Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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aber zumindest innerhalb der Ringe A+B (also reine Stadt Hamburg)
Beim Ring A gehe ich noch mit, aber Ring B ist schon deutlich schlechter angebunden mMn.
Wir haben hier halt zwei große Probleme: Einerseits durch die Historie und andererseits vor allem dank der Geographie.

Historisch läuft alles, was auf der Schiene fährt, zentral über den Hauptbahnhof (ein kleines Stück der U3 mal ausgenommen)... Und unser Hauptbahnhof liegt ja nun wirklich mitten drin und ist darüber hinaus auch noch denkmalgeschützt, mit dem müssen wir also klar kommen, so wie er ist. (Auch wenn es halbwegs vernünftige Pläne einer Erweiterung gibt)

Aber viel schwieriger wiegt unsere geographische Lage mit Alster und vor allem der Elbe.
Ost-West Verbindungen sind schon schwer, aber vor allem Nord-Süd Trassen, inklusive dem Sprung über die Elbe, sind quasi nicht existent. Jeglicher Schienenverkehr Nord-Süd läuft hier über die Elbbrücken...

Mit dem Auto ist es schon ein Krampf. Wir haben nur 3 (wenn man den alten Elbtunnel mitzählt 4) Straßenverbindungen im Hamburger Stadtgebiet über die Elbe. Grad im Westen Hamburgs gibt es da eigentlich nur die A7 mit Elbtunnel. Schienenverkehr ist dagegen überhaupt nicht vorhanden.
Von meinen Wohnort nach Altona brauche ich 15 Minuten mit dem Auto über die A7, aber mit der S3, welche über die Elbbrücken muss, dauert das locker eine Stunde :daumen2:

Wirklich, wirklich hilfreich für den HVV wären 2-3 Gleise parallel zum Elbtunnel in Nord-Süd Richtung.
Das wäre mal ein Projekt für die Zukunft.
Es gibt zwar Busse und Fähren, die dort die Elbe queren, aber ggü. einer Bahnlinie sind diese natürlich deutlich im Nachteil.
Auch die Außenalster trennt Hamburg mitten in der Stadt in Ost und West auf, wenn auch nicht so dramatisch wie es die Elbe zwischen Nord und Süd macht.

Und da können wir hier noch so viele "Express"-Buslinien anbieten, ggü. der Schiene, in Form von S- und U-Bahn, verliert der Bus einfach in Sachen Geschwindigkeit.
Wenn doch bloß nicht immer der "Umweg" über den Hauptbahnhof nötig wäre...
Grade südlich der Elbe (vor allem im Hafen) gibt es ja unsere größten Arbeitgeber hier.
Ich mein von Flottbek oder Osdorf aus kann man quasi zum Airbus-Werk oder nach Waltershof rübergucken und spucken, aber wehe du musst da täglich mit Bus und Bahn hinpendeln :nene:

PS: Ich beziehe dann auch mal @-ElCritico- mit ein, der wohl auch ein Pfeffersack ist? ;)
 
Ich denke, irgendwo muss man - sofern nicht gute Gründe dagegen sprechen - gewisse Zahlen einfach als gesetzt hinnehmen. Mangels Kenntnis der Situation vor Ort, habe ich diese Statistik zugrunde genommen, weil mir statista bisher immer als eine seriöse Quelle schien.
Im Grunde spricht auch nichts dagegen sich auf gewisse Zahlen zu verlassen. Nur bei Immobilien und Mieten ist enorme Vorsicht angesagt.

Ok, über welche Prozentsatzreden wir denn, wenn du dsagst, es wäre drastischer, als gedacht? Gibt es irgendeine belastbare Zahl oder Dunkelziffer, die wir als Grundlage nehmen können?
Puh, dazu müsste ich mich sehr weit aus dem Fenster lehnen. Für München kann ich es daher leider nicht mit Sicherheit sagen. Aber in Anbetracht von den Leerständen von denen ich und meine Freunde, Bekannten und Geschäftspartner wissen (und die teilweise auch jeder sehen kann!), kann ich zumindest eine grobe Schätzung abgeben. Ich würde ausgehende von den 808.000 Wohnungen auf ca. 0,45% - 0,75% schätzen. Das ist ein ziemlich großer Spielraum, aber dieser lässt sich gut durch das Wachstum in München erklären. Dort wird immer noch gebaut/umgebaut wie blöd.

Aber alleine die 808.000 Wohnungen muss man hinterfragen. Ein Gebäude ist erst dann ein Wohngebäude, wenn es vorwiegend auch zu Wohnzwecken genutzt wird. D.h. weniger als 50% der Fläche dürfen gewerblich genutzt werden. Ich will gar nicht wissen wieviel hier gemauschelt wird. ;)

Du kannst dem Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung schlecht vorschreiben, wie schnell er die zu sanieren hat. Wenn er es damit nicht eilig hat, ist das sein gutes Recht.
Das stimmt. Da gab es vom FG Münster sogar mal ein Urteil.

Doch du darfst weniger verlangen.
Ja, grundsätzlich ist es erlaubt. Das stimmt. War zu ungenau formuliert. Sorry dafür. :(

Hier die Erklärung wie es eigentlich gemeint war: Ich für meinen Teil darf/sollte es aber nicht machen. Warum? Zum einen ist es ein Neubau wo noch ein Kredit abzubezahlen ist. Der Vater Staat hat solche Objekte bevorzugt im Visier. Will sagen, wenn ich hier direkt nach Fertigstellung eine langfristige, unterpreisige Vermietung an Dritte betreibe, oder eben auch viele kurzfristige Vermietungen dann gerate ich automatisch ins Visier des Finanzamts. Und sofort ist Ärger wegen angeblicher Liebhaberei vorprogramiert. D.h. ich muss temporär zumindest bei 66% der ortsüblichen Miete bleiben. Auch wegen dem Werbungskostenabzug. Und auf den Rechtsstreit wegen Liebhaberei würde ich wahnsinnig gerne verzichten.

Daher muss ich die Füße still halten. Vorerst. Denn mir widerstrebt es einfach, den Leute ihr eh schon sauer verdientes Geld für die Miete aus der Tasche zu ziehen.

Das mag natürlich im Einzelfall hart sein, aber es gibt nunmal keinen Rechtsanspruch darauf, in München leben zu können. Das muss man sich - wie alles im Leben - auch leisten können.
Absolut richtig! Ich frag mich nur wo die Leute wohnen sollen, wenn die Preise auf dem Land auch so extrem anziehen?!

Wie soll der Handlungsbedarf denn aussehen? Der Markt regelt den Preis.

München ist ein sehr beliebte Stadt, in der viele Menschen leben wollen. Nur ist eine Stadt halt auch begrenzt und kann nicht in beliebiger Höhe neue Menschen aufnehmen.

Was passiert also, wenn die Nachfrage, das Angebot übersteigt? Der Preis steigt.

Es gibt da eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Die Nachfrage senken (ich wüsste nicht, wie die Politik das schaffen will) oder das Angebot erhöhen (das kann man durch Neubau schaffen, aber auch das kann man nicht unbegrenzt machen). Ergo bleibt als einzig steuerndes Mittel der Preis übrig.
Optionen gibt es schon einige. Zum einen wäre da eine ordentliche Mietpreisbremse. Zum anderen musst du die Löhne im ÖD näher an die der freien Wirtschaft bringen, damit Wohnen auch für diese Berufsgruppe wieder bezahlbar und attraktiv wird. Wenn ein Polizist in München an seinen Wochenenden an der Tankstelle arbeiten muss, dann stimmt nämlich etwas ganz und gar nicht mehr. :/

München hat im direkten Vergleich mit anderen Städten in Deutschland ein weiteres massives Problem. Es wird zu wenig in die Höhe gebaut. Die Stadt hängt zu sehr an ihrem äußeren Erscheinungsbild. Aber bei solchen Quadratmeterpreisen ist der Bau in die Höhe definitiv eine Alternative. Nur ist München hier sehr konservativ. Dabei gibt es so interessante Ansätze. Die Eco-Gebäude wären da eine Option. Sie vereinen so viele Vorteile, und es gibt sie in allen größen und Formen.
Eco.png


Deutschland darf auch gerne zu unseren Nachbarn spicken. Österreich wäre hier zu nennen. Die haben schon vor langer Zeit den Schuss gehört.
Der größte Immobilienverwalter Europas hat seinen Sitz in Wien. Er heißt „Wiener Wohnen“ und gehört zu 100 Prozent der Stadt. Wien hat – anders als deutsche Städte – nie Wohnungen verkauft, sondern immer neue gebaut. 220.000 Wohnungen sind im direkten Besitz der Stadtverwaltung. Keine andere Stadt der Welt besitzt so viele Wohneinheiten. Unerwartete Preissprünge oder Kündigungen müssen die Bewohner der sogenannten Gemeindebauten keine fürchten, vonseiten der Stadt werden grundsätzlich unbefristete Verträge abgeschlossen.


Zusätzliche 200.000 Wohnungen gehören gemeinnützigen Genossenschaften, die öffentlich gefördert werden. 62 Prozent der Wiener leben in einer geförderten oder kommunalen Wohnung – das gibt es sonst nirgends. Diese Hunderttausenden Wiener zahlen zwischen fünf und neun Euro Bruttomiete pro Quadratmeter.


In Wien baut die Stadt Wohnungen für die breite Masse der Bevölkerung, nicht nur für Bedürftige. Eine Sozialwohnung ist kein Stigma, sondern die Norm. Wer sich für eine Gemeindewohnung bewirbt, darf netto nicht mehr als 46.450 Euro im Jahr verdienen, bei einer vierköpfigen Familie liegt die Grenze bei 87.430 Euro. Hier geht es also nicht um Geringverdiener. Und wer später mehr verdient, muss nicht ausziehen. Gerade deshalb leben in Wien Anwälte und Postboten oft Tür an Tür. Das Ziel der sozialen Durchmischung wird hochgehalten. Brennende Banlieues wie in Paris sind für die Wiener undenkbar.


„Wien ist aus Mietersicht ein Vorbild für ganz Europa. Sowohl die Anzahl als auch die Mietpreise der sozialen Wohnbauten sind einzigartig. Die Qualität der Bauten und die Ausstattung der Wohnungen ist ebenfalls mit keiner anderen Stadt vergleichbar“, erklärt Steenbergen. Eine Ausstellung über Wohnen in Wien zieht gerade durch die ganze Welt – mit Stationen von New York bis Hongkong. Viele Großstädte interessieren sich für das Wiener Wohnprogramm, das bereits in den 1920er Jahren startete.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wien-als-vorbild-ein-paradies-fuer-mieter/24084334.html
 
Hoch bauen ist doch nirgends (außer FFM) so wirklich angesagt und ansonsten sind es enge hässliche Blöcke.
Aber ja Nachverdichtung ist angesagt, hier um die Ecke haben die bei 3 Gebäude das Dach entfernt und ne Etage mit Holz drauf gebaut. Genial.
 
25km bis zum Stadtzentrum Hannover (HBF) sind für dich JWD?
Wie gesagt, wenn irgend etwas nicht in deine Agenda passt, hakt es bei dir aus!
Visslirgendwas ist JWD.

Und solche Beispiele eignen sich halt in keinster Weise um die Problematik des Individualverkehrs zu verkleinern, sie zeigen lediglich eine andere Dimension außerhalb der Ballungsräume.
Das Thema Mieten hängt direkt mit dem Thema Auto / Verkehr zusammen. Mieten und verfügbare Fläche sind das eine, wenn dann noch Platz für Autos (zum Abstellen) verfügbar gemacht werden soll, dann wirds eng. Dass ist ein Stadtbekanntes Problem und die "Lösungen" dafür sind derzeit nicht wirklich durchdacht. Weniger Abstellfläche für Kfz führt eher zur Gängelung der Anwohner denn zu einem nachhaltigen Umdenken.

Du hast ländliche Regionen ins Spiel gebracht, teilweise in Gegenden mit anspruchsvoller Topographie, dort sind aber genau diese Probleme oftmals nicht vorhanden. Aufm Dorf, vor allem in Gegenden wo das Auto aktuell Transportmittel #1 ist wird der Platz dafür freigehalten, er ist oftmals auch verfügbar.
In Einzugsgebieten größerer Städte kann das dann schon wieder ganz anders aussehen, ein Beispiel dafür sind die Ortschaften rund um Heidelberg die nicht im Odenwald liegen im Vergleich zu denjenigen, die im Odenwald liegen.

Dasselbe mit dem Verkehr. Unsere Hamburger hier sind sich ja größtenteils einig, mit dem Auto macht das wenig Spaß (in München gehts mit dem Auto tatsächlich noch, das liegt aber auch an der Bauweise), in Frankfurt dagegen ist es definitiv meh. Wenn man halt bedenkt, dass ein normaler Bus etwa 40-50 Menschen transportieren kann, die dagegen 40-50 Pkw benutzen (mal ehrlich, Fahrgemeinschaften in großen Städten?...), das ist ein massiver Unterschied in der Verkehrs- und damit Lärm-/Abgasbelastung.

Es müssen andere Lösungen in Städten her, das derzeitige Modell ist nicht zukunftsfähig.

@Sparanus
Passt blos auf, nicht dass Sie euch den Ostparkplatz mit Reihenhäusern vollklatschen!
 
Der Impfprozess in Deutschland nimmt endlich Fahrt auf. Auch Kinder könnten bald an der Reihe sein. Von einer Notzulassung für die jüngste Altersgruppe rät Deutschlands oberster Kindermediziner Jörg Dötsch jedoch ab. Zudem dürften Kinder nicht allein deswegen geimpft werden, um Erwachsene zu schützen.

Er vertritt genau die Meinung, die ich habe und wofür ich hier von einigen hier scharf kritisiert wurde, und kommt mit denselben Argumenten daher. Achja, er arbeitet nicht für die RKI. Wenn ich nicht kredibel genug, dann vielleicht der Mann vom Fach.
 
Er vertritt genau die Meinung, die ich habe und wofür ich hier von einigen hier scharf kritisiert wurde, und kommt mit denselben Argumenten daher. Achja, er arbeitet nicht für die RKI. Wenn ich nicht kredibel genug, dann vielleicht der Mann vom Fach.
Er vertritt die Meinung, dass die Notzulassung ausgesetzt werden sollte, daran gibts nichts zu kritisieren.

Deine Argumentation hatte einige Haken. Selektionsdruck auf das Virus ist das eine, wir sehen aber die Entstehung von Mutanten vor allem dort, wo es KEINE Eindämmung gibt (Brasilien, Südafrika, Indien) und NICHT in Ländern mit hoher Impfquote (Israel). Zusammengefasst: https://www.deutsche-apotheker-zeit...:innen,gegen die zugelassenen Impfstoffe sind.

Unter anderem Politiker wie der Arzt und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnen nun angesichts der dritten Welle der Pandemie in Deutschland vor Mutationen, gegen die die Impfstoffe nicht mehr wirksam sind. „Wenn jetzt parallel zum Impfen die Infektionszahlen wieder rasant steigen, wächst die Gefahr, dass die nächste Virus-Mutation immun wird gegen den Impfstoff“, sagte Braun etwa der Bild am Sonntag.

Vor einer „Supermutante“ warnte er damit, so die Schlagzeile. Keine der bisherigen Varianten ist dabei natürlich „wegen“ oder „durch“ die Impfungen entstanden. Allerdings könnten die Impfstoffe wohl durchaus einen Beitrag bei der Selektion der Virusmutationen leisten – und abhängig von der Qualität und Wirksamkeit der Impfstoffe die Evolution des Virus nicht nur in Richtung Impfstoff-Resistenz, sondern unter Umständen auch zu gefährlicheren Varianten antreiben.

Die Gefahr durch Infektionen von nicht geimpften und steigenden Infektionszahlen ist der ausschlaggebende Faktor, nicht die Impfung an sich. Das Virus mutiert, weil es sich so dermaßen ausgebreitet hat, stoppt man die Verbreitung, so stoppt man massiv die Mutation. Stimmt, dann wächst der Selektionsdruck auf das Virus, die Prognosen sind aber, dass jetzige Impfstoffe schon nicht ausreichend gegen alle bekannten Mutanten schützen und Covid, ähnlich wie Grippe, zu einer jährlichen Impfung werden könnte. Der Biontech Impfstoff ist hierfür z.b. geeignet um relativ einfach Anpassungen vornehmen zu können.


Und der Doc ist sich ja auch mit anderen Meinungen einig:
Sollte es dennoch eine baldige Zulassung in der EU geben, vertraut Dötsch auf die Kompetenz der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts: „Wir richten uns dann nach den Empfehlungen der Stiko, die das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Impfstoffs genau abwägt sowie evidenzbasiert und verantwortungsbewusst prüft.+
Und
„Wenn wir mit einer Impfung verhindern können, dass Kinder erkranken und ins Krankenhaus müssen, ist das eine gute Sache. Ebenso, wenn sie so wieder am normalen Leben und Schulalltag teilhaben können“, so Dötsch. „Aber wir dürfen nicht auf Kosten der Sicherheit einen Impfstoff ohne angemessene Prüfung und Empfehlung durch EMA und Stiko einsetzen.“
 
Er vertritt die Meinung, dass die Notzulassung ausgesetzt werden sollte, daran gibts nichts zu kritisieren.
Genau das war meine Meinung. Für Kinder gelten andere Regel.
Deine Argumentation hatte einige Haken. Selektionsdruck auf das Virus ist das eine, wir sehen aber die Entstehung von Mutanten vor allem dort, wo es KEINE Eindämmung gibt (Brasilien, Südafrika, Indien) und NICHT in Ländern mit hoher Impfquote (Israel). Zusammengefasst: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/03/31/kann-impfen-resistenzen-foerdern#:~:text=Kann Impfen Resistenzen fördern?,-Düsseldorf - 31.03.2021&text=Politiker:innen und Wissenschaftler:innen,gegen die zugelassenen Impfstoffe sind.
Ich kenne mich damit aus, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Kinder vom Virus kaum bis gar nicht gefährdet sind.
„Das Gesetz sieht klar vor, dass es einen Eigennutzen für Kinder geben muss. Es muss also gewährleistet sein, dass das Risiko von Folgeschäden durch eine Impfung geringer ist als das Erkrankungsrisiko“
“ Der Mediziner lehnt daher Erwägungen, dass künftig zum Beispiel Kinder ausschließlich zum Schutze der Erwachsenen geimpft werden könnten, kategorisch ab. „So etwas darf nicht passieren.“
Das verneint ganz klar eure Ausgangslage bei den Argumenten und stellt zugleich klar, in welchen gesetzlichen Rahmenbedingungen sich die StiKO bewegt. Unter aktuellen Rahmenbedingungen/ der Datenlage würde eine Notzulassung nur für akut gefährdete Kinder in Frage kommen (immungeschwächt, gerade operiert, Krebs etc.).
Der Schutz der Erwachsenen ist das Problem der Erwachsenen. Es gibt das Angebot, es sollte genutzt werden.
Die Gefahr durch Infektionen von nicht geimpften und steigenden Infektionszahlen ist der ausschlaggebende Faktor, nicht die Impfung an sich. Das Virus mutiert, weil es sich so dermaßen ausgebreitet hat, stoppt man die Verbreitung, so stoppt man massiv die Mutation. Stimmt, dann wächst der Selektionsdruck auf das Virus, die Prognosen sind aber, dass jetzige Impfstoffe schon nicht ausreichend gegen alle bekannten Mutanten schützen und Covid, ähnlich wie Grippe, zu einer jährlichen Impfung werden könnte. Der Biontech Impfstoff ist hierfür z.b. geeignet um relativ einfach Anpassungen vornehmen zu können.
Nein, nochmals, das gilt nicht für die Kinder nach der aktuellen Datenlage. Ein experimenteller Impfstoff ist gegebenfalls gefährlicher für sie als die ganze Covid-19-Pandemie. Auch ein totes oder verstümmeltes Kind wäre eins zu viel für die "Schutzwirkung".
Und der Doc ist sich ja auch mit anderen Meinungen einig:
Er bewegt sich in gesetzichen Rahmenbedingungen, das ist doch klar. Was die sind, habe ich oben erläutert, Kurzfassung:
1). Eigennutzen fürs Kind muss vorhanden sein
2). Die Impfung soll das Kind selbst schützen und für den Schutz erforderlich sein. Man kann sie nicht impfen, um Erwachsene zu schützen.
Punkt 2 ist der springende Punkt und den ihr nicht verstehen wollt.

Ich vertraue der Stiko, sie werden schon das Richtige tun.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, nochmals, das gilt nicht für die Kinder nach der aktuellen Datenlage. Ein experimenteller Impfstoff ist gegebenfalls gefährlicher für sie als die ganze Covid-19-Pandemie. Auch ein totes oder verstümmeltes Kind wäre eins zu viel für die "Schutzwirkung".
? Du verwechselst hier was.
Die Mutante geht, nicht wie von Dir impliziert, nur auf den Selektionsdruck durch Impfen zurück, sondern vor allem aus massenhafte Verbreitung.

Das was du mir darauf geantwortet hast und ich hier zitiere ist in sich korrekt, hat aber nix mit Mutanten zu tun.
Zu sagen, wenn wir Kinder impfen würden, dann fördern wir so Selektionsdruck auf das Virus und fördern so Mutantenbildung ist anhand der bisherigen Entwicklung nicht zielführend, dagegen könnte man halten, lassen wir Kinder ungeimpft, so hat das Virus hier die Möglichkeit sich innerhalb einer großen Gruppe zu verbreiten und innerhalb dieser Massenverbreitung zu mutieren.

Dennoch hast du Recht wenn du sagst, die Impfung für Kinder muss mehr Nutzen als Schaden haben. Dazu hab ich Dir ja schon vor einiger Zeit mit dem Bericht über Biontech geantwortet. Ich hab Dir widersprochen weil ich dein Argument der Mutante hier nicht für vollständig korrekt halte - aus demselben Grund hab ich Dir damals widersprochen.


Er bewegt sich in gesetzlichen Rahmenbedingungen, das ist doch klar. Was die sind, habe ich oben erläutert, Kurzfassung:
1). Eigennutzen fürs Kind muss vorhanden sein
2). Die Impfung soll das Kind selbst schützen und für den Schutz erforderlich sein. Man kann sie nicht impfen, um Erwachsene zu schützen.
Dagegen hab ich nie ein Wort verloren, alles andere ist sinnfrei.
Nur hat die Politik bislang immer aus Sicht der Wirtschaft gedacht. Die Weiterführung dieser Denke ist, impfe ich Kinder, dann kann ich die Betreuung normalisieren (KiTa / KiGa / Schule), kann die Arbeitnehmer ohne Druck dem Arbeitsmarkt wieder zuführen und nehme so Druck vom gesamten System.
Man kann sie schon impfen um Erwachsene zu schützen, ist dann halt aus verschiedener Sicht nicht wirklich dolle.

Man hätte jedoch auch anders an die Sache gehen können, z.b. indem man Betreuungspersonal höher für die Impfung priorisiert (wobei man hier auch sagen muss, Impfablehnungen bei ErzieherInnen sind da auch ein Thema), das hätte schonmal deutlich geholfen. Dem entgegen steht eben auch die Angst der Eltern vor Long Covid bei Kindern.

Geimpfte Kinder werden sehr sehr viel zur Beruhigung der Eltern (und Großeltern) führen, ob es wirklich so notwendig ist wie von einigen empfunden, darüber darf diskutiert werden. Das Thema hat halt viele Facetten, wobei ich Dir dahingehend Recht gebe, ein Impfstoff für Kinder muss vernünftig geprüft werden.
 
? Du verwechselst hier was.
Die Mutante geht, nicht wie von Dir impliziert, nur auf den Selektionsdruck durch Impfen zurück, sondern vor allem aus massenhafte Verbreitung.
Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Es ging gar nicht um die Mutanten. Es ging darum, dass nach aktueller Datenlage kaum Gefahr für Kinder vorhanden ist (Aussage des Chefarztes). Es gibt keine Mutante, die Kinder gezielt angreift, sie verstümmelt oder tötet. Die Mutanten sind das Problem der Erwachsenen. Impfung der Kinder würde die Verbreitung verhindern, ihnen selbst kaum was nutzen und da sind wir dann bei den Zulassungseinschränkungen.
Das was du mir darauf geantwortet hast und ich hier zitiere ist in sich korrekt, hat aber nix mit Mutanten zu tun.
Zu sagen, wenn wir Kinder impfen würden, dann fördern wir so Selektionsdruck auf das Virus und fördern so Mutantenbildung ist anhand der bisherigen Entwicklung nicht zielführend, dagegen könnte man halten, lassen wir Kinder ungeimpft, so hat das Virus hier die Möglichkeit sich innerhalb einer großen Gruppe zu verbreiten und innerhalb dieser Massenverbreitung zu mutieren.
Ich habe nichts davon gesagt. Das Wort Selektionsdruck kommt in keinen meiner Beiträge weder direkt noch indirekt vor. Das Problem der Mutanten basiert direkt auf der Anzahl der Wirte. Viren nehmen keine Zeit wahr ( Maß der Veränderung), für sie ist die Anzahl der infizierten Wirte die "Zeit". Die "Zeit" muss verlangsamt werden, indem man auf eine oder andere Weise dem Virus die Wirte entzieht. Bevor man den Kindern etwas Experimentelles spritzt, sind all die Erwachsenen zuerst dran, dann können wir schauen, wie sich die Situation weiter entwickelt.
Dennoch hast du Recht wenn du sagst, die Impfung für Kinder muss mehr Nutzen als Schaden haben. Dazu hab ich Dir ja schon vor einiger Zeit mit dem Bericht über Biontech geantwortet. Ich hab Dir widersprochen weil ich dein Argument der Mutante hier nicht für vollständig korrekt halte - aus demselben Grund hab ich Dir damals widersprochen.
Die Mutanten haben mit dem Thema nur bedignt was zu tun. An sich geht es nur um das Verhältnis zwischen Nutzen/Gefahr für langfriste Nebenwirkungen bei Kindern. Bei Erwachsenen stellt sich die Frage gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Es ging gar nicht um die Mutanten.
Das Mutantenthema war Teil deiner ursprünglichen Argumentation, wogegen du Widerspruch bekommen hast. Ich habs aufgegriffen um zu verdeutlichen, dass Teile deiner Arumentation hier sehr wohl auf Zuspruch stoßen.


Es ging darum, dass nach aktueller Datenlage kaum Gefahr für Kinder vorhanden ist (Aussage des Chefarztes). Es gibt keine Mutante, die Kinder gezielt angreift, sie verstümmelt oder tötet. Die Mutanten sind das Problem der Erwachsenen. Impfung der Kinder würde die Verbreitung verhindern, ihnen selbst kaum was nutzen und da sind wir dann bei den Zulassungseinschränkungen.
Richtig ist, es gibt keine Mutante die Kinder gezielt angreift.
Richtig ist aber auch, Mutanten mit höherer Infektiosität betreffen auch Kinder stärker - deswegen haben wir aktuell auch immer wieder Ausbrüche in Betreuungseinrichtungen, etwas, was man zu Beginn, bzw. Pre-Mutante nicht in derselben Häufigkeit erlebt hat (wobei man hier auch sagen muss, über den Sommer war das Infektionsgeschehen sowieso auf deutlich niedrigem Niveau, hat also seinen Teil beigetragen).

Das Szenario: Ausbruch in KiGa / KiTa / Schule, dann tragen die Kids Covid nach Hause, ist real und muss in die Gleichung aufgenommen werden. DAS ist z.b. eine wesentliche Änderung zu Pre-Mutante, damals hat man Kinder nicht als Träger des Infektionsgeschehens bewertet, das ist nun anders.
Und dann wirds halt auch einfach Mathematik. Kinder sind seltener von schweren Verläufen betroffen, wenn sich mehr Kinder infizieren, dann steigt auch die absolute Anzahl an schweren Verläufen. Und schon wird ganz zwangsläufig die Frage gestellt, ob eine Impfung nicht die Lösung wäre - hier greift dann dein berechtigter Einwand, im Grunde nur wenn der Kosten-Nutzen Faktor für die Kinder positiv ausfällt.

Auch muss man bei "Kindern" unterscheiden, welche Altersgruppe sollte geimpft werden, welche nicht. Es wird für verschiedene Altersgruppen Tests benötigen, nur zu sagen "Kinder" reicht nicht aus.
 
Geimpfte Kinder werden sehr sehr viel zur Beruhigung der Eltern (und Großeltern) führen, ob es wirklich so notwendig ist wie von einigen empfunden, darüber darf diskutiert werden. Das Thema hat halt viele Facetten, wobei ich Dir dahingehend Recht gebe, ein Impfstoff für Kinder muss vernünftig geprüft werden.

Ich habe nichts davon gesagt. Das Wort Selektionsdruck kommt in keinen meiner Beiträge weder direkt noch indirekt vor. Das Problem der Mutanten basiert direkt auf der Anzahl der Wirte. Viren nehmen keine Zeit wahr ( Maß der Veränderung), für sie ist die Anzahl der infizierten Wirte die "Zeit". Die "Zeit" muss verlangsamt werden, indem man auf eine oder andere Weise dem Virus die Wirte entzieht. Bevor man den Kindern etwas Experimentelles spritzt, sind all die Erwachsenen zuerst dran, dann können wir schauen, wie sich die Situation weiter entwickelt.

Die Mutanten haben mit dem Thema nur bedignt was zu tun. An sich geht es nur um das Verhältnis zwischen Nutzen/Gefahr für langfriste Nebenwirkungen bei Kindern. Bei Erwachsenen stellt sich die Frage gar nicht.

Ist doch auch logisch: umso mehr Infizierte, umso mehr Viren im freien Umlauf. Ergo ist die Wahrscheinlichkeit für Mutationen höher.

Aber beim Thema "Kinder impfen" muß man wirklich sehr vorsichtig sein. Da sollten die Impfstoffe noch gründlicher geprüft werden.
Zum Glück erkranken Kinder nicht so schlimm wie Erwachsene.
 
Das Mutantenthema war Teil deiner ursprünglichen Argumentation, wogegen du Widerspruch bekommen hast. Ich habs aufgegriffen um zu verdeutlichen, dass Teile deiner Arumentation hier sehr wohl auf Zuspruch stoßen.
Wo? Ich hätte das gerne. Ich kann mich nicht erinneren Mutante irgendwie mit Kindern in einem Argument untergebracht zu haben.
 
Wo? Ich hätte das gerne. Ich kann mich nicht erinneren Mutante irgendwie mit Kindern in einem Argument untergebracht zu haben.
Und ich kanns aktuell nichtmehr finden - dabei hab ich das doch heute Mittag extra noch gelesen.
In dem Fall Sorry, ist nicht meine Absicht (Don wird mit widersprechen) Leuten an den Karren zu fahren die das nicht verdienen, ich war mir felsenfest sicher, kann den Beitrag auf den ich mich bezogen habe aber tatsächlich nicht mehr finden.
 
Und ich kanns aktuell nichtmehr finden - dabei hab ich das doch heute Mittag extra noch gelesen.
In dem Fall Sorry, ist nicht meine Absicht (Don wird mit widersprechen) Leuten an den Karren zu fahren die das nicht verdienen, ich war mir felsenfest sicher, kann den Beitrag auf den ich mich bezogen habe aber tatsächlich nicht mehr finden.
Ich unterstelle nichts Böses, kann passieren, wenn man viele Debatten gleichzeitig führt, wollte nur klarstellen, dass der Stoff nicht von mir stammt :D
 
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