist, soweit bekannt, in Nordkorea nicht der Fall. Man wurde die von den USA (oder irgend einer anderen fremden Macht) besetzt, dem eigenen Verständnis hat man im Koreakrieg nicht verloren und somit auch keine Vorgaben von außen zu befolgen und das große Feindbild ist ohnehin Südkorea - ein Feindbild mit Löchern, da man die Südkoreaner selbst ja weiterhin gerne einverleiben möchte und außerdem oft Verwandtschaft dort hat.
 
Nein haben sie natürlich nicht, habe ich in diesem Sinn auch nicht geschrieben. Warum haben die USA den militärischen Konflikt mit dem Irak 2003 für dich verloren? Anscheinend weil die Besatzungszeit nicht so lief, wie sie in deinen Augen laufen hätte sollen?
Nach der Logik könnte ich ja dann sagen, die Russen haben den 2WK verloren, weil die Besatzungszeit, die in Satellitenstaaten übergegangen ist, am Ende zerbrochen ist, in diesem Sinne nicht so lief, wie die Sowjetunion sich es vorgestellt hat. Würde man natürlich nicht. Krieg und Besatzungszeit haben natürlich was miteinander zu tun, aber bleiben zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Ich will das jetzt nicht weiter ausufern lassen, da es ja hier nicht um den zweiten Weltkrieg geht.
Aber ich will dir mal eine Frage stellen:
Was wäre denn, wenn die USA Nazi Deutschland geschlagen hätten -- wie sie es ja geschafft haben -- danach aber einfach wieder abgezogen wären?
Was wäre aus Deutschland oder Europas geworden, wenn sich die USA nach dem Sieg wieder zurück gezogen hätten und sich Europa selbst überlassen hätten?
Ich hab keine Ahnung, aber einfach nur militärisch gewinnen reicht meiner Meinung nach einfach nicht aus. Du brauchst immer ein Konzept danach.
Die USA hatten nach dem zweiten Weltkrieg ein Konzept. Sie hatten schnell ein Konzept zur Hand, als die Sowjets Berlin abgeschnitten hatten.
Für Korea hatten sie nichts danach, für Vietnam auch nicht. Nach dem Golf Krieg unter Bush Senior sind sie nicht mal geblieben. Nach dem Sieg über Saddam haben sie nichts gemacht außer das Ölministerium zu sichern.
Das ist zu wenig und daher ist das auch kein "Sieg" in meinen Augen.
 
Dann hätten sie den Krieg gegen das dritte Reich trotzdem gewonnen gehabt.

Wie gesagt, Krieg ungleich Besatzungszeit/Nachkriegszeit.

Klar reicht das nicht, aber das hat ja nicht direkt miteinander zu tun...

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Klar reicht das nicht, aber das hat ja nicht direkt miteinander zu tun...

für mich gehört das eine halt mit dem anderen zusammen.
Hätte man sich immer daran gehalten, gäbe es heute deutlich weniger Konflikte.
Aber so ist das eben -- man denkt nie zu Ende. Egal ob damals mit der Eroberung Amerikas oder das Britische Imperium in Indien oder die Ausbeutung Afrikas.
Die Rüstungsindustrie verdient eben kein Geld mehr, wenn man ein zerbombtes Land wieder aufbauen will.
Die wollen, dass man weiter zieht und das nächste Land zerbombt.
 
Ohne Google zu befragen weiß ich, dass Afghanistan locker 3x so groß ist wie Nordkorea. Das sind noch einmal ganz andere Dimensionen.

Das würde vieleicht eine estenzielle Rolle spielen würden wir hier über ein Land von der Größe Luxenburgs, Belgiens, oder der Niederlande sprechen, aber ob Nordkorea nun nur ein drittel der Größe von Afghanistan hat oder genauso groß wäre ist nicht ausschlaggebend, den würde die reine Größe eine wirklich so entscheidene Rolle spielen wie du denkst hätten die USA ja Vietnam im Handstreich erobern müssen, den zu Zeiten des Vietnamkrieges sprachen wir da auch nur von einer Fläche von ca. 150.000km² die zu Nordvietnam gehört hat. ;)
Nordkorea ist mit Rund 130-137.000km² ehnlich groß wie Nordvietnam damals.

Desweiteren sind die Gebirgszüge wie der Hindukusch, und da kommt meines Wissens kein Berg Nordkoreas auch nur ansatzweise ran.

Na da kennst du Korea und vor allem den nördlichten Teil aber sehr schlecht, die Gebirge dort sind nicht minder beeindruckend und für Gerillias eigentlich sogar noch besser als in Afghanistan, wo wir nur von kahlen Felsformationen reden, da die Berge in Nordkorea zumeist auch dicht bewaldet sind:

Die 6 beruhmtesten Gebirge in Korea - Nordkorea-Information

Wo wir aber bei Denkfehlern sind: Die Taliban sind kein Staat, Nordkorea schon.

Die Taliban haben vom Ende des Krieges gegen die sovjetischen Truppen bis zum Einmarsch 2001 defakto über Afghanistan geherrscht, sie haben die Gesetze bestimmt, die Steuern eingetrieben und Recht gesprochen, man kann also durchaus behaupten die Taliban konnten zu jener Zeit als Herrscher Afghanistans angesehen werden und somit war es faktisch ein Krieg gegen einen Staat, wen auch nicht international anerkannt.
Wobei das nicht so sehr eine Rolle spielt da es ja um die militärische Art der Kriegsführung geht und die reale Kontrolle über Grund und Boden und da haben es die USA und ihre Verbündeten wie gesagt in 16 Jahren nicht geschaft die Taliban aus den Bergen Afghanistans zu vertreiben.

Und seit mehreren Jahrzehnten ist laut Propaganda der Westen schuld an dieser Armut. Wieso flüchten nicht viel mehr Nordkoreaner?

Weil die nordkoreanischen Grenzen zu den bestbewachtesten der Welt zählen und es nur eine Richtung gibt in der du über Land fliehen kannst und das ist die Nordgrenze und selbst da musst du den Grenzern entkommen und dann noch über einen Grenzfluss mit starker Ströhmung, oder durch sehr unwegsames Gebirge.
Im Süden ist ein Übertritt unmöglich, da sich dort KVA und die südkoreanische Armee gegenüberstehen und ansonsten gibt es nur Ozean im Westen und Osten.

Glaubst du wirklich da ist es so einfach zu flüchten?

Wieso gibt es keinen Aufstand?

Warum gab es in der DDR zwischen 53 und 89 keinen Aufstand mehr? Weil alle so überzeugt von der Propaganda der DDR waren und geglaubt haben das im Westen der böse kaptialistische Klassenfeind an der Mangelwirtschaft in der DDR schuld hat und im Westen die bösen Teufel wohnen? Oder weil man Angst vor Repression und gewaltsamer Niederschlagung durch den Staat hatte? Die Norkoreaner haben mitbekommen was die Chinesen damals 1989 am Platz des himmlischen Friedens mit Protestanten gemacht haben und die Kim-Dynastie würde solch einen Aufstand auch einfach mit Gewalt beenden, die fakeln mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht lange.

Die USA wären die ersten, die so etwas unterstützen würden, nur warum ist das bisher nicht passiert?
Auch die Afghanen und Iraker waren kein reiches Volk, und hatten bzw haben unter Hussein/Taliban zu leiden, trotzdem werden die Amerikaner dort nicht als Messias gefeiert, warum wohl? Glaubst du die Leute wären nach Jahrzehnten an Diktatur sofort für die "tollen, westlichen Werte" empfänglich? Auch das hat im Irak und in Afghanistan nicht funktioniert.

Du beantwortest dir die Frage im Grunde selber.
Auch in Afghanistan und im Irak wurden die USA als Befreier empfangen und war man ihnen durchaus dankbar für den Sturz von Sadam und den Taliban, bis die USA wie immer Mist gebaut haben und ihre Marionetenregierungen installierten und sich in die weitere Entwicklung der Länder zu ihren eigenen Gunsten einmischten. Die Marionettenregierungen waren zwar prowestlich, aber auch zutiefst korrupt und haben das Land zusammen mit den USA in genauso großes, oder mehr Ehlend gestürzt wie bevor die USA einmaschiert sind. Mit der Zeit waren dann halt immer mehr Leute entäuscht von dieser nicht vorhandenen Entwicklung zu ihren Gunsten, entäuschte Menschen sind empfänglich für Extremisten und wollen natürlich das die Westmächte, die als Besatzer empfunden werden, verschwinden.

Laut Wikipedia haben in knapp 40 Jahren 3,8 Mio Bürger die DDR verlassen, das macht gut 75.000 pro Jahr und wenn da nur die Hälfte illegal geflüchtet ist, kommt man auf mehr als 30.000. Hier die Flüchtenden aus der DDR als "kleine Fluchtbewegung" im Vergleich zu NK hinzustellen ist schon recht abenteuerlich.

Du kannst aber nicht Flüchtende dazuzählen die die DDR zwischen 1945 und 1961, also vor dem Bau der Mauer verlassen haben und denen die 1989 über Ungarn und westdeutsche Botschaften abgehauen sind, das verfälscht das Ergebnis da man in Nordkorea über streng bewachte Grenzen fliehen muss und entsprechend in DDR auch nur diese Zahlen zählen können und da sieht es dann doch deutlich anders aus. Zwischen 1961 und 1989 haben es dann in der DDR grade mal insgesamt 40.101 Menschen geschaft über die Grenzbefestigungen der DDR zu fliehen:

Gelungene Fluchten aus der DDR und Ost-Berlin durch die Grenz-Sperranlagen, 1961-1989 | Chronik der Mauer

Das ist nur ein Bruchteil der Menschen die jährlich geschätzt versuchen aus Nordkorea fiehen. ;)

Ich rede nicht von einer Bevölkerung die bis aufs letzte kämpft, sondern von einer feindseligen und unkooperativen Bevölkerung, bedingt durch Gehirnwäsche und Kollateralschäden.

Womit belegst du diese Gehirnwäsche? Die gab es in Vietnam und da haben die Menschen in Südvietnam erst dem Vietcong geholfen als es zu immer mehr Masakern und Greultaten gegen Bauern und Zivilisten kam, weil man Vietcong und Zivilisten nicht unterscheiden konnte und auch im Irak gab es Indoktrinierung und Proaganda im Sinne der Bath-Partei und trotzdem hat es nichts genutzt.
Menschen mögen gelgentlich dämlich sein, aber Jahrzehnte Elend und Hunger dürfte bei aller Propaganda den meisten einleuchten das es nicht die USA sind wesewegen sie hungern, den warum hilft den nicht China, der große idiologische Bruder Nordkoreas?
Weswegen Nordkoreas Regime da noch regiert ist lediglich die extreme Repression (Arbeitslager, Sippenhaft, extreme Bespitzelung und die Angst vor militärischer Niederschlagung bei Aufruhr).
Die Propaganda dient schon seit über 20 Jahren nur noch dafür um das Bild eines perfekten Nordkoreas mit Bevölkerung die hinter ihrem Herrscher steht im Ausland aufrecht zu erhalten.

Mir ging es rein um das Szenario selbst, im Falle eines Einmarsches in Bezug auf die militärischen Mitteln Nordkoreas, deswegen schrieb ich auch von einem "Idealfall", und dazu gehört dass sich sowohl Russland als auch China raushalten.
Wenn China mitmischt sieht die Sache schon vollkommen anders aus, das war mir klar.

Auch ohne China und Russland ist das keine Sache von 2-3 Wochen, wie im Irak. Wie bereits gesagt, die irakische Armee war miserabel ausgerüstet und hat einen konventionellen Krieg gekämpft, in einem weiten offenen Gelände was der westlichen Art der Kriegsführung extrem entgegen kam, da hatte man keine Chance.
Nordkorea hat sich aber auf eine asymmetrische Kriegsführung vorbereitet und auch wesentlich günstigeres Gelände als der Irak, da da rauscht man nicht mal eben so durch und da spielt die technologische Überlegenheit keine so extreme Rolle, das mussten schon die USA in Vietnam und die Russen in den 80ern in Afghanistan lernen, Technologie alleine ist gegen einen asymmetrisch operierenden Gegner in günstigen Gelände soviel Wert wie ein Taschentuch gegen radioaktive Strahlung.

Ich will das jetzt nicht weiter ausufern lassen, da es ja hier nicht um den zweiten Weltkrieg geht.
Aber ich will dir mal eine Frage stellen:
Was wäre denn, wenn die USA Nazi Deutschland geschlagen hätten -- wie sie es ja geschafft haben -- danach aber einfach wieder abgezogen wären?
Was wäre aus Deutschland oder Europas geworden, wenn sich die USA nach dem Sieg wieder zurück gezogen hätten und sich Europa selbst überlassen hätten?

Das ist aber auch schwer vergleichbar, Europa hat die gleichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Werte wie die USA geteilt und bis auf Deutschland musste man auch keine demokratischen Strukturen mehr etablieren. Es ging also lediglich um ein Konzept um Europa wieder wirtschaftlich Fit zu bekommen und darum den Deutschen ein für allemal einzubleuen das es keinen nässten Krieg und keine Alternative mehr zur Demokratie in Deutschland geben wird, was man schon alleine dadurch erreicht hat das man Deutschland Jahrzehntelang besetzt hat und bei allen Dingen genau auf die Finger geschaut hat.
Was die "Entnazifizierung" anging, nun die war den USA eigentlich fast egal, zwar hat man hier und da mit den Nürnberger Prozessen abgeurteilt, aber um wirkliche Aufarbeitung ging es den USA diesbezüglich auch nicht, ehr um politische Abschreckung im Sinne von von seht her, wen ihr euch nicht an unsere Spielregeln haltet kriegen wir euch und richten über euch.

Das war etwas völlig anderes als im Irak, oder erst recht in Afghanistan, wo die Gemeinsamkeiten sehr gering sind und man ein Konzept bräuchte das über Jahrzehnte eine gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderung umfasst und das ist den USA schlicht zu teuer, da reden wir nicht mehr von ein paar Milliarden Dollar, sondern von hunderten Milliarden Dollar und unmengen Arbeit und Kontrolle über diesen Prozess.

Kurz um, die USA hatten nie wirklich ein Interesse in diesen Ländern Perspektiven zu schaffen, es ging eigentlich nur darum nach dem militärischen Part ein paar Miliarden in die Hand zu nehmen und prowestliche Regime zu installieren die militärisch stark genug sind um die Kontrolle zu behalten, der Rest interessierte ehr nicht.
 
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