Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ganz ehrlich... mittlerweile würde ich sie gerne an der Macht sehen. Nicht weil ich sie mag oder unterstütze, sondern nur, damit die ganzen Blauen mal sehen, dass eine AFD an der Macht alles noch viel schlimmer macht. Aus der Opposition heraus kann man viel in den Raum rufen, kritisieren, jammern, populistische Parolen schreiben. Aber wenn man dann das Ruder in der Hand hat, muss man auch liefern können. Und damit würden sie krachend scheitern.
Ich glaube erst dann, werden die Blauen merken was für ein Rotz die veranstalten wollen.
Ich kenne tatsächlich einige aus meinem Umfeld, die werden an der Regierung so lange kritisieren, so lange sie nicht endlich gesehen und erlebt haben, was die AfD "kann".
Und das dürften Millionen Bürger in Deutschland sein. Aber wie blautemple schon schrieb, zu welchem Preis.^^

Ich weis auch ehrlich gesagt nicht, welche Regierung den Karren jetzt aus dem Dreck ziehen soll, den die Ampel da verzapft hat. Und welche Konstellation macht es zukünftig überhaupt besser.
 
@RyzA : den Schaden haben wir doch schon die letzten drei Jahre zugefügt bekommen. Wenn man als Privatmann mehr Geld ausgibt als man zur Verfügung hat kommt irgendwann zwangsläufig die Privatinsolvenz, dass müssen Rot und Grün wohl noch lernen.
 
Ich weis auch ehrlich gesagt nicht, welche Regierung den Karren jetzt aus dem Dreck ziehen soll, den die Ampel da verzapft hat. Und welche Konstellation macht es zukünftig überhaupt besser.
Meiner Meinung nach.... keine. Absolut keine. Jede Partei will in eine andere Richtung. Die Meinungen und Ansicht Aller liegen im direkten Vergleich viel zu weit auseinander. Kompromisse sind kaum möglich. Und wenn, dann sind es faule Kompromisse.
Mir fehlt auch eine Partei die sich darauf konzentriert, Probleme wirklich lösen zu wollen.
 
Was meinst du damit und warum schließt das eine das andere aus?
Die völlig überzogene Umsetzung von Klimazielen, das Flüchtlingsthema, identitätspolitische Ziele, etc. pp.

Das sind grundsätzlich einmal Sachen, die man sich leisten können muss und die man daher durchaus als luxury beliefs bezeichnen kann. Was bringt dem Ottonormalbürger bspw. eine Klimapolitik, die zwar dafür sorgt, dass wir als einzelner Staat unsere Ziele einhalten, dafür aber die Energiekosten explodieren und kein neuer Wohnraum gebaut wird? Demjenigen, der sich seinen eigenen Wohnraum kaufen und/oder bauen kann oder bereits Grundbesitz hat, ist das natürlich egal.
"Rant über irgendwas mit Gender und woke" incoming. Das scheint ja die größte Sorge unseres rechten Rands zu sein :haha:

Edit: Achja und irgendwas mit Klimawahn.
Cool. Wie schön, dass in dieser Diskussion permanent die Nuancen fehlen und alles entweder nur links oder rechts ist. :daumen: Da muss man sich dann aber auch nicht wundern, wenn die Mitte immer weiter gen rechts radikalisiert wird.

Radikalisierung.jpg
 
@RyzA : den Schaden haben wir doch schon die letzten drei Jahre zugefügt bekommen. Wenn man als Privatmann mehr Geld ausgibt als man zur Verfügung hat kommt irgendwann zwangsläufig die Privatinsolvenz, dass müssen Rot und Grün wohl noch lernen.
Auf Pump gelebt haben bisher aller Regierungen. Ohne geht es auch nicht.
Ich finde das festhalten an der Schuldenbremse falsch.
Und wenn gespart werden soll dann bitte nicht bei den Ärmsten!
 
Auf Pump gelebt haben bisher aller Regierungen. Ohne geht es auch nicht.
Ganz genau und damit es nicht immer mehr ausartet gibt es die Schuldenbremse. Schulden wurden schließlich trotz Schuldenbremse gemacht und nicht zu knapp. Irgendwas um die 50 Milliarden zuzüglich diverser Sonderschulden wie Gemeinschaftsschulden für Brüssel, Bundeswehr Sondervermögen und was weis ich noch was alles.
 
@RyzA : den Schaden haben wir doch schon die letzten drei Jahre zugefügt bekommen. Wenn man als Privatmann mehr Geld ausgibt als man zur Verfügung hat kommt irgendwann zwangsläufig die Privatinsolvenz, dass müssen Rot und Grün wohl noch lernen.
Wenn man als Unternehmer bewusst die Einnahmen immer weiter senkt, nicht in die bestehende Infrastruktur investiert und dann eines Morgens überrascht feststellt, dass alles rott ist und deshalb noch weniger Einnahmen hereinkommen, um es dann der SPD oder den GRÜNEN in die Schuhe zu schieben, dann ist man entweder bei der CDU, FDP, AfD, oder man hat zu oft im Suff die Bordsteinkante geküsst. :ka:

Man kann die Finanzen eines Staates auch nicht mit denen einer Privatperson vergleichen!

Auf Pump gelebt haben bisher aller Regierungen. Ohne geht es auch nicht.
Den Schulden stehen aber auch Werte in den Büchern gegenüber. Aber wie viel Wert hat so eine Autobahn mit Brücken und so? Wenn man das rein privatwirtschaftlich betrachtet, dann vermutlich nicht viel, weil zeige mir den Privatmenschen, der sich 'ne Autobahn kauft.

Und bleiben wir mal bei den Straßen. Die Kosten dafür sind dreimal so hoch wie die Einnahmen. Wo kommt das Geld für das Defizit her?

 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist aber ein Haushaltsloch von stattlicher Größe. Sozialausgaben über Schulden zu finanzieren haben wir schon mal gemacht und dann hat das Verfassungsgericht die Schuldenbremse bestätigt.
Wie oft möchtest du eigentlich noch mit, wie andere hier, dieses Märchen erzählen, was ich schon mehr als einmal (u.a. über den Ausgaben im Bundeshaushalt) widerlegt habe?

Die Sozialabgaben sind nur insofern ein Problem als das der Anteil der Bundesbeiträge zur Rentenkasse der mit großen Abstand höchste Posten ist.
Dagegen sind die Ausgaben für für ALG I + ALG II ein quasi schon vernachlässigbarer Anteil.

Es ist also lächerlich zu meinen Arbeitslose würden über Schulden finanziert, als ehr der Umstand so ist das die Renten zunehmend Schuldenfinanziert werden müssten, da dieser Kostenfaktor immer weiter steigt, Reformen zu diesen zunehmend staatlich hoch subventionierten Posten aber nicht stattfinden.

Zu meinen man müsste also die Sozialausgaben (bei Arbeitslosen) drastisch kürzen ist nichts weiter als eine populistische Nebelkerze, ohne Nachhaltigkeit und Spielraum, auf Kosten derer die sich sowieso nicht wehren können, um die Rentner, als einer der größten Wählergruppen, nicht zu verärgern.

Einfach nur lächerlich...
 
Völlig egal ob Rentenzuschuss, Bürgergeld oder sonstige konsumtive Leistungen. Man zahlt konsumtive Leistungen nicht über Schulden. Mir ist egal wo man kürzt oder ob man die Einnahmen erhöht, was ich aber nicht wieder möchte ist sich auf den Weg der Überschuldung zu begeben. Wer in einer Kommune lebt oder arbeitet, die da angekommen ist, weiß warum. Da ist dann nämlich der Gestaltungsspielraum null.
 
Die Sozialabgaben sind nur insofern ein Problem als das der Anteil der Bundesbeiträge zur Rentenkasse der mit großen Abstand höchste Posten ist.
Dagegen sind die Ausgaben für für ALG I + ALG II ein quasi schon vernachlässigbarer Anteil.
Wen die Babybommer Generation in Rente sind und später pflegebedürftig werden, dann wird diese Anteil heftig steigern, bin gespannt wie das laufen wird, in der Zeit will ich nicht mehr in der Pflege arbeiten. :D
 
Völlig egal ob Rentenzuschuss, Bürgergeld oder sonstige konsumtive Leistungen. Man zahlt konsumtive Leistungen nicht über Schulden.
Aber das stand doch gar nicht zur Debatte.

Die völlig überzogene Umsetzung von Klimazielen
Hätte man halt früher anfangen müssen. Man kann sowas auch sozial gerecht ausgestalten, Modelle dafür gibt es, Stichwort Klimagelds. Wollte/könnte ein Herr L. halt nicht technisch umsetzen. Für eine Vogel-Strauß-Taktik ist es in dem Thema einfach zu spät, die Konsequenzen werden heftig werden, da greift dann auch nicht mehr das St. Floria-Prinzip
das Flüchtlingsthema
Wäre kein Thema, wenn die Menschen soziale und ökonomische Sicherheit hätten. Dann würden die üblichen Rassisten zwar noch rumpöbeln, aber das wäre verkraftbar. Zur Zeit wird das Thema populistisch ausgeschlachtet und die Flüchtlinge für alles mögliche verantwortlich gemacht.
Sicher kann und sollte man da auf EU-Ebene die Verfahren optimieren, aber bitte im Rahmen des Rechts und unter Berücksichtigung humanitärer Standards.
identitätspolitische Ziele
Sind doch in der Regel günstig umzusetzen. Warum spalten und nicht alle mitnehmen, dem eigenen moralische Kompass mag das nicht passen, aber auch marginalisierte Gruppen wie LGTBQ, Menschen mit Migrationshintergrund, kognitiven oder körperlichen Einschränkungen sind Teil dieser Gesellschaft und sollen an dieser teilnehmen und sich in ihr wiederfinden. Und bitte nicht wieder die Beispiele von Transpersonen auf der falschen Toilette, das würde man im Zweifelsfall doch nicht mal mitbekommen.

Das sind grundsätzlich einmal Sachen, die man sich leisten können muss und die man daher durchaus als luxury beliefs bezeichnen kann. Was bringt dem Ottonormalbürger bspw. eine Klimapolitik, die zwar dafür sorgt, dass wir als einzelner Staat unsere Ziele einhalten, dafür aber die Energiekosten explodieren und kein neuer Wohnraum gebaut wird? Demjenigen, der sich seinen eigenen Wohnraum kaufen und/oder bauen kann oder bereits Grundbesitz hat, ist das natürlich egal.
Da bin ich ja bei dir, nur ich bin der Meinung, dass wir uns das leisten könne, wenn man es richtig ausgestaltet. Darin sehe ich die Aufgabe einer seriösen Politik, die Herausforderungen unserer Zeit anzugehen und dabei möglichst alle mitzunehmen, ohne einzelne Gruppen auszugrenzen und zu problematisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da bin ich ja bei dir, nur ich bin der Meinung, dass wir uns das leisten könne, wenn man es richtig ausgestaltet. Darin sehe ich die Aufgabe einer seriösen Politik, die Herausforderungen unserer Zeit anzugehen und dabei möglichst alle mitzunehmen, ohne einzelne Gruppen auszugrenzen und zu problematisieren.
Sehe ich anders. Wir haben ein gewaltiges Klassismus-Problem, in dem es die wirtschaftlich schwächeren Schichten immer schwieriger haben und auch immer größer werden und sich der Wohlstand der Bevölkerung immer stärker bei den wirtschaftlich starken Schichten konzentriert, die sich dann - aus survivorship guilt? - die besagten luxury beliefs leisten, ohne aber zu sehen, dass sie damit die ohnehin schon wirtschaftlich schwachen Schichten noch stärker belasten, weil die den Kram letzten Endes ausbaden müssen. Die wirtschaftlich schwachen Schichten können sich eben kein super-teures E-Auto leisten oder eine super-teure Miete, die einen Großteil des Einkommens schluckt. Du wirst einem jungen, aus der working class stammenden Mann auch nicht vermitteln können, warum es vermeintlich toll ist, bei gleicher Qualifikation vorzüglich Frauen einzustellen (was so mittlerweile im öffentlichen Dienst üblich ist). ...und das sind nur wenige Beispiele.

Ja: Grundsätzlich ist auf jeden Fall die miserable Politik der letzten Jahrzehnte daran Schuld. Allerdings setzte eine sozialverträgliche Lösung eine krasse Ressourcen-Umverteilung voraus und da werden gerade die wirtschaftlich starken Bevölkerungsschichten nicht mitspielen. Man muss sich also zwangsweise um realistische Lösungen bemühen.
 
Ganz ehrlich... mittlerweile würde ich sie gerne an der Macht sehen. Nicht weil ich sie mag oder unterstütze, sondern nur, damit die ganzen Blauen mal sehen, dass eine AFD an der Macht alles noch viel schlimmer macht. Aus der Opposition heraus kann man viel in den Raum rufen, kritisieren, jammern, populistische Parolen schreiben. Aber wenn man dann das Ruder in der Hand hat, muss man auch liefern können. Und damit würden sie krachend scheitern.
Ich glaube erst dann, werden die Blauen merken was für ein Rotz die veranstalten wollen.
Die Afd wird erklären, dass die Union alles blockiert und sie nichts machen können. Die Regierung zerbricht, die Union wird halbiert und die Afd erreicht die absolute Mehrheit.
Die Afd darf niemals irgendwo an die Macht kommen.
 
Die Afd darf niemals irgendwo an die Macht kommen.
Da gebe ich dir recht. Aber wer soll denn bitte regieren? Ich sag dir ganz ehrlich, ich wüsste im Moment nicht, wen ich wählen sollte. Jede der größeren Parteien ist für mich ein No-Go geworden. AFD, CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Die Sahra.... ich bin 45 und habe noch nie so viele Politiker gesehen, die ich unwählbar finde. In meiner persönlichen Ansicht, sind die allesamt gleich schlimm geworden. Ich für mich, sehe kaum noch einen Unterschied wer der kleinere Haufen Scheiße ist.
 
Ja: Grundsätzlich ist auf jeden Fall die miserable Politik der letzten Jahrzehnte daran Schuld. Allerdings setzte eine sozialverträgliche Lösung eine krasse Ressourcen-Umverteilung voraus und da werden gerade die wirtschaftlich starken Bevölkerungsschichten nicht mitspielen. Man muss sich also zwangsweise um realistische Lösungen bemühen.
Umverteilung hilft aber nur temporär, am Ende muss man den Besitz und das Einkommen so verteilen, dass mehr Wertschöpfung entsteht. Und die Ampel hat gerade da Schaden angerichtet wo die Wertschöpfung entsteht, bei den Handwerkern, Arbeitern in der Industrie und den gut ausgebildeten Angestellten. Die arbeiten nun einmal in den Branchen mit Tarifverträgen und in der Regel im Bereich von wertschöpfender Produktion oder Dienstleistung.

Wenn Produktion aber in Deutschland wegen der lahmen Verwaltung, der hohen Energiekosten und aus ausufernden Bürokratie nicht mehr konkurrenzfähig ist, dann verschwinden diese Arbeitsplätze.

Klar können wir die Betriebe verstaatlichen, die Löhne angleichen, macht die Firma aber nicht konkurrenzfähiger. Der Wohlstand hier kommt nun einmal daher, dass wir aus zugekauften Rohstoffen Produkte erzeugen, die am Weltmarkt gefragt sind. Sind sie es nicht, dann schwindet auch unser Wohlstand.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück