Nordkorea & Atomwaffen-Politik allgemein: Meinen die es ernst?

In der Region wird erstmal nix passieren. Die USA haben nicht ansatzweise genug Truppen in der Region um eine Militäraktion zu starten und danach ihre Verbündeten vor Kims Rache zu schützen. Der Flugzeugträger +Begleitschiffe ist da auch eher ein Symbol als ne ernsthafte Truppenverlegung. Dazu hätte ein Militärschlag nicht absehbare Konsequenzen und da Kim seine Atomtechnik&Forschung tief in unterirdischen Bunkern eingelagert hat, kann man diese mit gezielten Schlägen eh nicht ernsthaft treffen oder gar vernichten.

Allerdings stecken die USA in einer Zwickmühle, da sie Nordkorea auch nicht gestatten können mit Atomwaffen ihr Land zu erreichen und das wird er in einigen Jahren können. Und die USA würden sich atomar nie direkt bedrohen lassen, man denke nur an den Kalten Krieg als die UDSSR auf Cuba diese Technik stationieren wollte.

Folgende Optionen gibt es im Grunde:
1. China ensthaft dazu zwingen die Sanktionen durchzusetzen und Druck auf Nordkorea zu machen. Fraglich ob China daran wirklich Interesse hätte.
2. Ein koordinierter Krieg mit Verbündeten Japan und Südkorea. Die Vorbereitungen hierfür bliebe heutzutage allerdings lange im Voraus weder China noch NK verborgen. Damit hätte man wieder das Rache-Risiko und es ist fraglich ob China ihren Verbündeten und Puffer in der Region einfach so aufgibt.
3. China setzt Kim ab und macht NK zu ner Art Provinz.
 
Ich wäre vorsichtig damit das nur als immer gleich Routine abzutun die keine weiterführenden Ziele verfolgt. Es mag zwar stimmen das es die letzten Jahrzehnte über so war, aber mit Atomwaffen hätte Kim die Möglichkeit weit mehr Forderungen als ein paar Lebensmittel zu stellen, z.B. die Sanktionen gegen Nordkorea zu beenden, womit das Land auch wieder Zugang zu modernen Kriegsgerät vom Weltmarkt hätte und seine Armee modernisieren könnte, was es ihnen künftig wieder erlauben täte außenpolitisch noch mehr Druck auszüben, vor allem auf Südkorea.

Nord Korea kann noch so mit Atomwaffen drücken. Dass irgendwelche Sanktionen abgeschafft werden, ist Utopie und Kim weiß das auch.
 
Nord Korea kann noch so mit Atomwaffen drücken. Dass irgendwelche Sanktionen abgeschafft werden, ist Utopie und Kim weiß das auch.
Wenn die Chinesen nicht mitspielen ,

wird es irgendwann einen Präventivschlag geben

Die Amis werden niemals zulassen, dass der Kim funktionierende Langstreckenraketen erfolgreich entwickelt
 
Wenn die Chinesen ihre Hand über Korea halten, werden die Amerikaner wohl kaum was unternehmen.

Zumal der Kim die Westküste vermutlich schon erreichen kann.

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Sehe ich auch so. Die USA lassen sich nicht von einem Land bedrohen und schon gar nicht von einer kommunistischen Diktatur mit Atomwaffenpotential. Wird diese Bedrohung real, so werden die USA dort entsprechend aktiv werden
 
Moment, war die Sowjetunion dann keine Bedrohung?

Stand heute haben die Nordkoreaner schon Langstreckenraketen. Nur ist das Bestücken mit Atomsprengköpfen wieder eine Sache für sich.

Fakt ist aber, die Chinesen werden eine militärische Intervention der Amerikaner in NK nicht hinnehmen, denn der einzige Grund weshalb die Chinesen NK unterstützen ist, dass die Chinesen keine US-Truppen vor der eigenen Grenze haben möchten.

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Ist Nordkorea denn für überhaupt irgend' einen Krieg gerüstet?:ugly:
Die KVA mag zwar riesig sein, aber deren Kriegswaffen und Ausrüstung ist doch insgesamt völlig veraltet und marode.:schief:
Dazu kann NK nicht mal sein eigenes Volk versorgen, wie wollen die Krieg gegen ein anderes Land führen?

Technik ist auf der koreanischen Halbinsel nicht einmal die Zehntelmiete, dass mussten USA&Verbündete schon einmal feststellen ;)
Für einen Verteidigungskrieg ist Nordkorea definitiv gut gerüstet. Solange nicht die Moral der Truppe zerbricht (ganz schwer einzuschätzen), hätte es jeder Angreifer sehr, sehr schwer. Und mit Ubooten, Mittelstreckenraketen und insbesondere Atomwaffen haben sie auch die Möglichkeit, kleinere Gegner so schwer zu schaden, dass diese sich auf Jahrzehnte nicht erholen. Was sie nicht können: Irgendwo anders als in Südkorea auch nur den Versuch eines Einmarsches zu starten. Und da haben sie in etwa Erfolgschancen wie die rote Armee kurz nach Hitlers Angriff - man weiß vorher, welche Seite wesentlich mehr Verluste haben wird, aber ohne internationale Unterstützung wäre ich mir nicht sicher, wessen Reserven schneller aufgebraucht sind.


Israel eventuell? Aber klar, ein Land wie Israel ist leichter zu verteidigen, da die Fläche ja winzig ist im Vergleich zu den meisten anderen großen Militärnationen.

Möglich wäre es, zumal Israel dank der US-Zahlungen ein extremes Militärbudget pro m² und wegen dem Iran und früher Irak auch enorme Motivation. Aber rein technisch ist das eine kaum zu stemmende Aufgabe, insbesondere wenn man wie Japan (und Israel) kein Territorium für vorgelagerte Abwehrstellungen hat.


Natürlich könnte Japan heute konventionel Nordkorea ohne die USA besiegen, würden diese Japan angreifen.

Deute ich das richtig als Zustimmung und vollständigen Rückzieher deiner letzten Aussage (Zitat "Momentan ist Japan im Fall eines Krieges ja darauf angewiesen das ihnen die USA im Falle eines Angriffs zur Hilfe kommen, da die japanischen Verteidigungsstreitkräfte nicht in der Lage sind einen Angreifer alleine abzuwehren")

Wie dem auch sei, um in die Gegenwart zurück zu kommen, heute wäre wohl ehr ein Land wie China der Kern dieser Äußerung, da würde Japan ohne Hilfe mit ihrer aktuellen Armeestärke ohne Hilfe keine Chance haben.

Gegen einen Angriffs Chinas hätte Japan auch mit noch so viel Aufrüstung und Unterstützung durch die USA keine Chance. Mit Ausnahme von eventuell Indien (und Russland. Aber nur wenn sie bis zum Winter durchhalten ;)) hätte das niemand. Schutz vor China bieten nur zwei Dinge:
- Atomwaffen als Abschreckung
- Eine aktive Weltwirtschaft, in der China bei jedem größeren Krieg ein vielfaches dessen verlieren würde, was es je zu Gewinnen hoffen könnte.


Der macht das doch nur, um ein paar Lebensmittellieferungen zu erpressen. Danach ist wiederRuhe und alle sind happy.
War in der Vergangenheit nicht anders.
Und ein paar Raketen kann Japan wohl abwehren, Israel schafft es ja auch^^

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Das Bedrohungspotential von Nordkorea ist in den letzten 1-2 Jahrzehnten enorm angestiegen, da war in der Vergangenheit einiges anders.
 
Nein Militärexperten gehen davon aus, das Nordkorea keinen Krieg gewinnen oder ernsthaft über längere Zeit konventionell gegenhalten kann. Es fehlt an Munition, Treibstoff und moderner Technik. Und ein schlecht gerüstetes Millionenheer bringt gegen moderne Waffen halt auch relativ wenig.
Das Problem ist eher was Kim kurzfristig in Gang setzten könnte, und das sind einfach tausende Raketen und Artilleriegeschosse vor allem gegen Seoul, was ja direkt an der Grenze liegt mit vielen potentiellen zivilen Opfern.
 
Die koreanische Halbinsel ist extrem bergig. Hier kann modernste und treibstoffbedürftige Technik nur eingeschränkt agieren, während Infanterie ihr volles Potential entfalten kann. Um Nachschubwege zu stören reichen oft einfache Maschinengewehre, maximal braucht man leichte panzerbrechende Waffen auf dem Niveau von vor 60 Jahren. Sowas hat Nordkorea in großer Zahl und jede Invasionsarmee müsste enorme Personalmengen allein auf die Sicherung von Nachschubwegen verschwenden, um Hinterhalte auszuschließen. Solange die nordkoreanischen Truppen kampfeswillig sind (wie gesagt: Das einzuschätzen ist extrem schwierig), sind Verhältnisse ähnlich wie in Vietnam denkbar: Der Gegner ist so groß, dass er überall sein könnte und agiert so einfach, dass er sich auch überall verstecken kann. Gegen Panzer und Jets ist er zwar machtlos, aber selbst 10000 davon können nur einen Bruchteil des Landes zu jedem Zeitpunkt überwachen und gegen einen unsichtbaren Feind können sie nicht gezielt vorrücken.
 
Zumal ich nicht glaube, dass es an konventioneller Munition mangelt und auch wenn. Spätestens wenn es dort zu einer militärischen Auseinandersetzung kommt Munition werden die Chinesen schon mindestens liefern.

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Die koreanische Halbinsel ist extrem bergig. Hier kann modernste und treibstoffbedürftige Technik nur eingeschränkt agieren, während Infanterie ihr volles Potential entfalten kann. Um Nachschubwege zu stören reichen oft einfache Maschinengewehre, maximal braucht man leichte panzerbrechende Waffen auf dem Niveau von vor 60 Jahren. Sowas hat Nordkorea in großer Zahl und jede Invasionsarmee müsste enorme Personalmengen allein auf die Sicherung von Nachschubwegen verschwenden, um Hinterhalte auszuschließen. Solange die nordkoreanischen Truppen kampfeswillig sind (wie gesagt: Das einzuschätzen ist extrem schwierig), sind Verhältnisse ähnlich wie in Vietnam denkbar: Der Gegner ist so groß, dass er überall sein könnte und agiert so einfach, dass er sich auch überall verstecken kann. Gegen Panzer und Jets ist er zwar machtlos, aber selbst 10000 davon können nur einen Bruchteil des Landes zu jedem Zeitpunkt überwachen und gegen einen unsichtbaren Feind können sie nicht gezielt vorrücken.

Richtig und schaut man sich an wie die KVA seit Anfang der 1980er Jahr umstrukturiert wurde ist auch genau das die Strategie die man im Falle eines Angriffs auf Nordkorea wohl fahren würde, Gerilliakrieg im Stil von Vietnam.

Den eines sollte man nie vergessen, Nordkorea mag militärisch stark rückständig sein, aber Idioten sitzen dort im Generalsstab und der Führung des nordkoreanischen Regimes auch nicht.
Die sind sich schon sehr wohl bewusst das ein konventioneller Krieg, wie man ihn ihn in den 1950er Jahren in Korea geführt hat für Nordkorea nicht zu gewinnen ist, heute noch viel weniger als damals, als man technologisch noch halbwegs ebenbürdig war.

Das man vor allem bei einem Verteidigungskrieg auf einen Guerilliakrieg setzt zeigt auch schon alleine der Umstand das von den rund 1,2 Millionen Mann der KVA die unter Waffen stehen ca. 200.000 Mann Spezialeinheiten sind. Die kämpfen wohl in jedem Fall bis zum bitteren Ende ruyven ;) und deren Ausbildung umfasst besonders Störaktionen, Sabotage und Gerillia-Kriegsführung, dazu sind diese 200.000 Mann auch bevorzugt ausgerüstet, also auch mit über Schwarzmarktkanäle besorgter Ausrüstung ausgestattet die weniger veraltet ist als der Rest des KVA Equipments.

Langfristig würde das nordkoreanische Regime zwar wohl trotz dieser Taktik, der für eine solche Kriegsführung günstigen Topografie aber ohne die aktive Hilfe Chinas verlieren, den der Rückhalt in der Bevölkerung für das Regime der Kims dürfte im Vergleich zum Rückhalt des Vietcong in der vietnamesischen Bevölkerung gen 0 tendieren, was heißt ihnen fehlen auf lange Sicht schlicht die Rekruten und die Nachschubsunterstützung um so einen Zermürbungskrieg durchzuhalten bis die Kriegsmüdigkeit in den USA groß genug ist um aufzugeben.
Bis zu einer Kapitulation des nordkoreanischen Regimes könnten trotzdem Monate vergehen und würde es wohl zu Millionen ziviler Opfern in Südkorea und Nordkorea kommen.

Einfach zu glauben Nordkorea würde in jedem fall ein militärischer Spaziergang wie der Iraq werden, wo man mal eben in ein paar Wochen durch die platte Ebene und Wüste und über veraltete und mangelhafte, nicht auf Gerillia-Taktik ausgerichtete iraqische Truppen bügelt zeugt nur von Überheblichkeit, das mussten die Amerikaner mehrfach lernen, auch wen sie daraus leider nichts langfristiges gelernt haben. Sowas kann selbst einer Weltmacht den militärischen Mittelfinger zeigen.

Deute ich das richtig als Zustimmung und vollständigen Rückzieher deiner letzten Aussage (Zitat "Momentan ist Japan im Fall eines Krieges ja darauf angewiesen das ihnen die USA im Falle eines Angriffs zur Hilfe kommen, da die japanischen Verteidigungsstreitkräfte nicht in der Lage sind einen Angreifer alleine abzuwehren")

Vollständig nein, es war schlicht nur zu schwamig ausgedrückt, im Bezug auf Nordkorea. :)
 
Technik ist auf der koreanischen Halbinsel nicht einmal die Zehntelmiete, dass mussten USA&Verbündete schon einmal feststellen ;)
Für einen Verteidigungskrieg ist Nordkorea definitiv gut gerüstet. Solange nicht die Moral der Truppe zerbricht (ganz schwer einzuschätzen), hätte es jeder Angreifer sehr, sehr schwer. Und mit Ubooten, Mittelstreckenraketen und insbesondere Atomwaffen haben sie auch die Möglichkeit, kleinere Gegner so schwer zu schaden, dass diese sich auf Jahrzehnte nicht erholen. Was sie nicht können: Irgendwo anders als in Südkorea auch nur den Versuch eines Einmarsches zu starten. Und da haben sie in etwa Erfolgschancen wie die rote Armee kurz nach Hitlers Angriff - man weiß vorher, welche Seite wesentlich mehr Verluste haben wird, aber ohne internationale Unterstützung wäre ich mir nicht sicher, wessen Reserven schneller aufgebraucht sind.
Die Moral bzw die Einstellung der Armee ist für mich sogar der größte Pluspunkt. Du darfst nicht vergessen dass die Einwohner selbst seit der Geburt einer Gehirnwäsche unterliegen, und bei Soldaten ist es noch extremer. Der Westen ist der Feind und die Soldaten sind bereit für die Heimat zu sterben. Solche Gegner sind gefährlich, weil du sie kaum demoralisieren kannst. Sie haben den unbedingten Willen, ihr Land zu verteidigen. Fahnenflucht? Nicht, wenn danach deine ganze Familie dafür dran ist.
Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass sie bei aussichtslosen Lagen aufgeben würden, das wäre unlogisch, eher sterben sie den "Heldentod."

Allerdings darfst du die USA auch nicht unterschätzen, aber dazu gleich mehr:
Die koreanische Halbinsel ist extrem bergig. Hier kann modernste und treibstoffbedürftige Technik nur eingeschränkt agieren, während Infanterie ihr volles Potential entfalten kann. Um Nachschubwege zu stören reichen oft einfache Maschinengewehre, maximal braucht man leichte panzerbrechende Waffen auf dem Niveau von vor 60 Jahren. Sowas hat Nordkorea in großer Zahl und jede Invasionsarmee müsste enorme Personalmengen allein auf die Sicherung von Nachschubwegen verschwenden, um Hinterhalte auszuschließen. Solange die nordkoreanischen Truppen kampfeswillig sind (wie gesagt: Das einzuschätzen ist extrem schwierig), sind Verhältnisse ähnlich wie in Vietnam denkbar: Der Gegner ist so groß, dass er überall sein könnte und agiert so einfach, dass er sich auch überall verstecken kann. Gegen Panzer und Jets ist er zwar machtlos, aber selbst 10000 davon können nur einen Bruchteil des Landes zu jedem Zeitpunkt überwachen und gegen einen unsichtbaren Feind können sie nicht gezielt vorrücken.
Ich beschäftige mich jetzt mit einem "Idealszenario": USA marschieren in NK ein, China/Russland greifen nicht ein, denn sonst wird das ganze gleich um ein Vielfaches komplizierter.
Nordkorea ist extrem gebirgig und unzugänglich, das stimmt, allerdings kennen die Amerikaner mittlerweile unwegiges Terrain zur Genüge. Sie haben genug Zeit die Ausbildung anzupassen und aus Fehlern zu lernen.
Korea und vor allem Vietnam waren beides nicht ganz so ideale Fälle für das hochgerüstete US-Militär, denn überlegene Feuerkraft nützt dir dann eher weniger.
Das größte Problem für die USA wäre aber die Feindseligkeit der "normalen" Leute. Allein die Gehirnwäsche macht da enorm viel aus, und dann kommen noch Kollateralschäden hinzu. Die USA wären dort nicht willkommen, noch weniger als im Irak oder in Afghanistan. Frag mal Veteranen wie angenehm das ist wenn du überall mit Skepsis oder Feindseligkeit begrüßt wirst.
Nun aber zum militärischen Aspekt:
Bevr es zu ersten, offiziellen Kampfhandlungen kommt, haben Spezialeinheiten schon längst wichtige Aufklärungsarbeit verrichtet, wichtige Ziele ausgeschaltet und weiche Ziele (Kraftwerke, Umspannwerke) zerstört. Dazu auch wichtige Infrastruktur beschädigt.
Die Aufklärungsarbeit findet wochen- bis monatelang vorher statt. Im Optimalfall ist dann die Nordkoreanische Armee schon "kopflos", im Irak haben sie es genauso gemacht. Hochrangige Ziele wurden ausgeschaltet noch bevor der Einmarsch offiziell begonnen hat.
Über die Luftwaffe Nordkoreas weiß ich jetzt nicht allzu gut Bescheid, aber mit den USA würden sie niemals mithalten können. Flugabwehrsysteme werden sie besitzen, aber wie gesagt, Aufklärungsarbeit wurde vorher geleistet, und zur "Not" schickt man eine Drohne mit einer Hellfire oder Tomahawk-Marschflugkörper. Mit der Lufthoheit ist vieles einfacher.
Die USA würden zuerst einfach wichtige Positionen nehmen und halten. Bei den Nachschubswegen hast du recht, dasselbe Problem hatten die Deutschen an der Ostfront. Allerdings ist Nordkorea nicht so groß, und die Amerikaner sind nicht dumm.
Die Nordkoreaner würden sich sicher einigeln, alles andere wäre dämlich, aber die Amerikaner hätten ebenso Zeit und müssten nichts überstürzen. Ein zweites Vietnam würde ihnen nicht passieren.
Ja, die Mobilität der Amerikaner wäre sicher kein derart übermächtiger Faktor gegen Nordkorea, aber Nordkorea hat dieselben Probleme wie auch China: Reine Manpower nützt dir nichts, wenn deine Armee aufgrund fehlender oder zerstörter Infrastruktur unbeweglich ist. Die Iraker waren zahlenmäßig auch eine große Armee, aber unbeweglich im Vergleich zur USA, dazu eben kopflos und in allen Belangen unterlegen.
Die Amerikanischen Waffensysteme sind den nordkoreanischen in jeder Hinsicht überlegen. Dafür haben die Nordkoreaner schlicht kein Geld. Da rede ich nicht von Handfeuerwaffen.
Die Amerikaner könnten, bedingt durch Lufthoheit, permanent Luftaufklärung durchführen, und durch die Präsenz von Flugzeugträgern hätten sie permanent schnelle Luftunterstützung sicher.
Es wird kein Spaziergang für die USA, aber Nordkorea ist von den Gegebenheiten kein unbekanntes Terrain für die Amerikaner. Sie haben aus der Vergangenheit gelernt und die Taktiken adaptiert. Dazu haben sie vollkommen überlegene militärische Schlagkraft und mittels Drohnen auch ganz andere Möglichkeiten als in der Vergangenheit.
 
Die Nordkoreaner würden sich sicher einigeln, alles andere wäre dämlich, aber die Amerikaner hätten ebenso Zeit und müssten nichts überstürzen. Ein zweites Vietnam würde ihnen nicht passieren.

Gerade der Punkt "Zeit" hatte die Amerikaner im Vietnam am Ende den Sieg gekostet. Am Ende hatten die USA den Vietnamkrieg vor allem zu Hause verloren.
Die Tet-Offensive war für die Nordvietnamesen eine einzige militärische Katastrophe. Jener hat in einer Offensive so viele Truppen verloren, wie in den Jahren zuvor zusammen, die US-Armee ist stärker aus den Kämpfen herausgegangen, als rein.

Wäre der Wille auf US-Seite dagewesen, man hätte den Krieg vielleicht gewonnen, gegen einen nun quasi machtlosen Feind. Aber das Bild von General Westmoreland vor der beschädigten Botschaft kam bei der US-Bevölkerung nicht als Sieg an, sondern Niederlage.

Washington ist zu Hause die Zeit abgelaufen, die eigene Bevölkerung stand nicht mehr auf der Seite für den Krieg, sondern der Widerstand wurde immer größer jenen zu Beenden.
Die wohl letzte Kraftanstrengung, die ein letztes mal nötig gewesen wäre, konnte man nicht mehr aufbringen, weil der Regierung die Zeit abgelaufen ist.

Angenommen es heißt nur USA vs NK, dann sollten sich die Amerikaner ranhalten, sich nicht zu lange Zeit zu lassen, mit zögerlichem Handeln.


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Ich beschäftige mich jetzt mit einem "Idealszenario": USA marschieren in NK ein, China/Russland greifen nicht ein, denn sonst wird das ganze gleich um ein Vielfaches komplizierter.
Nordkorea ist extrem gebirgig und unzugänglich, das stimmt, allerdings kennen die Amerikaner mittlerweile unwegiges Terrain zur Genüge. Sie haben genug Zeit die Ausbildung anzupassen und aus Fehlern zu lernen.
Korea und vor allem Vietnam waren beides nicht ganz so ideale Fälle für das hochgerüstete US-Militär, denn überlegene Feuerkraft nützt dir dann eher weniger.
Das größte Problem für die USA wäre aber die Feindseligkeit der "normalen" Leute. Allein die Gehirnwäsche macht da enorm viel aus, und dann kommen noch Kollateralschäden hinzu. Die USA wären dort nicht willkommen, noch weniger als im Irak oder in Afghanistan. Frag mal Veteranen wie angenehm das ist wenn du überall mit Skepsis oder Feindseligkeit begrüßt wirst.
Nun aber zum militärischen Aspekt:
Bevr es zu ersten, offiziellen Kampfhandlungen kommt, haben Spezialeinheiten schon längst wichtige Aufklärungsarbeit verrichtet, wichtige Ziele ausgeschaltet und weiche Ziele (Kraftwerke, Umspannwerke) zerstört. Dazu auch wichtige Infrastruktur beschädigt.
Die Aufklärungsarbeit findet wochen- bis monatelang vorher statt. Im Optimalfall ist dann die Nordkoreanische Armee schon "kopflos", im Irak haben sie es genauso gemacht. Hochrangige Ziele wurden ausgeschaltet noch bevor der Einmarsch offiziell begonnen hat.
Über die Luftwaffe Nordkoreas weiß ich jetzt nicht allzu gut Bescheid, aber mit den USA würden sie niemals mithalten können. Flugabwehrsysteme werden sie besitzen, aber wie gesagt, Aufklärungsarbeit wurde vorher geleistet, und zur "Not" schickt man eine Drohne mit einer Hellfire oder Tomahawk-Marschflugkörper. Mit der Lufthoheit ist vieles einfacher.
Die USA würden zuerst einfach wichtige Positionen nehmen und halten. Bei den Nachschubswegen hast du recht, dasselbe Problem hatten die Deutschen an der Ostfront. Allerdings ist Nordkorea nicht so groß, und die Amerikaner sind nicht dumm.
Die Nordkoreaner würden sich sicher einigeln, alles andere wäre dämlich, aber die Amerikaner hätten ebenso Zeit und müssten nichts überstürzen. Ein zweites Vietnam würde ihnen nicht passieren.
Ja, die Mobilität der Amerikaner wäre sicher kein derart übermächtiger Faktor gegen Nordkorea, aber Nordkorea hat dieselben Probleme wie auch China: Reine Manpower nützt dir nichts, wenn deine Armee aufgrund fehlender oder zerstörter Infrastruktur unbeweglich ist. Die Iraker waren zahlenmäßig auch eine große Armee, aber unbeweglich im Vergleich zur USA, dazu eben kopflos und in allen Belangen unterlegen.
Die Amerikanischen Waffensysteme sind den nordkoreanischen in jeder Hinsicht überlegen. Dafür haben die Nordkoreaner schlicht kein Geld. Da rede ich nicht von Handfeuerwaffen.
Die Amerikaner könnten, bedingt durch Lufthoheit, permanent Luftaufklärung durchführen, und durch die Präsenz von Flugzeugträgern hätten sie permanent schnelle Luftunterstützung sicher.
Es wird kein Spaziergang für die USA, aber Nordkorea ist von den Gegebenheiten kein unbekanntes Terrain für die Amerikaner. Sie haben aus der Vergangenheit gelernt und die Taktiken adaptiert. Dazu haben sie vollkommen überlegene militärische Schlagkraft und mittels Drohnen auch ganz andere Möglichkeiten als in der Vergangenheit.

Du hast da unzählige gedankliche Fehler in diesem Scenario, die alle zu erleutern würde aber wohl den Rahmen so eines Posts gwaltig sprengen, von daher nur angerissen:

Wieviel dir überlegene Aufklärungstechnik und allgemein ein technologischer Vorteil gegen einen technologisch weit unterlegenen Gegner in bergigen Gelände bringt siehst du in Afghanistan, 16 Jahre ist man nun schon dort mit modernster Technik und Aufklärungsausrüstung und trotzdem ist es den USA in all diesen Jahren nicht gelungen die Taliban wirklich zu besiegen und ihnen ihre Rückzugmöglichkeiten im afghanischen Bergland zu nehmen. ;)

Dann überbewertest du die Auswirkungen der nordkoreanischen Propaganda und des Führerkults auf die eigene Bevölkerung, sowas funktioniert nur wen die Menschen glauben ihren halbwegs guten Lebensstandard an der Führung festmachen zu können.
In Norkorea geht es aber der überwiegenden Bevölkerung sauelend, die leben in bitterer Armut und es gibt regelmäßig Hungersnöte, lediglich in der Hauptstadt ist der Lebensstandard wirklich was höher. Der durchschnittliche Zivilist würde daher kaum den Amerikaner hassen der das Land erobert und dafür sorgt das er täglich eine ordentliche Mahlzeit auf den Tisch bekommt, dafür würde er der Kim-Dynastie freiwillig abschwören.
Das die ganze Indoktrinierung nur Propaganda ist und außer den Parteikadern und den besser gestellten Rängen in der Armee das eigentlich jeder nur aus Angst vor Represionen mitmacht sieht man auch an den Zahlen flüchtender Nordkoreaner.
Gegen die Zahlen von Nordkorea sah selbst die kleine DDR-Fluchtbewegung bescheiden aus.
Man schätzt das jährlich mindestens 30.000 Menschen versuchen aus Norkorea zu flüchten.
Eine solch verzweifelte Bevölkerung wird sicher alles andere als fanatisch bis zum letzten Menschen für das Regime kämpfen, das gleiche dürfte für den größten Teil der KVA gelten. Bis auf die 200.000 Mann starken Spezialtruppen und die Offiziers-, sowie Generalsränge geht es den Soldaten in der KVA alles andere als gut. Die Zustände dort dürften vergleichbar sein mit denen sowjetischer Soldaten in der DDR, wo es auch regelmäßig zu Desertationen kam und die Moral in weiten Teilen unterirdisch war (Gardetruppen ausgenommen).
Bedingungslos kämpfen bis zum letzten werden nur die paar Prozent der Bevölkerung die mit dem Untergang des Regimes alles verlieren würden / werden.

Wie gesagt, nur um mal die beiden offensichtlichsten Punkte anzureißen.
 
Zuletzt bearbeitet:
USA marschieren in NK ein

Mir ist noch nicht klar, wieso sie das machen sollten?
Weil Kim Atomwaffen hat? Das hat er ja schon.
Wenn er Südkorae angreifen will, könnte er das schon. Er müsste nicht mal Raketen benutzen. Einfach eine Atomwaffe nach Süden schippern, in Busan oder so zünden, und fertig.
Macht er aber nicht, denn er will ja Korea wieder vereinen, das kann er nicht, wenn er die Koreaner im Süden angreift.
Im Grunde genommen wartet er darauf, dass man ihn angreift, damit er sagen kann "ich habs ja gesagt".
Solange das also nicht passiert, wird da gar nichts passieren.
 
Für mich sieht es bisher auch nicht danach aus, als würden die Chinesen an Einfluss über NK verlieren. Von daher haben die sowieso das letzte Wort.

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Du hast da unzählige gedankliche Fehler in diesem Scenario, die alle zu erleutern würde aber wohl den Rahmen so eines Posts gwaltig sprengen, von daher nur angerissen:
Ich bin gespannt.

Wieviel dir überlegene Aufklärungstechnik und allgemein ein technologischer Vorteil gegen einen technologisch weit unterlegenen Gegner in bergigen Gelände bringt siehst du in Afghanistan, 16 Jahre ist man nun schon dort mit modernster Technik und Aufklärungsausrüstung und trotzdem ist es den USA in all diesen Jahren nicht gelungen die Taliban wirklich zu besiegen und ihnen ihre Rückzugmöglichkeiten im afghanischen Bergland zu nehmen. ;)
Ohne Google zu befragen weiß ich, dass Afghanistan locker 3x so groß ist wie Nordkorea. Das sind noch einmal ganz andere Dimensionen.
Desweiteren sind die Gebirgszüge wie der Hindukusch, und da kommt meines Wissens kein Berg Nordkoreas auch nur ansatzweise ran.
Wo wir aber bei Denkfehlern sind: Die Taliban sind kein Staat, Nordkorea schon.

Dann überbewertest du die Auswirkungen der nordkoreanischen Propaganda und des Führerkults auf die eigene Bevölkerung, sowas funktioniert nur wen die Menschen glauben ihren halbwegs guten Lebensstandard an der Führung festmachen zu können.
In Norkorea geht es aber der überwiegenden Bevölkerung sauelend, die leben in bitterer Armut und es gibt regelmäßig Hungersnöte, lediglich in der Hauptstadt ist der Lebensstandard wirklich was höher. Der durchschnittliche Zivilist würde daher kaum den Amerikaner hassen der das Land erobert und dafür sorgt das er täglich eine ordentliche Mahlzeit auf den Tisch bekommt, dafür würde er der Kim-Dynastie freiwillig abschwören.
Und seit mehreren Jahrzehnten ist laut Propaganda der Westen schuld an dieser Armut. Wieso flüchten nicht viel mehr Nordkoreaner? Wieso gibt es keinen Aufstand? Die USA wären die ersten, die so etwas unterstützen würden, nur warum ist das bisher nicht passiert?
Auch die Afghanen und Iraker waren kein reiches Volk, und hatten bzw haben unter Hussein/Taliban zu leiden, trotzdem werden die Amerikaner dort nicht als Messias gefeiert, warum wohl? Glaubst du die Leute wären nach Jahrzehnten an Diktatur sofort für die "tollen, westlichen Werte" empfänglich? Auch das hat im Irak und in Afghanistan nicht funktioniert.
Das die ganze Indoktrinierung nur Propaganda ist und außer den Parteikadern und den besser gestellten Rängen in der Armee das eigentlich jeder nur aus Angst vor Represionen mitmacht sieht man auch an den Zahlen flüchtender Nordkoreaner.
Gegen die Zahlen von Nordkorea sah selbst die kleine DDR-Fluchtbewegung bescheiden aus.
Man schätzt das jährlich mindestens 30.000 Menschen versuchen aus Norkorea zu flüchten.
Eine solch verzweifelte Bevölkerung wird sicher alles andere als fanatisch bis zum letzten Menschen für das Regime kämpfen, das gleiche dürfte für den größten Teil der KVA gelten. Bis auf die 200.000 Mann starken Spezialtruppen und die Offiziers-, sowie Generalsränge geht es den Soldaten in der KVA alles andere als gut. Die Zustände dort dürften vergleichbar sein mit denen sowjetischer Soldaten in der DDR, wo es auch regelmäßig zu Desertationen kam und die Moral in weiten Teilen unterirdisch war (Gardetruppen ausgenommen).
Bedingungslos kämpfen bis zum letzten werden nur die paar Prozent der Bevölkerung die mit dem Untergang des Regimes alles verlieren würden / werden.
Wie gesagt, nur um mal die beiden offensichtlichsten Punkten anzureißen.
Laut Wikipedia haben in knapp 40 Jahren 3,8 Mio Bürger die DDR verlassen, das macht gut 75.000 pro Jahr und wenn da nur die Hälfte illegal geflüchtet ist, kommt man auf mehr als 30.000. Hier die Flüchtenden aus der DDR als "kleine Fluchtbewegung" im Vergleich zu NK hinzustellen ist schon recht abenteuerlich.
Ich rede nicht von einer Bevölkerung die bis aufs letzte kämpft, sondern von einer feindseligen und unkooperativen Bevölkerung, bedingt durch Gehirnwäsche und Kollateralschäden.

Du darfst dich aber gerne weiterführend dazu äußern, sonst ist die Diskussion aus meiner Sicht nämlich recht sinnlos.

Mir ist noch nicht klar, wieso sie das machen sollten?
Weil Kim Atomwaffen hat? Das hat er ja schon.
Wenn er Südkorae angreifen will, könnte er das schon. Er müsste nicht mal Raketen benutzen. Einfach eine Atomwaffe nach Süden schippern, in Busan oder so zünden, und fertig.
Macht er aber nicht, denn er will ja Korea wieder vereinen, das kann er nicht, wenn er die Koreaner im Süden angreift.
Im Grunde genommen wartet er darauf, dass man ihn angreift, damit er sagen kann "ich habs ja gesagt".
Solange das also nicht passiert, wird da gar nichts passieren.
Mir ging es rein um das Szenario selbst, im Falle eines Einmarsches in Bezug auf die militärischen Mitteln Nordkoreas, deswegen schrieb ich auch von einem "Idealfall", und dazu gehört dass sich sowohl Russland als auch China raushalten.
Wenn China mitmischt sieht die Sache schon vollkommen anders aus, das war mir klar.
 
Mir ging es rein um das Szenario selbst, im Falle eines Einmarsches in Bezug auf die militärischen Mitteln Nordkoreas, deswegen schrieb ich auch von einem "Idealfall", und dazu gehört dass sich sowohl Russland als auch China raushalten.
Wenn China mitmischt sieht die Sache schon vollkommen anders aus, das war mir klar.

Also, das letzte Mal, als die USA irgendwo einmarschiert sind und gewonnen haben, ist aber schon sehr, sehr lange her.
Die letzen Male ging es gründlich daneben -- außer Spesen nichts gewesen würde ich da mal sagen.
Von daher sehe ich da nicht mal ein Szenario für.
 
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