Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Die Gewerkschaft fordert aber nur 8% und das aktuelle Angebot der Arbeitgeberseite sind 0% plus eine vom Staat subventionierte Sonderzahlung.

Sei froh, dass du tariflich bezaht wirst und ein Gewerkschaft für dich die Lohnerhöhung verhandelt. Nicht tarifliche Bezahlung ist für die Allermeisten eher etwas negtives. Gibt zwar sicherlich den ein oder anderen Gewinner, aber das sind meist einzelne höhere Posten, wo der Chef Angst hat das die Person sonst gehen könnte.
 
Sei froh, dass du tariflich bezaht wirst und ein Gewerkschaft für dich die Lohnerhöhung verhandelt. Nicht tarifliche Bezahlung ist für die Allermeisten eher etwas negtives. Gibt zwar sicherlich den ein oder anderen Gewinner, aber das sind meist einzelne höhere Posten, wo der Chef Angst hat das die Person sonst gehen könnte.
Wo hast du da eine Beschwerde über die Gewerkschaft raus gelesen. Ja ich bin froh im Metall Tarif zu sein und fand die Meinungsmache nach dem ja dann doch ordentlichen Abschluss total absurd. ("Die Arbeitgeber wurden gezwungen zuzustimmen weil es sonst Streiks gegeben hätte"-> Ja so funktioniert Arbeitskampf, was habt ihr denn erwartet?)
 
Wo hast du da eine Beschwerde über die Gewerkschaft raus gelesen. Ja ich bin froh im Metall Tarif zu sein und fand die Meinungsmache nach dem ja dann doch ordentlichen Abschluss total absurd. ("Die Arbeitgeber wurden gezwungen zuzustimmen weil es sonst Streiks gegeben hätte"-> Ja so funktioniert Arbeitskampf, was habt ihr denn erwartet?)

Aus Sicht größerer Teile der Bevölkerung haben die großen Gewerkschaften ein Legitimitätsproblem: Sie kämpfen seit langem fast nur noch für höhere Tarife, aber nicht für eine Auswertung derselben. Im Gegenteil, auch in den traditionell tarifgebundenen Branchen gelingt es, immer mehr Aufgaben erfolgreich in nicht-Tarif-Firmen outzusourcen. In der Folge wandelt sich das Bild der Gewerkschaften, zu Recht, von Organisationen die sich für die breite Masse der Beschäftigen einsetzen, zu elitären Vereinen, von denen nur ein kleiner Kreis profitiert. Zudem ein Kreis von Leuten, die schon heute überdurchschnittlich verdienen.
 
Die IG Metall hat unter anderem einen Branchenzuschlag für Leiharbeiter ausgehandelt der das Gehalt in der letzten Stufe auf den normalen Tarif hebt. Verdi mischt sich ständig (imo Fachfremd weil es definitiv Logistik ist) bei Amazon ein.
Da sehe ich doch noch einen deutlichen Unterschied zu z.B. einer Pilotengewerkschaft die das Boden- und Kabinenpersonal unter den Bus wirft.
 
Tatsächlich wäre Logistik sogar auch Verdi, nur eine andere "Abteilung". Denn die ständige Forderung Verteilzentren als Einzelhandel zu betrachten finde ich nach wie vor absurd.
 
Ich war früher mal in der IG Metal und danach in der IG Bau.
Die hatten mir damals gut geholfen. Auch das kumpelhafte "Du" war echt locker.
Aber seitdem ich in einer Behindertenwerkstatt arbeite (seit 2008) bin ich in keiner Gewerkschaft mehr.
Wir haben aber auch einen Werkstattrat. Ähnlich wie ein Betriebsrat.
 
Tatsächlich wäre Logistik sogar auch Verdi, nur eine andere "Abteilung". Denn die ständige Forderung Verteilzentren als Einzelhandel zu betrachten finde ich nach wie vor absurd.

Deswegen sehe ich da auch nur den Versuch, an einer medial besonders wirksamen Position eine besonders deutliche Lohnerhöhung durch Tarifwechsel zu erzwingen. Aber wo ist Verdi, wenn es darum geht, die Amazon-Paketlieferer überhaupt mal in irgend einen Tarif zu bekommen? Zahlen andere Versender Tariflöhne? Wo ist der Friseur-Flächentarifvertrag? Ich kenne Leute, die würden es als deutliche Lohnerhöhung begrüßen, wenn sie 70% eines nur theoretisch existierenden Tarifes für ihre Branche erhalten würden. Verständlich, dass die es nicht als großen Erfolg für die Allgemeinheit erachten, wenn der Tarif um 5% steigen sollte, die sie dann genauso wenig bekommen.
 
"Wir brauchen mehr Flexibilität, um Familie mit Beruf vereinbaren zu können - das steigert auch die Beschäftigungsquote. Ein erster wichtiger Schritt ist es, für einzelne Arbeitstage in der Woche auf freiwilliger Basis und unter Beachtung des Arbeitnehmerschutzes Arbeitszeiten von mehr als zehn Stunden zu ermöglichen."
Wieso sollte Familie mit Beruf bei über 10 Stunden Arbeitszeit mehr vereinbar sein? Mehr Arbeitszeit wirkt sich eher destruktiv auf Familie aus.
 
Wieso sollte Familie mit Beruf bei über 10 Stunden Arbeitszeit mehr vereinbar sein? Mehr Arbeitszeit wirkt sich eher destruktiv auf Familie aus.
Kann ich mir nur so erklärwn, das nur 8 Stunden bezahlt werden und der Rest aufs Stundenkonto wandert...die man dann mal abbaut, wenn mal nix los ist.
Es kann ja in Ausnahmefällen schon mehr als 10 Stunden gearbeitet werden, aber das muss ständig beantragt werden...Anfangs eilt es bei uns immer, und später muss man die Zeit "absitzen", damit man die Stunden vollbekommt...nervt halt.
 
Na ja, bei uns im Bausektor sind die "offiziellen" 40 h/Woche völlige Illusion.
Ich kenne Keinen, weder Planer, Bauleiter noch Handwerker, der irgendwie unter 50-60 h/Woche nach Hause kommt.
Aber seitdem ich in einer Behindertenwerkstatt arbeite (seit 2008) bin ich in keiner Gewerkschaft mehr.
Rein interessehalber, was stellt ihr da so her?
 
Endlich wird das mal angegangen. :daumen:


Na ja, bei uns im Bausektor sind die "offiziellen" 40 h/Woche völlige Illusion.
Ich kenne Keinen, weder Planer, Bauleiter noch Handwerker, der irgendwie unter 50-60 h/Woche nach Hause kommt.
Und am besten das Renteneintrittsalter auch noch weiter erhöhen. :daumen:
Rein interessehalber, was stellt ihr da so her?
Kann ich dir per PN schreiben. Hier Off-Topic. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird ja generell immer höher. :ugly:
Nur das die meisten Malocher mit 70 nicht mehr arbeiten können.
Es geht ja erstmal nicht drum, die Arbeitszeit ansich zu erhöhen, sondern darum, das man überhaupt erstmal ohne größeren Aufwand und legal Zeitkritische Arbeiten ermöglicht.
Am besten noch dort übernachten. Dann kann man gleich wieder loslegen wenn man aufgestanden ist. :ugly:
 
Bei meinem alten Arbeitgeber waren Schichten von 10,75 - 12,25 Stunden ganz normal ^^
Dafür gabs dann halt zwischendrin nen Tag mehr frei oder andere Schichten gingen dann nur so ca. 6 Stunden ;)

Wo kein Kläger, da kein Richter. :ka:
 
Bei uns wurde nicht "geduckmäusert".
Neue Kollegen wurden mit den Bedingungen bei der Einstellung konfrontiert und jeder hatte die chance "nein" zu sagen.

Für die große Mehrheit hat sich dieser Arbeitsrhytmus dann im Nachhinein sogar als sehr angenehm heraus gestellt. ;)
Überleg mal, die Standard 40h Woche hast du so schon quasi mit dreieinhalb Tagen erledigt und hast zweieinhalb Tage mehr frei die Woche ^^
Bei meinem neuen Arbeitgeber vermisse ich das tatsächlich.
Um auf jetzt 40 Stunden zu kommen muss ich 5x die Woche anrücken.

Beim alten Arbeitgeber waren es für 48,5h dagegen oft nur 4 Tage :D
Die Marktleiterschicht war bspw. von früh bis spät sogar 12,75 Stunden.
So war halt zwar ein Tag komplett im Arsch, aber dafür nächsten Tag frei :banane:
 
Nur das die meisten Malocher mit 70 nicht mehr arbeiten können.
Hab ich behauptet, das ichs Geil finde?
Weshalb zahl ich wohl nix mehr in die gesetzliche Rentenversicherung ein und hab mich stattdessen mehrfach Privat versichert...bis 60...länger nicht.Am besten noch dort übernachten. Dann kann man gleich wieder loslegen wenn man aufgestanden ist. :ugly:

Am besten noch dort übernachten. Dann kann man gleich wieder loslegen wenn man aufgestanden ist. :ugly:
Hab ich auch schon gemacht...ohne das schlafen natürlich. 26 Stunden durch gemacht, 50 Stunden durfte ich schreiben, ab Dienstag 10 Uhr Wochenende.
 
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