Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich selbst arbeite in einem mittelständischen Familienbetrieb, und auch hier sieht´s teilweise nicht gerade rosig aus.
Ich habe bis Anfang 2022 auch in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet und bin, nach allem was ich so von ehemaligen Kollegen höre, verdammt froh da raus zu sein. Ich sehe da mittlerweile für mich auch einfach keinen Benefit mehr.
 
Ich habe bis Anfang 2022 auch in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet und bin, nach allem was ich so von ehemaligen Kollegen höre, verdammt froh da raus zu sein. Ich sehe da mittlerweile für mich auch einfach keinen Benefit mehr.
Ich bin seit Monaten völlig im "Chillermodus" gefangen. Unterhaltungen, Kaffee trinken, Zeit tot schlagen.
Klingt lässig, ist aber auf Dauer ultra ätzend. Ich hoffe das sich das bald bessert.

Wir haben vor kurzem auch erst einen langjährigen Mitarbeiter verloren. Der hat nach 25-30 Jahren das Unternehmen verlassen. Kam auch sehr unerwartet und hat jeden verwundert.
 
Da muss man einfach die Steuer auf Flugtickets erhöhen und das Geld den Bedürftigen geben. Ist gut für die soziale Gerechtigkeit und gut für die Umwelt.
Was hat Geld eigentlich mit sozialer Gerechtigkeit zutun?
Ich fühle mich auch sozial benachteiligt, weil ich nur unterwegs bin...

Eigentlich ist Geld ja immer gut, nur ändert das mein asoziales Verhalten nicht.^^
 
Ich hatte bislang immer den Eindruck, dass die Besserverdiener vor allem deswegen besser verdienen, weil sie einen besseren Verdienst wollen. So die Sache mit "Mein (zweites) Auto, mein Haus, mein Boot". Nicht primär für "meine Rente". Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege, mir fehlt da offensichtlich der Zugang. Aber ich glaube nur weil letztgenannte normal ausfällt, tauscht niemand seinen 5 Sterne Urlaub an der Cote d Azur gegen einen Aufenthalt auf Ausfallstraßen-Ballkonien in Bochum, den er auch noch dreimal die Woche um 6 Uhr morgens unterbrechen muss, weil ihn die Arge in irgend eine sinnlose Maßnahme oder zu einem Bewerbungsgespräch zwingt, wo er dann Unfähigkeit vortäuschen muss, um weiterhin geradeso genug Geld für ein leckeres Aldi-Steak und Wein aus dem Tetra Pac zu bekommen, die er sich dann beim (illegal gestreamten) Abendprogramm reinzieht, anstatt Sekt und Austern vor dem Opernabend zu gustieren.
Der "übliche" Mittelständler, zudem ich mich mit dem Planungsbüro auch zähle, zahlt i. d. R. ganz brav ebenso in die Rentenkasse ein. Und natürlich ist man, also in den Fall ich, durchaus bestrebt, Geld zu verdienen um es ebenso i.d.R. zum aller größten Teil wieder in den Betrieb zu investieren.
Das mir zugestandene Gehalt unterscheidet sich betragsmäßig nicht im Geringsten zu den drei Spitzenleuten im Büro, eher im Gegenteil.
Die "mein Haus, mein Auto und mein Boot" Geschichte muss hart erarbeitet werden und da liegt der Zeitbedarf bei mir und bei den meisten Selbständigen in meinem Umfeld deutlich über 80h /Woche, während obig genannten Spitzenleute trotzdem bei regulären 40 (OK, manchmal auch 60) h/ Woche liegen.

Dass dann da ein Gehaltsunterschied zw. Ingenieuren und einem Facharbeiter in Bochum ist - sorry.

Das kann man meinethalben der Bildungspolitik zuschreiben, oder Benachteiligungen zum Studienzugang für sozial schwächere Familien, vielleicht aber auch, dass es dann aus eigenen Gründen doch nicht bis zum Studienabschluss gereicht hat - wer weiss das schon.

Und nein - 5 Sterne an der Cote de Azur kann auch ich mir nicht leisten, hab keine Rolex und auch kein Sportboot mit 500drölfPS und mein DW ist ein Skoda.

Diese plakativen und immer wieder gerne hergenommen Supereichen fürs Bashing auf all jene, die es einen Ticken weiter gebracht haben, kenne ich auch nur als "Der Bunten" beim Zahnarztbesuch.

Ich rege mich primär darüber auf, dass meine Azubis, die deutlich über Tarif mit brutto zw. 1.100 und 1.650 € lernen und malochen, von faulen Kumpels und Kumpelinen belächelt werden, die mit in Summe fast 1.000 € Stütze den ganzen Tag herumflätzen und nur Schmarotzer unserer Gesellschaft sind.





Da muss man einfach die Steuer auf Flugtickets erhöhen und das Geld den Bedürftigen geben. Ist gut für die soziale Gerechtigkeit und gut für die Umwelt.
Reguläre Kerosinsteuer aufs Flugbenzin wäre ja mal ein Anfang.
Was gleichzeitig ein Thema der verdecken Subventionen wäre.
Würde immerhin in D. ca. 400 Mio. €/anno bringen.
Quelle:


Da diese hypothetischen Einnahmen dann in den allg. Steuertopf fließen würden, obliegt es der jeweiligen BR, wohin dann das Geld geht.
Da wir ja mehrere "Sondervermögen" (Primär Militär und Klimawandelumbau ) haben, wäre ich dafür, dies in jene Schuldentöpfe zu investieren, sonst zahlt die Gen. in 30 Jahren noch für Umweltschutz und Militär von heute ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich rege mich primär darüber auf, dass meine Azubis, die deutlich über Tarif mit brutto zw. 1.100 und 1.650 € lernen und malochen, von faulen Kumpels und Kumpelinen belächelt werden, die mit in Summe fast 1.000 € Stütze den ganzen Tag herumflätzen und nur Schmarotzer unserer Gesellschaft sind.
Du wirst solche Leute aber immer mit durchfüttern müssen.
Oder willst du sämtliche soziale Leistungen abschaffen?
Dann musst du aber auch bereit sein, eine Menge mehr Geld in die Sicherheitsorgane stecken zu müssen, denn wenn einer nichts hat, wird er kriminell und dann hast du Vorgänge wie in Frankreich.
Klar, man kann dann Gefängnisse bauen und alle einsperren, aber was kostet das wieder?
Besonders schlimm finde ich da Linnemann (CDU), der fordert, dass ein Straftäter morgens verhaftet wird und abends schon vorm Richter stehen muss.
Der Mann scheint vergessen zu haben, dass seine Partei dafür verantwortlich ist, dass die Polizei kaputt gespart wurde und es viel zu wenig Staatsanwälte und Richter gibt, die den Quatsch mit abends verurteilen überhaupt machen könnten.
 
Du wirst solche Leute aber immer mit durchfüttern müssen.
Die Anzahl jener erscheint mir immer mehr anzuwachsen.

Oder willst du sämtliche soziale Leistungen abschaffen?
Im Prinzip ja.

Dann musst du aber auch bereit sein, eine Menge mehr Geld in die Sicherheitsorgane stecken zu müssen, denn wenn einer nichts hat, wird er kriminell und dann hast du Vorgänge wie in Frankreich.
Oder er geht arbeiten, wie jeder andere normale Mensch auch.
Dass die Ansicht en vogue ist, dass jetzt jeder, nur weil er von Vater Staat nix mehr bekommt, dann straffällig wird, ist ja eine bezeichnender Zustandsbeschreibung der Republik.
Bekomme ich nix, nehme ich es mir Gewalt.
Ja, gehts noch?

Klar, man kann dann Gefängnisse bauen und alle einsperren, aber was kostet das wieder?
Was natürlich nicht das Ziel ist.

Besonders schlimm finde ich da Linnemann (CDU), der fordert, dass ein Straftäter morgens verhaftet wird und abends schon vorm Richter stehen muss.
Yo, mei, wir leben in einem Rechtsstaat, Pflichtverteidiger, Vorbereitungsfristen für einen möglichen Strafprozess blabliblü. Wenn der Haftrichter wg. Flucht-/Verdunklungsgefahr u. dgl. Untersuchungshaft erlässt, ist das ein anderes Thema.
"Schnellgerichte" a la "Freisler" braucht die Demokratie nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Anzahl jener erscheint mir immer mehr anzuwachsen.
Das finde ich nicht.
Die überwiegende Anzahl der Arbeitslosen will arbeiten.
Oder er geht arbeiten, wie jeder andere normale Mensch auch.
Dass die Ansicht en vogue ist, dass jetzt jeder, nur weil er von Vater Staat nix mehr bekommt, dann straffällig wird, ist ja eine bezeichnender Zustandsbeschreibung der Republik.
Bekomme ich nix, nehme ich es mir Gewalt.
Ja, geht noch?
Ich rede von denen, die du jetzt mit durchfüttern musst und die nicht arbeiten wollen. Die werden dann kriminell oder betteln oder such dir was aus, aber die werden keine 8 Stunden täglich arbeiten.
Abgesehen davon, dass einige von denen eh keine Jobs bekämen oder willst du in deinem Unternehmen offen rechts oder linksradikale einstellen?
Was natürlich nicht das Ziel ist.
Wird aber darauf hinauslaufen, guck dir andere Staaten an, wo es keine soziale Sicherheit gibt.
Wobei die meisten Gefängnisinsassen in Deutschland sowieso wegen Bagatelldelikten sitzen.
Hatte ich letztens mal in einer Doku gesehen. Da Schwarzfahren als Straftat gilt, muss jemand, der erwischt wurde und nicht zahlen kann, seine Strafe absitzen. Dadurch kann er seine Wohnung oder seinen Job verlieren und wird dann zum Problemfall, den man vermeiden könnte.
 
Im Prinzip ja. (Sozialleistungen abschaffen)
Also willst du offen Zustände wie z.B. um 1900?
Wenn du sämtliche Sozialleistungen abschaffst öffnest du Tür und Tor für exessives Lohndumping und Not, weil wer arbeiten muss arbeitet auch in eigentlich besser bezahlten Berufen für schlechteren Lohn.

Eines wirst du damit 110%ig nicht erreichen, das Arbeit sich wieder für den Einzelnen (mehr) lohnt.
Das einzige was du damit erreichen wirst ist das die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinander klaffen wird und die Armut am unteren Ende noch größer wird, während sich die oberen 10% die Finger wundreiben, vor Freude.

Wer die Probleme wirklich angehen will muss da anpacken wo der Schuh drückt, u.a. da das große Kapitalerträge lächerlich hohe Renditen erwirtschaften, ohne eigene Arbeit und das man mit diesen Gewinnen nicht Anleger beglückt, fürs nichts tun, sondern z.B. der Arbeitnehmer bessere Löhne gezahlt bekommt, der diese Renditen auch erwirtschaftet hat.

Dann ändert sich auch wieder etwas zum besseren, aber nicht indem man 180° Turning Manöver zurück auf soziale Zustände von vor 123 Jahren macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das finde ich nicht.
Die überwiegende Anzahl der Arbeitslosen will arbeiten.
Du, ich habe fast jede 2. Woche Leute von der Arbeitsagentur bei mir im Büro sitzen.
Da gibt es auch Positivbeispiele, aber die Mehrzahl interessiert sich gar nicht für die Arbeit, sondern die ersten Punkte sind immer Gehalt (Tarif bei mir für Neueinsteiger = 2.990 € brutto) und Urlaub (ebenso Tarif = 30Tage).
Und dann bekommste regelmäßig in dein verblüfftes Gesicht gesagt, dann arbeite ich lieber nix und ich darf noch den lustigen Besuchszettel von der AG unterschreiben - echt toll.
Würd dir da auch nicht die Hutschnur hochgehen?

Ich rede von denen, die du jetzt mit durchfüttern musst und die nicht arbeiten wollen. Die werden dann kriminell oder betteln oder such dir was aus, aber die werden keine 8 Stunden täglich arbeiten.
Deren Problem, nicht das Meinige.

Abgesehen davon, dass einige von denen eh keine Jobs bekämen oder willst du in deinem Unternehmen offen rechts oder linksradikale einstellen?
Die Frage nach der politischen Gesinnung stellt sich nicht bei einem Einstellungsgespräch.
So lange im Büro nicht agitierend auftritt, kann er in seiner Freizeit machen was er will, geht mich nix an.
Darf man gar nicht, ich frage ja auch nicht die Frauen, ob sie vorhaben , schwanger zu werden und ähnlich doofes.

Wird aber darauf hinauslaufen, guck dir andere Staaten an, wo es keine soziale Sicherheit gibt.
Wir sind hier völlig über allem Maßen mit sozialer Sicherheit beglückt.
Mir würde ja schon das österreichische Modell am Anfang reichen (deren Sozialleistungen prinzipiell höher sind).
Entweder du nimmst einen Job an oder die Stütze wird um 50% gekürzt.
Ab der III. Jobverweigerung gibts gar nix mehr und die Person darf sich als Flaschensammler oder sonst was selbstständig betätigen.

Da Schwarzfahren als Straftat gilt, muss jemand, der erwischt wurde und nicht zahlen kann, seine Strafe absitzen. Dadurch kann er seine Wohnung oder seinen Job verlieren und wird dann zum Problemfall, den man vermeiden könnte.
Die Kernfrage ist doch:
Warum fährt einer überhaupt schwarz?

Meine Kleine war gerade erst auf Abiabschlussfahrt in Italien.
Die hatten gütige Tickets, saßen aber unglücklicher Weise im falschen Zug.
Yo, mei, Stante pede 60 €/Nase oder 5 Tage Knast - wahlweise.
Das finde ich OK - klare Regelung, keine endlosen Diskussionen, einfach erziehen, fertig.





Also willst du offen Zustände wie z.B. um 1900?
Wenn du sämtliche Sozialleistungen abschaffst öffnest du Tür und Tor für exessives Lohndumping und Not, weil wer arbeiten muss arbeitet auch in eigentlich besser bezahlten Berufen für schlechteren Lohn.

Eines wirst du damit 110%ig nicht erreichen, das Arbeit sich wieder für den Einzelnen (mehr) lohnt.
Das einzige was du damit erreichen wirst ist das die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinander klaffen wird und die Armut am unteren Ende noch größer wird.

Wer die Probleme wirklich angehen will muss da anpacken wo der Schuh drückt, u.a. da das große Kapitalerträge lächerliche Renditen erwirtschaften, ohne eigene Arbeit und das mit diesen Gewinnen nicht Anleger beglückt werden, fürs nichts tun, sondern der Arbeitnehmer bessere Löhne gezahlt bekommt.

Dann ändert sich auch wieder etwas zum besseren, aber nicht indem man 180° Turning Manöver zurück auf Zustände von vor 123 Jahren macht.
Es ist eine Grundsatzposition, weil ich die Sozialleistungen in D. in Summe für völlig überzogen und ungerecht verteilt halte.
Jeder Hinz und Kunz wird bedient, kostenlose Wohnung blabliblö.
Aber einer, der 40 Jahre malocht hat, rutscht in die Altersarmut - ganz tolle Zustände.
Oder die Alleinerziehende mit Kind in Teilzeit ist in Steuerklasse 1 und bekommt rein gar nix vom Soziallamt, weil sie knapp oberhalb der Zuwendungshöhe ist.
Das Kind aber an der Grenze zur Kinderarmut dahinvegetieren muss.
Ebenso: Super gemacht Deutschland

Bevor ich einem 30 Jährigen, der arbeiten könnte, auch nur einen einzigen Cent zuschieben würde, würde ich lieber den Beispielen da oben 1500 € Rente oder eine Grundsicherung verpassen.
Denn die zahlen ins System ein und andere pfeiffen drauf, auch nur andeutungsweise solidarisch zu sein.
Immer nur ich, ich , ich...

Das "im Prinzip ja" ist meine Stellung zu dem Thema, dass das Sozialsystem ebenso ungerecht ist, wie die Tatsache, dass das Kapital ungerecht in der Republik verteilt ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Würd dir da auch nicht die Hutschnur hochgehen?
Sowas hatte ich nie.
Wer sich bei uns beworben hatte, wollte den Job.
Ich habe aber eher selten Langzeitarbeitslose bekommen, allerdings kenne ich welche und bis auf ein paar Ausnahmen (links und rechtsextreme) wollen alle´arbeiten.
Deren Problem, nicht das Meinige.
Irgendwann rauben sie dich aus.
Die Frage nach der politischen Gesinnung stellt sich nicht bei einem Einstellungsgespräch.
So lange im Büro nicht agitierend auftritt, kann er in seiner Freizeit machen was er will, geht mich nix an.
Darf man gar nicht, ich frage ja auch nicht die Frauen, ob sie vorhaben , schwanger zu werden und ähnlich doofes.
Wie gesagt, wenn der rechtsextreme mit dem Hakenkreuz auf dem Handrücken zu dir kommt und schon sagt, dass er People of Color nicht mal als Menschen anerkennt, kannst du sowas nicht einstellen.
Das gleiche gilt für den Linksextremem, der Autorität und Besitz ablehnt.
Die tragen ihre Gesinnung ja in die Öffentlichkeit.
Wir sind hier völlig über allem Maßen mit sozialer Sicherheit beglückt.
Mir würde ja schon das österreichische Modell am Anfang reichen (deren Sozialleistungen prinzipiell höher sind).
Entweder du nimmst einen Job an oder die Stütze wird um 50% gekürzt.
Ab der III. Jobverweigerung gibts gar nix mehr und die Person darf sich als Flaschensammler oder sonst was selbstständig betätigen.


Die Kernfrage ist doch:
Warum fährt einer überhaupt schwarz?
Du musst dir mal die Doku dazu anschauen, fand ich sehr interessant.
Da sind allein erziehende dabei, die mit dem Kind zum Arzt wollten, kein Geld fürs Ticket hatte und in den Knast musste und das Kind kam dann ins Heim.
Es gibt unzählige Gründe, schwarz zu fahren und damit meine ich nicht den, der besoffen den Nachbarn ankotzt.
Es ist eine Grundsatzposition, weil ich die Sozialleistungen in D. in Summe für völlig überzogen und ungerecht verteilt halte.
Jeder Hinz und Kunz wird bedient, kostenlose Wohnung blabliblö.
Aber einer, der 40 Jahre malocht hat, rutscht in die Altersarmut - ganz tolle Zustände.
Ja, das ist doch politisch so gewollt. Man könnte auch wieder eine Erbschaftssteuer anpassen oder die Steuer für reiche anheben. Dafür gibt es aber keine Mehrheit im Parlament, weil die Lobbyisten das verhindern.
Oder die Alleinerziehende mit Kind in Teilzeit ist in Steuerklasse 1 und bekommt rein gar nix vom Soziallamt, weil sie knapp oberhalb der Zuwendungshöhe ist.
Das Kind aber an der Grenze zur Kinderarmut dahinvegetieren muss.
Ebenso: Super gemacht Deutschland
Auch wieder politisch gewollt.
Genauso der Unsinn mit den Steuersenkungen für Kraftstoffe, wo der gut betuchte Autofahrer von dem subventioniert wird, der Fahrrad fährt.
Oder jetzt der Blödsinn mit dem Einspeisungsgesetz bei Solaranlagen.
Man könnte das ja wie in Holland machen, wo der Stromzähler rückwärts läuft, wenn mehr Strom produziert als verbraucht wird.
Ist in Deutschland aber eine Straftat. Warum? Weils politisch gewollt ist. Lobby halt.
Bevor ich einem 30 Jährigen, der arbeiten könnte, auch nur einen einzigen Cent zuschieben würde, würde ich lieber den Beispielen da oben 1500 € Rente oder eine Grundsicherung verpassen.
Da kommt das Verfassungsgericht und knallt dir eine. ;)
Das "im Prinzip ja" ist meine Stellung zu dem Thema, dass das Sozialsystem ebenso ungerecht ist, wie die Tatsache, dass das Kapital ungerecht in der Republik verteilt ist
Auch die Verteilung des Kapitals ist politisch gewollt.
Ich sag ja. Einkünfte aus Arbeit muss weniger stark besteuert werden als Einkünfte aus Kapital.
In Deutschland gibt es dafüer aber keine politisch Mehrheit, denn niemand im Bundestag will das ändern.

Ach ja, hab das Böhmermann Video zum Thema Schwarzfahren gefunden, ist aber etwas älter.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Irgendwann rauben sie dich aus.
Eine eine Spielzeug Knarre aus Plastik und ein bestimmter Blick verhindert das meist.
1689589211475.png
 
Mir würde ja schon das österreichische Modell am Anfang reichen (deren Sozialleistungen prinzipiell höher sind).
Entweder du nimmst einen Job an oder die Stütze wird um 50% gekürzt.
Ab der III. Jobverweigerung gibts gar nix mehr und die Person darf sich als Flaschensammler oder sonst was selbstständig betätigen.
Der Job sollte aber zumutbar sein. Man kann z.B. nicht jemanden der hochsensibel ist in einen Schlachthof stecken.
Mal überspitzt formuliert. Oder einen Büromenschen aufs Dach schicken.
Es ist eine Grundsatzposition, weil ich die Sozialleistungen in D. in Summe für völlig überzogen und ungerecht verteilt halte.
Jeder Hinz und Kunz wird bedient, kostenlose Wohnung blabliblö.
Aber einer, der 40 Jahre malocht hat, rutscht in die Altersarmut - ganz tolle Zustände.
Oder die Alleinerziehende mit Kind in Teilzeit ist in Steuerklasse 1 und bekommt rein gar nix vom Soziallamt, weil sie knapp oberhalb der Zuwendungshöhe ist.
Das Kind aber an der Grenze zur Kinderarmut dahinvegetieren muss.
Ebenso: Super gemacht Deutschland

Bevor ich einem 30 Jährigen, der arbeiten könnte, auch nur einen einzigen Cent zuschieben würde, würde ich lieber den Beispielen da oben 1500 € Rente oder eine Grundsicherung verpassen.
Denn die zahlen ins System ein und andere pfeiffen drauf, auch nur andeutungsweise solidarisch zu sein.
Immer nur ich, ich , ich...

Das "im Prinzip ja" ist meine Stellung zu dem Thema, dass das Sozialsystem ebenso ungerecht ist, wie die Tatsache, dass das Kapital ungerecht in der Republik verteilt ist.
Ich finde das auch traurig wenn welche ihr ganzes Leben gearbeitet haben und dann in die Altersarmut rutschen.

Die neuen Zahlen sind alamierend:

 
Der Job sollte aber zumutbar sein. Man kann z.B. nicht jemanden der hochsensibel ist in einen Schlachthof stecken.
Mal überspitzt formuliert. Oder einen Büromenschen aufs Dach schicken.
Also, da ich mich damit ein wenig beschäftigt habe und in Ösiland, wie auch in D., massiv Leute gesucht werden:
Die vom AMS (so nennt sich das da drüben) angebotenen Stellen dürfen vom erlernten/bisher ausgeübten Tätigkeitsfeld nur marginal abweichen.
Ein exemplarischer Fleischer kommt in den fleischverarbeitenden Betrieb oder aber auch hinter die Wursttheke.
De Bürositzer bekommt ebenso wieder eine Bürotätigkeit, der Buchhalter kann aber durchaus in der Lagerverwaltung oder in die Disposition geraten.
Behinderungen, Einschränkungen sonstiger Art müssen berücksichtigt werden.
Die Bezahlung orientiert sich jeweils am branchentypischen.
Das AMS wird 3mal jeweils 4-5 Stellen organisieren, sagste alle ab, gibts nur noch 50%.

Ich finde das auch traurig wenn welche ihr ganzes Leben gearbeitet haben und dann in die Altersarmut rutschen.
Die neuen Zahlen sind alamierend:

Es sind eben zwei Faktoren, recht geringe Rente und extrem gestiegene Lebenshaltungskosten.
Hätte mir einer vor 20 Jahren gesagt, ab heute musst du nur noch mit 1000 € auskommen - wäre null problemo gewesen.
Heutzutage reicht das kaum für ne Wohnung und jeden Tag gesundes HappaHappa.

Freund von mir sucht für seinen Sohn ein Zimmer in München fürs Studium.
Das bisher "billigste" 16 m² in einer 4er WG: 600 € kalt, ein 1-Zi Apartment mit keinen 22 m² 800 € kalt.
Studentenwohnheime bis zu 3 Jahre Wartezeit.
Mahlzeit...
 
Also, da ich mich damit ein wenig beschäftigt habe und in Ösiland, wie auch in D., massiv Leute gesucht werden:
Die vom AMS (so nennt sich das da drüben) angebotenen Stellen dürfen vom erlernten/bisher ausgeübten Tätigkeitsfeld nur marginal abweichen.
Ein exemplarischer Fleischer kommt in den fleischverarbeitenden Betrieb oder aber auch hinter die Wursttheke.
De Bürositzer bekommt ebenso wieder eine Bürotätigkeit, der Buchhalter kann aber durchaus in der Lagerverwaltung oder in die Disposition geraten.
Behinderungen, Einschränkungen sonstiger Art müssen berücksichtigt werden.
Die Bezahlung orientiert sich jeweils am branchentypischen.
Das AMS wird 3mal jeweils 4-5 Stellen organisieren, sagste alle ab, gibts nur noch 50%.
Das hört sich fair an.
Es sind eben zwei Faktoren, recht geringe Rente und extrem gestiegene Lebenshaltungskosten.
Hätte mir einer vor 20 Jahren gesagt, ab heute musst du nur noch mit 1000 € auskommen - wäre null problemo gewesen.
Heutzutage reicht das kaum für ne Wohnung und jeden Tag gesundes HappaHappa.

Freund von mir sucht für seinen Sohn ein Zimmer in München fürs Studium.
Das bisher "billigste" 16 m² in einer 4er WG: 600 € kalt, ein 1-Zi Apartment mit keinen 22 m² 800 € kalt.
Studentenwohnheime bis zu 3 Jahre Wartezeit.
Mahlzeit...
In Großstädten ist Wohnraum sowieso kaum bezahlbar.
 
Das hört sich fair an.
Ist es meiner Meinung auch.
Dass dann aber irgendwann die rote Karte gezeigt wird, ist für mich logisch.
Und genau diese rote Karte gibts in D. nicht.

Der ursprüngliche -und richtige- Gedanke der Sozialleistungen war, dass Menschen, die in NOT geraten, so lange von der Solidargemeinschaft durchgefüttert werden, bis sie wieder selbstständig auf den Beinen sind.

Derzeit gute 60% des gesamten Bundeshaushalts in die Sozialleistungen ist eine völlige Schieflage und lähmt die Republik zu Ungunsten notwendiger Investitionen.

Dass da ein Gesamtpaket her muss, die bessere Löhne/Gehälter ODER niedrige Lebenshaltungskosten, leistbarer Wohnraum, durchgehende Kinderbetreuung und tralala beinhalten - klar.

Aber nein, es wird eine Gesellschaft dazu "erzogen", im Notfall eben vom Staat so viel Leistungen zu erhalten, die es unattraktiv machen, selber mal den Rücken krumm zu machen.

Die Dystopie vor meinen Augen ist ein sich nur noch selbst verwaltendes Deutschland ohne Anerkennung von Leistung, ohne Leistungsträger, ohne inneren Antrieb nur noch den ganzen Tag Medien konsumierend.


In Großstädten ist Wohnraum sowieso kaum bezahlbar.
Yepp
 
Freund von mir sucht für seinen Sohn ein Zimmer in München fürs Studium.
Das bisher "billigste" 16 m² in einer 4er WG: 600 € kalt, ein 1-Zi Apartment mit keinen 22 m² 800 € kalt.
Studentenwohnheime bis zu 3 Jahre Wartezeit.
Mahlzeit...
Berlin finde ich mittlerweile noch schlimmer. In München werden ja wenigstens vernünftige Gehälter gezahlt. Berlin hat mittlerweile ungefähr dasselbe Mietpreisniveau zahl aber noch immer absolute Mistgehälter.
 
Die Einstellung von so manch einem hier, erinnert mich an die von so typisch cholerischer Chefs von irgendwelchen Gammelbuden. Die sind meistens bestens vernetzt mit mindestens der lokalen Politik und Interessenverbänden und halten sich auch für außerordentlich generös, dass sie den Fachkräften die sie suchen, die natürlich tiefergehende und umfangreiche Kenntnissen in Windows Server, VMware, Cisco, und/oder anderen haben sollten, dazu noch (Ruf-)Bereitschaft, Arbeit an Samstag, Sonntag und Feiertagen, bei 24 Tagen Urlaub im Jahr und 40h Woche, ganze 2400€ bieten.
Wenn sich darauf verständlicherweise niemand bewirbt oder diejenigen die sich bewerben, natürlich bedeutend höhere Forderungen an Gehalt, Urlaub, etc. haben, ist dann in ihren Netzwerken und vor jedem Mikrofon was ihnen vor die Nase gehalten wird, das ganz große Brüllheulen los und man habe ja Fachkräftemangel und die Leute die sich bewerben, taugen alle nichts und es gibt viel zu viele Schmarotzer.
Das ist auch der gleiche Schlag von Mensch, die mit Jaguar oder irgendeiner anderen Scheisskarrosse vorfahren und dann erstmal lauthals rumjammern die Steuern und Abgaben seien zu hoch und (O-Ton) "ihre Alte" lässt sie nicht "ran".

Eine eine Spielzeug Knarre aus Plastik und ein bestimmter Blick verhindert das meist.
So eine Einstellung fährt man auch nur solange, bis die ersten Tränen über die wonnigen Wohlstandsbäckchen laufen, weil einer oder mehrere Habenichtse, die nichts mehr zu verlieren haben, einen bedrohen.
 
Windows Server, VMware, Cisco, und/oder anderen haben sollten, dazu noch (Ruf-)Bereitschaft
Das klingt aber auch hart nach ein Mann IT in einer kleinen mittelständischen Klitsche. Sowas sollte man höchstens für 1 bis 2 Jahre nach der Ausbildung machen um einen ganz groben Überblick zu bekommen. Danach dann spezialisieren und man verdient vernünftig Geld.

Allerdings in einer anderen Bude :ugly:
 
Genau diese Erkentnis wurde auch im von mir verlinkten Beitrag getroffen und ist daher ja auch die am wenigsten von der Problematik betroffene Gruppe?


Du redest damit also etwas an der Problematik vorbei. ;)

Äh - ne. Aber scheinbar kam das gesagte nicht rüber:
1. Ich spreche von der zeitlichen Einschränkung "Kinder mit Schulpflicht, die man nicht alleine lassen kann", nicht von der finanziellen Einschränkung, die zwei zusätzliche Personen bedeuten.
2. Ich rechne in einem Bereich, in dem gar keine der vier Personen einen Job hat und dem zwei Kinder nur den Unterschied "HartzIV-Satz fällt etwas kleiner aus" machen.
3. Zur Sicherheit habe auch bewusst "zwei Wochen Unterkunft für vier Personen" gerechnet, also reichlich Puffer gegenüber "einer Woche Urlaub" eingeplant.
4. Vor allem aber ging es nicht um die Relativaussage "Leute ohne Kinder können sich mehr pro Nase leisten". Das ist trivial, dafür müssen DINKs wie ich halt auf diese phänomenale Glücksgefühl verzichten, von dem Unisono sämtliche Eltern berichten (auch und gerade diejenigen, wo man sich in Anbetracht des nicht-Erziehungsstands der Blagen fragt, ob sie die außerhalb des täglichen 30 Minuten Schreikrampfes überhaupt wahrnehmen). Es ging um die Aussage "22% können sich gar keinen Urlaub leisten".

Die ist nicht mehr Relativ und auch nicht trivial, sondern absolut. Und dazu habe ich mal vorgerechnet, wie verdammt wenig man dafür eigentlich übrig haben muss. Und das geht offensichtlich auch deutlich mehr Haushalten als denen mit Kindern zwischen 6 und 16 so, denn die machen selbst alle zusammen keine 22,6% der Gesellschaft aus. Aber immer mal wieder mehr als 0% derjenigen, die sich einen Urlaub ausgerechnet da leisten, wo ich meine Ruhe haben möchte :ugly: .

Dem von dir verlinkten PDF nach, für das ich jetzt mal Zeit gefunden habe, liegt aber tatsächlich gar keine Beurteilung der finanziellen Möglichkeiten vor und die komplette Aussage, so wie sie weitergegeben wurde, war schlicht falsch. Korrekt ist: "22,6% leisten sich keinen Urlaub". Ob sie das Geld dafür nicht übrig haben, weil sie nie genug Geld hatten, oder weil sie es lieber für was anderes ausgegeben haben, wird nicht differenziert. Selbst in meiner Einkommensklasse (die zwar klar unter dem Median liegt, aber nicht unter der Armutsgrenze) kenne ich Kollegen, die sich keinen Urlaub leisten, aber dafür Elektronikgeräte die ähnlich viel wie mein Urlaub kosten und die ich mir wiederum nicht leiste. Mir sind sie das einfach nicht wert, den Kollegen ist es wiederum der Urlaub nicht wert. Ich kreuze in Umfragen, die mir tatsächlich schon gestellt wurden, an, dass ich mir "jedes Jahr einen Urlaub" leiste. Die würden ankreuzen "war kein Geld für übrig". Nach dem Elektronik-Gegenstück wurde ich aber noch nie gefragt => gleiche Einkommenslage, gegenläufige Eingruppierung in der Statistik.
(Die Vorlage wertet daher Leute auch erst als arm, wenn ihenn für eine ganze Reihe der Dinge das Geld fehlt. Aber die hier zitierte Medienaufarbeitung pickt sich halt die Urlaubsbehauptung raus und bauscht sie bis zur Unwahrheit auf.)


Ich hoffe mal das sich das möglichst bald alles bessert.
Ich selbst arbeite in einem mittelständischen Familienbetrieb, und auch hier sieht´s teilweise nicht gerade rosig aus.

Ungeachtet der Tatsache, dass es 2022 tatsächlich ein Stück bergab ging: "Sieht rosig aus" hat der deutsche Mittelstand noch NIE zur Lage geäußert. Wenn es gut läuft, dann klagt man über Fachkräftemangel und Investitionshürden, wenn es schlecht läuft klagt man über Kosten und Abgaben, wenn es mittelmäßig läuft klagt man über mangelnde Perspektiven, wenn gar nichts läuft klagt über fehlende Investoren und wenn man sich verlaufen hat klagt man über "hat man ja nicht kommen sehen". Aber klagen tut man in Deutschland immer.


Was hat Geld eigentlich mit sozialer Gerechtigkeit zutun?
Ich fühle mich auch sozial benachteiligt, weil ich nur unterwegs bin...

Eigentlich ist Geld ja immer gut, nur ändert das mein asoziales Verhalten nicht.^^

Bei uns kannst du alles in Geld umrechnen (einschließlich deines Mangels an Freizeit, es hindert dich ja niemand daran einfach nur halb so viele Tage zu machen) und es wird immer nur übers Geld geredet. Soziale Gerechtigkeit könnte man natürlich auch darüber schaffen, viele Leistungen gratis zu machen (ÖPNV, Schulmaterialien, öffentliche Freizeiteinrichtungen, komplette Krankenversorge, etc.), Sozialwohnungen zu bauen, etc.. Aber am Ende wird aus jedem dieser Posten doch wieder nur "Politiker X fordert Y Milliarden für Z" und es geht erneut ums Geld.

Willkommen im Kapitalismus.


Ich rege mich primär darüber auf, dass meine Azubis, die deutlich über Tarif mit brutto zw. 1.100 und 1.650 € lernen und malochen, von faulen Kumpels und Kumpelinen belächelt werden, die mit in Summe fast 1.000 € Stütze den ganzen Tag herumflätzen und nur Schmarotzer unserer Gesellschaft sind.

Der Regelsatz liegt derzeit bei 500 € und wenn ich mich recht erinnere, wohnst und arbeitest du relativ abgeschieden und ländlich. Seit wann kosten da bitte schön die Wohnungen 500 €, sodass man auf 1000 € Stütze pro Nase kommt? Und, mit Verlaub, was ist das für ein Tarif in dem Azubis nach Abzug der Miete mit deutlich unter 600 €, also vermutlich 4xx oder 3xx € im Monat über die Runden kommen und auch noch etwaige ausbildungsbedingte Kosten (war Handwerk, iirc, oder?) sowie den Aufbau eines eigenen Haushalts bestreiten sollen?

Aber davon mal abgesehen scheint dir die Kernaussage meines Posts entgangen zu sein: Schuftestet du für dein minimalistisches Hungertuch-Eigentümergehalt jetzt
a) nur damit du später mehr Rente bekommst?
b) damit du dir jetzt was leisten kannst, später ein wertvolleres Unternehmen besitzt dank dessen du (oder deine Nachkommen) sich was leisten können, etc.?

Falls nicht eindeutig und ausschließlich Antwort a: Was würde sich also für Leute wie dich ändern, wenn du weniger Rentenansprüche unter sonst gleichen Bedingungen bekommen würdest? Machst du dann wirklich von heute auf morgen den ganzen Laden dicht, schmeißt alle Vorteile die du bislang zusätzlich genießt (und seien sie noch soweit vom 500-PS-Boot weg), fährst statt Skoda gebrauchte Dacias und lebst von Stütze?
In dem Post, auf dass ich geantwortet habe, wurde genau dieses Szenario gemalt, aber das klingt mir nach reichlich Bullshit.

Reguläre Kerosinsteuer aufs Flugbenzin wäre ja mal ein Anfang.
Was gleichzeitig ein Thema der verdecken Subventionen wäre.
Würde immerhin in D. ca. 400 Mio. €/anno bringen.
Quelle:


Da diese hypothetischen Einnahmen dann in den allg. Steuertopf fließen würden, obliegt es der jeweiligen BR, wohin dann das Geld geht.
Da wir ja mehrere "Sondervermögen" (Primär Militär und Klimawandelumbau ) haben, wäre ich dafür, dies in jene Schuldentöpfe zu investieren, sonst zahlt die Gen. in 30 Jahren noch für Umweltschutz und Militär von heute ab.

/sign. Aber jede Wette, dass sollte das jemals kommen, gleich drei extra Fonds mit einem 10000 Mann starken Verwaltungswasserkopf geschaffen werden müssen, damit sich der zuständige Politiker damit brüsten kann, das Geld "für X" ausgegeben zu haben. Siehe z.B. den "Klima- und Transaktionsfonds" in den die "CO2-Abgabe" fließt und aus dem stink normale, geringfügig zukunftsorientierte, seit 30 Jahren überfällige Wirtschaftssubventionen bezahlt werden. Man hätte auch ebensogut die bestehenden Steuern auf Kohle/Gas/Öl auf Einnahmeseite hochsetzen können und den Etat des Wirtschaftsministeriums auf Ausgabenseite, aber dann wäre es ja keine plakative Sonderaktion gewesen. Genauso Bundeswehr Regeletat kürzen, um den Haushalt zu schrumpfen und Schulden abzubauen und dann Sonderschulden in gigantischer Höhe für die Bundeswehr aufzunehmen, die vom Haushalt bezhalt werden müssen, anstatt den Verteidigungsetat anzuheben, damit es mehr "Wumms" macht.
(Aber natürlich in keinem von beiden Fällen mal darum kümmern, dass die Bundeswehr neun von zehn Euros, die man ihr gibt, zum Fenster rausschmeißt.)


Bekomme ich nix, nehme ich es mir Gewalt.
Ja, gehts noch?

Typische Folge zu großer sozialer Spaltung.
Wenn Person A) für wenig bis gar nichts tun sehr gut leben kann und Person B) für einen durchschnittlichen oder leicht überdurchschnittlichen Arbeitsaufwand in Saus und Braus leben kann, während Person C) Mühe hat, mit einem Vollzeitjob überhaupt über die Runden zu kommen, ihren Lebensstandard stetig sinken sieht und keinerlei Hoffnungen hat, sich selbst oder zumindest ihre Nachkommen auf legalem Wege aus dieser Schleife herauszubekommen, dann steigert dass die Zahl derjenigen, die eine extralegale Alterantive wählen. Und sowohl die Zahl der As, die Zahl der Bs als auch ganz massiv die Zahl der Cs nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten stetig zu. Irgendwann kann eine kritische Grenze erreicht werden und dann wird das für alle ein unschöner Ort zum Leben, nicht nur für die Armen.

Der Gesellschaftsvertrag, der das bislang verhindert, beruht darauf, dass jeder eine faire Chance zur Teilhabe am Gesamtwohlstand bekommt.
Es war sogar explizit die Angst vor einer kommunistischen Revolution unter Enteignung der Reichen (also aus Sicht des vorhers illegaler Aktivitäten), die zur Einführung von Sozialsystemen in Deutschland geführt hat.


Du, ich habe fast jede 2. Woche Leute von der Arbeitsagentur bei mir im Büro sitzen.
Da gibt es auch Positivbeispiele, aber die Mehrzahl interessiert sich gar nicht für die Arbeit, sondern die ersten Punkte sind immer Gehalt (Tarif bei mir für Neueinsteiger = 2.990 € brutto) und Urlaub (ebenso Tarif = 30Tage).
Und dann bekommste regelmäßig in dein verblüfftes Gesicht gesagt, dann arbeite ich lieber nix und ich darf noch den lustigen Besuchszettel von der AG unterschreiben - echt toll.
Würd dir da auch nicht die Hutschnur hochgehen?

Ganz ehrlich: Wer eine Netto-Einkommenserhöhrung von schätzungsweise 1000 bis 1500 € gegenüber Stütze ablehnt sitzt entweder vor einem richtigen Scheißarbeitgeber oder er ist bei der Arge nur übergangsweise gemeldet, bis seine reellen Aussichten auf einen wirklich guten Job gewandelt sind.

Mir würde ja schon das österreichische Modell am Anfang reichen (deren Sozialleistungen prinzipiell höher sind).
Entweder du nimmst einen Job an oder die Stütze wird um 50% gekürzt.
Ab der III. Jobverweigerung gibts gar nix mehr und die Person darf sich als Flaschensammler oder sonst was selbstständig betätigen.

Bin nicht ganz sicher, wie genau es sich mit der Bürgergeldeinführung geändert hat (bis auf 0% geht sicherlich nicht mehr), aber deine Erfahrungen scheinen ja eh weiter zurückzugehen und war es genau so: Wer mehrfach zumutbare Arbeit abgelehnt hat, dem wurde die Stütze immer weiter gekürzt. Auch bis auf Null, Wohnungsverlust und Obdachlosigkeit inklusive.

Insbesondere letzteres sind dann schnell mal Leute, die eine psychologische Behandlung oder einen Vormund gebraucht hätten. Wer dagegen einfach nur faul, anspruchslos und arbeitstauglich ist, also nicht komplett verblödet, (und ja, solche Leute gibt es natürlich, aber eben nicht wahnsinnig viele), der geht zu solchen Einstellungsgesprächen einfach in einem Zustand, in dem er gleich wieder nach Hause geschickt wird. Aber er lehnt nicht selbst ab, denn das gäbe ja Ärger.

Die Kernfrage ist doch:
Warum fährt einer überhaupt schwarz?

Das mag für dich die Kernfrage der Gerechtigkeit sein. Die für die Gesellschaft schwerwiegendere Frage ist aber: Wieviel mal kann man es sich erlauben, 2-3 € Ticketpreise nicht zu kassieren, ehe dass die Folgekosten und ggf. -schäden durch einen Obdachlosen wieder aufwiegt?

Es ist eine Grundsatzposition, weil ich die Sozialleistungen in D. in Summe für völlig überzogen und ungerecht verteilt halte.
Jeder Hinz und Kunz wird bedient, kostenlose Wohnung blabliblö.
Aber einer, der 40 Jahre malocht hat, rutscht in die Altersarmut - ganz tolle Zustände.

Jemand, der 40 Jahre malocht hat, bekommt immer noch mehrere 100 € mehr im Monat (nämlich den anrechnungsfreien Teil seiner Rente, die bei 40 Beitragsjahren nicht unerheblich sein sollte) als die Stützebezieher, denen du traumhaftes Leben nachsagst. Du bescheinigst ersterem "Altersarmut"? Dann ist letzteres "extreme Jugendarmut". Und ohne bereits bestehenden Haushalt und Rücklagen trifft einen Einkommensarmut mindestens genauso hart.

(Ungeachtet dessen fordere ich seit langem entspanntere Anrechnungsregeln für Einkommen bei HartzIV, wovon auch Kleinrenter direkt profitieren würden. Aber ist in Deutschland ja nicht zu machen, weil "böse Förderung eines Niedriglohnsektors". Wir haben hier lieber "Niedriglohnabwanderung" gefolgt von "Keinlohnarbeitslosigkeit".)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück