Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
In Deutschland gab es ja auch die 150-200€ Energiegeld.
Richtig, aber eben nicht in der Größenordung und nicht alle mit einbezogen (z. B. Studenten, Rentner)
Das war schon fein.
Bei uns wohnen ja 4 Erwachsene und drei Kinder (eines über 18), waren also 5*500 +2*250 = 3.000 € netto aufs Konto für Energierechnung /Inflationsausgleich whatever...
 
Die Union eskaliert sprachlich einfach extrem, ich warte noch auf die ersten Nazi/SA/SS Vergleiche.
Die Kritik aus der Union ist leider relativ selten, aber vorhanden:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Twitter. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
->Dobbys Aussage zum Thema "Klima RAF"

Ach ja, habt ihr schon von den "Grünen Antichristen" gehört, ja das kam auch von einem CDU MdB.


Auch die Forderungen nach härteren Strafen sind vor allem Populistisch.

"Damit nähert sich der Fall auf (auch für die Empörten) bedrohliche Weise derselben Grenze, die auch in den "Raser"-Fällen aufgeworfen ist, jedoch von der professionell "herrschenden Meinung" und erst recht von der allgemeinen Presse notorisch übersehen oder ignoriert wird: Wenn der "Raser" den glücklichen Zufall will, den unglücklichen aber nicht ausschließen kann, gilt dieser Erfahrungssatz ja nicht nur bei 130 km/h auf dem Ku’damm, sondern auch bei 50 km/h in der Dreißiger-Zone, und er gilt selbstverständlich nicht nur beim "Erfolg" (Unfall, Tod, Verletzung), sondern auch beim Versuch (heute wieder gut gegangen). Dann ist aber nicht nur jede Blockade ein versuchter Totschlag oder eine versuchte gefährliche Körperverletzung, sondern auch jede Risiko-Fahrt mit 50 km/h durch eine stille Wohnstraße. Diese Konsequenz möchte der rechtstreue und strafgeneigte Bürger allerdings keinesfalls ziehen."


Randinformation:
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/haertere-strafen-union-klimaschutz-aktivisten-strassenblockaen-noetigung-kunstwerke-beschaedigung-haft/ schrieb:
In München waren auf richterliche Anordnung in der vergangenen Woche zwölf Klimaaktivisten nach einer Straßenblockaden für 30 Tage in Polizeigewahrsam geschickt worden. Die Rechtsgrundlage hierfür findet sich im umstrittenen bayerischen Polizeiaufgabengesetz. Danach können Bürger auf Grundlage einer richterlichen Entscheidung bis zu einen Monat lang festgehalten werden, um die Begehung einer Ordnungswidrigkeit von erheblicher Bedeutung für die Allgemeinheit oder eine Straftat zu verhindern. Dieser Zeitraum kann um maximal einen weiteren Monat verlängert werden.

Als Betroffene von der Maßnahme besteht da zumindest die Möglichkeit gegen die gerichtliche Entscheidung Beschwerde einzureichen und sollte diese abgelehnt werden, vor das Verfassungsgericht zu ziehen.
Dann hätte dieses die Chance, sich mit dem Gesetz zu beschäftigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, du kannst ja nicht, nur weil jetzt mal Inflation ist, panikartig allen 10% oder mehr auf die Hand geben.
Die Unternehmen müssen das ja auch erwirtschaften.
In aller Regel erwirtschaften Unternehmen Gewinne, indem sie ihre Waren oder Dienstleistungen verkaufen.
Dafür muss es jemanden geben, der diese kauft.
Und derjenige wiederum muss dafür genug Geld übrig haben.

Wenn natürlich Gewinne (Und neuerdings sogar Übergewinne, man glaubt ja gar nicht, was so alles an neuen Begriffen für uralte Probleme gefunden wird ...) bevorzugt in einigen wenigen Taschen landen, die dann wenig Notwendigkeit sehen, größere Anteile davon wieder in den Kreislauf zurückzuführen, sieht's nachvollziehbarerweise irgendwann blöd aus.

Inflation bedeutet immer Wohlstandsverlust, das mag man blöd finden, ist aber so.
Inflation entsteht allerdings erst durch erhöhte Nachfrage und diese wiederum durch (manchmal krankhaft) überhöhtes Konsumverhalten. Der Wohlstandsverlust ist dann eher so etwas wie die Kur: Weniger Wohlstand bedeutet weniger Konsum, bedeutet weniger Nachfrage und damit sinkende Teuerung.

Der Trick ist es, einen auf Gewinn ausgerichteten Wirtschaftskreislauf dazu zu bringen, in solchen Phasen zumindest die Produktion lebensnotwendiger Güter aufrecht zu erhalten, obwohl selbst temporär ausgesetztes Wachstum als das Ende von Allem verstanden wird.
 
Wenn natürlich Gewinne (Und neuerdings sogar Übergewinne, man glaubt ja gar nicht, was so alles an neuen Begriffen für uralte Probleme gefunden wird ...) bevorzugt in einigen wenigen Taschen landen, die dann wenig Notwendigkeit sehen, größere Anteile davon wieder in den Kreislauf zurückzuführen, sieht's nachvollziehbarerweise irgendwann blöd aus.

Was aber wiederum heißt, dass man mit entsprechenden Beschlagnahmungen die Inflation senken kann.
 

Hoffentlich hält sich die neue Bundesregierung nun endlich an EU-Recht.

https://www.presseportal.de/pm/22521/5364187 schrieb:
Klagen der DUH gegen die entsprechenden Genehmigungen des KBA bis zurück ins Jahr 2017 wurden dadurch ausgehebelt, dass man das Verbandsklagerecht trotz entsprechender Vorgaben aus dem EU-Recht für Klagen gegen rechtswidrige Produktgenehmigungen weiterhin explizit ausschloss. Dem haben die Luxemburger Richter nun Einhalt geboten: Sie bestätigen die Klageberechtigung qualifizierter Umweltvereinigungen und damit ausdrücklich auch der DUH als wichtigen Faktor für den wirksamen gerichtlichen Schutz für Normen des Europäischen Umweltrechts (C-873/19).

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH:

Bereits vor über fünf Jahren hätte diese [Klagebefugnis] im Umweltrechtsbehelfsgesetz festgeschrieben werden müssen. Das Verkehrsministerium hatte sich seinerzeit gegenüber dem Umweltministerium dagegen ausgesprochen.

Rechtsanwalt Remo Klinger, der die DUH in dem Verfahren vor dem EuGH vertritt, dazu:
"Die in Deutschland seit Jahren andauernde Beschneidung der Klagerechte von Umweltverbänden ist nun zum 4. Mal für rechtswidrig erklärt worden. Kein Mitgliedstaat der EU ist zu diesem Thema so oft verurteilt worden wie Deutschland. Wie oft will sich eine Bundesregierung noch vor dem EuGH blamieren? Es ist Zeit, dass professionelles politisches Handeln den rechtswidrigen politischen Lobbyismus der Vorgängerregierung ablöst. Die Bundesregierung muss nun endlich ein rechtskonformes Verbandsklagerecht vorlegen. Ein Klagerecht gegen unionsrechtswidrige Produktgenehmigungen, wie heute durch den EuGH anerkannt, ist dazu nur der Anfang. Wer immer noch denkt, die Klagerechte von Umweltverbänden seien der Grund für zu lange Verwaltungsverfahren, beweist seine Ahnungslosigkeit über den Ablauf von Verwaltungsverfahren."

Zur Herleitung der Klagebefugnis und den rechtlichen Konsequenzen:

Kommentar dazu:
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, du kannst ja nicht, nur weil jetzt mal Inflation ist, panikartig allen 10% oder mehr auf die Hand geben.
Die Unternehmen müssen das ja auch erwirtschaften.
Nimm den berühmten Bäcker aus der Presse.
Erst steigt der Gaspreis bis Grenzwertigkeit, dann noch der Weizenpreis und am Schluss noch kräftige Lohnerhöhung.
Wer genau kauft noch ne Semmel für 2 bis 5 €?

Wenn die Brötchen 300% bis 900% teurer werden, obwohl die Kosten für Zutaten, Anlagen, Energie,... nur um 10% bis 100% teurer geworden sind, dann muss das wohl um 350% bis 1300% angehobene Löhne begründet sein und von denen kann man sich die Schrippe ganz locker wieder leisten. Alles andere würde bedeuten, dass der Preis weitaus stärker angehoben wurde, als eigentlich gerechtfertigt und dass sich der Bäcker einen dicken Gewinn in die Tasche stecken will...

Grundsätzlich hast du aber recht: Natürlich ist es kein Wunder, dass Dinge relativ teurer werden, wenn manches den Bach runtergeht und man kann das nicht alles ausgleichen. In Deutschland und auch der EU allgemein haben wir aber einfach ein extrems Ungleichgewicht. Es gehen nämlich seit drei Jahren alle möglichen Dinge den Bach runter und Unternehmern, Konzernen und Eigentümern wurde bislang fast alles davon auf Steuerzahlerkosten erstattet. Und das folgte auf das Auslaufen einer lange anhaltenden Phase, wo Banken und Aktionären massive Verluste größtenteils auf Steuerzahlerkosten erstattet wurden. DIESES in einen sehr kleinen Teil der Gesellschaft gepumpte Geld ist es, dass die Grundlage für die aktuelle Inflation stellt und das uns schon seit Jahren explodierende Mieten beschert, dadurch die Krisenresilienz ärmerer Schichten auf praktisch null reduziert hat. Und jetzt wo einmal ein paar Lachnummern auch für das untere Drittel der Gesellschaft gemacht werden sollen, ist das auf einmal ein Problem?

Ne, sorry: Ich wäre auch dagegen, dass alles in Form von Staatsverschuldung kommenden Generationen aufzulasten. Aber nicht indem man dringend benötigte Hilfen streicht (sie sinnvoller auszugestalten wäre dagegen sehr diskutabel...), sondern in dem man sich mal was von denen zurückholt, denen es heute relativ gut geht, weil ihre Krisen in der Vergangenheit mit viel Aufwand von der Gemeinschaft abgefangen wurden.
 
Wenn die Brötchen 300% bis 900% teurer werden, obwohl die Kosten für Zutaten, Anlagen, Energie,... nur um 10% bis 100% teurer geworden sind, dann muss das wohl um 350% bis 1300% angehobene Löhne begründet sein und von denen kann man sich die Schrippe ganz locker wieder leisten.
Die Zutaten sind aber nur ohne Lohnerhöhung gestiegen...das Mehl ist ja nicht einfach da.
MIt Lohnerhöhung werden die Zuraten nochmal teurer, weil:
Der Bauer will mehr gilt, der LKW-Fahrer (Getreide zur Mühle) will mehr Geld., der Müller will mehr Geld, der LKW-Fahrer (Mehl zum Bäcker) will mehr Geld und der Bäcker will mehr Geld.
Wenn jeder ein bisschen mehr Verdient wird alles teurer um so mehr Schritte es zum fertigen Produkt gibt...der einzige Gewinner: der Staat (Einkommenssteuer,MwSt)...alle anderen müssen mehr ausgeben als sie am Ende bekommen.
Sozialversicherungen, Arbeitslosenversicherung und Krankenkassenbeiträge steigen dazu auch noch was das Brötchen noch teurer macht ohnen das der Kunde was davon hätte.

Das kann man auf die schnelle nicht alles ausklamüsern, wo der Punkt kommt, das es schief geht.
 
Hm, Bürgergeld, Inflationsausgleich, Triage-Gesetzt. Wie viele Beschlüsse kann man denn plötzlich an einem Tag fassen?

 
Die Zutaten sind aber nur ohne Lohnerhöhung gestiegen...das Mehl ist ja nicht einfach da.
MIt Lohnerhöhung werden die Zuraten nochmal teurer, weil:
Der Bauer will mehr gilt, der LKW-Fahrer (Getreide zur Mühle) will mehr Geld., der Müller will mehr Geld, der LKW-Fahrer (Mehl zum Bäcker) will mehr Geld und der Bäcker will mehr Geld.
Wenn jeder ein bisschen mehr Verdient wird alles teurer um so mehr Schritte es zum fertigen Produkt gibt...der einzige Gewinner: der Staat (Einkommenssteuer,MwSt)...alle anderen müssen mehr ausgeben als sie am Ende bekommen.
Sozialversicherungen, Arbeitslosenversicherung und Krankenkassenbeiträge steigen dazu auch noch was das Brötchen noch teurer macht ohnen das der Kunde was davon hätte.

Das kann man auf die schnelle nicht alles ausklamüsern, wo der Punkt kommt, das es schief geht.

Doch, dass kann man sehr leicht und sehr schnell ausklamüsern, weil es nämlich nur um realtive Anteile geht. Auch der Staat macht dabei keinen Gewinn, denn der muss seinerseits ja ebenfalls höhere Löhne bezahlen, kriegt höhere Baukosten z.B. für Autobahnen unter die Nase gerieben, muss HartzIV anheben, etc.. Aber all das macht den Staat auch erst einmal nicht ärmer und auch niemanden anderen. Wenn sich alle Löhne verdoppeln, alle Waren zweimal soviel im Einkauf kosten, alle Mieten um Faktor 2 steigern, dann bleibt am Ende die Kaufkraft genau gleich. Es wurde einfach nur jede Zahl gegen eine doppelt so hohe ausgetauscht, aber ich kann mir für meinen doppelt so hohen Lohn genauso viele der doppelt so teuren Brötchen wie vorher leisten und deren doppelt so hoher Preis setzt sich zu genau den gleichen Anteil wie bisher auch aus dem doppelt so hohen Lohn, dem doppelt so teuren Mehl, etc. zusammen.

Stress gibt es, sobald eben nicht alles um Faktor 2,0 steigt, sondern unterschiedliche Werte in unterschiedlichem Maße angehoben werden. In Compiesuchersbeispiel gibt es z.B. nur 1,1 mal so viel auf die Hand, die Löhne steigen also nur um 10%. Die Schrippen sollten aber von heute 50 Cent um Faktor 10 auf 5 € steigen. Also nicht +10%, sondern +900%.
Rechnen wir das mal durch:
Bisheriger Preis = 50 Cent. Annanhme: Davon sind 20 Cent Lohn, 20 Cent sind Mehl, andere Zutaten und Energie.
Jetzt steigt der Lohn um 10%, kostet also 22 Cent pro Brötchen. Vom Müller nehme ich mal an, dass er etwas gierig ist und den Preis des Mehls verdoppelt (obwohl er seinen Angestellten ebenfalls nur +10% zahlt) und Strom ist auch um diesen Faktor teurer geworden, also haben wir jetzt 40 Cent Zutaten + Energie oder 62 Cent Kosten insgesamt für das neue 500-Cent-Brötchen. Der Bäcker hat seine Marge also von 10 Cent auf astronomische 438 Cent gesteigert. (der Staat bekommt davon übrigens 15,3 Cent statt bislang 0,35 Cent)

Und mit dem Beispiel will man weiß machen, dass 10% Lohnerhöhung Teufelswerk sind? Hallo?? Gehts noch???

Wer in dem Beispiel zurückstecken sollte, ist wohl offensichtlich und es ist nicht der Lohnempfänger. Und das Beispiel ist durchaus gut, denn Bäcker haben den Schrippenpreis zwar nicht auf 5 € angehoben. (Aber durchaus auf 0,80 €, was unter obiger Annahme obiger Zahlen immer noch 18 statt 10 Cent Marge bedeutet oder 22,5% statt bislang 20%. Die 2,5% extra müssen sich dann die Angestellten aus den Rippen schneiden.)
Aber zum Beispiel bei Benzin, Diesel, Gas und Heizöl ist ein Großteil der staatlichen Abgaben genauso konstant geblieben, wie die Förder- und Raffinierungskosten im Ausland. Das heißt wenn der Liter vor einem Jahr 1,30 € gekostet hat und davon 10 Cent Marge waren, dann sind es heute bei 2,00 € möglicherweise 20-30 Cent Marge. (Offen reden die Mineralölkonzern ungern darüber, aber die Gewinne dieses Jahr fallen SEHR hoch aus.) Genauso haben sich z.B. die Eigentümer von Uniper jahrelang einen goldene Nase an billigem russischem Gas verdient und jetzt, als sich die Risiken in dem Geschäft bemerkbar gemacht haben, haben sie die Kosten dem Staat aufgeladen und zählen ihren Reichtum. Kohlekraftwerksbetreiber? Die kassieren Milliardenentschädigung dafür, dass sie die Dinger stilllegen sollten und "auf Gewinne verzichten mussten" (Gewinne, die sie überhaupt erst denkbar waren, weil ihnen CO2-Zertifkate in Milliardenhöhe geschenkt wurden), aber stattdessen laufen sie jetzt weiter und der Strom wird nicht einmal zum alten Preis verkauft, sondern ebenfalls mit einer vervielfachten Gewinnspanne. Obwohl die Kohlekumpel keinen Cent mehr erhalten und für den Rohstoff als solchen haben die noch wirklich was bezahlt.

Kurz: Die aktuelle Inflations"spirale" besteht komplett einseitig nur aus massiven Preiserhöhungen bei der Industrie und von diesen zusätzlichen Einnahmen fließt nichts in die Taschen der Arbeitnehmer, die sich kaum noch etwas leisten können, sondern alles an die obersten 5-10% der Gesellschaft. Und die haben dann auch nerv, weiterhin direkte Unterstützung zu fordern aber zu meckern, wenn Hartz IV mal um 50 € erhöht wird.


(Sorry für Wall of Text, aber ich habe um diese Uhrzeit keinen Bock mehr, die Emotionen rauszukürzen, die diese Kackthema unweiterleich hervorruft.)
 
Manche steigen dann in der Lohnsteuerklasse und manche nicht.^^

Am Ende wäre es aber genau das gleiche...die einen jammer und wollen Geld von den anderen.

Vorteilhaft wäre natürlich, sich davor nen Haus auf Pump gekauft/gebaut zu haben...der Wert verdoppelt sich, die Kreditsumme bleibt gleich.
 
Jo, wer bislang fleißig auf Pump gelebt hat, der profitiert von Inflation. Deswegen finden diverse Firmen sowie Staaten allgemein sowas ja ganz toll, während die untere Mittelschicht (bei der ein Bisschen was da ist, dass an Wert verlieren kann, aber nicht genug, dass es für ein Haus reichen würde) am kotzen ist.
 
Bei uns hat man den Kunden schonmal gesagt dass die Produkte wegen dem kommenden Tarifabschluss 2% teuerer werden. Was bei 22% Lohnkosten in den Stückkosten eine 9%ige Lohnerhöhung wäre. Die Gewerkschaft fordert aber nur 8% und das aktuelle Angebot der Arbeitgeberseite sind 0% plus eine vom Staat subventionierte Sonderzahlung. :stick:

Aber ja, der Kredit von der ETW(warum ziehst du die Grenze eigentlich immer bei ganzen Häusern @ruyven_macaran ?) verliert gerade mehr an Wert als er Zinsen kostet :D
 
Für den Preis, den eine ETW in der Stadt kostet, bekommt man oft auch schon ein Haus im Dorf - von daher sollte ich das ganze vielleicht einfach als "Immobilie" zusammenfassen. Ansonsten: Weil ETWs für mich alle Nachteile einer Mietwohnung (kein Kontrolle über eigenen vier Wände, nervige Nachbarn, kein Grundstück) mit allen Nachteilen eines eigenen Hauses (Gefahr, Schrott zu kaufen und es viel zu spät zu bemerken, örtliche Gebundenheit, man muss es sich überhaupt erstmal leisten können) kombinieren :) . Klar, als Wertanlage wenn eine Inflation kommt, funktioniert sie genauso gut wie vieles andere. Quasi der Goldbarren zum drin wohnen. Aber ehrlich gesagt kotzt mich dieses Spekulationsgeschacher in jeder Form an. Es ist reiner Selbstzweck und verteilt im Schnitt Vermögen von denjenigen um, die etwas zu haben, zu denjenigen, die viel haben. Wenn es der eine oder andere auch als kleiner Player dochmal schafft, Gewinn draus zu schlagen, ist das schön, rettet die Sache aber nicht und besser für die Allgemeinheit wäre ein stabiles System. Eigentlich haben wir dafür auch staatliche Institutionen, aber siehe oben...
 
Inflation entsteht allerdings erst durch erhöhte Nachfrage und diese wiederum durch (manchmal krankhaft) überhöhtes Konsumverhalten. Der Wohlstandsverlust ist dann eher so etwas wie die Kur: Weniger Wohlstand bedeutet weniger Konsum, bedeutet weniger Nachfrage und damit sinkende Teuerung.

Man liest hier ja schon oft Unsinn, aber das ist wirklich die Kür. Inflation entsteht nicht durch eine erhöhte Nachfrage, sondern durch eine Erhöhung des Angebotes, nämlich der Geldmenge. Durch das erhöte Angebot von Geld sinkt dessen Wert und dies treibt die Preise der Güter nach oben.
Das Phänomen ist nicht neu und hat man z.B. schon im alten Rom gesehen, als man angefangen hat den Goldgehalt der Goldmünzen zu reduzieren... Dies endete in einer Wirtschaftskrise die erst überwunden wurde, indem man diesen Unsinn mit der Reduzierung des Goldgehaltes wieder beendet hat.
 
Man liest hier ja schon oft Unsinn, aber das ist wirklich die Kür. Inflation entsteht nicht durch eine erhöhte Nachfrage, sondern durch eine Erhöhung des Angebotes, nämlich der Geldmenge. Durch das erhöte Angebot von Geld sinkt dessen Wert und dies treibt die Preise der Güter nach oben.
Das Phänomen ist nicht neu und hat man z.B. schon im alten Rom gesehen, als man angefangen hat den Goldgehalt der Goldmünzen zu reduzieren... Dies endete in einer Wirtschaftskrise die erst überwunden wurde, indem man diesen Unsinn mit der Reduzierung des Goldgehaltes wieder beendet hat.
Am Ende gebt es aber immer um Angebot und Nachfrage. Wenn mehr Leute Brot wollen, als Brot vorhanden ist, steigen die Preise. Wird mehr Brot hergestellt, sinken zwar kurzfristig die Preise für Brot, jedoch steigen die Preise für die Rohstoffe, die zur Herstellung von Brot benötigt werden - und dadurch steigen wiederum die Preise für Brot.

Wir bezahlen zwar mit Geld, jedoch ist dieses eine Abstraktion tatsächlicher Werte und Leistungen. Man kann durch Regulierung des Geldflusses und des Geldwertes Inflation und Deflation bis zu einem gewissen Punkt steuern, aber man kann damit nicht das Realverhältnis von Konsumenten zu Ressourcen beeinflussen. Und mit immer mehr Konsumenten bei bestenfalls gleichbleibender, tendenziell jedoch sinkender Rohstoffverfügbarkeit ist Inflation lediglich eines der zwingend auftretenden Symptome.

Die Nachfrage bei lebensnotwendigen Gütern lässt sich naturgemäß nicht verringern, die bei nicht lebensnotwendigen Gütern hingegen schon. Womit es in einer freien Gesellschaft zur Entscheidung des Konsumenten wird.
 
Immerhin versteht die Justiz die Dringlichkeit des Klimakampfes:

Das ist auch das einzige was sie "versteht".
Alles andere scheint ihr ja am Anus runterzulaufen, wie steigende Strompreise um 30 bis 70%, je nach Anbieter.

Aber Hauptsache dadrüber hinaus finden so soziale Mülleimer wie Merz "das Arbeit sich nicht mehr lohnt" wenn der Satz für das Bürgergeld um 53 Euro angehoben wird, was gerade bereits schon wieder alleine die Strompreissteigerungen wegfressen.

Hab heute auch Post vom Stromanbieter im Briefkasten gehabt, das der Preis je KWH von 30 Cent auf 50 Cent ab 01.01.2023 steigen wird, also mal locker flockige 60%.

Soll Merz mir mal gerne erklären, wie Arbeit sich für 53 Euro mehr als Bürgergeldsatz lohnt, wenn alleine die aktuelle Strompreissteigerung den "Mehrverdienst" auffrisst.

Aber Hauptsache im Bundesrat Bürgergeld blockiert, um die eigene "geistige Minderleisterwählerschaft" und das eigene "Mäzenertum" zu füttern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Ende gebt es aber immer um Angebot und Nachfrage. Wenn mehr Leute Brot wollen, als Brot vorhanden ist, steigen die Preise. Wird mehr Brot hergestellt, sinken zwar kurzfristig die Preise für Brot, jedoch steigen die Preise für die Rohstoffe, die zur Herstellung von Brot benötigt werden - und dadurch steigen wiederum die Preise für Brot.

Nein eben nicht, die Preisbildung die über Angebot und Nachfrage entsteht, hat nichts mit der Inflation zu tun. Kannst du dir für Geldmenge X Gut Y kaufen und für die Selbe Geldmenge X auch Gut Z, so bekommst du auch bei dem Preisanstieg von Gut Y, Gut Z immernoch zum gleichen Preis.
Die Inflation berechnet sich nämlich folgendermaßen:
Zunahme der Geldmenge +/- Wirtschaftsleistung.
VWL Semester 1, findet man in jedem gescheiten Lehrbuch wieder. Aber ich weiß mit VWL hat es die linke Fraktion hier im Forum nicht so.

Wir bezahlen zwar mit Geld, jedoch ist dieses eine Abstraktion tatsächlicher Werte und Leistungen. Man kann durch Regulierung des Geldflusses und des Geldwertes Inflation und Deflation bis zu einem gewissen Punkt steuern, aber man kann damit nicht das Realverhältnis von Konsumenten zu Ressourcen beeinflussen. Und mit immer mehr Konsumenten bei bestenfalls gleichbleibender, tendenziell jedoch sinkender Rohstoffverfügbarkeit ist Inflation lediglich eines der zwingend auftretenden Symptome.

Das ist Grundlegend falsch. Die Inflation wird durch das Vertrauen der Menschen beeinflusst und dieses Vertrauen schwindet - wie bereits mehrfach erwähnt - wenn die Geldmenge erhöht wird, ohne dass eine gesteigerte Wirtschaftsleistung vorliegt, so steigt die Inflation.
Diesbezüglich gab es in der Geschichte schon genügend Beispiele, ich hab sogar eins aus dem alten Rom mit der Münzverwässerung (Geldmengenausweitung) gebracht. Es ist also keine Erscheinung der Neuzeit.

Die Nachfrage bei lebensnotwendigen Gütern lässt sich naturgemäß nicht verringern, die bei nicht lebensnotwendigen Gütern hingegen schon. Womit es in einer freien Gesellschaft zur Entscheidung des Konsumenten wird.

Das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Die Knappheit eines Gutes, spiegelt immer dessen Wert wieder. Ist nun die Geldmenge kein knappes Gut mehr, weil man die Menge vervielfacht hat, so steigt logischerweise auch der Preis des Brotes an, weil man das Brot nicht so einfach vervielfachen kann. Auch hier ein Beispiel aus der "näheren" Vergangenheit, der Weimarer Republik. Die Geldmenge wurde so massiv erhöht, dass den Leuten nichts anderes übrig blieb wie auch die Preise massiv zu erhöhen, da Geld im überfluss vorhanden war.
Eine stabile Währung ist der Garant für eine niedrige Inflation. Im übrigen auch ein Punkt, wieso die Inflation in der Schweiz wesentlich niedriger ist...
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück