Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Naja, einerseits zwingt der Staat die Arbeitgeber die nichtFachkräfte besser zu bezahlen, andererseits sind die echten Fachkräfte dann egal wo überall im Land Fachkräftemangel herrscht?
Aber niemand zahlt den Fachkräften mehr.
Ich hätte es auch eher begrüßt, wenn man die immer weiter klaffende soziale Schere geschlossen hätte, in dem man bei den Gehältern von Führungskräften und vor allem bei Kapitalerträgen & Co zugelangt hätte, aber das war halt nicht mehrheitsfähig.
Interessant ist ja, dass es dafür im Bundestag keine Mehrheiten gibt, obwohl es 40 Millionen Bürger direkt betrifft.
Da kann man mal sehen, was für hervorragende Arbeit die Lobbyisten so machen.
Sieht man ja jetzt wieder, wo man Subventionen für energieintensive Unternehmen wegen des hohen Strompreise einführen möchte, die dann der Bürger wieder bezahlen muss.

Aber wo würde denn dann aus der Versicherungsbranche mit ihren Arbeitsunfähigkeitsprodukten werden? Das geht in Deutschland nun wirklich nicht, dass diese armen, armen Unternehmen weniger Gewinn machen! Stattdessen muss das Rentensystem noch weiter in die Kriese gefahren und weiter für Riester/Rürup/gibtunseinfachsodeingeld-Renten geworben werden!!
Genau. Seit der Riester Rente verdienen die Unternehmen ja praktisch nichts mehr. :ugly:;
 
Zuletzt bearbeitet:
Das schon. Aber die Berechnungsgrundlage ist einfach miserabel, weil den Leuten, die Erbsminderungsrente bekommen, ja gerade die besonders viele Rentenpunkte einbringenden Beitragsjahre am Ende der Karriere fehlen. Dazu kommt noch, dass es eben oft nur ein Erwerbsminderungs-Anteil ist, obwohl ein nur eingeschränkt Erwerbsfähiger kaum eine Chance auf eine reguläre Anstellung hat. Dann steht er also mit einer halben Mini-Rente und einer Hälfte HartzIV da.

Über die allgemeine Rentenhöhe bekommt man das aber eben nicht gelöst. Wenn du für jeden Euro mehr Erwerbsminderungsrente jedem normalen Rentner zwei bis drei Euro mehr geben musst, bist du Pleite bevor die vom Leben gestraften den Unterschied überhaupt merken. Wenn dann müsste man das Berechnungsverfahren fairer machen.
Das stimmt. Oft müssen die Empfänger von Erwerbsminderungsrente noch aufstocken.

Aber bei Threshold ist das wohl nicht der Fall weil er relativ lange gearbeitet und gut verdient hat.

Aber wo würde denn dann aus der Versicherungsbranche mit ihren Arbeitsunfähigkeitsprodukten werden? Das geht in Deutschland nun wirklich nicht, dass diese armen, armen Unternehmen weniger Gewinn machen! Stattdessen muss das Rentensystem noch weiter in die Kriese gefahren und weiter für Riester/Rürup/gibtunseinfachsodeingeld-Renten geworben werden!!
Riester war gut gemeint aber leider schlecht durchdacht.


Leider gibts in manchen Branchen gar keine Tarife oder zumindest so gut wie keinen, der sie zahlt. Ich hab schon von Streiks gehört, da wollte die Belegschaft eine Bezahlung "80% Tarif" statt 70% erreichen. (Und bei der Konkurrenz hat man den Kopf geschüttelt, weil man schon über die 70% froh gewesen wäre.)
Ja dagegen muß was getan werden.

Aber die Arbeitgeberverbände gehen ja schon auf die Barrikaden, wenn es nur um kleinere Mindestlohnerhöhungen geht! :ka:
 
Zuletzt bearbeitet:
@chill_eule Ich denke, dass ein (höherer) Mindestlohn keine „Unterstützung von Unqualifizierten“ ist, sondern m.M.n. das Anpassen eines absoluten Basissatzes an Stundenlohn für (naja…) für alle Branchen und Qualifikationsniveaus. Quasi das kleinste Rettungs-Paddelboot für im Zweifelsfall jeden von uns, sollte doch mal irgendwas völlig verrückt und schief laufen im Leben. Das halte ich für völlig korrekt im Sinne der gängigen Vorstellung sozialer Marktwirtschaft, da eine gesetzliche Untergrenze zu ziehen. Das ist auch in unser aller, eigener Interesse.
Ich teile nicht die Wahrnehmung, dass irgendwo zwischen den Mindestlöhnern und den Tariflöhnern (von Tarifverträgen profitieren in aller Regel ja auch die Nicht-Gewerkschaftsmitglieder im entsprechenden Betrieb oder Branche. Immer ein beliebtes Mittel gewesen, um zu verhindern, dass zu viele Werktätige tatsächlich der Gewerkschaft beitreten) irgendwie eine neue Minderheit eingekeilt wäre. Denn im Zweifelsfall kann man ja immer selbst der Gewerkschaft beitreten. Und dadurch in unterschiedlichem Maße selber daran mitwirken, die eigenen Löhne/Rahmenbedingungen zu verbessern. Wie sonst meint man denn, wurden Teile der guten Tarifverträge in der Industrie in der Vergangenheit erstritten?
Und das gilt halt auch einfach quer über Qualifikationsunterschiede hinweg. Ich verstehe auch völlig so ne Art grummelndes Bauchgefühl, wenn man sich dann doch wieder übergangen fühlt bei allerlei „sozialen Wohltaten“. Keine Frage.
Aber ich sehe hier statt Problemen nur „dornige Chancen“ (:ugly:). Ich würde halt lieber meinen missmutigen Blick nach weiter oben auf der Leiter richten, statt auf das Auffangnetz unter mir. Aber die Verantwortung, dafür dann auch selbst zumindest ein bisschen aktiv werden zu müssen, die hat dann auch jeder selbst.

Und ja, ich weiß auch, in nicht jeder Butze, nicht jedem Unternehmen, nicht jeder Branche sind die Bedingungen gleich. Sowohl was bspw. das Organizing angeht, als auch die wirtschaftlichen Bedingungen jeweils sind. Und ich bin auch kein stupider „Bosse-Hasser“, der nur schwarz-weiß sieht. Mir gehts mit obigem nur drum, das m.M.n. richtige Prinzip zu illustrieren.

Aber vielleicht habe ich auch nicht ganz verstanden, was du meintest. Dann bitte kurz erläutern :)

PS: boah, Romane schreiben mit noch etwas ungewohntem Handy…
 
Und ich bin auch kein stupider „Bosse-Hasser“, der nur schwarz-weiß sieht.
Ich auch nicht.
Aber es reicht eben nicht nur Menschen zu beschäftigen. Sondern auch zu fairen Bedingungen und Löhnen.
Und Tariflöhne sind Errungenschaften von Parteien wie der SPD und den Gewerkschaften.
Die SPD hat auch den gesetzlichen Mindestlohn eingeführt.
Ohne einen regulierten Markt würde das hier ganz anders aussehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber bei Threshold ist das wohl nicht der Fall weil er relativ lange gearbeitet und gut verdient hat.

Ggf. hat er sich in dem Zuge auch an einen entsprechenden Lebensstandard gewöhnt. Ich hab zwar kein Mitleid mit Bonzen, die auf einmal etwas normaler leben müssen, kann aber nachvollziehen, dass denen das erstmal weh tut. Und mehr fordern tun sowieso sehr viele, komplett unabhängig vom realen Bedarf.

Riester war gut gemeint aber leider schlecht durchdacht.

Riester war eine rein Umlenkung von Geldmitteln aus den staatlichen Sozialsystemen durch die Kassen profitorientierter Unternehmen, die natürlich einen Teil einbehalten haben. Gut gemeint war das nur gegenüber einschlägigen Lobbys, die Bürger standen von Tag 1 auf der Verliererseite.
 
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Ich frage mich warum Altkanzler überhaupt noch Büros zur Verfügung gestellt bekommen?
Das muß alles der Steuerzahler mitfinanzieren.
 
Ich frage mich warum Altkanzler überhaupt noch Büros zur Vergügung gestellt bekommen?
Das muß alles der Steuerzahler mitfinanzieren.
Weil sie auch nach ausscheiden aus dem Amt ursprünglich mal noch repräsentative "Staatsaufgaben" wahrgenommen haben, wie z.B. für Deutschland zu besonderen Anlässen in anderen Länder zu fahren, oder ggf. auch mal eine Rede zu halten. Und auch um ggf. den Übergang von Staatsdienst zu privater Tätigkeit zu erleichtern.

Solange sie entsprechend repräsentative Staatsaufgaben wahrnehmen, sowie ggf. zeitlich befristet, um wieder einen Einstieg in die eigene berufliche Existenz zu erleichtern, finde ich es daher auch legtim (wobei man sicher über die Höhe des Umfangs der Büros und Mitarbeiter, die finanziert werden, reden kann und sollte).

Schröder hat das aber auch schon lange nicht mehr gemacht und war finanziell, schon direkt nach ausscheiden, mehr als abgesichert gewesen. Da sehe ich es auch als richtig an das dann irgendwann die Finanzierung eingestellt wird. Der Steuerzahler muss schon genug Ausgaben tragen, da muss er Ex-Bundeskanzlern nicht auch noch bis zum Grab, über oft Jahrzehnte, kostenfreie Mitarbeiter und Büros finanzieren, damit diese sie dann für privat, zur eigenen Gehaltsmaximierung, nutzen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt. Oft müssen die Empfänger von Erwerbsminderungsrente noch aufstocken.
Mir geht es um die Leute, die Erwerbsminderungsrente bekommen und jetzt weniger Geld haben als ein Bürgergeldempfänger, obwohl sie natürlich auch aufstocken.
Aber bei Threshold ist das wohl nicht der Fall weil er relativ lange gearbeitet und gut verdient hat.
Ich hab eine sehr gute Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Die zahlt den Unterschied von Rente zum letzten Lohn.
Meine Frau und ich verfügen über ein sehr gutes Jahreseinkommen. und wir müssen uns keine Sorgen machen.
Riester war gut gemeint aber leider schlecht durchdacht.
Riester wurde eingeführt, weil die Versicherungsbranche geheult hat, weil sie keine neuen Einnahmequellen hatten um die Gewinne zu maximieren.
Und wie sorgst du, dass die Leute mehr Geld für Versicherungen ausgibst?
Du nimmst ihnen eine Sicherheit. Die Alterssicherheit. Du kürzt die Rente und führst Hartz 4 ein und zwingst die Leute so zu Versicherungen, die sie gar nicht brauchen und subventionierst dazu noch die Versicherungen mit Staatsgeldern.
Aber die Arbeitgeberverbände gehen ja schon auf die Barrikaden, wenn es nur um kleinere Mindestlohnerhöhungen geht! :ka:
Das ist ja normal. Die meckern immer, wenns um Knete geht.
Einfach Politiker wählen, die sich nicht von denen schmieren lassen.
 
Solange sie entsprechend repräsentative Staatsaufgaben wahrnehmen, sowie ggf. zeitlich befristet, um wieder einen Einstieg in die eigene berufliche Existenz zu erleichtern, finde ich es daher auch legtim (wobei man sicher über die Höhe des Umfangs der Büros und Mitarbeiter, die finanziert werden, reden kann und sollte).
Im Fall von Schröder sind es 4 Stellen und 7 Räume. Im Fall von Merkel sogar 9 Stellen.
Schröder hat das aber auch schon lange nicht mehr gemacht und war finanziell, schon direkt nach ausscheiden, mehr als abgesichert gewesen. Da sehe ich es auch als richtig an das dann irgendwann die Finanzierung eingestellt wird. Der Steuerzahler muss schon genug Ausgaben tragen, da muss er Ex-Bundeskanzlern nicht auch noch bis zum Grab, über oft Jahrzehnte, kostenfreie Mitarbeiter und Büros finanzieren, damit diese sie dann für privat, zur eigenen Gehaltsmaximierung, nutzen können.
Die Kosten für Schröders Büros betragen 400000 Euro im Jahr.
 
Ich hab eine sehr gute Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Die zahlt den Unterschied von Rente zum letzten Lohn.
Wohl dem der eine abschließen darf. Ich kann das effektiv noch zwei Jahre nicht, meine Schwester gar nie.
Wo wir wieder bei der Gewinnmaximierung wären: So eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird nur denen zu bezahlbaren Konditionen angeboten die die letzten ~5 Jahre kein Risiko gezeigt haben dass der Versicherer je zahlen muss.
 
Interessant ist ja, dass es dafür im Bundestag keine Mehrheiten gibt, obwohl es 40 Millionen Bürger direkt betrifft.
Da kann man mal sehen, was für hervorragende Arbeit die Lobbyisten so machen.
Da brauchts nicht mal Lobbyisten dafür.
Scan mal kurz die "Nebeneinkünfte" der Abgeordneten.
Die Parteifarbe ist da so was von egal.
Kein Einziger würde da auf die Idee kommen, Vermögenssteuersätze u. dgl. in einem spürbaren Umfang einzuführen - wäre ja jeder selbst betroffen.
 
Scan mal kurz die "Nebeneinkünfte" der Abgeordneten.
Die Parteifarbe ist da so was von egal.
Nö, die Farben Gelb und Schwarz sind stark überrepräsentiert:
 
1683267145353.png


Das will ich ja gar nicht in Abrede stellen.
Klar werden die ganzen RAs der CDU/CSU, FDP und der SPD die Vögel abschießen (wie immer).

Es ging mir darum, dass da jede Partei Genossen bei sich hat, die ordentlich was dazuverdienen und sich schlichtweg keine politische Mehrheit für so ein Vorhaben finden lässt.
Selbst wenn alle Grünen Engel wären (was faktisch auch nicht stimmt), gäbe es dann immer noch den Rest und die werden den Engeln was husten, sich im eigenen Geldbeutel zu vergreifen.

Ich habe mir den link nicht im Detail angeguckt, meine mich aber erinnern zu können, dass z. B. Lauterbach und Özdemir grob bei 50.000 €/anno Nebeneinkünfte liegen.
Addiert man dann die regulären Abgeordnetendiäten und Funktionsdiäten/Gehälter dazu, liegen beide problemlos bei 150.000 - 200.000 €/anno, weitgehend steuerfrei.

Davon träumen die Meisten an der sozialen Überlebenskante.

Jetzt doch mal in die Detailliste reingeguckt:
Witziger Weise liegen Frau Weidel und Jürgen Trittin mit grob 12-15.000 € ca. gleichauf. :)
 
Ich habe mir den link nicht im Detail angeguckt, meine mich aber erinnern zu können, dass z. B. Lauterbach und Özdemir grob bei 50.000 €/anno Nebeneinkünfte liegen.
Özdemir wird von der Auto-Lobby hofiert weil er seit Ewigkeiten dem Verkehrsausschuss vorsitzt. Ähnlich Lauterbach im Bereich Medizin.
Am Ende meldeten aber nur 15% der Grünen überhaupt Nebeneinkünfte (genau wegen solcher Zahlen ja der Link), ein Özdemir hat also nicht wie von dir postuliert eine Mehrheit von Bestechlichen Parteigenossen hinter sich. Ganz anders bei der FDP und Union wo über 50% der Abgeordneten anmeldepflichtige Nebeneinkünfte hatten.
Das macht die Einzelpersonen mit entsprechenden Einkünften nicht besser, aber je nach Partei weniger gefährlich.
 
Ja, habe die Detailliste jetzt mal durchgeklickt.

Meiner übergeordneten These, dass sich im aktuellen Bundestag aus purem Eigeninteresse keine Mehrheiten für "Reichensteuer" & Co. finden kannst du aber zustimmen?
 
Ja, habe die Detailliste jetzt mal durchgeklickt.

Meiner übergeordneten These, dass sich im aktuellen Bundestag aus purem Eigeninteresse keine Mehrheiten für "Reichensteuer" & Co. finden kannst du aber zustimmen?
Klar, aber weil es keine demokratische Mehrheit ohne Schwarz oder Gelb gibt und nicht "weil alle gleich schlimm sind".
 
Klar, aber weil es keine demokratische Mehrheit ohne Schwarz oder Gelb gibt und nicht "weil alle gleich schlimm sind".
Doch, denn jene, die bei SPD, Linke und Grüne sitzen und auch was dazu verdienen, werden auch bremsen.
Ich erkenne hier in der Motivation der Protagonisten keinen Unterschied.
Nur 15% der Grünen mit Nebeneneinkünften sind m. E. auch schon 15% zu viel.
Entweder man macht den Job zu 100% oder eben nicht - ganz einfach.

Und - es geht ja nicht nur um die >gemeldeten< Nebeneinkünfte, das ist ja nur die berühmte Spitze des Eisberges.

Käme eine Art "Reichensteuer" ab, sagen wir mal 100.000 €, würde es auf Grund der aktuellen Diätenhöhen jeden im Parlament treffen.
 
Ich frage mich warum Politiker überhaupt Nebeneinkünfte haben dürfen? :ka:
Das finde ich nicht gut. Die kriegen doch schon genug Geld und sollten sich lieber nur auf ihre Arbeit als Politiker konzentrieren. Was sie davor oder danach machen ist ja ihnen überlassen.
Aber wärend der Amtszeit nicht.
 
Wohl dem der eine abschließen darf. Ich kann das effektiv noch zwei Jahre nicht, meine Schwester gar nie.
Wo wir wieder bei der Gewinnmaximierung wären: So eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird nur denen zu bezahlbaren Konditionen angeboten die die letzten ~5 Jahre kein Risiko gezeigt haben dass der Versicherer je zahlen muss.
Ich hatte meine abgeschlossen, als ich ins Berufsleben eintrat. Da war ich 19. Also vor 33 Jahren. Damals war mir das wichtig, weil ich einen Industrieberuf gewählt hatte, bei der man mit großen Maschinen hantieren muss und sowas ist immer etwas gefährlich. Kurz nicht aufgepasst und der Arm ist im Schredder.
Daher die Versicherung und damals war das auch nicht teuer, deswegen auch die Rundumversorgung. Natürlich wurde sie im Laufe der Zeit teurer aber ich verdiente auch immer mehr Geld und daher störte mich das nicht.
Ich wollte sie schon kündigen, als ich in die Chefetage wechselte aber meine Frau meinte, dass ich sie lassen soll.
Heute bin ich sehr froh, dass ich sie behalten habe.
Heute gibt es für meinen Lehrberuf keine Versicherung mehr, die überhaupt noch sowas anbietet. Höchstens eine Grundversicherung zu horrenden Preisen oder so.

Da brauchts nicht mal Lobbyisten dafür.
Scan mal kurz die "Nebeneinkünfte" der Abgeordneten.
Die Parteifarbe ist da so was von egal.
Kein Einziger würde da auf die Idee kommen, Vermögenssteuersätze u. dgl. in einem spürbaren Umfang einzuführen - wäre ja jeder selbst betroffen.
Ich hatte mal erfahren, ich glaube, das war bei der Heute Show kurz nach den Bundestagswahlen 2021, dass 35% (oder waren es 53%? Weiß nicht mehr genau) aller neuen Abgeordneten, die frisch in den Bundestag einzogen, bereits eine Beraterfirma gegründet hatten.
Wozu brauch ein Abgeordneter, der gerade mal sein Studium fertig hat oder so, eine eigene Beraterfirma?
Tja, warum wohl. :schief:
Das will ich ja gar nicht in Abrede stellen.
Klar werden die ganzen RAs der CDU/CSU, FDP und der SPD die Vögel abschießen (wie immer).

Es ging mir darum, dass da jede Partei Genossen bei sich hat, die ordentlich was dazuverdienen und sich schlichtweg keine politische Mehrheit für so ein Vorhaben finden lässt.
Das fängt ja schon mit der Transparenz an. Jeder blockiert da Gesetze, die das durchsichtiger machen könnten.
Selbst wenn alle Grünen Engel wären (was faktisch auch nicht stimmt), gäbe es dann immer noch den Rest und die werden den Engeln was husten, sich im eigenen Geldbeutel zu vergreifen.
Guck dir doch Josef Fischer an. Der lobbyiert für die chemische Industrie.
Oder wie viele ehemalige Staatssekretäre sind als Berater zu Firmen gewechselt, die im Parlament genau für diesen Bereich der Firmen zuständig waren.

Doch, denn jene, die bei SPD, Linke und Grüne sitzen und auch was dazu verdienen, werden auch bremsen.
Ich erkenne hier in der Motivation der Protagonisten keinen Unterschied.
Nur 15% der Grünen mit Nebeneneinkünften sind m. E. auch schon 15% zu viel.
Entweder man macht den Job zu 100% oder eben nicht - ganz einfach.
Macht aber keiner. Die meisten gehen in die Politik, um Kontakte zu knüpfen und Türen zu öffnen.
Da fällt mir "Ein ehrenwerter Gentleman" ein, in dem sich Eddie Murphy mit einem Trick zum Abgeordneten wählen lässt und dann in den legalen Korruptionssumpf Washingtons eintaucht und die fette Kohle abgreift.
Herrlicher Film.
Und - es geht ja nicht nur um die >gemeldeten< Nebeneinkünfte, das ist ja nur die berühmte Spitze des Eisberges.
Du sagst also, dass nicht alle Nebeneinkünfte angegeben werden? :huh:
Spahn hatte ja mal um spenden gebeten, aber keine Einzelspende größer als 9900€. Tja, wieso eigentlich? ;)
Käme eine Art "Reichensteuer" ab, sagen wir mal 100.000 €, würde es auf Grund der aktuellen Diätenhöhen jeden im Parlament treffen.
Hey, fang bei 200.000€ an, ansonsten muss ich auch noch zahlen. :motz: :D
Ich frage mich warum Politiker überhaupt Nebeneinkünfte haben dürfen? :ka:
Wer soll es ihnen verbieten? Ein Gesetz? Wer soll das einbringen? Abgeordnete?
Wird halt nie passieren.
Das finde ich nicht gut. Die kriegen doch schon genug Geld und sollten sich lieber nur auf ihre Arbeit als Politiker konzentrieren.
Sehe ich auch so. Aber dafür gibt es keine Mehrheiten.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück