Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Scharf nachdenken:
Dein persönlicher Fall ist im Gesundheits- und Familienministerium angesiedelt.
Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn der @RyzA bestmöglichen ärztlichen Support ever bekommt und so lange er nicht genesen ist, sehr gerne mit sehr auskömmlichen Einkommen, denn er hat Familie und Kinder, nur so viel arbeitet wie er will oder kann oder auch gar nicht.

Ich habe aber ein Riesenproblem damit, wenn Kerngesunde schlichtweg zu faul sind, ihren Ar... mal 40-60 h in der Woche zu bewegen.
Ja es gibt Menschen die keinen Bock haben zu arbeiten. Aber die stellen nicht den größten Teil der Bürgergeldempfänger da. Faulheit ist nicht das alleinige Motiv für Arbeitslosigkeit.

Aber ich bin auch der Meinung, dass wer gesund ist arbeiten sollte wenn er Arbeit bekommt. Solange die Arbeit für ihn zumutbar ist.
 
Es gibt genau zwei Möglichkeiten Subventionen zu verteilen.
Direkt und Indirekt.
Direkt kann nur übern Bundeshaushalt erfolgen, also siehe oben.
Aber die Subventionen sind ja nicht sichtbar.
Mit wie viel wird denn jetzt der Landwirt subventioniert?
Mit wie viel wird der Energieversorger subventioniert?
Wieso darf jedes Unternehmen gratis Grundwasser entnehmen, aber der Fischfang ist gedecket?
Ich habe aber ein Riesenproblem damit, wenn Kerngesunde schlichtweg zu faul sind, ihren Ar... mal 40-60 h in der Woche zu bewegen.
Du hast immer das Problem, dass Leute das System ausnutzen, bzw. ausbeuten.
Aber wieso fällt dir zuerst der Arbeitslose ein?
Mich würde da eher der Steueroptimierer einfallen, dessen Konzern sich so arm rechnet, dass er noch Geld wieder bekommt.
 
Wie kommst Du auf dem Schmarn, dass Unternehmen kostenlos Grundwasser entnehmen dürfen? Das ist nur in wenigen Bundesländern so.
 
Aber die Subventionen sind ja nicht sichtbar.
Doch, dank EU sogar sehr transparent, wenn man sucht:

Mit wie viel wird denn jetzt der Landwirt subventioniert?
Bitte:
Mit wie viel wird der Energieversorger subventioniert?
Wieso darf jedes Unternehmen gratis Grundwasser entnehmen, aber der Fischfang ist gedecket?
??
Würde sagen, die bezahlen gerade in D. heftig...
Du hast immer das Problem, dass Leute das System ausnutzen, bzw. ausbeuten.
Aber wieso fällt dir zuerst der Arbeitslose ein?
Mich würde da eher der Steueroptimierer einfallen, dessen Konzern sich so arm rechnet, dass er noch Geld wieder bekommt.
Weil der Hebel Steuer bei 5 oder 10 Mio. Menschen, wenn sie denn arbeiten würden, ungleich größer ist, als die Steuerersparnis von den endlichen (Konkret DAX, mDAX und ein paar aus dem SDAX) Firmen.
 
Würde sagen, die bezahlen gerade in D. heftig...
Bist du sicher?
Was zahlt denn ein Chemiekonzern für Wasser, das sie verschmutzen?
Was zahlt denn VW für das Wasser, das sie verschmutzen und verbrauchen?
Was zahlt ein Atomkraftwerk für Wasser, mit dem sie ihr Kraftwerk kühlen?
Weil der Hebel Steuer bei 5 oder 10 Mio. Menschen, wenn sie denn arbeiten würden, ungleich größer ist, als die Steuerersparnis von den endlichen (Konkret DAX, mDAX und ein paar aus dem SDAX) Firmen.
Amazon ist ein Dax Konzern? Starbucks ist ein Dax Konzern?
 
Du vergisst einen Kernunterschied.

Bei der beitragsfinanzierten Lösung muss sich die Höhe der Rente an der Höhe der gezahlten Beiträge orientieren, bei der reinen steuerfinanzierten eben nicht. Da kann man die Einkommenssteuer eben für alle um 10% erhöhen und dafür eine für alle gleiche Einheitsrente zahlen. Dann kriegt der Arbeiter genauso viel Rente wie der Bonze.

Wenn du es allein über die Lohnsteuer machst, ändert sich gar nichts. Der entscheidende Faktor bei deinem Vorschlag ist "Einheitsrente", also Auszahlungsseite, nicht die Einzahlung.

Berechtigt wäre der Vorschlag "Steuerfinanzierung" dort aber sehr wohl. Nur eben nicht (nur) Einkommenssteuer. Sondern auch Umsatzsteuer. Mineralölsteuer. Vermögenssteuer. Erbschaftssteuer. Grundsteuer. Finanztransaktionssteuer. Tabaksteuer. Etc. Etc. Meinetwegen auch Schaumweinsteuer und natürlich alle anderen Abgaben von CO2 bis (angedacht) zuckerhaltige Lebensmittel. Wir haben dutzende Belastungen in Deutschland, davon mittlerweile auch einen gewissen Anteil, der Lenkungswirkung entfalten soll, in dem er aus gutem Grund unerwünschtes Verhalten teurer macht.
Aber worauf erheben wir mit die höchsten Abgaben? Wo üben wir den stärksten Druck aus, drängen die Leute also am ehesten dazu, es sein zu lassen? "Arbeiten".
Finde den Fehler.


nenne mir einen rationalen Grund, warum der Bonze sich motiviert fühlen sollte, weiterhin eine 80 h Woche zu kloppen, weiterhin ein Unternehmen führen sollte, wenn er am Schluss soviel Rente bekommen würde, wie die Feierabendputze im Büro?

Ich hatte bislang immer den Eindruck, dass die Besserverdiener vor allem deswegen besser verdienen, weil sie einen besseren Verdienst wollen. So die Sache mit "Mein (zweites) Auto, mein Haus, mein Boot". Nicht primär für "meine Rente". Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege, mir fehlt da offensichtlich der Zugang. Aber ich glaube nur weil letztgenannte normal ausfällt, tauscht niemand seinen 5 Sterne Urlaub an der Cote d Azur gegen einen Aufenthalt auf Ausfallstraßen-Ballkonien in Bochum, den er auch noch dreimal die Woche um 6 Uhr morgens unterbrechen muss, weil ihn die Arge in irgend eine sinnlose Maßnahme oder zu einem Bewerbungsgespräch zwingt, wo er dann Unfähigkeit vortäuschen muss, um weiterhin geradeso genug Geld für ein leckeres Aldi-Steak und Wein aus dem Tetra Pac zu bekommen, die er sich dann beim (illegal gestreamten) Abendprogramm reinzieht, anstatt Sekt und Austern vor dem Opernabend zu gustieren.


Edit: Ich finde gerade keine Werte zum Median Einkommen der Vollzeitbeschäftigten, aber im Durchschnitt lag es 2021 schon bei 4100€ im Monat:
Da sind 60000€ keine Welten mehr.

Median wird mit 2523 € netto pro Nase für Vollzeiterwerbstätige angegeben. Allerdings dürften da über die Berechnung anhand der Gesamtbevölkerung dennoch die Steuerersparnisse für Mehrpersonenhaushalte drin sein, es wird ja das Gesamtnetto aller umgelegt. Wer tatsächlich auch als arbeitender Single ohne Eheglattensplitting, ohne Kinderfreibeträge, Familienbauförderung undwasweißichwassonstnochalles 2,5k netto rauszubekommt, wird also schon ein Bruttogehalt haben, dass ihn klar in die reichere Hälfte der Gesellschaft einsortiert. Ich nehme häufiger an Umfragen einiger großer Meinungsforschungsinstute teil und die da liegt die Mitte der abgefragten Nettoeinkommensgruppen immer noch klar unter 2k. Ich denke mal nicht, dass die bei allen und jedem Thema (selbst sowas wie Baukredite) selektiv das unterste Quartil feinsortieren wollen, während sie die oberen 40% in einen Topf verquirlen, sondern für gewöhnlich versuchen die ihre Antworten repräsentativ quer über alle Bevölkerungsschichten zuordnen zu können, also z.B. alle 10er Perzentile gleichmäßig abzufragen.



Ach so:
Rente
"Die Rente ist sicher" würde mir in jungen Jahren (1986) versprochen und Versprechen bricht man nicht.

Hast du gefragt, wessen Rente gemeint ist? Die des damals sprechenden ist ziemlich gut gesichert und das ist ja wohl die einzige, die für ihn zählt. Dass du sein "meine Rente ist sicher" auf deine bezogen hast, bedeutet ja nun kein Versprechensbruch seinerseits. Das ist genauso wie mit dem Deppen, die die FDP für "mehr netto vom brutto" gewählt haben, ohne zu bedenken, dass sie gar kein Hotel besitzen. Dabei konnte man im Wahlprogramm nachlesen, welche Branchen die Partei besonders entlastungswürdig fand und "kleine Arbeitnehmer, die auf Wahlwerbung reinfallen" sind nicht einmal eine Branche.


Bist du sicher?
Was zahlt denn ein Chemiekonzern für Wasser, das sie verschmutzen?
Was zahlt denn VW für das Wasser, das sie verschmutzen und verbrauchen?
Was zahlt ein Atomkraftwerk für Wasser, mit dem sie ihr Kraftwerk kühlen?

/sign. Direkt ausgezahlte Subventionen kann man einigermaßen leicht in Erfahrung bringen. Aber bei Steuern, die einfach nicht erhoben werden wird es schon schwierig. Diese Woche hat mal wieder jemand hochgerechnet, dass allein der Luftverkehr innerhalb Deutschlands jedes Jahr mit 8 Milliarden gegenüber anderen Verkehrsmitteln bevorzugt wird, in dem keine Mehrwertssteuer, keine Steuern auf Treibstoff, etc. anfallen. Da kann man ganz schön viel Kindergrundsicherung von finanzieren. Oder einen Teil der Post-Covid-Behandlungen. Oder vielleicht mal was für diesen umweltfreundlichen Verkehr mit diesem Metall auf Metall Zeugs tun, von dem ich immer höhre, dass er vor 2070 nicht so recht in die Gänge kommen wird, weil das Geld fehlt. Und richtig übel wird es dann eben bei der Umweltverschmutzung. Kein Landwirt zahlt auch nur einen Cent für die aufwendigen Nitratfilter, die in weiten Teilen Deutschlands in 10 bis 50 Jahren und dann für vieleicht 1-2 Jahrhunderte oder mehr nötig sein werden, wenn man Trinkwasser noch trinken möchte. Kein Kohlekraftwerk zahlt für die Infrastruktur, die in Bangladesh absäuft oder für die Flüchtlinge aus ehemals fruchtbaren Teilen Afrikas, die versorgt werden müssen. Bei einigen Chemieunternehmen wäre man schon froh, wenn sie zuverlässig für alle direkt angerichteten, aber nur zu 99,9% nachweisbaren Schäden gerade stehen würden und die Atomindustrie hat ihre Vermächtnis dank Mrs. "ich war noch nicht so perfekt" sowieso der Gesellschaft überschrieben. Das sind die wirklichen verdeckten Milliarden bis Billionen schweren Subventionen.
 
Man könnte das über die Kfz-Steuer machen. Sie beträgt pro Jahr 20% des Listenneupreises des Fahrzeuges. Es gibt Abzüge für Fahrzeuge älter als 5-10-15 Jahre und mit weniger als 100PS und weniger als 1300kg Leergewicht.
 
Man könnte das über die Kfz-Steuer machen. Sie beträgt pro Jahr 20% des Listenneupreises des Fahrzeuges. Es gibt Abzüge für Fahrzeuge älter als 5-10-15 Jahre und mit weniger als 100PS und weniger als 1300kg Leergewicht.
Kommt man ohne Mittelchen überhaupt auf so nen Quatsch?
Man kauft sich nen Gebrauchten für 25.000€ (Listenpreis ca.100.000€) und soll 20.000 im Jahr Steuern zahlen...
 
Kommt man ohne Mittelchen überhaupt auf so nen Quatsch?
Man kauft sich nen Gebrauchten für 25.000€ (Listenpreis ca.100.000€) und soll 20.000 im Jahr Steuern zahlen...
Wieso, bei der gegenwärtigen Koalition muss so eine Idee doch nur 3 Dinge erfüllen.

a) es muss vermeintlich besser gestellte Personengruppen bestrafen
b) es muss ein Ökomäntelchen haben
c) es muss ein Verhalten fördern, dass links-grün gefällt (hier kein Autofahren)

Ich würde sagen, mein Vorschlag passt.

Ich kriege ja momentan schon Ausschlag wenn uns SPD und Grüne erklären, dass das Ehegattensplitting einer Erfindung von Konservativen und reaktionären Kräften ist, wenn es das letzte Mal von der NSDAP abgeschafft wurde, damit die deutsche Frau am Herd bleibt und nicht arbeitet.
 
Wieso, bei der gegenwärtigen Koalition muss so eine Idee doch nur 3 Dinge erfüllen.

a) es muss vermeintlich besser gestellte Personengruppen bestrafen
b) es muss ein Ökomäntelchen haben
c) es muss ein Verhalten fördern, dass links-grün gefällt (hier kein Autofahren)

Ich würde sagen, mein Vorschlag passt.
Alte Autos fahren ist also besser für die Umwelt?
Selbst mit nem Listenpreis von 10.000€ würden man um die 1900€ mehr Steuern zahlen...und solche Wagen kaufen sich "Besserverdienender" eher weniger...
Ich kriege ja momentan schon Ausschlag wenn uns SPD und Grüne erklären, dass das Ehegattensplitting einer Erfindung von Konservativen und reaktionären Kräften ist, wenn es das letzte Mal von der NSDAP abgeschafft wurde, damit die deutsche Frau am Herd bleibt und nicht arbeitet.
was ist denn am Ehegattensplitting verkehrt? Beide haben einen Topf, und dann wirds Steuertechnisch durch 2 geteilt...fetzt doch, bleibt mehr Einkommen und die Leute müssen weniger arbeiten um auf dem gleichen Level zu bleiben, genau was du willst...

Man sollte ja am besten immer nur auf sein Geldbeutelchen achten und nicht auf fremde...nicht das manche noch auf die Pfoten bekommen.
 
Aber worauf erheben wir mit die höchsten Abgaben? Wo üben wir den stärksten Druck aus, drängen die Leute also am ehesten dazu, es sein zu lassen? "Arbeiten".
Finde den Fehler.
Ich würde das sowieso umdrehen.
Die Einkünfte durch Arbeit werden in Deutschland sehr hoch besteuert. Die Einkünfte von Kapital eher gering.
Einfach umdrehen. Einkünfte von Arbeit mit maximal 25% besteuern und Einkünfte durch Kapital mit 50% besteuern.
 
Laut "Statistischen Amt der Europäischen Union" könnten es sich 22,4% aller Deutschen nicht finanziell leisten auch nur 1 Woche im Jahr in den Urlaub zu fahren (wir reden hier nicht mal zwingend von Urlaub in Ausland), das entspräche grob 19.000.000 Menschen in Deutschland. Wie aus einer Anfrage der "Linken", beim Amt, diesbezüglich hervorgeht und zuerst vom "RND" berichtet wurde.

Etwa 42% der Betroffenen stellen dabei Alleinerziehende.
Am ehesten 1 Woche Urlaub und mehr leisten können sich dabei Haushalte mit 2 Erwachsenen und ohne abhängige, oder anhängige, Kinder (weniger überraschend, da Urlaub mit Kindern doppelt ins Geld geht, bei gleichbleibenden Einkommen).


In Summe ist das wohl wieder ehr wenig verwunderlich, wo soll bei 12,XX Euro Mindestlohn, anhaltend starker Inflation für Mindestlohnbezieher / sozial Schwache auch das Geld für einen Urlaub herkommen, gerade mit Kind und Kegel.
Selbst innerhalb (nur) Deutschlands bist du da schnell (minimum) ein paar hundert Euro für die Woche los und hast davon dann nur Unterkunft und Verpflegung bezahlt, aber noch keine Aktitvitäten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kennt einer die Originaldaten? Ist das tatsächlich "XY hat (k)ein Einkommen wie man es für einen Urlaub brauchen würde" oder ist das "XY hat in einer Umfrage gesagt, kein Geld für Urlaub übrig zu haben"? Zwischen "nicht können" und "nicht wollen weil man Geld lieber für was anderes ausgibt" gibt es ja einen großen Unterschied.

So von meinen Urlaubserfahrungen her, inkl. HartzIV-Phase, hätte ich letzteres von <<10% der Bevölkerung erwartet. Klar, ein paar haben wirklich für gar nichts Geld. Aber aus meiner sehr subjektiven Stichprobe heraus würde ich sagen, dass die meisten es einfach für was anderes ausgeben.

Reisen gehört in unserer Zeit nun wirklich zu den günstigeren Luxusen, die sich eigentlich fast jeder gönnen kann, wenn ihm das denn wichtig ist. Insbesondere jetzt, wo innerdeutscher Urlaub (bei dem ich durchaus nachvollziehen kann, warum man sein Geld lieber für was anderes ausgibt :ugly:) auch für Leute ohne Auto Anreisekosten von fix 49 Euro pro Nase hat. Einfache Ferienwohnung zur Selbstversorung mit Platz für vier Leute kann man in der Nebensaison auch für (deutlich) unter 100 Euro die Woche bekommen. Zwei Wochen "in Urlaub fahren" statt "zu Hause sitzen" kosten also keine 100 Euro pro Nase. Wer ohnehin ein Auto besitzt, dass sind auch unter armen Menschen erstaunlich viele, kann zum ähnlichen, teils niedrigeren Preisen, auch in Kroatien buchen und hat dann halt ~30 * 100 km * 7 l/100 km * 1,80 €/l / 4 Personen = 100 € Transportkosten (inkl. Ausflugsfahrten vor Ort) pro Nase respektive <150 € insgesamt. Man muss sich halt nur mal jenseits des deutschen 5-Sterne-All-inclusive umschauen. Und man muss bereit sein, die 150 € nicht in ein neues Smartphone, Netflix oder Kippen zu stecken.
 
Kennt einer die Originaldaten?
Ich kann dir nur mit den ausführlichen Originaldaten der Erhebung von 2016 dienen, die aktuellen sind leider nicht frei zugänglich (zumindest ist da nichts für mich auffindbar).
Ist das tatsächlich "XY hat (k)ein Einkommen wie man es für einen Urlaub brauchen würde" oder ist das "XY hat in einer Umfrage gesagt, kein Geld für Urlaub übrig zu haben"? Zwischen "nicht können" und "nicht wollen weil man Geld lieber für was anderes ausgibt" gibt es ja einen großen Unterschied.
Kann ich dir nicht beantworten, da die Erhebung das ausfüllen eines ausführlichen Fragbogens, u.a. auch zum Einkommen, beinhaltet, welchen ich nicht kenne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Reisen gehört in unserer Zeit nun wirklich zu den günstigeren Luxusen, die sich eigentlich fast jeder gönnen kann, wenn ihm das denn wichtig ist. Insbesondere jetzt, wo innerdeutscher Urlaub (bei dem ich durchaus nachvollziehen kann, warum man sein Geld lieber für was anderes ausgibt :ugly:) auch für Leute ohne Auto Anreisekosten von fix 49 Euro pro Nase hat. Einfache Ferienwohnung zur Selbstversorung mit Platz für vier Leute kann man in der Nebensaison auch für (deutlich) unter 100 Euro die Woche bekommen. Zwei Wochen "in Urlaub fahren" statt "zu Hause sitzen" kosten also keine 100 Euro pro Nase. Wer ohnehin ein Auto besitzt, dass sind auch unter armen Menschen erstaunlich viele, kann zum ähnlichen, teils niedrigeren Preisen, auch in Kroatien buchen und hat dann halt ~30 * 100 km * 7 l/100 km * 1,80 €/l / 4 Personen = 100 € Transportkosten (inkl. Ausflugsfahrten vor Ort) pro Nase respektive <150 € insgesamt. Man muss sich halt nur mal jenseits des deutschen 5-Sterne-All-inclusive umschauen. Und man muss bereit sein, die 150 € nicht in ein neues Smartphone, Netflix oder Kippen zu stecken.
Wo hast du denn solche Preise weg? Selbst in Deutschland ist das deutlich teuer. An der Nord - und Ostsee.

In Billigreise Ländern wie Bulgarien etc mag das vielleicht möglich sein.
 
Da ich Urlaub in Deutschland absolut unattraktiv finde: Erstbester Suchtreffer, den ich nach 20 Sekunden hatte. https://www.billiger-ferienwohnung.de/
Filter auf maximal 100 € und Deutschland und flugs hat man "ab 70 €"-Treffer, die ersten vor allem im Schwarzwald, aber auch Usedom. Klar ist letzteres nicht mit Seeblick und direktem Strandzugang und vor allem ist es nicht Hauptsaison. In letzterer zahlt man ein gutes Stück mehr. Aber das ist ja so ziemlich das einzig positive an "keinem Job haben": Wenn man auch keine Kinder im schulpflichtigen und betreuungsbedürftigen Alter hat (also 6 bis 16 Jahre, wenn die Großeltern in der Nähe Leben ggf. nur 6 bis 12), dann ist man zeitlich ungebunden und kann in der tiefsten Nebensaison fahren.

Z.B. Tschechien ist natürlich noch einmal ein ganzes Stück billiger, aber das ist dann wieder außerhalb der Deutschland-Ticket-Reichweite und somit nur mit Auto zu machen. Damit hat man aber natürlich noch viel mehr Möglichkeiten. (Wenn man einmalig ein paar 100 € in eine Camping-Ausrüstung investiert hat, geht sogar eine gewisse Nähe zur Hauptsaison.)
 
Aber das ist ja so ziemlich das einzig positive an "keinem Job haben": Wenn man auch keine Kinder im schulpflichtigen und betreuungsbedürftigen Alter hat (also 6 bis 16 Jahre, wenn die Großeltern in der Nähe Leben ggf. nur 6 bis 12), dann ist man zeitlich ungebunden und kann in der tiefsten Nebensaison fahren.
Genau diese Erkentnis wurde auch im von mir verlinkten Beitrag getroffen und ist daher ja auch die am wenigsten von der Problematik betroffene Gruppe?

Am ehesten 1 Woche Urlaub und mehr leisten können sich dabei Haushalte mit 2 Erwachsenen und ohne abhängige, oder anhängige, Kinder (weniger überraschend, da Urlaub mit Kindern doppelt ins Geld geht, bei gleichbleibenden Einkommen).
Du redest damit also etwas an der Problematik vorbei. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Da muss man einfach die Steuer auf Flugtickets erhöhen und das Geld den Bedürftigen geben. Ist gut für die soziale Gerechtigkeit und gut für die Umwelt.
 
Hab´s heute früh wieder auf NTV gehört.

Ich hoffe mal das sich das möglichst bald alles bessert.
Ich selbst arbeite in einem mittelständischen Familienbetrieb, und auch hier sieht´s teilweise nicht gerade rosig aus.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück