Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das ist Grundlegend falsch. Die Inflation wird durch das Vertrauen der Menschen beeinflusst und dieses Vertrauen schwindet - wie bereits mehrfach erwähnt - wenn die Geldmenge erhöht wird, ohne dass eine gesteigerte Wirtschaftsleistung vorliegt, so steigt die Inflation.
Du klammerst dich zu sehr am Wertaufbewahrungs- bzw. Wertübertragungsmittel fest.
Wie du selbst festgestellt hast, gab es Inflation auch schon früher. Sogar schon, bevor es Geld (oder äquivalente Mittel) gab, also im direkten Austausch von Waren und Dienstleistungen.

Wenn jemand Fasane fängt und jemand Anderes Brot bäckt und Fasane knapp werden, braucht man immer mehr Brot, um noch Fasane dafür eintauschen zu können. Das Brot ist also im Vergleich zum knappen Gut entwertet.
Wenn sich allerdings genug Leute entscheiden, erst einmal kein Brot gegen Fasane einzutauschen, sondern Brot zu essen, normalisiert sich der Brotwert wieder.
Wären Fasane ein Grundnahrungsmittel, könnte dies sogar in die Gegenrichtung kippen. Das sind sie aber bekanntlich nicht.

Auch 1. Semester VWL; ich hab's nur noch ein wenig vereinfacht, weil die rechte Fraktion hier im Forum ja bestenfalls die Telegram-Akademie absolviert hat. :P
 
Wochenlang haben Ampelparteien und Union über das geplante Bürgergeld gerungen. Mit der Realität hatte dieser politische Streit oftmals nur bedingt zu tun, findet der Leiter des Jobcenters in Wuppertal.

Ein weißes, kastenförmiges Gebäude mit verwinkelten Gängen im Wuppertaler Stadtteil Barmen: Es ist der Hauptsitz der Wuppertaler Tafel, einer der größten Tafeln Deutschlands. Täglich versorgt sie mehrere Hundert Menschen mit warmem Essen und frischen Lebensmitteln. Jäcki, Ende 30, dunkler Kapuzenpulli, arbeitet hier an fünf Tagen die Woche mit, räumt Joghurtbecher in die Kühlschränke, gibt Waren aus.

Jäcki hat früher als Lageristin gearbeitet, seit einer Krankheit bezieht sie Hartz IV. Über eine Maßnahme des Jobcenters ist sie bei der Tafel gelandet. Die Beschäftigung, der Kontakt zu den Menschen, tun ihr gut, erzählt sie. "Mir fällt zu Hause die Decke auf den Kopf, ich muss was tun, ich kann nicht auf der Couch sitzen bleiben."

Ihr Ziel sei es, irgendwann wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Dabei soll die Beschäftigung bei der Tafel helfen. Es ist eine sogenannter Ein-Euro-Job, vermittelt über das Jobcenter Wuppertal.

Weiter Weg zurück in die Arbeitswelt​

Morgens pünktlich aufstehen, Belastbarkeit und sozialen Umgang trainieren - viele Menschen, die lange arbeitslos waren, brauchen Unterstützung, um in die Arbeitswelt zurückzufinden, sagt Thomas Lenz, der das Wuppertaler Jobcenter leitet. Lenz arbeitet seit 30 Jahren mit Menschen ohne festen Job. Er weiß, dass Arbeitslosigkeit häufig mit psychosozialen Problemen einhergeht. Kein Fall gleiche dem anderen.

80 Prozent der Menschen, die vom Jobcenter betreut werden, hätten keinen abgeschlossenen Schulabschluss oder keine abgeschlossene Berufsausbildung, etwa 60 Prozent hätten teils massive psychische oder andere gesundheitliche Einschränkungen, berichtet Lenz. "Wir haben hier Klienten mit Drogenproblemen, mit hohen Schulden, mit Kriegstraumata. Bevor es um die Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung gehen kann, versuchen wir zunächst einmal diese Probleme zu lösen - und zwar sehr individuell."

Jobcenter als soziale Behörde​

Die Jobcenter seien heute vor allem soziale Behörden, sagt Lenz. Mit dem geplanten Bürgergeld soll dem Rechnung getragen werden. Es sei gut, dass der Fokus künftig verstärkt auf Aus- und Weiterbildung, Qualifizierung und Integration in die Gesellschaft liegen soll. Richtig sei auch, dass der Vorrang der schnellen Vermittlung in den Job nun wegfallen soll, so der Jobcenter-Leiter.

Den politischen Streit ums Bürgergeld habe er dagegen mit Kopfschütteln verfolgt. Die Diskussion um ein Schonvermögen von 60.000 Euro pro Leistungsbezieher habe mit der Realität wenig zu tun. "Diese sehr hohen Freibeträge spielen in unserem Alltag keine große Rolle. Wir haben hier in den seltensten Fällen Menschen sitzen, die so viel Geld haben."


Sanktionen als Druckmittel nötig​

Auch die Debatte um eine sogenannte Vertrauenszeit von sechs Monaten, in der keine Sanktionen verhängt werden sollten, hat Lenz kritisch verfolgt. In der 355.000 Einwohner zählenden Stadt Wuppertal beziehen 50.000 Menschen Leistungen über das Jobcenter, also etwa jeder siebte, berichtet er. Darunter seien allein 15.000 syrische und ukrainische Geflüchtete. Nur ein Prozent der Leistungsbezieher werde sanktioniert.

Und doch brauche man Sanktionen als Druckmittel, zeigt sich Lenz überzeugt. "Wir stellen in den letzten Wochen und Monaten schon fest, dass wir, aufgrund der Diskussion um das Bürgergeld und einen möglichen sanktionsfreien Zeitraum, zunehmend Schwierigkeiten haben, an manche Menschen heranzukommen." Das betreffe insbesondere junge Menschen, die sich bereits während der Corona-Pandemie zum Teil abgekapselt hätten. "Das ist teilweise verheerend."

"Für das Geld stehe ich nicht auf"​

Ein Gesetz zu schaffen, das allen, die Leistungen vom Staat beziehen, gerecht wird, ist keine einfache Aufgabe, finden sie in Wuppertal. Tafel-Mitarbeiterin Jäcki, die selbst Hartz IV bezieht, findet, dass Sanktionen notwendig seien, um den wenigen Menschen Druck zu machen, die sich nicht an die Regeln halten. Ihre Kollegin Jasmin, ebenfalls Ein-Euro-Jobberin, stimmt zu: "Ich habe Bekannte, die mir sagen: 'Für das Geld stehe ich nicht auf.'"

Die 29-Jährige hat nach der Schule keine Ausbildung gemacht - "wahrscheinlich aus Faulheit", sagt sie. Heute habe sich ihre Perspektive verändert, auch durch die Betreuung vom Jobcenter. Die Arbeit bei der Tafel gefalle ihr gut, sie wolle hier nicht mehr weg. Und Jäcki, die aufgrund einer Beinverletzung aus dem ersten Arbeitsmarkt herausgefallen ist, betont, wie wichtig es sei, eine Beschäftigung zu haben, eine Tagesstruktur. "Man will ja nicht Nichts sein", sagt sie.
Quelle: Wenn das Bürgergeld auf die Realität trifft

Es gibt sicherlich welche die sich in der "sozialen Hängematte" ausruhen. Aber ich denke das ist immer noch eine kleine Minderheit. Viele wollen gerne arbeiten aber haben aus ihrer Situation heraus wenig Chancen.
 
Viele wollen gerne arbeiten aber haben aus ihrer Situation heraus wenig Chancen.
Das ist sogar "belegbar" so, wenn auch nicht statistisch (da sich niemand dahingehend die Mühe macht).
Wer sich nur in der "sozialen Hängematte ausruhen will" wird auch nur das absolut notwendige Minimum an Eigenleistung aufbringen und üblicherweise nicht an vom Jobcenter verordneten, unentgeldlichen, Beschäftigungstherapien "Bildungsmaßnahmen", oder öfters wenigstens mit etwas Sinnhaftigkeit und Anreizen versehenen MAE's (200 Euro mehr für 5 Tage a 6 Stunden MAE-Teilnahme, pro Monat, als Aufwandsentschädigung) länger teilnehmen als absolut notwendig, oder sogar vermeidbar, die man ja Millionenfach jedes Jahr an länger arbeitslose "Klienten" der Ämter rausgibt, um die Statistik zu "bereinigen" (weil wer an einer Maßnahme teilnimmt, oder krankgeschrieben, entfällt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik).

Wer also wirklich keinen Bock hat und einfach nur langfristig in der "sozialen Hängematte ausruhen will", macht nur das absolut allernötigste, um nicht von Amtsseite aus sanktioniert zu werden und ist auch nicht mehr durch diese 200 Euro mehr, mit MAE, im Monat "zu ködern" (weil dazu müsste man halt auch zumindest 120h im Monat etwas machen und da es Aufwandsentschädigung ist, gibts da das Geld nur bei realer Anwesenheit und nicht mit Krankschreibung und Hängematte daheim).

Der wird entsprechend also auch solche Maßnahmen, die überweise länger dauern (MAEs gerne Minimum 6 Monate bis 1 Jahr), höchstens ein paar Tage (lustlos) plakativ mitmachen und ist danach wieder direkt für den Rest der Zeit krankgeschrieben, wenn nicht schon direkt von Beginn an, nachdem die Post dazu reinflattert, weil er sich schon lange einen Arzt gesucht hat, der Krankschreibungen dahingehend einfach nur durchwinkt (die es genug gibt, sind immerhin 25 Euro Kassenpauschale, pro Nase, pro Quartal, für 5 Sekunden Empfang und eine Unterschrift, für einen Arzt ein sehr guter Deal, anders als die welche wirklich krank sind und für die er das gleiche bekommt, aber wesentlich mehr Zeit aufwenden müss(te), ist aber ein anderes Thema).

Die Leute / Langzeitarbeitslosen die solche Maßnahmen aber, was eine deutliche Mehrheit ist, die volle Zeit mitmachen, machen dies sicher nicht weil sie in der soziallen Hängematte die Füße hochlegen möchten, sondern weil sie die Arbeitslosigkeit ankotzt (dicht gefolgt davon durch sinnlose Maßnahmen auch noch dafür von Amts- / Politikseite künstlich schikaniert zu werden), sie keine Lust haben das dann auch noch ihre Leistungen sanktioniert werden und sie keine realistische Chance haben auf dem ersten Arbeitsmarkt (mehr) Fuß zu fassen.

Dabei ist Grund Nummer eins,auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr die realistischsten Chancen zu haben, meist immer noch, trotz durch private Wirtschaft immerzu wie "alte Klageweiber" beklagten Fachkräftemangel, das Alter der Personen, gefolgt von chronische Erkrankungen, die die Gesundheit und ausübbaren Tätigkeiten deutlich beschränken, so das da sowieso meist dann nur noch Teilzeit in Frage käme, was viele der dann verfügbaren Jobs aber meist auch wieder direkt ausschließt, da krankheitsbedingt nicht machbar und zusätzlich noch schlecht bezahlt werden, da üblicherweise körperlich belastende Tätigkeiten.

Und am Rande, wer wenigstens noch zwei funktionierende Gehirnzellen im Kopf hat, dem müsste von selbst mal auffallen das diese Industrie, "sozialer Träger", die sich da seit Harz IV darum herrum gebildet hat und die irgendwelche (meist) sinnlos schlechten Maßnahmen / "Kurse" für Arbeitslose anbietet, mehr Milliarden Steuerzahlergeld kostet, als würde man jeden Arbeitslosen einfach direkt, sanktionslos, 200 Euro mehr bezahlen und in Ruhe lassen.

Aber dann könnte man auch nicht mehr, wie Söder und Merz, wegen lächerlichen 53 Euro Leistungserhöherung "rumgiften", um ein nur noch als maximal prikär zu bezeichnendes Lohnniveau zu halten und zu verteidigen. ;)
 
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Ich finde die sollten weniger anrechnen, wenn man noch zusätzlich arbeitet.
Der 1 Euro Job ist eigentlich schon fast menschenverachtend. Klar ist es schön das man dann was sinnvolles macht. Anstatt zu Hause rumzuhängen. Aber das sollte auch mehr wertgeschätzt werden. Und zur Eingliederung in berufliche Maßnahmen taugen solche Beschäftungsmaßnahmen auch nicht wirklich. Weil es potentiellen Arbeitgebern meistens egal ist. Für die zählt nur die Qualifikation.
Oder Menschen in Behindertenwerkstätten. Ihre Arbeit wird kaum wertgeschätzt.
Die verdienen auch nur 1-2 Euro die Stunde.
 
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Neuer Armutsbericht des Paritätischen, für 2022.
Laut Bericht ist die Zahl der von Armut betroffenen um rund 600.000 Menschen, gegenüber Beginn der Pandemie, angestiegen, auf nun fast 14 Millionen Menschen.
Der Paritätische rechnet für 2023 mit einer weiteren drastischen Zunahme / Verschärfung, durch die anhaltend starke Inflation.

Naja, Hauptsache weiter über eine "Übergewinnsteuer" labatieren, statt mal umsetzen, schärfere Strafen für Klimaprotestler fordern und sich wie jüngst Söder, bei der Tafel in München, hinstellen und regelrecht "gönnerhaft" Brot an die bedürftigen Menschen verteilen, welche er und Merz politisch nur zu freudig, in einer Tour, ins Gesicht spucken...

 
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Neuer Armutsbericht des Paritätischen, für 2022.
Laut Bericht ist die Zahl der von Armut betroffenen (oh Wunder) um rund 600.000 Menschen, gegenüber Beginn der Pandemie, angestiegen, auf nun fast 14 Millionen Menschen.
Der Paritätische rechnet für 2023 mit einer weiteren drastischen Zunahme / Verschärfung, durch die anhaltend starke Inflation.

Naja, Hauptsache weiter über eine "Übergewinnsteuer" labatieren, schärfere Strafen für Klimaprotestler fordern und sich wie jüngst Söder, bei der Tafel in München hinstellen und regelrecht "gönnerhaft" Brot an die bedürftigen Menschen verteilen, welche er und Merz politisch nur zu freudig, in einer Tour, ins Gesicht spucken...

Zumindest bin ich laut dem Bericht nicht der einzige Selbstständige, der hohe finazielle Einbußen hat.^^
Hab für nächstes Jahr die Preise erhöht...bei einem Kunden bin ich schon raus. :ugly:
 
Das ist sogar "belegbar" so, wenn auch nicht statistisch (da sich niemand dahingehend die Mühe macht).
Wer sich nur in der "sozialen Hängematte ausruhen will" wird auch nur das absolut notwendige Minimum an Eigenleistung aufbringen
Genau das ist der Punkt. Die Wenigen (!), die es sich in der Hängematte kommod eingerichtet haben, trifft man mit den Sanktionen gar nicht.

Deren "Beruf" besteht nämlich darin, ein auf dem Papier mustergültiger Langzeitarbeitsloser zu sein, der bei keinem Termin (unentschuldigt) fehlt, bei selbigen den Sachbearbeitern genau die richtigen Dinge erzählt (Die diese dann in Protokoll pflichtschuldigst abhaken, selbst wenn sie ahnen, dass es Grütze ist, weil sie das Gegenteil ohnehin nicht beweisen können ...) und ebenso gründlich ihre Pflichtbewerbungen schreiben - und zwar genau so, dass sie möglichst nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden. Und falls dies versehentlich doch geschieht, werden die Personaler über die Gehaltsvorstellungen oder irgendwelche Räuberpistolen ("Ich brauche morgens vor Arbeitsbeginn erst einmal zwei Bier, aber dann bin ich voll da, versprochen!") dazu gebracht, von einer Einstellung tunlichst abzusehen.

Die Sanktionen treffen die gesundheitlich und/oder intellektuell Abgehängten, die pathologisch Desorganisierten oder krankhaft Desillusionierten. Also diejenigen, die für den Arbeitsmarkt ohnehin verloren sind und deren formale Arbeitsunfähigkeit auch oftmals nicht festgestellt wird, weil man sich darum bemühen muss - was die Betroffenen wiederum schlichtweg nicht können.
 
Jetzt ist es wohl auch schon mal in die Medienlandschaft durchgesickert, das die Stromversorger durch die Bank ihre Preise zum 01.01.2023 drastisch erhöhen, von bisher etwa 27 bis 34 Cent, auf dann 46 bis 62 Cent, je KWH (je nach Anbieter und Region) und damit die "hohen Marktpreise für Gas" durchreichen.

Experten rechnen dabei damit das die Energiepreise langfristig hoch bleiben werden und was macht man gerade in der Ampel?
Oh richtig, zwar mit "Wehmutstropfen", wegen der Zugständinsse beim Bürgergeld, an Union, sich "feiern", dass man den Regelsatz zum 01.01.2023 um "satte 53 Euro" angehoben hat und ansonsten im Grunde weitestgehend Harz IV, dank Zugeständnissen an die Union, nun als "Bürgergeld" weiterführt.

Surprise!
Kann sich eigentlich nur noch um Jahre handeln, nachdem es 1 Monat vor Jahresende auch mal die deutschen Medien mitbekommen haben, bis es dann auch mal im Berliner Regierungsviertel ankommt, das die 53 Euro mehr Regelsatz durch das Bürgergeld damit schon direkt bei Einführung eine Nullnummer sein werden, mit welcher Leistungsbezieher, wie Aufstocker, in der überwiegenden Zahl der Fälle effektiv genau 0 Euro mehr als zuvor in der Tasche haben, für andere Dinge als davon Strom zu bezahlen.

Muss ich dabei noch extra erwähnen das diese Durchreichung der Strompreise natürlich auch die Teuerung der Lebensmittelpreise ab 01.01.2023 weiter kräftig antreiben wird, die jetzt bereits, je nach Produkt, zwischen 30 und 150% teurer sind, als noch Anfang Februar 2022?

Leistungsempfänger, Aufstocker, Renter mit geringen Renten, Obdachlose (ob es wohl da bald statt "haste mal nen Euro, haste mal nen Zehner" heißen wird?) und Geringverdiener in Deutschland dürften bei der Vorstellung sicherlich im Moment schon in "Jubelstürme" ausbrechen, aber nicht die der positiven Sorte.

Hat man von Seiten der Politik, wie bisher die ganzen letzten Monate auch, immer noch keine Antwort / Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie die sozial (wirklich) Schwachen sich in diesen Land nächstes Jahr, neben Heizung und Strom zum kochen, auch die für letzteres unweigerlich benötigten Lebensmittel leisten können sollen, wo private Organisationen, wie die Tafel (politisch ignoriert, außer für die eigene PR, des "Gutsherrn Söder") bereits dieses Jahr, eigentlich schon länger, aber jetzt brennt die Hütte nicht mehr nur, sie implodiert förmlich und das seit Monaten, vehement Alarm schlagen, der Zahl an Bedürftigen (welche sich in 2022 bereits mal eben verdoppelt hat), nicht mehr Herr zu werden, inkl. damit einhergehnd vielerorts bereits verhängter Aufnahmestopps für "neue Zugänge" und selbst die bereits Vorhandenen "Kunden" nich mehr annähernd im selben Maß, wie früher, "versorgen" zu können.

Deutsche Politiker können sich gerade wirklich gegenseitig dafür feiern, annähernd vergleichbar großes gesamtpolitisches Versagen, von Regierung, wie Opositionsparteien, dürfte es in Deutschland zuletzt 1914 und vor allen 1933 gegeben haben und beide male endete es nicht gut, aber scheinbar möchte man es jetzt in der deutschen Politik wieder einmal mehr dadrauf ankommen lassen, wie wohl prikär Verarmte 2023 reagieren werden, wenn das Geld für Essen nicht mehr nur, wie teilweise schon jetzt, die letzte Woche im Monat nur noch für eine Packung Nudeln reicht, sondern vielleicht dann schon bereits nach der zweiten Woche im Monat, nicht mehr für mehr.

Naja, Hauptsache Merz, Söder, Scholz und Lindner finden noch "die eigentlich wichtigen (politischen) Themen", von Sanktionierbarkeit für Arbeitslose und niedrigere Vermögenswerte, woher sollen Antragsteller, auf das Bürgergeld, die bei der aktuellen Entwicklung, künftig überhaupt aufbauen(Union), über höhere Freibeträge für Erben (FDP), und härtere Strafen für klimaprotestierende Klebekinder (durch die politische Bank durch).

Soll man dazu nur noch sagen?
Es ist ein Trauerspiel mit (1 Jahr) Ansage und es wird mit Logenplatz politisch sehenden Auges weiter darauf zu gesteuert...
 
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Die Mindestlöhne müssten eigentlich auch schon höher sein.
Es werden dadurch noch mehr Aufstocker auf den Staat zukommen.
Hoffentlich gehen die Menschen bald mal auf die Straße.
Und wählen nicht "AfD" aus Protest.
Denn die sind gegen das Bürgergeld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, Hauptsache weiter über eine "Übergewinnsteuer" labatieren, statt mal umsetzen,
Ist in der Umsetzung
und damit die "hohen Marktpreise für Gas" durchreichen.
Da passt was nicht, Gas hat einen geringen Anteil an der Erzeugerleistung.
Was eher der Grund sein dürfte: Frankreich muss aufgrund massiver Ausfälle seiner AKWs viel einkaufen.

z.B.
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Experten rechnen dabei damit das die Energiepreise langfristig hoch bleiben werden und was macht man gerade in der Ampel?
Nein Energiepreise werden nicht langfristig hoch bleiben.
 
Ist in der Umsetzung
Wäre mir absolut neu, mein Stand ist nach wie vor August 2022 dieser:



Da passt was nicht, Gas hat einen geringen Anteil an der Erzeugerleistung.
Doch teilweise schon, ist aber blöd von mir formuliert, weil es nicht trifft was ich meine.
Es werden zwar nur rund 13% des Stroms in Deutschland durch Gas erzeugt, aber der Preis dafür wird jetzt an die Kunden natürlich auch weitergereicht.

Allerdings meine ich vor allen das gerade in der Lebensmittelproduktion noch recht verbreitet, bei der Verarbeitung, mit Gas gearbeitet wird, weshalb gerade dort der Gaspreis durchgereicht wird.

Was eher der Grund sein dürfte: Frankreich muss aufgrund massiver Ausfälle seiner AKWs viel einkaufen.
Stimmt, spielt sicherlich deutlich mit da hinein.

Nein Energiepreise werden nicht langfristig hoch bleiben.
Kommt dadrauf an wie man "hoch" definieren möchte.
Das man die Preise wieder deutlich senkt, auf ein Niveau im unteren 30 Cent Bereich, oder drunter, bezweifle ich, selbst wenn die Kosten sinken würden (Gewöhnungseffekt), zumindest nicht, ohne das der Staat dort entsprechend eingreift und daran zweifle ich noch sehr stark.

Am Ende aber, ändert es doch nichts an den Folgen, die wir aktuell dadurch haben, die ich im letzten Post schildere und welche man in der Politik fleißig weiter weitestgehend ignoriert.
 
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Wäre mir absolut neu, mein Stand ist nach wie vor August 2022 dieser:

:)
Es werden zwar nur rund 13% des Stroms in Deutschland durch Gas erzeugt, aber der Preis dafür wird jetzt an die Kunden natürlich auch weitergereicht.
Ja, aber das Problem ist gering.
Wir haben nicht als BRD, aber aus Europa derzeit zu wenig (günstige) Erzeugungsleistung.
Das ist halt die freie Marktwirtschaft, der Preis geht hoch bis irgendwer nicht mehr bezahlen kann.
Haben wir Alternativen?
Ja klar, aber du musst den Verbrauch ergo die Nachfrage beschränken und das wären Eingriffe des Staates
im sozialistischen Ausmaß.
Natürlich mit den selben Schäden.
Allerdings meine ich vor allen das gerade in der Lebensmittelproduktion noch recht verbreitet, bei der Verarbeitung, mit Gas gearbeitet wird, weshalb gerade dort der Gaspreis durchgereicht wird.
Das weiß ich leider nicht.
Kommt dadrauf an wie man "hoch" definieren möchte.
Deine Definition ist schon okay, aber durch die EE werden wir einen deutlich volatileren Strompreis haben und
das müssen wir irgendwann auch mal im Markt besser abbilden (also für den Endkunden).
Sonne scheint? Mach die Waschmaschine an und zahl 10ct pro kWh.
Windstill, dunkel? Ja kannst schon waschen, aber 50ct pro kWh.

Nur so als Beispiel.
 

:)

Ok danke, ist wohl dann vorgestern an mir vorbei gegangen.
Allerdings halte ich die 33% (Mindestvorgaben EU), die Lindner umsetzen will, definitiv für zu wenig (selbst Östereich hat "immerhin" 40% umgesetzt), aber passt halt, wie immer bei sowas, zur üblichen Klientelpolitik der
FDP.

Ja, aber das Problem ist gering.
Wir haben nicht als BRD, aber aus Europa derzeit zu wenig (günstige) Erzeugungsleistung.
Das ist halt die freie Marktwirtschaft, der Preis geht hoch bis irgendwer nicht mehr bezahlen kann.
Haben wir Alternativen?
Ja klar, aber du musst den Verbrauch ergo die Nachfrage beschränken und das wären Eingriffe des Staates
im sozialistischen Ausmaß.
Natürlich mit den selben Schäden.

Nur brauchst du halt irgend eine funktionierende Lösung.
Minimum 14 Millionen Menschen in Deutschland können Preisniveaus, wie aktuell und höher, real nicht weiter stemmen.

Dieses Klientel- und Lobbydenken, was bereits lange in der Politik betrieben wird, blos niemanden mit Geld zu sehr ans Bein pissen, sonst wirds nichts mit der "after Politik Lobby Karriere", können wir uns genauso wenig weiter leisten und sorgt gerade dafür das rund 1/5 der Deutschen in wirklich existenzbedrohende Armut abrutschen, sich selbst die grundlegensten Grundbedürfnisse nicht mehr leisten zu können.

Das weiß ich leider nicht.

Besonders in der Backwarenproduktion (beim Bäcker /Backfabriken) sind Gasöfen zum backen sehr üblich.
Aber auch in anderen Bereichen.

Und in der Gastronomie sowieso, die zwar theoretisch "Luxus" ist, aber an der ja auch eine Menge Existenzen hängen, die in Existenznot kommen, wenn deren Kunden es sich nicht mehr leisten können, ab und zu mal auswärts essen zu gehen, weil deren Preise ebenso explodieren.

Deine Definition ist schon okay, aber durch die EE werden wir einen deutlich volatileren Strompreis haben und
das müssen wir irgendwann auch mal im Markt besser abbilden (also für den Endkunden).
Sonne scheint? Mach die Waschmaschine an und zahl 10ct pro kWh.
Windstill, dunkel? Ja kannst schon waschen, aber 50ct pro kWh.

Nur so als Beispiel.

Das ist sicherlich richtig, aber damit bleibt es eben langfristig, im Durchschnitt, zu jetzt, bei einem deutlich höheren Preis und der muss halt von den Menschen bezahlt werden können, gerade im unteren Einkommensbereich (für die es keine Lösung ist im Winter 4 Monate nicht zu waschen, um Strom zu sparen), wie ja schon angesprochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok danke, ist wohl dann vorgestern an mir vorbei gegangen.
Allerdings halte ich die 33% (Mindestvorgaben EU), die Lindner umsetzen will, definitiv für zu wenig (selbst Östereich hat "immerhin" 40% umgesetzt), aber passt halt, wie immer bei sowas, zur üblichen Klientelpolitik der
FDP.

Ich wäre ja dafür, den gleichen Satz wie bei den Hilfen anzuwenden:
100%.
Aber in Deutschland werden halt nur Verluste verallgemeinert. Grundproblem ist ohnehin, dass die Steuer auf Gewinne im Vergleich zum Vorjahr erhoben wird und die Unternehmen jetzt ein gutes halbes Jahr Zeit hatten, Abschreibungen und Investitionen zu organisieren (also die großen Konzern. Z.B. für kleine, spezialiesierte WKA-Betreiber ist das natürlich nichts). Dabei hätte eigentlich von März an der Preisaufschlag auf bestimmte Produkt-/Rohmaterialktegorien einkassiert werden müssen.

Lang lebe die FDP
...
aber bevorzugt woanders.

Und in der Gastronomie sowieso, die zwar theoretisch "Luxus" ist, aber an der ja auch eine Menge Existenzen hängen, die in Existenznot kommen, wenn deren Kunden es sich nicht mehr leisten können, ab und zu mal auswärts essen zu gehen, weil deren Preise ebenso explodieren.

Im Vergleich zu den Lebensmittelkosten und eigentlich auch dem Personal sollte die Energie für den Herd in der Gastronomie ein winziger Anteil sein. Würde das nur 1:1 weitergegeben werden, wären das Cent-Betriebe ohne Auswirkung auf das Konsumverhalten. Das die Leute (mal wieder) weniger auswärts essen liegt daran, dass einige Gastronomen weitaus mehr aufschlagen, vor allem daran, dass das alle andere so machen. Außer die Arbeitgeber beim Gehalt. Somit haben die Leute unabhängig vom Preis im Restaurant nichts mehr für diesen kleinen Luxus übrig.

(Und einige werden es sich die nächsten 1-2 Monate vielleicht auch wieder dreimal überlegen, ob sie unter dem neuen "Huste doch an, wen du willst"-Verhaltensvorgaben unnötige Aufenthalte in öffentlichen, oft engen und schlecht belüfteten Räumlichkeiten wirklich wollen.)
 
Nur brauchst du halt irgend eine funktionierende Lösung.
Ja, aber diese darf den Markt nicht außer Kraft setzen.
Daher sind direkte Zahlungen das beste Mittel anstatt irgendwelche Preisbremsen.
Besonders in der Backwarenproduktion (beim Bäcker /Backfabriken) sind Gasöfen zum backen sehr üblich.
Wir haben mal einen Werksbesuch bei nem Hersteller für Öfen für Bäckereien gemacht und die hatten keine Gasmodelle im Angebot, Strom oder Holz (interessantes System fürs Aroma)
 
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