Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
Neulich bei Lenz ging es um die steigende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen, eine Lehrerin, die dazu ein Buch veröffentlich hat sieht das so:
Ich sehe das etwas anders als Sie.
Das Problem sind grundsätzlich nicht die sozialen Medien, sondern der Zugang zu Smartphones, bereits im frühsten Kindesalter und dann oft auch noch nahezu uneingeschränkt.
9 bis 10 Jährige, die heute bereits ein eigenes Smartphone besitzen, aber altersbedingt nahezu null Medienkompetenz, zum Eigenschutz, sind nicht mehr so selten.
Niemand würde wohl einem 9 bis 10 Jährigen eine Schachtel Zigaretten, oder Flasche Alkohol, in die Hand drücken und dann erwarten das er sie nicht raucht / trinkt, aber Smartphones und uneingeschränkten Zugang zum Internet gibt man dann wie selbstverständlich und erwartet das Kinder da nicht Gewaltvideos, bescheuerte Ansichten und P*orn*os in Berührung kommen können. Wenn man nicht alles für alle rigeros zensieren und verbieten will wird man das schlicht nie verhindern können, egal wie sehr man Plattformen zur Selbstzensur auffordert und Gesetze erlässt.
Wer das deutlich abschwächen will sollte vielleicht mal überdenken ob Kinder in dem Alter unbedingt Smartphones und einen eigenen uneingeschränkten Medienzugang / Internet benötigen. Medienkompetenz erwirbt man nicht indem man Kindern möglichst früh die Geräte in die Hand drückt und hat sie nicht viel zu wenig wenn man mit 9 bis 10 noch kein eigenes Gerät hat.
Hier wird in meinen Augen einfach nur mal wieder versucht das Pferd vom Hintern her aufzuzäumen und eine bequeme Lösung zu finden, die die eigentlich Verantwortlichen (die Eltern) in der Gleichung, wie so oft, völlig ausklammert.
web.de
Stattdessen sieht die Pädagogin aus Hatten in Niedersachsen die größere Gefahr in den sozialen Medien, wo spätestens seit dem Durchbruch der Plattform TikTok im Jahr 2018 "homophobe Äußerungen, rassistische Memes und Cyber-Mobbing mehr verbreitet" werden und "deutlich mehr Zugang auf die Smartphones der Kinder" finden. Silke Müller ergänzte mit ernster Miene: "Ich bin immer wieder schockiert. Ich spreche von Folter. Kinder sehen Videos, in denen ein Mann kastriert wird. Das sind Bilder, die mir als Erwachsene schwerfallen, anzuschauen. Das sind Videos, die die Kinder bei TikTok oder anderen Plattformen abfilmen. Irgendwo landet es, und wenn Kinder völlig unvorbereitet auf solche Bilder treffen, ist das erschauerlich."
Ich sehe das etwas anders als Sie.
Das Problem sind grundsätzlich nicht die sozialen Medien, sondern der Zugang zu Smartphones, bereits im frühsten Kindesalter und dann oft auch noch nahezu uneingeschränkt.
9 bis 10 Jährige, die heute bereits ein eigenes Smartphone besitzen, aber altersbedingt nahezu null Medienkompetenz, zum Eigenschutz, sind nicht mehr so selten.
Niemand würde wohl einem 9 bis 10 Jährigen eine Schachtel Zigaretten, oder Flasche Alkohol, in die Hand drücken und dann erwarten das er sie nicht raucht / trinkt, aber Smartphones und uneingeschränkten Zugang zum Internet gibt man dann wie selbstverständlich und erwartet das Kinder da nicht Gewaltvideos, bescheuerte Ansichten und P*orn*os in Berührung kommen können. Wenn man nicht alles für alle rigeros zensieren und verbieten will wird man das schlicht nie verhindern können, egal wie sehr man Plattformen zur Selbstzensur auffordert und Gesetze erlässt.
Wer das deutlich abschwächen will sollte vielleicht mal überdenken ob Kinder in dem Alter unbedingt Smartphones und einen eigenen uneingeschränkten Medienzugang / Internet benötigen. Medienkompetenz erwirbt man nicht indem man Kindern möglichst früh die Geräte in die Hand drückt und hat sie nicht viel zu wenig wenn man mit 9 bis 10 noch kein eigenes Gerät hat.
Hier wird in meinen Augen einfach nur mal wieder versucht das Pferd vom Hintern her aufzuzäumen und eine bequeme Lösung zu finden, die die eigentlich Verantwortlichen (die Eltern) in der Gleichung, wie so oft, völlig ausklammert.
"Katastrophal versagt": Schulleiterin entsetzt über Entwicklung der Gesellschaft
Cybermobbing, grausame TikTok-Videos, allgemeine Verrohung: Schulleiterin Silke Müller zeichnete bei "Markus Lanz" ein düsteres Bild von der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Mit CDU-Bildungspolitikerin Karin Prien lieferte sie sich einen emotionalen Schlagabtausch.
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