Ich wäre froh, wenn ich effektiv das bekommen würde, was ich 2019 hatte. Und ich muss dafür arbeiten gehen...
Aber, sollte das D-Ticket nicht auch (eventuell sogar primär) einen Beitrag dafür leisten, dass auch monetär weniger beglückte Mitmenschen eine Teilhabe bei der Mobilität haben?
Für die monetär weniger beglückten Mitmenschen, denen zum Beispiel ein aktueller Google- oder Apple-Datensammler fehlt, ist das Ding doch kaum zugänglich.
Wozu eigentlich nen 49-Euro-Ticket-Abo?
Gehste an nen Schalter, legst die 49€ hin und lässt Dir das Ticket geben...oder ist das schon wieder zu einfach für uns Deutsche!?
Natürlich wäre das zu einfach. Am Schalter gibt es das Ticket daher überhaupt nicht. Bzw. du kannst da hingehen (wenn du einen Schalter findest. Und der auf hat.) und ggf. bezahlen (wenn du Glück hast), aber das Ticket gibt es gar nicht auf Papier, sondern nur via Appshop beim US-Unternehmen deiner Wahl oder "bei ausgesuchten Stellen" "auf Anfrage" als RFID-Karte, die mindestens einen Monat im Voraus beantragt werden soll.
Willkommen in der schönen neuen Welt der Digitalisierung, mit der analoge Probleme wie "ÖPNV ist so umständlich, dass man schon allein deswegen lieber das Auto nimmt" im Fluge verschwinden!
Naja, einerseits zwingt der Staat die Arbeitgeber die nichtFachkräfte besser zu bezahlen, andererseits sind die echten Fachkräfte dann egal wo überall im Land Fachkräftemangel herrscht?
Wenn du eine händeringend gesuchte Fachkraft bist, solle es für dich ja kein Problem sein, mehr Geld zu verlangen. Beliebig austauschbaren, nur angelernten Mindestlohnkräften fällt das schwerer. Also geht man den Weg über den Staat.
(Anm.: Ich merk vom Fachkräftemangel auch eher wenig. Aber ich merk von der Lohn-Preis-Spirale ja auch nur den Preis-Teil, da muss wohl allgemein was mit mir nicht stimmen.)
Ich hätte es auch eher begrüßt, wenn man die immer weiter klaffende soziale Schere geschlossen hätte, in dem man bei den Gehältern von Führungskräften und vor allem bei Kapitalerträgen & Co zugelangt hätte, aber das war halt nicht mehrheitsfähig. Mindestlohn ist die Alternative und ich finde die zwar auch mäßig gelungen, aber was du beschreibst ist 101% der Sinn und Mechanismus des Mindestlohns. Also wenn du dafür bist, solltest du auch dafür sein.
Merkt man jedes mal dann wenn die e-Kassen mal nicht so recht wollen, oder Wechselgeld rausgegeben werden soll und es nicht recht glatte Beträge sind, dann wird es mit dem rechnen im Kopf schon beim einen oder anderen schwer.
Sei froh, wenn die Kassierer noch selbst rausgeben dürfen und noch keine Automatenkassen eingebaut wurden, die das Personal zum reinen Scanner degradiert. (Und bei denen jetzt endlich das alte Ammenmärchen stimmt, das Bezahlen mit Bargeld länger als mit Karte dauert. Wenn jeder einzelne Schein solange wie eine Karte bearbeitet wird...)
Die Renten müssen steigen.
Sagt der Rentner

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Die steigt doch auch wenn die normalen Renten erhöht werden. Oder nicht?
Das schon. Aber die Berechnungsgrundlage ist einfach miserabel, weil den Leuten, die Erbsminderungsrente bekommen, ja gerade die besonders viele Rentenpunkte einbringenden Beitragsjahre am Ende der Karriere fehlen. Dazu kommt noch, dass es eben oft nur ein Erwerbsminderungs-Anteil ist, obwohl ein nur eingeschränkt Erwerbsfähiger kaum eine Chance auf eine reguläre Anstellung hat. Dann steht er also mit einer halben Mini-Rente und einer Hälfte HartzIV da.
Über die allgemeine Rentenhöhe bekommt man das aber eben nicht gelöst. Wenn du für jeden Euro mehr Erwerbsminderungsrente jedem normalen Rentner zwei bis drei Euro mehr geben musst, bist du Pleite bevor die vom Leben gestraften den Unterschied überhaupt merken. Wenn dann müsste man das Berechnungsverfahren fairer machen.
Aber wo würde denn dann aus der Versicherungsbranche mit ihren Arbeitsunfähigkeitsprodukten werden? Das geht in Deutschland nun wirklich nicht, dass diese armen, armen Unternehmen weniger Gewinn machen! Stattdessen muss das Rentensystem noch weiter in die Kriese gefahren und weiter für Riester/Rürup/gibtunseinfachsodeingeld-Renten geworben werden!!
Nur so können faire Löhne ausgehandelt werden. Notfalls mit Druck durch Streiks.
Damit die Arbeitgeber sehen das sie nicht alles machen können.
Leider gibts in manchen Branchen gar keine Tarife oder zumindest so gut wie keinen, der sie zahlt. Ich hab schon von Streiks gehört, da wollte die Belegschaft eine Bezahlung "80% Tarif" statt 70% erreichen. (Und bei der Konkurrenz hat man den Kopf geschüttelt, weil man schon über die 70% froh gewesen wäre.)